Tramwayforum

Gesamter öffentlicher Verkehr in Wien => Verkehrspolitik => Thema gestartet von: 13er am 06. Januar 2016, 11:10:29

Titel: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: 13er am 06. Januar 2016, 11:10:29
Zitat
Studien für Straßenbahn statt Bussen

Im Koalitionspakt haben SPÖ und Grüne Machbarkeitsstudien für neue Straßenbahnlinien vereinbart. Diese könnten überlastete Buslinien, etwa die Linie 48A, ersetzen. Die Verlängerung anderer Straßenbahnlinien ist schon fix.


Im Juni 2014 wurden die Verlängerungen [mehr] (http://wien.orf.at/news/stories/2750919/)

Quelle: http://wien.orf.at/news/stories/2750919/
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: diogenes am 06. Januar 2016, 11:38:30
Hört sich ja nicht so schlecht an. Aber "prüfen" heißt ja noch nicht "fü gut befunden" und schon gar nicht "Geld dafür gefunden oder auch nur gesucht".
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Schienenfreak am 06. Januar 2016, 11:43:18
Alles beginnt mit dem ersten Schritt... ;)
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: haidi am 06. Januar 2016, 11:46:29
Alles beginnt mit dem ersten Schritt... ;)
Und dann kommt die Lähmung.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: 95B am 06. Januar 2016, 11:53:39
Man muss halt die gesamte Information lesen und sich nicht nur die rosaroten Rosinen rudimentär raussuchen. Der letzte Absatz im Presse-Artikel bringt es schließlich auf den Punkt:

„Wir wollen es einfach wissen“

Insgesamt ist der Plan aus dem Regierungsübereinkommen aber noch recht unkonkret. Ein Zeitplan, bis wann ein Studienergebnis vorliegen soll, gibt es noch nicht. Und auch Maresch will nicht mit allzu viel Euphorie in das Projekt gehen: „Die Umwandlung des 48A in eine Straßenbahn würde 100 Millionen Euro kosten. Und es gibt andere Projekte mit höherer Priorität.“ Aber wenn in der Studie festgestellt wird, dass es Bedarf für eine Straßenbahn auf einer der Busstrecken gibt, werde man reagieren. „Wir wollen es jetzt einfach einmal wissen.“

Q: http://diepresse.com/home/panorama/wien/4895728/Strassenbahn-statt-Bus_Wien-pruft
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: nord22 am 06. Januar 2016, 12:04:53
Viel mediales Getöse um zwei seit Jahren geplante Linienverlängerungen und das war es auch schon wieder. Um hier einige Träumer auf den Boden der Realität zurückzuholen, sei darauf hingewiesen, dass nicht einmal ausreichend Budgetmittel für die Sanierung des Bestandsnetzes vorhanden sind. So könnte nach dem ersten schweren Unfall, welcher durch die extrem desolaten Gleisanlagen bedingt ist, der Straßenbahnbetrieb auf der Ringstraße aus Sicherheitsgründen stillgelegt werden.

nord22
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: 60er am 06. Januar 2016, 12:13:41
So könnte nach dem ersten schweren Unfall, welcher durch die extrem desolaten Gleisanlagen bedingt ist, der Straßenbahnbetrieb auf der Ringstraße aus Sicherheitsgründen stillgelegt werden.
Sprichst du den gestrigen Unfall am Parkring an?
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: nord22 am 06. Januar 2016, 12:37:15
Dieser Unfall war mir noch nicht bekannt; Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 10 und 15 km/h sind ein eindeutiges Indiz für den stilllegungsreifen Zustand der Gleisanlagen....

nord22
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: 60er am 06. Januar 2016, 12:52:04
Dieser Unfall war mir noch nicht bekannt; Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 10 und 15 km/h sind ein eindeutiges Indiz für den stilllegungsreifen Zustand der Gleisanlagen....
Gestern Abend gegen 18 Uhr wurde der 2er Richtung Friedrich-Engels-Platz über Schottentor umgeleitet, weil am Parkring, etwa auf Höhe Weihburggasse, ein Unfall mit einem ULF passiert ist. Ob es etwas Schwerwiegendes war, kann ich nicht sagen.

Ich dachte, du sprichst einen konkreten Unfall an. Klar sind Geschwindigkeitsbeschränkungen nicht schön, aber was will man anderes machen, wenn das Gleisnetz zerbröselt?
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Tatra83 am 06. Januar 2016, 12:54:45
Um hier einige Träumer auf den Boden der Realität zurückzuholen, sei darauf hingewiesen, dass nicht einmal ausreichend Budgetmittel für die Sanierung des Bestandsnetzes vorhanden sind.
Darauf weisen wir hier seit gut drei Jahren immer wieder hin. Dazu eine Schätzung, wie es bis 2020 um die Gleisanlagen der Wiener Straßenbahn stehen wird. Der Instandhaltungsrückstand liegt dann bei 60 von 172 Strecken-km (sprich 1/3 des Netzes harrt einer Grundinstandsetzung), das entspricht notwendigen Aufwendungen von rund 243 Mio. EUR (ohne Inflation!). Und damit die Relation angesichts dieser Entwicklung wieder hergestellt ist, die Wiener Linien erhalten in 2016 rund 212 Mio. EUR, die für den U-Bahn-Bau zweckgebunden sind (Bundes- und Landeszuschüsse, Dienstgeberabgabe).

[attach=1]
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Stellwerker am 06. Januar 2016, 12:55:06
... der Straßenbahnbetrieb auf der Ringstraße aus Sicherheitsgründen stillgelegt werden.

<sarkasmus>

Also dann auf zur Einstellung und Linienneuordnung:
D: Aufteilung in 36 und 69
1: Aufteilung in 65 und N
2: Aufteilung in 45 (über Reichsratstraße zur Bellariastraße um den Ring nicht mehr befahren zu müssen) und N
71: Wieder Schwarzenbergplatz als reguläre stadtseitig Endstation
VRT: Kompletteinstellung

Als Rundlinie Ring-Kai-Ring kommt dann die neue Autobuslinie 1B.

</sarkasmus>

LG,
Stellwerker
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: haidi am 06. Januar 2016, 12:59:29
Klar sind Geschwindigkeitsbeschränkungen nicht schön, aber was will man anderes machen, wenn das Gleisnetz zerbröselt?
Da gibt es ein einfaches Mittel - Instandsetzung.

Edit: Eine Einstellung des Ring-Straßenbahnverkehrs kann sich Wien nur schwer erlauben, ich denke, da ist dann Feuer am Dach, das wird in Wien kaum wer verstehen.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Hubi am 06. Januar 2016, 13:07:24
Zitat
Da gibt es ein einfaches Mittel - Instandsetzung.

Da finden sie wieder 1000 Ausreden es NICHT machen zu müssen!
Es wird unter Sima noch viel schlimmer kommen, als mit Brauner!
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: T1 am 06. Januar 2016, 13:25:03
Viel mediales Getöse um zwei seit Jahren geplante Linienverlängerungen und das war es auch schon wieder. Um hier einige Träumer auf den Boden der Realität zurückzuholen, sei darauf hingewiesen, dass nicht einmal ausreichend Budgetmittel für die Sanierung des Bestandsnetzes vorhanden sind.
Na und?

Das sind zwei verschiedene Töpfe. Wenn die Politik eine Straßenbahnverlängerung will, dann kommt das Geld – ob jetzt direkt von der Stadt oder aus dem WL-Budget, ist wurscht, beides Steuergeld. Es ist aber nicht so, als ob dieses Geld in die Instandhaltung/Sanierung des Gleisnetzes fließen würde, wenn keine Neubaustrecken kommen. Dann gibt's einfach nicht mehr Geld.

So funktioniert das nun mal – ob das sinnvoll ist, ist eine andere Geschichte…
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: skytree am 06. Januar 2016, 13:32:02
Sind deswegen Busse beliebter, da das Geld für die Instandhaltung der Straßen nicht von den WL kommen muss?
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: 60er am 06. Januar 2016, 14:19:30
Sind deswegen Busse beliebter, da das Geld für die Instandhaltung der Straßen nicht von den WL kommen muss?
Genau so ist es!
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: 13er am 06. Januar 2016, 14:49:10
<sarkasmus>

Also dann auf zur Einstellung und Linienneuordnung:
D: Aufteilung in 36 und 69
1: Aufteilung in 65 und N
2: Aufteilung in 45 (über Reichsratstraße zur Bellariastraße um den Ring nicht mehr befahren zu müssen) und N
71: Wieder Schwarzenbergplatz als reguläre stadtseitig Endstation
VRT: Kompletteinstellung

Als Rundlinie Ring-Kai-Ring kommt dann die neue Autobuslinie 1B.

</sarkasmus>
So etwas war ja in der Tat der Plan noch in den 80ern! Glücklicherweise ist die U2/4 danebengegangen. Irgendwo habe ich den Plan einmal gepostet, wie Wien ohne Ringstraßenbahn aussehen hätte sollen. Ein wirklich zerrissenes Resterlnetz...
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Hauptbahnhof am 06. Januar 2016, 16:34:57
Interessant auch, dass im ORF-Artikel wieder nur D und O als fix genannt werden, aber kein 25er, 67er oder gar 15er...
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Operator am 06. Januar 2016, 16:57:35
Zitat
Da gibt es ein einfaches Mittel - Instandsetzung.

Da finden sie wieder 1000 Ausreden es NICHT machen zu müssen!

Da kennt sich die Klingelfee bestens aus! ;)
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Achter am 06. Januar 2016, 17:37:24
Im Sommer sinds die Loch Ness-Gschichterln, im Winter die Tramwayverlängerungsstudien. Kommen wird davon - wie gewohnt - nix.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Geamatic am 06. Januar 2016, 17:41:43
Interessant auch, dass im ORF-Artikel wieder nur D und O als fix genannt werden, aber kein 25er, 67er oder gar 15er...

Naja, weil diese zwei höchstwahrscheinlich die einzigen Verlängerungen in den nächsten Jahren sein werden.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Werner1981 am 06. Januar 2016, 18:17:25
Eigentlich wird in dem ORF-Artikel nur auf den Presse-Artikel von voriger Woche Bezug genommen, der auf den seit Wochen bekannten Regierungsübereinkommen basiert... Also nichts neues.

Aber immerhin scheinen die Grünen das Thema Straßenbahn nicht aus den Augen zu verlieren.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: diogenes am 06. Januar 2016, 18:55:17
Das ist doch verhältnismäßig schön, oder? :)
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: 38ger am 06. Januar 2016, 19:14:49
Zitat
Da gibt es ein einfaches Mittel - Instandsetzung.

Da finden sie wieder 1000 Ausreden es NICHT machen zu müssen!

Da kennt sich die Klingelfee bestens aus! ;)

Ist das ständige Klingelfee-Bashing wirklich notwendig?  >:(
Ist immerhin ein User, der das Forum mMn sinnvoll bereichert und auch schon so manche Infos preisgeben konnte, die der Forengemeinde sonst nicht erfahren hätte ... abgesehen davon, dass das ständige absichtliche Missverständnis, dass Klingelfees Erklärungen auch Ihre Meinung wiedergeben müssen, ziemlich kindisch ist. Man muss sie nicht unbedingt vergraulen!
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: haidi am 06. Januar 2016, 21:26:48
Ist das ständige Klingelfee-Bashing wirklich notwendig?  >:(
Zustimmung.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Operator am 07. Januar 2016, 07:26:38
Ist das ständige Klingelfee-Bashing wirklich notwendig?  >:(
Zustimmung.
ich kenne Ihn, ich darf das! ;D
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Hawk am 09. Januar 2016, 13:46:54
Es bezahlt ein jeder Fuhrwerksunternehmer für die Straßenerhaltung, egal ob Bus oder Lkw, auch die WL!  ;)
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: W_E_St am 11. Januar 2016, 15:00:55
Es bezahlt ein jeder Fuhrwerksunternehmer für die Straßenerhaltung, egal ob Bus oder Lkw, auch die WL!  ;)

Richtig, aber die Straßenerhaltung ist irgendwo tief in allgemeinen Steuern und Abgaben versteckt, die Gleiserhaltung landet direkt und sichtbar im Budget der WL.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: SheepJoe am 11. Januar 2016, 17:06:46
Richtig, aber die Straßenerhaltung ist irgendwo tief in allgemeinen Steuern und Abgaben versteckt, die Gleiserhaltung landet direkt und sichtbar im Budget der WL.

Ich halte das für einen Anachronismus, die Gleiserhaltung sollte auch aus dem allgemeinen Budget kommen (zumindest getrennte Rechnungskreise und Refundierung aus dem Budget).
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: hema am 11. Januar 2016, 17:09:59
Es bezahlt ein jeder Fuhrwerksunternehmer für die Straßenerhaltung, egal ob Bus oder Lkw, auch die WL!  ;)
Aber was Bus- und Lkw-Eigner zahlen, ist kaum mehr als ein besserer Witz, gemessen an dem, was der Schwerverkehr an Kosten verursacht! Frächter und Busunternehmer sehen das naturgemäß ganz anders.  :-\



Richtig, aber die Straßenerhaltung ist irgendwo tief in allgemeinen Steuern und Abgaben versteckt, die Gleiserhaltung landet direkt und sichtbar im Budget der WL.

Ich halte das für einen Anachronismus, die Gleiserhaltung sollte auch aus dem allgemeinen Budget kommen (zumindest getrennte Rechnungskreise und Refundierung aus dem Budget).
Falsch. Jeder Verkehr sollte seinen Aufwand selber tragen, nur so könnte man endlich zur dringend nötigen Kostenwahrheit im Verkehrsgeschehen kommen.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Lerchenfelder am 27. Mai 2016, 13:02:27
Man muss halt die gesamte Information lesen und sich nicht nur die rosaroten Rosinen rudimentär raussuchen. Der letzte Absatz im Presse-Artikel bringt es schließlich auf den Punkt:

„Wir wollen es einfach wissen“

Insgesamt ist der Plan aus dem Regierungsübereinkommen aber noch recht unkonkret. Ein Zeitplan, bis wann ein Studienergebnis vorliegen soll, gibt es noch nicht. Und auch Maresch will nicht mit allzu viel Euphorie in das Projekt gehen: „Die Umwandlung des 48A in eine Straßenbahn würde 100 Millionen Euro kosten. Und es gibt andere Projekte mit höherer Priorität.“ Aber wenn in der Studie festgestellt wird, dass es Bedarf für eine Straßenbahn auf einer der Busstrecken gibt, werde man reagieren. „Wir wollen es jetzt einfach einmal wissen.“

Q: http://diepresse.com/home/panorama/wien/4895728/Strassenbahn-statt-Bus_Wien-pruft

Recht haben sie! Das sollte man wirklich mal prüfen, ob ein 3-6 min Intervall in der HVZ für eine Buslinie mit Gelenkbussen wirtschaftlich ist... Wer weiß das schon, dazu braucht es unbedingt eine Studie!  ::) :fp:
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: h 3004 am 27. Mai 2016, 15:16:01
Ein Schockbericht von mir heute mittags: Bin ausnahmsweise mit dem 11A vom Stadion zur Forsthausg. gefahren. Nur wiederlich: Überfüllt, sogar alte Leute mußten stehen, elend lange Stationsaufenthalte (weil der Fahrer noch jeden Zueilenden mitnehmen wollte), zu lange Intervalle, eine suboptimale Streckenführung mit Schwenks durch Nebengassen, kaum Ampelbeeinflussung etc. Fahrzeit ca 1/2 Stunde. Mit U2-U4 und Bus über Donaukanal wäre es vermutlich schneller und angenehmer gewesen. Daher Straßenbahn mit großen Gefäßen auf optimierter Strecke! (aber das spielt es in Wien leider nicht).
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Klingelfee am 27. Mai 2016, 15:56:35
Ein Schockbericht von mir heute mittags: Bin ausnahmsweise mit dem 11A vom Stadion zur Forsthausg. gefahren. Nur wiederlich: Überfüllt, sogar alte Leute mußten stehen, elend lange Stationsaufenthalte (weil der Fahrer noch jeden Zueilenden mitnehmen wollte), zu lange Intervalle, eine suboptimale Streckenführung mit Schwenks durch Nebengassen, kaum Ampelbeeinflussung etc. Fahrzeit ca 1/2 Stunde. Mit U2-U4 und Bus über Donaukanal wäre es vermutlich schneller und angenehmer gewesen. Daher Straßenbahn mit großen Gefäßen auf optimierter Strecke! (aber das spielt es in Wien leider nicht).

Und du glaubst, dass es mit einer Straßenbahn besser gewesen wäre?

Denn bei einer größeren Straßenbahn gebe es trotzdem nicht mehr Plätze. Denn es würde die Straßenbahn zwar öfters fahren, aber dafür würde es höchstwahrscheinlich keinen 11B geben, oder auch Züge die nur zwischen der Hillerstraße und Fr. Engels Platz fahren. Ausserdem würde die Straßenbahn sicher nicht mehr eigenen Gleiskörper haben, als jetz der Bus schon Busspuren hat. dazu ist in der Engerthstraße/Vorgartenstraße einfach zu wenig Platz

Und zur Ampelbeeinflussung. Du hast zwar bei den großen Kreuzungen (Lassallestraße und Adalbert Stifter Straße)  keine Beeinflussung, jedoch hast du bei vielen Ampel eine Vorlaufphase, so dass der Bus besser von der Kreuzung wegkommt. Noch dazu wo die Linie 11A auf die Länge ganz wenige Ampeln hat. Und würde ich die Ampeln dort noch beeinflussen, so würde er andere Linien wie zum Beispiel 5A und 37A behindern.

Und das Hauptproblem deiner Beobachtung sind mMn 2 Gründe.
1. Fahrgäste, die zu spät kommen und mit Gewalt noch in diesen Bus wollten
2. Der Buslenker, der diesen Fahrgästen das mitfahren auch umbedingt noch ermöglichen wollte.

Und bevor jetzt ihr wieder über mich herfällt, dass so eine Einstellung bei den WL nichts verloren hat.

Ich habe diese Einstellung deshalb, weil man sich auch bewusst sein muss, dass man einen Fahrplan hat und das viele Personen dafür bezahlen, dass sie pünktlich von A nach B gebracht werden. Dass dies oft nicht möglich ist und dass die äusseren Umstände verbessert gehören ist mir auch klar.

Aber als Fahrer/Lenker muss man dann irgendwann ein Egoist sein und Fahrgäste stehen lassen. Überhaupt dann wenn man schon zu spät ist und/oder übervoll ist und der Hintermann schon im Rückspiegel auftaucht.

Und kommt mir bitte nicht wieder mit der Gefahr der Kurzführung. Denn gerade die vom oben angeführten Punkten erhöht die Anzahl der Kurzführungen.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: diogenes am 27. Mai 2016, 17:10:47
Wieder 'was subjektives: Von mir aus kann ein Öffi mir vor der Nase davon fahren. Das nächste Öffifahrzeug ist im Normalfall in 10 Minuten oder weniger da, also was soll's? Ich verstehe nicht, warum andere da panisch werden müssen. Man kalkuliere eine viertel Stunde mehr in meine Fahrzeit, damit man sich nicht hetzen muss, und fertig. Immerhin ist sind die Öffis eine, wie man in der Computerei so schön sagt, gemeinsam genutzte Ressource, also wird man das berücksichtigen, wenn man einigermaßen vernünftig (und sozial) ist.

Ich habe Verständnis für Fahrer, die Service bieten wollen, indem sie noch geschwind jemanden mitnehmen, aber auch für die, die den Fahrplan einhalten wollen. Jeder hat einen guten Grund für sein Handeln, also nehme ich das alles nicht so eng.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Klingelfee am 27. Mai 2016, 17:16:02
Ich habe Verständnis für Fahrer, die Service bieten wollen, indem sie noch geschwind jemanden mitnehmen, aber auch für die, die den Fahrplan einhalten wollen. Jeder hat einen guten Grund für sein Handeln, also nehme ich das alles nicht so eng.

Und was macht einen guten Fahrer aus. Indem er den golden Mittelweg zwischen jemanden noch mitnehmen und Fahrplan einhalten erwischt.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: h 3004 am 27. Mai 2016, 17:47:51
Der Unterschied zwischen Bus und Bim ist aber,  daß man bei Letzterer nicht so durchgeschüttelt wird, man die Unebenheiten der Straße sowie die Kurven nicht so mitfühlen muß - und mir persönlich geht die dauernde Ab und Aufsenkerei in den Bussen bei den HSt. auf die Nerven. Daß Straßenbahnen nicht im Stau stehen, kann man ja an anderen Linien beobachten: 44, 46, 31 (Kloburgerstr) etc. Bei einer halbwegs intelligenten Planung läßt sich allerhand machen.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Klingelfee am 27. Mai 2016, 18:02:15
Der Unterschied zwischen Bus und Bim ist aber,  daß man bei Letzterer nicht so durchgeschüttelt wird, man die Unebenheiten der Straße sowie die Kurven nicht so mitfühlen muß - und mir persönlich geht die dauernde Ab und Aufsenkerei in den Bussen bei den HSt. auf die Nerven. Daß Straßenbahnen nicht im Stau stehen, kann man ja an anderen Linien beobachten: 44, 46, 31 (Kloburgerstr) etc. Bei einer halbwegs intelligenten Planung läßt sich allerhand machen.

Das mit dem Durchschütteln, da gebe ich dir Recht. Aber bitte nocheinmal. Schau dir bitte am 11A den Bereich Bereich Handelskai - Lassallestraße und erkläre mir, wie du dort die Straßenbahn auf selbstständigen Gleiskörper führen willst, ohne dass du dort die wunderschönen Alleebäume fällst.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: W_E_St am 27. Mai 2016, 18:06:09
Auch ohne selbstständigen Gleiskörper hätte eine Straßenbahn den Vorteil, dass in einen B gewaltig mehr Leute hineinpassen als in einen Gelenkbus! Ein aktueller Gelenkbus hat laut FPdWL ein Fassungsvermögen von 129 Personen, ein B laut Straßenbahnjournal-Wiki 207.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Klingelfee am 27. Mai 2016, 18:09:01
Auch ohne selbstständigen Gleiskörper hätte eine Straßenbahn den Vorteil, dass in einen B gewaltig mehr Leute hineinpassen als in einen Gelenkbus! Ein aktueller Gelenkbus hat laut FPdWL ein Fassungsvermögen von 129 Personen, ein B laut Straßenbahnjournal-Wiki 207.

Hast du meine Eingangsantwort gelesen? Bei einer umstellung von Bus auf Bim hast du zwar größere Fahrzeuge, jedoch im Bereich Vorgartenstraße - Fr. Engels Platz sicher keinen 3-4 min Intervall
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: 60er am 27. Mai 2016, 18:17:53
Hast du meine Eingangsantwort gelesen? Bei einer umstellung von Bus auf Bim hast du zwar größere Fahrzeuge, jedoch im Bereich Vorgartenstraße - Fr. Engels Platz sicher keinen 3-4 min Intervall
Trotzdem hast du Vorteile, weil a) eine Linie mit 6-Minuten-Intervallen weniger störunganfällig ist, als eine mit 3-Minuten-Intervallen und b) der B-ULF mehr Türen hat, was den Fahrgastwechsel gegenüber dem Bus beschleunigt. Siehe 13A, wo es seit der Umstellung von NL auf NG zu viel weniger Unregelmäßigkeiten und Konvoifahrten kommt.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: h 3004 am 27. Mai 2016, 19:40:12
Das Phänomen der geringeren Auslastung in Rand/Außenzonen hat man bei fast jeder Linie. Das Argument: längere Züge-längere Intervalle - lasse ich nicht gelten. Die Nachfrage muß das regeln. Außerdem sollte man bei einer solch langen Linie doch 1-2 Wendemöglichkeiten einplanen, um  Einschübe/Kurzzüge fahren zu können.
Und @ Klingelfee: Vom eigenen Gleiskörper habe ich extra nicht gesprochen, daher auch die Beispiele 44,46,31 (im 20.)
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Klingelfee am 27. Mai 2016, 19:50:55
Das Phänomen der geringeren Auslastung in Rand/Außenzonen hat man bei fast jeder Linie. Das Argument: längere Züge-längere Intervalle - lasse ich nicht gelten. Die Nachfrage muß das regeln. Außerdem sollte man bei einer solch langen Linie doch 1-2 Wendemöglichkeiten einplanen, um  Einschübe/Kurzzüge fahren zu können.
Und @ Klingelfee: Vom eigenen Gleiskörper habe ich extra nicht gesprochen, daher auch die Beispiele 44,46,31 (im 20.)

Nur das sind die angeführten Linien entweder auf Sperrflächen unterwegs, die in der Engerthstraße nicht möglich sind, oder es ist wesentlich weniger Autoverkehr, als in der Engerthstraße

Und das längere Züge = längere Intervall, da hast du das beste Beispiel am 13A. Da fahren jetzt längere Busse, du muss jedoch auch länger warten.

Und das man bei einer Umstellung auf Straßenbahn 1-2 Wendemöglichkeiten eingebaut werden sollten, dass sollte auch einem jeden klar. Höchstwahrscheinlich kommen die gleichen Wendemöglichkeiten, wie beim 11A.
Engels Platz und Hillerstraße
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: coolharry am 27. Mai 2016, 22:50:42
Der 11A hält an jeder Gießkanne. Gepaart mit dem Schwenk bei der Lassallestraße ist der 11A einfach lahm. Ampel hat er nicht sehr viele. Ab Stadioncenter bis Engelsplatz hast gerade mal 11 oder 12 Ampeln. Das ist für die Strecke gar nicht so viel. Einige sind total mies geschalten aber die Beeinträchtigung durch den MIV halte ich für vernachlässigbar.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: hema am 27. Mai 2016, 23:32:02

. . . . jedoch im Bereich Vorgartenstraße - Fr. Engels Platz sicher keinen 3-4 min Intervall
Den gibt es sowieso nirgends im deutschen Sprachraum!
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: 60er am 28. Mai 2016, 11:41:18
Und das längere Züge = längere Intervall, da hast du das beste Beispiel am 13A. Da fahren jetzt längere Busse, du muss jedoch auch länger warten.
Besser geringfügig längere Intervalle und regelmäßig, als unregelmäßige Intervalle von 1-10 Minuten und Konvoifahrten von bis zu vier Bussen, wie früher am 13A üblich. Falls die Fahrgastzahlen ansteigen, hat man dann immer noch die Möglichkeit, zu verdichten.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: 50.35 am 28. Mai 2016, 19:12:05
Servus Freunde, :)

ich bin der Meinung,daß man den ÖFFiS, sprich Straßenbahn genügend finanzielle Mittel zur Verfügung stellen sollte,damit diese neues Fuhrparkmaterial kaufen
und somit den Individualverkehr,sprich PKW aus den ohnehin schon überlasteten Innenstädten entfernen kann. Die Innenstädte leiden doch schon heute unter
der Lärm- und Abgasbelastung durch den Individualverkehr!!!Wie seht ihr die Sache?
Freue mich schon jetzt auf eure Antworten!
Liebe Grüße
Erwin
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: 13er am 28. Mai 2016, 19:22:01
Besser geringfügig längere Intervalle und regelmäßig, als unregelmäßige Intervalle von 1-10 Minuten und Konvoifahrten von bis zu vier Bussen, wie früher am 13A üblich. Falls die Fahrgastzahlen ansteigen, hat man dann immer noch die Möglichkeit, zu verdichten.
Der 13A hat sich jetzt schon enorm verbessert. Von den Katastrophenzuständen von früher sind wir jetzt weit entfernt. Tagsüber ist die Kapazität immer noch etwas zu gering, aber da wird man vielleicht ja noch ein bißchen verdichten irgendwann.

So, wie es jetzt ist, ist (leider) keine Straßenbahn mehr notwendig.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: moszkva tér am 28. Mai 2016, 19:56:16
Ich verstehe den Fetisch eigenen Gleiskörper nicht. Die Stärke der Straßenbahn ist doch, dass sie im normalen Verkehr mitfahren kann. Gerade aus der Engerthstraße kann man den Transit-MIV leicht vertreiben, ist doch parallel der Handelskai fast als Autobahn ausgebaut.
Aber die Wiener Linien müssen sogar in der Oberfeldstraße mit 2000 Kfz pro Tag eigenen Gleiskörper samt Zaun bauen  :fp:
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: 95B am 28. Mai 2016, 21:32:29
Ich verstehe den Fetisch eigenen Gleiskörper nicht. Die Stärke der Straßenbahn ist doch, dass sie im normalen Verkehr mitfahren kann.

Ein selbstständiger Gleiskörper ist dort angebracht, wo der Straßenquerschnitt den Platz hergibt. Ansonsten muss man eben danach trachten, die Straßenbahn so zu trassieren, dass die Autos an ihr nicht vorbei kommen – Prinz-Eugen-Straße als Beispiel für Altbestand, Ottakringer Straße als Beispiel für kürzliche Umgestaltung.

Dass man in der Oberfeldgasse einen eigenen Bahnkörper errichtet hat, rührt daher, dass erstens der Platz da war, zweitens das ehemalige Feldwegerl ohnehin komplett neu gebaut werden musste und drittens nur so der verkehrsberuhigte Charakter erhalten werden konnte. Mit straßenbündigen Gleisen wäre das eine Rennstrecke geworden.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: moszkva tér am 28. Mai 2016, 22:44:45
Ein selbstständiger Gleiskörper ist dort angebracht, wo der Straßenquerschnitt den Platz hergibt.
Jein! Denn bei einer Straße mit wenig Autoverkehr könnte man statt einem eigenen Gleiskörper auch danach trachten, den öffentlichen Raum zu stärken: Erhöhung der Aufenthaltsqualität, mehr Platz für Fußgänger usw.
Straßenraum ist heute mehr als Gehsteig-Parkspur-Fahrbahn-(eigenständiger Gleiskörper)!
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: benkda01 am 28. Mai 2016, 23:10:23
So, wie es jetzt ist, ist (leider) keine Straßenbahn mehr notwendig.
Naja, die Straßenbahn hat nicht nur die Kapazität als einzigen Vorteil. ;)
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: diogenes am 29. Mai 2016, 13:00:53
... Und ein gutes Angebot an Öffis macht auch viele Leute sie benutzen. Als (etwas weit her geholtes) Beispiel  könnte man hier den Ausbauzustand der Eisenbahn in der Schweiz nennen, ohne jetzt Details auszubreiten. Als weniger weit her geholtes Beispiel nenne ich hier die Badner Bahn: Mich wundert's nicht, wenn Leute lieber die WLB als die Südbahn benutzen: Fährt durch den Ort, alle 15 Minuten, usw.

Das kann auch innerstädtisch funktionieren. Und für die Sachen, die sich privat nicht ohne Auto erledigen lassen (denn beruflicher Autoverkehr hat durchaus seine Legitimation), gibt'S Carsharing und Mietautos. Giibt's das Angebot der WL eigentlich noch, dass man bei bestimmten Autovermietern mit einer Jahreskarte im Wortsinne billiger fährt?
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Petersil am 30. Mai 2016, 22:24:45
Giibt's das Angebot der WL eigentlich noch, dass man bei bestimmten Autovermietern mit einer Jahreskarte im Wortsinne billiger fährt?

Es gibt die sogenannte WienMobil-Karte, das ist eine um 12 Euro teurere Jahreskarte, mit der man bei DriveNow Carsharing und Dr. Hartl Autoverleih einen Rabatt bekommt.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: diogenes am 31. Mai 2016, 10:58:03
Giibt's das Angebot der WL eigentlich noch, dass man bei bestimmten Autovermietern mit einer Jahreskarte im Wortsinne billiger fährt?

Es gibt die sogenannte WienMobil-Karte, das ist eine um 12 Euro teurere Jahreskarte, mit der man bei DriveNow Carsharing und Dr. Hartl Autoverleih einen Rabatt bekommt.
Also irgendwie doch :)
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Tatra83 am 04. April 2017, 17:27:17
Ich möchte es nicht kommentieren: http://diepresse.com/home/panorama/wien/5195665/Neue-Routen_Wien-baut-Strassenbahnen-aus
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Operator am 04. April 2017, 17:34:22
Ich möchte es nicht kommentieren: http://diepresse.com/home/panorama/wien/5195665/Neue-Routen_Wien-baut-Strassenbahnen-aus
Nix neues halt!
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: hema am 04. April 2017, 17:38:21
Ein paar zusätzliche U-Bahn-Zubringer ohne größeren Verkehrswert. Neben mäandernden Pimperlbussen ein paar mäandernde Pimperlstraßenbahnen. Feigenblatt-Politik!  ;)
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: T1 am 04. April 2017, 17:40:50
Ich möchte es nicht kommentieren: http://diepresse.com/home/panorama/wien/5195665/Neue-Routen_Wien-baut-Strassenbahnen-aus

"darauf sollen sich Rot, Grün und die Wiener Linien nun verständigt haben" :blank:
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Klingelfee am 04. April 2017, 17:54:30
Ein paar zusätzliche U-Bahn-Zubringer ohne größeren Verkehrswert. Neben mäandernden Pimperlbussen ein paar mäandernde Pimperlstraßenbahnen. Feigenblatt-Politik!  ;)

Ich glaube nicht, dass diejenigen, die dadurch eine Straßenbahn bekommen, deiner Meinung sind. Ausserdem, wo würdest du bei unserem dichten Verkehrsnetz NEUE Straßenbahnlinien bauen.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: haidi am 04. April 2017, 23:07:15
Vom Ring bis zur Baumgartner Höhe zum Beispiel
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: 4463 am 04. April 2017, 23:08:34
Vom Ring bis zur Baumgartner Höhe zum Beispiel
Die Linie wäre aber nicht neu, sondern nur wiedererrichtet. ;)
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: hema am 05. April 2017, 00:56:56
Welche war das?
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: 38ger am 05. April 2017, 00:59:09
Vom Ring bis zur Baumgartner Höhe zum Beispiel
Die Linie wäre aber nicht neu, sondern nur wiedererrichtet. ;)

Im gesamten Linienverlauf wäre sie durchaus neu. Früher gab es ja nur die Kombination aus dem heutigen  inneren Ast des 48A und des äußeren Astes des 44ers, sowie zum anderen eine Stichstrecke von Ottakting zur Baumgarntner Höhe. Das Streckenstück zwischen Panikengasse (Schmelz) und Gutraterplatz (Ottakring) war ja nie eine Straßenbahnstrecke.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Klingelfee am 05. April 2017, 05:31:15
Vom Ring bis zur Baumgartner Höhe zum Beispiel

Mit neu meinte ich neue Strecken und nicht Bus auf Bim Umstellen. Denn da gäbe es mMn andere Buslinien, wo es eher gerechtfertigt wäre.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: öffi-dude am 05. April 2017, 09:17:54
Wer sagt, dass man unbedingt NEUE Strecken braucht? Gibt genug Buslinien, welche umgestellt werden sollten!
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Klingelfee am 05. April 2017, 09:42:37
Wer sagt, dass man unbedingt NEUE Strecken braucht? Gibt genug Buslinien, welche umgestellt werden sollten!

Das ist mMn ein zweischneidiges Schwert.

Klar sollte man den Mut und vor allem das Geld aufbringen Buslinien auch auf Straßenbahnen umzustellen. Aber wichtiger ist es dass wenn man in den Stadtentwicklungsgebieten öffentliche Verkehrsmittel errichtet, diese eher an die Straßenbahnnetz, als an das Busnetz anschlossen wird.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: haidi am 05. April 2017, 09:45:28
und bitte - nicht oder
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: öffi-dude am 05. April 2017, 09:48:42
Sorry, habe mich da unklar ausgedrückt, 25 und 26 in die Seestadt und D und O in die Bahnhöfe machen als "neue" Linien natürlich Sinn.

Aber wahnsinnig viele "neue" Korridore gibt es mMn sonst nicht.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Klingelfee am 05. April 2017, 09:54:52
und bitte - nicht oder

Bezüglich Ausbau des Oberflächen-ÖV gibt es nur ein ODER. Für ein UND gibt es auf keinen Fall ein Geld. Ausserdem ist es immer leichter für die Stadtentwicklung Geld aufzutreiben, als für den Bestandsumbau
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Anid am 05. April 2017, 10:17:56
Ich seh es schon mittlerweile als extrem positiv an dass der 67er zur Siedlung Südost tatsächlich kommt. Hat ja zwischenzeitlich nicht mehr danach ausgesehen. Dass sie den 15er auf 2027 verschoben haben ist eh schon seit jahren klar, aber dass sich der zweite UND der 20. Bezirk den O-Wagen zum FEP wünschen ist mir neu. Ich hoff nur die schicken den dann nicht wirklich über die Dresdner Straße, das würde dem 11A nämlich kein bisschen helfen.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: hema am 05. April 2017, 11:48:06

Bezüglich Ausbau des Oberflächen-ÖV gibt es nur ein ODER. Für ein UND gibt es auf keinen Fall ein Geld.
Mir gefällt es, wie du immer wegen des Geldes jammerst!  8)

Dabei müsste man der Straßenbahn nur ihren gerechten Anteil an den Einnahmen (Erlöse) gewähren und nicht kunstvoll viel zu viel zur U-Bahn "rüberrechnen" und schwupps, was glaubst du, wie viele Projekte man (zusätzlich zur gediegenen Erhaltung des Bestandes) aus eigener Kasse finanzieren könnte. Um den Traum weiterzuspinnen: statt diverser Finanzakrobatik beginnt man endlich zu rechnen wie die gute Hausfrau, vermeidet weiters unnötige Ausgaben (Propaganda, Feiern, Durchfüttern "befreundeter" Firmen usw.), entledigt sich seines undurchdringlichen Verwaltungsfilzes, befreit sich vom allgewaltigen Einfluss seitens Rathaus und Gewerkschaft und . . . . und . . . . und . . . .

Was bleibe da Geld in der Kasse mit dem man so viel machen könnte, ganz ohne sich um Zuschüsse aus den öffentlichen Budgets anstellen zu müssen! Aber solches Denken ist halt leider nicht (mehr) zeitgeistig genug und stellt jedem heutigen Betriebswirtschafter die Haare zu Berge.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: 95B am 05. April 2017, 11:52:38
Dabei müsste man der Straßenbahn nur ihren gerechten Anteil an den Einnahmen (Erlöse) gewähren und nicht kunstvoll viel zu viel zur U-Bahn "rüberrechnen" und schwupps, was glaubst du, wie viele Projekte man (zusätzlich zur gediegenen Erhaltung des Bestandes) aus eigener Kasse finanzieren könnte. Um den Traum weiterzuspinnen: statt diverser Finanzakrobatik beginnt man endlich zu rechnen wie die gute Hausfrau, vermeidet weiters unnötige Ausgaben (Propaganda, Feiern, Durchfüttern "befreundeter" Firmen usw.), entledigt sich seines undurchdringlichen Verwaltungsfilzes, befreit sich vom allgewaltigen Einfluss seitens Rathaus und Gewerkschaft und . . . . und . . . . und . . . .

Ja ... und die Partei? Was ist mit der Partei? :P
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: hema am 05. April 2017, 11:54:21
Welche Partei? Wir leben doch in Wien nicht im realen Sozialismus!   >:D
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: 95B am 05. April 2017, 12:03:30
Welche Partei? Wir leben doch in Wien nicht im realen Sozialismus!   >:D

Doch, gerade wir und nur mehr wir. Michael-Häupl-Stadt ist die letzte westeuropäische Bastion des real existierenden Sozialismus. Und wenn die Partei noch länger so weiterwirtschaftet, wird sie und mit ihr der ganze Sumpf unaufhaltsam krachen gehen, wie es die Brudergenossen aus dem Arbeiter- und Bauernstaat vorgemacht haben. Den Untergang in ihrem Lauf hält auch die SPÖ nicht auf! Oder besser: Der Untergang in seinem Lauf hält auch die SPÖ nicht auf!  :blankd:
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: hema am 05. April 2017, 12:11:15
Und der Michl wird sein Glaserl mit dem Henkel heben und sagen: "Mir hätt'n eh alles richtig g'macht, aber die Grünen ham uns 'zwungen . . . ."!   8)
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: moszkva tér am 05. April 2017, 13:05:05
Aber wahnsinnig viele "neue" Korridore gibt es mMn sonst nicht.
Es gibt schon auch in der Bestandsstadt - im dicht bebauten Gebiet - Korridore, die derzeit nicht oder kaum befahren werden und die durchaus Potential  haben. Ein Beispiel von vor ein paar Jahren war der 5B, der wider Erwarten eingeschlagen hat wie eine Bombe.

Andere Beispiele:
Lückenschluss durch den Prater (18 und/oder 1 bzw. 4A)
Lückenschluss Kaisermühlen - Floridsdorf (Verknüpfung 92A-22B - hätte durchaus Straßenbahnpotential)
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: öffi-dude am 05. April 2017, 13:10:23
Beim 5B können wir aber wieder diskutieren ob das ein neuer Korridor ist. ;)
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: moszkva tér am 05. April 2017, 14:03:02
Beim 5B können wir aber wieder diskutieren ob das ein neuer Korridor ist. ;)
Er bedient zumindest eine Relation, die vorher nicht bedient wurde und die auch in der Form nicht mit Umsteigeverbindungen nur mühsam zu fahren war (Taborstraße U - Gaußplatz)  :lamp:
Oder wie definierst du "neuer Korridor"?
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: 60er am 05. April 2017, 14:03:36
Natürlich gibt es in dichter verbauten Gebieten kaum Korridore, die noch nie von einer Straßenbahn befahren worden sind. Dazu reicht der Blick in einen Stadtplan aus 1950, um zu sehen, was für ein engmaschiges Straßenbahnnetz Wien einst hatte. Die meisten innerstädtischen Projekte sind daher zwangsläufig Wiedererrichtungen eingestellter Strecken.

Komplette Neuerschließungen hast du am Stadtrand bzw. in Stadterweiterungsgebieten, wie dem Sonnwend- oder Nordbahnhof-Viertel.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: 4020 am 05. April 2017, 15:32:18
Dabei müsste man der Straßenbahn nur ihren gerechten Anteil an den Einnahmen (Erlöse) gewähren und nicht kunstvoll viel zu viel zur U-Bahn "rüberrechnen" und schwupps, was glaubst du, wie viele Projekte man (zusätzlich zur gediegenen Erhaltung des Bestandes) aus eigener Kasse finanzieren könnte.

Was passiert eigentlich in diesem utopischen Szenario mit dem ach so defizitären U-Bahn-Netz? Wird das dann eingestellt? Oder existieren dann drei Gesellschaften parallel nebeneinander? Je eine für Busbetrieb, Straßenbahnbetrieb und U-Bahnbetrieb mit jeweils kostendeckenden Fahrpreisen?

Gibt es eigentlich ein Quelle dazu, dass ein reiner Straßenbahnbetrieb nicht nur kostendeckend operieren würde, sondern auch noch so viel Gewinn erwirtschaften würde, dass Investitionen in neue Strecken und Fahrzeuge möglich wären ganz ohne öffentliche Einnahmen?.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: 4463 am 05. April 2017, 18:25:21
Gibt es eigentlich ein Quelle dazu, dass ein reiner Straßenbahnbetrieb nicht nur kostendeckend operieren würde, sondern auch noch so viel Gewinn erwirtschaften würde, dass Investitionen in neue Strecken und Fahrzeuge möglich wäre ganz ohne öffentliche Einnahmen?
Wieso wird immer davon ausgegangen, dass öffentlicher Verkehr kostendeckend sein muss?
Solange der Individualverkehr von einer Kostenwahrheit kilometerweit entfernt ist - und insbesondere der Schwerverkehr auf der Straße hochsubventioniert wird - ist es nur recht und billig, dass der öffentliche Verkehr umso stärker gefördert wird, weil es nur dieser ist, der Entlastung herbeiführen kann. :lamp:
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: N1 am 05. April 2017, 19:25:06
Wieso wird immer davon ausgegangen, dass öffentlicher Verkehr kostendeckend sein muss?
Ein marktgläubiger Tramwayfreund (die soll's ja geben) muss davon ausgehen, weil ansonsten sein Weltbild ins Wanken gerät.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Linie 360 am 05. April 2017, 20:42:40
Kostendeckend werden öffentliche Verkehrsmittel nie sein!
Und genau das ist, wenn man so will, die Wurzel des Problems, denn:
Der eigentliche Grundgedanke bei der Einführung war die Herstellung der Mobilität!!
Die ganze Miserie fing erst mit dem wirtschaftlichen Denken bei Verkehrsunternehmen an, mit folgenden Ergebnissen->
Einstellungen und Ausdünnungen von Bahn-, Bus-, Straßenbahnlinien,
Massive Einsparungen beim Personal, etc...

Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: martin8721 am 05. April 2017, 20:52:21
Die ganze Miserie fing erst mit dem wirtschaftlichen Denken bei Verkehrsunternehmen an, mit folgenden Ergebnissen->
Einstellungen und Ausdünnungen von Bahn-, Bus-, Straßenbahnlinien,
Massive Einsparungen beim Personal, etc...

Die U-Bahn ist von diesem wirtschaftlichen Denken aber nicht betroffen, oder?  >:D
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Lerchenfelder am 09. April 2017, 11:37:44
Lückenschluss durch den Prater (18 und/oder 1 bzw. 4A)

Diese Verbindung ist wohl spätestens mit dem fixierten S80 Ausbau beerdigt worden. Zurecht wie ich finde, denn es gibt deutlich wichtigere Straßenbahn-Projekte!
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: darkweasel am 10. April 2017, 12:05:07
Lückenschluss durch den Prater (18 und/oder 1 bzw. 4A)

Diese Verbindung ist wohl spätestens mit dem fixierten S80 Ausbau beerdigt worden. Zurecht wie ich finde, denn es gibt deutlich wichtigere Straßenbahn-Projekte!
Was haben diese Dinge miteinander zu tun?
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: tramway.at am 10. April 2017, 14:00:39
Lückenschluss durch den Prater (18 und/oder 1 bzw. 4A)
Diese Verbindung ist wohl spätestens mit dem fixierten S80 Ausbau beerdigt worden. Zurecht wie ich finde, denn es gibt deutlich wichtigere Straßenbahn-Projekte!

Die Verbindung ist vom Raumordnungs-Institut gerechnet worden und wäre sinnvoll. Erstens wäre der 18er damit über die Linienlänge gleichmäßiger ausgelastet (Ostteil dzt schwächer als der Westen), und zweitens wäre die Verbindung Stadlau in Richtung Stadtentwicklungsgebiete Erdberg bzw später Richtung Arsenal/Sonnwendviertel (mögliche Velängerung statt der U2 Süd) ohne Umwegfahrt bzw 2x umsteigen attraktiv.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: 60er am 10. April 2017, 14:01:09
Was haben diese Dinge miteinander zu tun?
Das frage ich mich auch. Die S80 hat mit dem 18er von der Streckenführung ähnlich viel gemein, wie die S7 mit der U3, nämlich nur, dass sie halt im selben Bezirk fahren.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Lerchenfelder am 10. April 2017, 14:59:45
Lückenschluss durch den Prater (18 und/oder 1 bzw. 4A)

Diese Verbindung ist wohl spätestens mit dem fixierten S80 Ausbau beerdigt worden. Zurecht wie ich finde, denn es gibt deutlich wichtigere Straßenbahn-Projekte!
Was haben diese Dinge miteinander zu tun?

Was haben diese Dinge miteinander zu tun?
Das frage ich mich auch. Die S80 hat mit dem 18er von der Streckenführung ähnlich viel gemein, wie die S7 mit der U3, nämlich nur, dass sie halt im selben Bezirk fahren.

Ach echt??? Also nicht dass ich behaupten will, dass nicht bei ausreichend vorhandenen Finanzmitteln beide Projekte sinnvoll wären, aber geht doch einmal von der altbekannten Wiener Sichtweise aus: Die S80 verbindet den Bereich Seestadt/ Hirschstetten/ Stadlau mit Simmering/ dem Hbf-Viertel/ dem Matzleinsdorfer Platz. Die U2 und der verlängerte 18er würden für einen großen Anteil ihrer Fahrgäste genau die gleiche Relation bedienen, und das mit 1x umsteigen! Natürlich ist mir schon klar, dass es bei der U2 und dem 18er wesentlich attraktivere Intervalle gäbe und im 3. Bezirk ein großer Bereich durchfahren werden würde, den die S80 nicht anbindet, aber dennoch bieten die S80 und die U2/18er-Kombination eben prinzipiell die Verbindung des 22. Bezirkes mit den genannten Bereich südlich der Donau an. Da kann man also sehr leicht argumentieren, dass man die 18er-Verlängerung durch die S80 nicht mehr so dringend braucht, darauf wollte ich hinaus...

Natürlich gibt es zB auch Umsteiger vom 11A, die in den 3. wollen, etc. - da funktioniert dieser Vergleich mit der S80 natürlich nicht...
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: darkweasel am 10. April 2017, 23:30:14
Ach echt??? Also nicht dass ich behaupten will, dass nicht bei ausreichend vorhandenen Finanzmitteln beide Projekte sinnvoll wären, aber geht doch einmal von der altbekannten Wiener Sichtweise aus: Die S80 verbindet den Bereich Seestadt/ Hirschstetten/ Stadlau mit Simmering/ dem Hbf-Viertel/ dem Matzleinsdorfer Platz. Die U2 und der verlängerte 18er würden für einen großen Anteil ihrer Fahrgäste genau die gleiche Relation bedienen, und das mit 1x umsteigen! Natürlich ist mir schon klar, dass es bei der U2 und dem 18er wesentlich attraktivere Intervalle gäbe und im 3. Bezirk ein großer Bereich durchfahren werden würde, den die S80 nicht anbindet, aber dennoch bieten die S80 und die U2/18er-Kombination eben prinzipiell die Verbindung des 22. Bezirkes mit den genannten Bereich südlich der Donau an. Da kann man also sehr leicht argumentieren, dass man die 18er-Verlängerung durch die S80 nicht mehr so dringend braucht, darauf wollte ich hinaus...

Natürlich gibt es zB auch Umsteiger vom 11A, die in den 3. wollen, etc. - da funktioniert dieser Vergleich mit der S80 natürlich nicht...
Das gilt allerhöchstens für den 18er, aber nicht für den 1er oder 4A.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Lerchenfelder am 11. April 2017, 10:09:06
Ach echt??? Also nicht dass ich behaupten will, dass nicht bei ausreichend vorhandenen Finanzmitteln beide Projekte sinnvoll wären, aber geht doch einmal von der altbekannten Wiener Sichtweise aus: Die S80 verbindet den Bereich Seestadt/ Hirschstetten/ Stadlau mit Simmering/ dem Hbf-Viertel/ dem Matzleinsdorfer Platz. Die U2 und der verlängerte 18er würden für einen großen Anteil ihrer Fahrgäste genau die gleiche Relation bedienen, und das mit 1x umsteigen! Natürlich ist mir schon klar, dass es bei der U2 und dem 18er wesentlich attraktivere Intervalle gäbe und im 3. Bezirk ein großer Bereich durchfahren werden würde, den die S80 nicht anbindet, aber dennoch bieten die S80 und die U2/18er-Kombination eben prinzipiell die Verbindung des 22. Bezirkes mit den genannten Bereich südlich der Donau an. Da kann man also sehr leicht argumentieren, dass man die 18er-Verlängerung durch die S80 nicht mehr so dringend braucht, darauf wollte ich hinaus...

Natürlich gibt es zB auch Umsteiger vom 11A, die in den 3. wollen, etc. - da funktioniert dieser Vergleich mit der S80 natürlich nicht...
Das gilt allerhöchstens für den 18er, aber nicht für den 1er oder 4A.

Eine Prater-Querung des 1ers oder des 4A macht meiner Meinung nach aber definitiv keinen Sinn! Wieso sollte man denn den 1er zur Krieau bzw. zum Stadion verlängern, wo doch die U2 quasi dieselbe Relation (also vor allem Anbindung zum Schottenring, Schottentor, Volkstheater, Oper/ Karlsplatz) bedient, aber deutlich schneller! Da würde ein 1er höchstens für Fahrgäste Sinn machen, die vom 2. in den 3. wollen oder die eine Direktverbindung in die Wiedner Hauptstraße (und darüber hinaus) wünschen und umgekehrt, aber ich glaube nicht, dass das eine ausreichende Anzahl an Personen ist, die die Verlängerung des 1er rechtfertigen würde! Sonst gäbe es diese Querverbindung ja bereits in Busform...Womit wir auch gleich beim 4A wären. Wenn diese Relation gewünscht ist, warum wurde der 4A dann bis jetzt nicht verlängert? Natürlich gäbe es beim 4A dann eine bessere Verbindung zwischen 2. und 3. Bezirk, aber so viele Leute wohnen doch auch wieder nicht im Bereich Krieau/ Stadion, dass diese Verbindung notwendig wäre... Da ist der O-Wagen doch viel wichtiger...
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: 60er am 11. April 2017, 10:31:11
Ein in die Krieau verlängerter 1er würde immerhin die WU anbinden und eine Relation schaffen, die derzeit nur zufuß oder mit großen Umwegfahrten möglich ist. Allerdings scheitert das Projekt alleine schon wegen der niveaugleichen Gleiskreuzung mit der Liliputbahn, es sei denn man errichtet für die Straßenbahn eine Unterführung.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: diogenes am 11. April 2017, 10:37:18
Ein in die Krieau verlängerter 1er würde immerhin die WU anbinden und eine Relation schaffen, die derzeit nur zufuß oder mit großen Umwegfahrten möglich ist. Allerdings scheitert das Projekt alleine schon wegen der niveaugleichen Gleiskreuzung mit der Liliputbahn, es sei denn man errichtet für die Straßenbahn eine Unterführung.
Müsste man das? Technisch sollte es kein gröberes Problem sein, also scheitert's am rechtlichen, denk' ich mir.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: 4463 am 11. April 2017, 10:47:36
Müsste man das? Technisch sollte es kein gröberes Problem sein, also scheitert's am rechtlichen, denk' ich mir.
Es scheitert wohl primär an der latenten Angst, dass irgendwas passieren könnte.
Schließlich fahren weder Lilliputbahn noch Straßenbahn mit besonders hoher Geschwindigkeit - und beide haben auch Kreuzungen mit öffentlichen Straßen. Die Straßenbahn könnte vor der Kreuzung sogar einen Sicherheitshalt bekommen, die Lilliputbahn ein Signal, das halt zeigt, wenn eine Bim kommt. ::)
Natürlich kann sein, dass rechtlich etwas dagegen spricht, weil die Lilliputbahn eventuell nicht unter das Eisenbahngesetz fällt.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: diogenes am 11. April 2017, 10:50:17
[...]
Natürlich kann sein, dass rechtlich etwas dagegen spricht, weil die Lilliputbahn eventuell nicht unter das Eisenbahngesetz fällt.
Soweit ich weiß, zählt sie als Fahrgeschäft. Dabei hat sie so schöne, liebe kleine Pacifics :)
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Klingelfee am 11. April 2017, 12:00:27
[...]
Natürlich kann sein, dass rechtlich etwas dagegen spricht, weil die Lilliputbahn eventuell nicht unter das Eisenbahngesetz fällt.
Soweit ich weiß, zählt sie als Fahrgeschäft. Dabei hat sie so schöne, liebe kleine Pacifics :)

Die Liliputbahn ist zwar nur ein fahrgeschäft. Die Bewilligung läuft aber mWn dem Eisenbahngesetz. Zumindest waren die Fahrer früher ausschließlich ehemalige ÖBB-Triebfahrzeguführer
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Hawk am 09. Juli 2017, 18:57:44
[...]
Natürlich kann sein, dass rechtlich etwas dagegen spricht, weil die Lilliputbahn eventuell nicht unter das Eisenbahngesetz fällt.
Soweit ich weiß, zählt sie als Fahrgeschäft. Dabei hat sie so schöne, liebe kleine Pacifics :)

Die Liliputbahn ist zwar nur ein fahrgeschäft. Die Bewilligung läuft aber mWn dem Eisenbahngesetz. Zumindest waren die Fahrer früher ausschließlich ehemalige ÖBB-Triebfahrzeguführer
Stimmt!  ;)
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Ferry am 10. Juli 2017, 15:33:54
Die Liliputbahn ist zwar nur ein fahrgeschäft. Die Bewilligung läuft aber mWn dem Eisenbahngesetz. Zumindest waren die Fahrer früher ausschließlich ehemalige ÖBB-Triebfahrzeguführer

Was ist bitte ein "Fahrgeschäft"?
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: 95B am 10. Juli 2017, 15:39:25
Was ist bitte ein "Fahrgeschäft"?

https://de.wikipedia.org/wiki/Fahrgesch%C3%A4ft
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Ferry am 10. Juli 2017, 15:42:39
Was ist bitte ein "Fahrgeschäft"?

https://de.wikipedia.org/wiki/Fahrgesch%C3%A4ft

Danke, auf die Idee hätte ich auch kommen können!  ::)
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: hema am 10. Juli 2017, 15:43:37

Was ist bitte ein "Fahrgeschäft"?
https://www.youtube.com/watch?v=jezwP3cf_Ls  ;)
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Lerchenfelder am 10. Juli 2017, 21:12:51
Was ist denn eigentlich aus diesen absurden Studien geworden? ("Wir wollen einfach wissen ob am 48A, usw. eine Straßenbahn sinnvoll wäre"  :fp:) Sind die still und heimlich in Vergessenheit geraten oder sollen die tatsächlich noch bis 2020 irgendwann einmal präsentiert werden?
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: 13er am 11. Juli 2017, 09:53:38
Was ist denn eigentlich aus diesen absurden Studien geworden? ("Wir wollen einfach wissen ob am 48A, usw. eine Straßenbahn sinnvoll wäre"  :fp:) Sind die still und heimlich in Vergessenheit geraten
Du hast es dir schon selbst beantwortet.
Titel: Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
Beitrag von: Monorail am 02. August 2017, 19:36:22
Was ist denn eigentlich aus diesen absurden Studien geworden? ("Wir wollen einfach wissen ob am 48A, usw. eine Straßenbahn sinnvoll wäre"  :fp:) Sind die still und heimlich in Vergessenheit geraten
Du hast es dir schon selbst beantwortet.
Obwohl man gerade den 48A langfristig nicht abschreiben sollte, auch wenn wir bis 2030 mit XL-Bussen und dichteren Taktfolgen das Auslagen finden werden. Vorschläge wie den 62A umzustellen sind natürlich nichts weiter als heiße Luft.