Autor Thema: Linie J (1907-2008)  (Gelesen 143404 mal)

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moszkva tér

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Linie J (1907-2008)
« am: 02. November 2010, 23:13:43 »
Hier ein nettes Bild vom 26.10.1977, das eine Anti-Zwentendorf-Demo vor dem Parlament zeigt. Mittendrin ist ein J (offensichtlich C1-c1) gefangen.
Es zeigt doch ganz schön, dass bereits vor über 30 Jahren die Veranstaltungen am Ring für den Straßenbahnverkehr eine Plage waren, v.A. weil es dank Ustrab keine Ausweichmöglichkeit über die Zweierline mehr gab.

Quelle: Das Foto habe ich von einer Wandausstellung vorm Audimax der Uni Wien vor einem Jahr abfotographiert - ich war natürlich bei den Besetzungen anwesend und habe auch brav meine Solidaritätsbiere getrunken, bis die Basisdemokratie im Audimax Alkoholverbot eingeführt hat  ::)

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benkda01

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Re: Linie J (1907-2008)
« Antwort #1 am: 02. November 2010, 23:29:43 »
Das ist aber kein C1...

moszkva tér

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Re: Linie J (1907-2008)
« Antwort #2 am: 02. November 2010, 23:48:05 »
Das ist aber kein C1...
sondern?
Ich bin mit den Typen nicht so bewandt.
Ich kann nicht einmal unterschiedliche Automarken auseinanderhalten  ;)

Linie 41

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Re: Linie J (1907-2008)
« Antwort #3 am: 03. November 2010, 00:09:12 »
Ein Lx, wobei x=3, 4 oder nicht vorhanden.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

13er

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Re: Linie J (1907-2008)
« Antwort #4 am: 03. November 2010, 00:13:17 »
Ja, die Reichsratsschleife hätte man schon bauen müssen, als die Ustrab in Betrieb ging.

Gerade bei dieser Schleife hat man einige günstige Gelegenheiten ausgelassen, besonders während der EM2008, da wäre sie im EM-Budget irgendwo unter "sonstige Verkehrsmaßnahmen" reingerutscht und die WL hätten sich die 3 Millionen (und den Anwohneraufstand!) erspart. Aber der J-Wagen war dafür leider offenbar zu unwichtig.
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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moszkva tér

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Re: Linie J (1907-2008)
« Antwort #5 am: 03. November 2010, 07:51:33 »
Andererseits muss man vielleicht der EM zugute halten, dass ein Umdenken bezüglich Linie J begonnen hat.
Früher hätte man ihn sicher gerne eingestellt (45A). Dass danach die neuen Durchgangslinien kamen und die Strecke doch durchgesetzt wurde, wäre in Wien des Jahres 2007 niemals möglich gewesen! Insoferne hatte die EM auch was Gutes (abgesehen davon, dass Deutschland im Finale verloren hat  ;).

Ferry

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Re: Linie J (1907-2008)
« Antwort #6 am: 03. November 2010, 17:48:45 »
Ein Lx, wobei x=3, 4 oder nicht vorhanden.
Ich tippe stark auf L3, (mit c2/3), die waren zu der Zeit am J recht häufig.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

Linie 41

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Re: Linie J (1907-2008)
« Antwort #7 am: 03. November 2010, 19:57:52 »
Vom Beiwagen ist ja leider nicht viel zu sehen, aber er scheint jedenfalls vorne spitzer als ein l/l3 zusammenzulaufen.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

Ferry

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Re: Linie J (1907-2008)
« Antwort #8 am: 04. November 2010, 09:06:39 »
Vom Beiwagen ist ja leider nicht viel zu sehen, aber er scheint jedenfalls vorne spitzer als ein l/l3 zusammenzulaufen.
Ja eben. Außerdem kann ich mich aus dieser Zeit nicht an l(3) am J erinnern (was natürlich nicht ausschließt, dass es doch welche gab, aber ich - damals im 3. Bezirk wohnend - kam sehr oft zur Station "Wien Mitte" (die damals noch "Landstraße" hieß) und kann mich daher noch recht gut an die Ausläufe auf den damals dort verkehrenden Linien (E2, G2, H2, J, O und T) erinnern).
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Re: Linie J (1907-2008)
« Antwort #9 am: 04. November 2010, 09:59:31 »
Meines Erachtens müßte es sich bei dem Beiwagen um einen c2/3 handeln, da weder die Fensterteilung, noch der Dachlüfter zu einem l3 passen.

13er

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Re: Linie J (1907-2008)
« Antwort #10 am: 04. Dezember 2010, 15:32:03 »
März(?) 1977:
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13er

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Re: Linie J (1907-2008)
« Antwort #11 am: 08. Januar 2011, 22:14:11 »
Der J-Wagen (Erdberger L1 2603+Bw) fährt, den Lerchenfelder Gürtel (*) querend, stadtauswärts auf seinem Weg zum Schottenhof. Die Brustwandtafel zeigt als Endstation "Ottakringer Straße" und ist sicherlich eines der eher weniger geglückten Ziele, aber lassen wir das lieber... ;)

Foto: E. Wögerer, 1972.

(*) laut Bildbeschreibung "Josefstädter Straße (Ecke Kaiserstraße)"...
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Linie 41

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Re: Linie J (1907-2008)
« Antwort #12 am: 08. Januar 2011, 23:19:25 »
Die Beiwagentype hättest aber schon rausfinden können. ;)
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

13er

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Re: Linie J (1907-2008)
« Antwort #13 am: 08. Januar 2011, 23:26:38 »
Die Beiwagentype hättest aber schon rausfinden können. ;)
Bevor ich einen Blödsinn schreibe, lasse ich es lieber offen ;)
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Re: Linie J (1907-2008)
« Antwort #14 am: 09. Januar 2011, 02:17:27 »
Bereits auf den ersten Blick erkennt man, dass es sich nur um einen Beiwagen der Reihen m2 oder m3 handeln kann (ich glaube, soweit müsste Konsens bestehen ;D ). Beide Bauarten unterscheiden sich optisch in mehreren Details:
  • Art der Verblechung der Seitenwände
  • Türausschnitte: m2=> oben abgerundet, m3 => oben eckig
    Nach dem Krieg erhielten einige m2 ebenfalls Türöffnungen nach der Art der m3.
  • Untergestell: Dasjenige der m2 reichte bis zu den Bahnräumern und wurde im Rahmen des Einbaus von Schienenbremsen in deren Bereich gekröpft, während das Untergestell der m3 weniger tief reichte.
  • Dachlüfter: Im Ursprungszustand hatten die m2 zwei Schlitzlüfter wie die Stadtbahnbeiwagen der n-Familie, die m3 hingegen sechs Lüfter der Bauart Flettner. Die Reparaturen der Nachkriegszeit und die später recht planlos erfolgten Modernisierungen lassen dieses Unterscheidungskriterium für die Zeit ab etwa 1945 weitgehend hinfällig werden.
Ich erkenne auf dem Bild weder die Form der Ausnehmungen für die Türen, noch die Gestaltung des Untergestells. Vier Stabeg-Lüfter mit großem Abstand kamen bei beiden Baureihen vor. Bleibt die Verblechung der Seitenwand, die auf die Type m3 hindeutet.
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EDIT: Stabeg => Flettner
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