Autor Thema: U1-Verlängerung nur bis Oberlaa  (Gelesen 140890 mal)

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Re: U1-Verlängerung nur bis Oberlaa
« Antwort #765 am: 18. Juni 2017, 19:29:03 »
Bei den genannten Beispielen wurde aber - wie mittlerweile auf der Mariahilfer Straße der Autoverkehr (weitestgehend) entfernt! Also ganz anders als es zwischen Reumannplatz und Verteilerkreis sein wird.
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Re: U1-Verlängerung nur bis Oberlaa
« Antwort #766 am: 18. Juni 2017, 20:12:15 »
Bei den genannten Beispielen wurde aber - wie mittlerweile auf der Mariahilfer Straße der Autoverkehr (weitestgehend) entfernt! Also ganz anders als es zwischen Reumannplatz und Verteilerkreis sein wird.
Keine Ausreden, du hast davor nichts von Autoverkehr geschrieben:
Man zeige mir ein einziges Bespiel in Wien, wo eine Straße nach U-Bahn-Bau und damit einhergehender Entfernung der Straßenbahn tatsächlich aufgewertet wurde!
Das vorgebrachte Beispiel "Kärtnerstraße/Stephansplatz/Graben" (sic) entspricht somit nur dann nicht deinen Kriterien, wenn man berücksichtigt, dass auf den genannten Straßen keine Straßenbahn entfernt werden konnte. Der U-Bahn-Bau hat diese Straßen nichtsdestotrotz massiv aufgewertet. ;)

Ich gebe dir jedoch in dem Punkt recht, dass die meisten Straßen außerhalb des Zentrums nach dem U-Bahn-Bau zu lauten, leblosen Autorennbahnen abgewertet wurden.

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Re: U1-Verlängerung nur bis Oberlaa
« Antwort #767 am: 18. Juni 2017, 20:13:43 »
Man zeige mir ein einziges Bespiel in Wien, wo eine Straße nach U-Bahn-Bau und damit einhergehender Entfernung der Straßenbahn tatsächlich aufgewertet wurde!
Das vorgebrachte Beispiel "Kärtnerstraße/Stephansplatz/Graben" (sic) entspricht somit deinen Kriterien und ist gültig. ;)
Entspricht es nicht, weil dort zuvor keine Straßenbahn fuhr!  ;)
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Re: U1-Verlängerung nur bis Oberlaa
« Antwort #768 am: 18. Juni 2017, 20:14:45 »
Man zeige mir ein einziges Bespiel in Wien, wo eine Straße nach U-Bahn-Bau und damit einhergehender Entfernung der Straßenbahn tatsächlich aufgewertet wurde!
Das vorgebrachte Beispiel "Kärtnerstraße/Stephansplatz/Graben" (sic) entspricht somit deinen Kriterien und ist gültig. ;)
Entspricht es nicht, weil dort zuvor keine Straßenbahn fuhr!  ;)

Aber eine Buslinie
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

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Re: U1-Verlängerung nur bis Oberlaa
« Antwort #769 am: 18. Juni 2017, 20:16:15 »
Man zeige mir ein einziges Bespiel in Wien, wo eine Straße nach U-Bahn-Bau und damit einhergehender Entfernung der Straßenbahn tatsächlich aufgewertet wurde!
Das vorgebrachte Beispiel "Kärtnerstraße/Stephansplatz/Graben" (sic) entspricht somit deinen Kriterien und ist gültig. ;)
Entspricht es nicht, weil dort zuvor keine Straßenbahn fuhr!  ;)
Habe ich schon editiert. Trotzdem wurde die Straße aufgewertet, und das war auch die Behauptung!

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Re: U1-Verlängerung nur bis Oberlaa
« Antwort #770 am: 18. Juni 2017, 20:18:19 »
Ich gebe dir jedoch in dem Punkt recht, dass die meisten Straßen außerhalb des Zentrums nach dem U-Bahn-Bau zu lauten, leblosen Autorennbahnen abgewertet wurden.

Ich steuere noch die Wagramer Straße oder die Engerthstraße (zwischen Elderschplatz und Meiereistraße) bei. Schauderhaft sind auch die vielerorts rund um die U-Bahn-Bauwerke errichteten Betonwüsten. Wien ist halt noch eine der letzten Bastionen, wo die realsozialistisch-brutalistische Architektur gepflegt wird – zwar in vergleichsweise harmloser Form, dafür aber bis in alle Ecken und Enden. Und wenn man dann ausnahmsweise einmal etwas "schön" machen will, geht das selbstverständlich schief, weil niemand davon eine Ahnung hat, aber die Magistratler die Zügel nicht aus der Hand geben – do kunnt jo a jeda kumman!
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Re: U1-Verlängerung nur bis Oberlaa
« Antwort #771 am: 18. Juni 2017, 20:27:45 »
Ich gebe dir jedoch in dem Punkt recht, dass die meisten Straßen außerhalb des Zentrums nach dem U-Bahn-Bau zu lauten, leblosen Autorennbahnen abgewertet wurden.
Ich steuere noch die Wagramer Straße oder die Engerthstraße (zwischen Elderschplatz und Meiereistraße) bei. Schauderhaft sind auch die vielerorts rund um die U-Bahn-Bauwerke errichteten Betonwüsten. Wien ist halt noch eine der letzten Bastionen, wo die realsozialistisch-brutalistische Architektur gepflegt wird – zwar in vergleichsweise harmloser Form, dafür aber bis in alle Ecken und Enden. Und wenn man dann ausnahmsweise einmal etwas "schön" machen will, geht das selbstverständlich schief, weil niemand davon eine Ahnung hat, aber die Magistratler die Zügel nicht aus der Hand geben – do kunnt jo a jeda kumman!
Es wird mMn zu viel Fokus auf Vandalismusschutz + Pflegeleichtigkeit und Funktionalität gelegt, Ästhetik und Lebensraum stehen hinten an. Massiver Beton oder Stahl können weniger leicht verschandelt werden als Materialien wie Holz, Glas oder Kunststoff, ein Betonplatz wird nicht zu Tode getrampelt wie ein Rasen und ist leicht zu reinigen usw. Dieser Wahn ist auch in den Fahrzeugen und Stationen überall spürbar (harte Plastiksitze etc.)

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Re: U1-Verlängerung nur bis Oberlaa
« Antwort #772 am: 18. Juni 2017, 20:33:08 »
Man zeige mir ein einziges Bespiel in Wien, wo eine Straße nach U-Bahn-Bau und damit einhergehender Entfernung der Straßenbahn tatsächlich aufgewertet wurde!
Das vorgebrachte Beispiel "Kärtnerstraße/Stephansplatz/Graben" (sic) entspricht somit deinen Kriterien und ist gültig. ;)
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Aber eine Buslinie
Wir sind hier aber nicht im Autobusforum - außerdem ist im Artikel die Rede davon, dass die Straßenbahngleise Platz beanspruchten, was bei der Neugestaltung Möglichkeiten bringt - der Bus in der Kärntner Straße hatte wohl kaum eine eigene Busspur.  :lamp:
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Re: U1-Verlängerung nur bis Oberlaa
« Antwort #773 am: 18. Juni 2017, 20:46:06 »
Es wird mMn zu viel Fokus auf Vandalismusschutz + Pflegeleichtigkeit und Funktionalität gelegt, Ästhetik und Lebensraum stehen hinten an. Massiver Beton oder Stahl können weniger leicht verschandelt werden als Materialien wie Holz, Glas oder Kunststoff, ein Betonplatz wird nicht zu Tode getrampelt wie ein Rasen und ist leicht zu reinigen usw. Dieser Wahn ist auch in den Fahrzeugen und Stationen überall spürbar (harte Plastiksitze etc.)

Nur ist das halt leider die komplett verkehrte Herangehensweise. Wenn ein Raum schön ist und von den Menschen angenommen wird, ist er belebt und es macht sich kein Vandalismus breit. Der entsteht genau dort, wo diese grindigen, grauen, monotonen Un-Räume sind, weil sich dort aufgrund der fehlenden Ästhetik niemand gern aufhält und daher Platz für Randgruppen entsteht.

Wieviele ULF-Polstersitze wurden aufgeschlitzt oder auf der Polsterung beschmiert? Wieviele U-Bahn-Sitze (die mit dem Drahtgittergeflecht und der grauen, später blauen Stoffauflage) wurden derart zerstört? Ich kann mich maximal an Einzelfälle erinnern. Die Plastikpritschen kamen daher, weil geniale Manager die Idee hatten, dass man durch den Wechsel von Polstersitzen auf Plastikpritschen die (ohnehin nur zwei Mal jährlich stattfindende!) Sitzreinigung einsparen konnte. Mit Vandalismusprophylaxe hat das recht wenig zu tun.

Übrigens sind die ULFe zwar innen mit Anti-Graffiti-Beschichtung versehen, das zugehörige Lösungsmittel zum rückstandsfreien Abwaschen der zerlaufenen Beschmierungen kauft man aber nicht, weil es zu teuer ist. Dass dadurch die eigentliche Nanoversiegelung auch für die Fisch' ist, weil man erst wieder die grauen Klebefolien und die Lacksprühdose bemühen muss, merkt halt keiner.
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Re: U1-Verlängerung nur bis Oberlaa
« Antwort #774 am: 18. Juni 2017, 21:03:12 »
Bis zu einem gewissen Grad wird der Vandalismus, speziell die Graffittisprüherei, wohl auch (aber natürrlich nicht ausschließlich, ganz und gar nicht!) Verschönerungszwecken dienen. Jedenfalls wenn's nach NYC-Gangsta-Rapper-Ästhetik geht. Glatte Betonwände animiren ja geradezu zum Draufschmioeren, die sind ja wie Leinwände. Strukturierte Platzteiler oder ein Strauch (vor allem letzerer) sind das Gegenteil.
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