Autor Thema: Straßenbahn- und U-Bahn-Planungen  (Gelesen 28979 mal)

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Linie 41

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Re: Straßenbahn- und U-Bahn-Planungen
« Antwort #15 am: 04. November 2012, 03:05:31 »
Meine Kiste Bier von 13er ist so sicher wie das Amen im Gebet. Der Spatenstich der U5 wird innerhalb der nächsten 15 Jahre definitiv stattfinden.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

HLS

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Re: Straßenbahn- und U-Bahn-Planungen
« Antwort #16 am: 04. November 2012, 15:39:11 »
Meine Kiste Bier von 13er ist so sicher wie das Amen im Gebet. Der Spatenstich der U5 wird innerhalb der nächsten 15 Jahre definitiv stattfinden.
Ich würde diese lieber zur Verfügung stellen, wenn der Spatenstich eben nicht erfolgt.
"Grüß Gott"

Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen. Dieter Nuhr

Linie 41

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Re: Straßenbahn- und U-Bahn-Planungen
« Antwort #17 am: 04. November 2012, 15:49:17 »
Ich würde diese lieber zur Verfügung stellen, wenn der Spatenstich eben nicht erfolgt.

Eben, deswegen muß ICH dem 13er die Kiste auch nur genau dann zahlen – nur daß dieser Fall eben leider nicht eintreten wird.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

HLS

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Re: Straßenbahn- und U-Bahn-Planungen
« Antwort #18 am: 04. November 2012, 16:39:15 »
Eben, deswegen muß ICH dem 13er die Kiste auch nur genau dann zahlen – nur daß dieser Fall eben leider nicht eintreten wird.
Realistisch gesehn, könntest du leider recht haben.  :'(
"Grüß Gott"

Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen. Dieter Nuhr

luki32

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Re: Straßenbahn- und U-Bahn-Planungen
« Antwort #19 am: 04. November 2012, 20:41:12 »
Sabber!
Das wären sage und schreibe 10 Projekte!
Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Für 1 U-Bahn könnte man ZEHN neue Straßenbahnlinien errichten.  :o

Was ist daran überraschend?

Ganz grob überschlagen kostet eine U-Bahn im Bau und im Betrieb ca. das Zehnfache einer Straßenbahnlinie.

mfg
Luki
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Anid

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Re: Straßenbahn- und U-Bahn-Planungen
« Antwort #20 am: 05. November 2012, 01:15:13 »
Diese Projekte klingen alle sehr vernünftig und verdienen es meiner Meinung nach auf jeden Fall so schnell wie möglich umgesetzt zu werden - ZUSÄTZLICH zum Linienkreuz U2/U5 (Hernals-Rathaus, Rathaus-Matz). Das öffentliche Verkehrsnetz in Wien steht kurz vor seiner Belastungsgrenze, und die Situation wird sich in den kommenden Jahren mit steigendem Benzinpreis, höherer Arbeitslosigkeit in Folge der Wirtschaftskrise gekoppelt mit einem weiterhin attraktiven Preis rapide verschlimmern! Wieso man zugunsten der U-Bahn auf den Ausbau sämtlichen anderen schienengebundenen Verkehrs verzichtet will ist mir absolut schleierhaft, noch dazu wo U-Bahn und Straßenbahn komplett andere Aufgaben haben... Was nützt ein gut funktionierendes Primärnetz wenn das Sekundärnetz an seiner Belastungsgrenze angekommen ist? :o Ebenso wäre es dumm das Sekundärnetz auszubauen und sinnvolle Ergänzungen (NICHT Verlängerungen in die Botanik) im U-Bahn-Netz ganz außer Acht zu lassen, denn auch eine massive Verdichtung der Straßenbahn wird die zu erwartende Steigerung der Fahrgastzahlen nicht alleine verkraften können.

Meiner Meinung nach gehören sämtliche Planungen zugunsten des MIV (Lobautunnel, Autobahn light zum Flugfeld etc) sofort eingestellt und die freiwerdenden Gelder in das Linienkreuz sowie die raschestmögliche Umsetzung der Straßenbahnplanungen umgeleitet. Das Zeitfenster das für die Umsetzung der Planungen bleibt ist ausgesprochen knapp und es wird nicht mehr lange dauern bis die ersten wieder aufs Auto umsteigen weil sie es nicht mehr ertragen können in Linien zu fahren in denen ihnen ständig und zu allen Zeiten die anderen Leute auf die Zehen steigen (11A, 13A, 14A, 48A, 6, 18, 43...) .
Was mir noch einfällt bezüglich sinnvoller Straßenbahnbauten: Linie 48 (statt 48A), Linie 8 zur Entlastung der U6, Verlängerung Linien 52 und 58 als "Shoppingbim" über die Mahü FuZo und da gibt's bestimmt noch einige mehr. Warum gibt es eigentlich keine Lobby der Benutzer des öffentlichen Verkehrs, die ja in Wien bei Weitem in der Mehrheit sind?

Daniel

60er

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Re: Straßenbahn- und U-Bahn-Planungen
« Antwort #21 am: 05. November 2012, 02:45:07 »
Das öffentliche Verkehrsnetz in Wien steht kurz vor seiner Belastungsgrenze, und die Situation wird sich in den kommenden Jahren mit steigendem Benzinpreis, höherer Arbeitslosigkeit in Folge der Wirtschaftskrise gekoppelt mit einem weiterhin attraktiven Preis rapide verschlimmern! Wieso man zugunsten der U-Bahn auf den Ausbau sämtlichen anderen schienengebundenen Verkehrs verzichtet will ist mir absolut schleierhaft, noch dazu wo U-Bahn und Straßenbahn komplett andere Aufgaben haben...
Du verstehst anscheinend nicht, dass es finanziell einfach nicht leistbar ist, neben einer milliardenteuren U-Bahn noch in eine große Erweiterung des Straßenbahnnetzes zu investieren. Daher gilt es Prioritäten zu setzen und die vor allem finanziellen Vorteile eines Straßenbahnausbaus im Vergleich zur Voll-U-Bahn liegen auf der Hand.

Deine Träumereien in allen Ehren, aber dein Steckenpferd U2/U5-Linienkreuz wird aus finanziellen Gründen (die wirtschaftliche Lage wird, wie du selbst erwähnt hast, nicht besser) zwangsläufig zu einer weiteren Reduktion des Straßenbahn- und Autobusoberflächenverkehrs in Wien führen. Bitte bleib doch realistisch!

Ferry

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Re: Straßenbahn- und U-Bahn-Planungen
« Antwort #22 am: 05. November 2012, 12:00:08 »
Nur um ein bißchen zu vermitteln, worum es hier geht. Ohne U5 sind folgende Linien vorgeplant:
Sorry, aber einiges davon halte ich für unwahrscheinlich, wenn nicht unmöglich. Bitte definiere, was konkret unter "vorgeplant" zu verstehen ist und von welchen Zeiträumen wir hier sprechen.

Zitat
- 18-Verlängerung Stadion
Ich dachte, da ist der BV des dritten Bezirks dagegen? Soll der vorher ausgetauscht werden?

Zitat
- D-Verlängerung Gudrunstraße
Das halte ich in diesem Zusammenhang noch für am wahrscheinlichsten.

Zitat
- 15er Meidling - Raxstraße - Siedlung Südost
- 13: Hauptbahnhof - Alser Straße mit Option Verlängerung über 5 und 33 zum FEP
- 14: Reumannplatz - ungefähr heutiger 14A - Mariahilfer Straße (mit späterer Verknüpfung mit einer anderen Linie)
Du willst damit sagen, dass definitiv angedacht ist, Buslinien auf Straßenbahnbetrieb umzustellen? Des hamma doch noch nie...

Zitat
- 11: Stadion - FEP
Wie soll das gehen? Ein Streckenführung wie beim einstigen 11er ist wegen der Unterbrechung der Engerthstraße durch die Reichsbrückenrampe ja nicht mehr möglich. Außerdem würde es dadurch zwischen Elderschplatz und Stadion zu einer Parallelführung U-Bahn - Straßenbahn kommen. Des hamma doch noch nie...

Zitat
Mit der U5 kommt wahrscheinlich gar nix davon :(
Ohne U5 vermutlich auch nicht. Die Verlängerung von D, O und 25 halte ich noch für denkbar, den Rest nicht. Abgesehen davon, dass auch der vorhandene Wagenpark und Abstellflächen für diese Linien bei weitem nicht ausreichen würden. Und im Hinblick auf den geplanten behindertengerechten Umbau von Bahnhöfen, der bei gleichbleibender Fläche weniger Abstellmöglichkeit bieten wird, müssten etliche großräumige Remisen neu errichtet werden. Sorry, aber das passt ganz einfach nicht zusammen.

Abgesehen davon, dass für manche Bezirkskaiser die U-Bahn immer noch eine Prestigeangelegenheit ist, auf die sie sicher nicht kampflos verzichten werden.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

highspeedtrain

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Re: Straßenbahn- und U-Bahn-Planungen
« Antwort #23 am: 05. November 2012, 12:07:41 »
Ohne U5 vermutlich auch nicht. Die Verlängerung von D, O und 25 halte ich noch für denkbar, den Rest nicht. Abgesehen davon, dass auch der vorhandene Wagenpark und Abstellflächen für diese Linien bei weitem nicht ausreichen würden. Und im Hinblick auf den geplanten behindertengerechten Umbau von Bahnhöfen, der bei gleichbleibender Fläche weniger Abstellmöglichkeit bieten wird, müssten etliche großräumige Remisen neu errichtet werden. Sorry, aber das passt ganz einfach nicht zusammen.

Abgesehen davon, dass für manche Bezirkskaiser die U-Bahn immer noch eine Prestigeangelegenheit ist, auf die sie sicher nicht kampflos verzichten werden.

Alles, was es bräuchte, ist eine oberste politische Entscheidung zu Gunsten des Tramausbaus. Dann können sich die Bezirkskaiser und die fachlichen Bedenkenträger brausen gehen.

Aber ich bin leider auch skeptisch, dass das jemals passieren wird. Allein schon deshalb, weil jeder Tramneubau zuerst einmal Widerstände und praktische Probleme mit sich bringt, der Nutzen aber erst viel später erkennbar ist. Das geht sich in einer Legislaturperiode kaum aus. Ich bleibe deshalb bei der Meinung, dass man zuerst im Bestandsnetz investieren muss, um den Menschen zu zeigen, wie gut eine Straßenbahn eigentlich sein kann. Dann kommt irgendwann auch mal der U-Bahn-Effekt - jeder wünscht sich ihn und die vielen, vielen Behinderungen in der Bauzeit, vom vorübergehenden Parkplatzverlust ganz abgesehen, werden einfach in Kauf genommen.

darkweasel

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Re: Straßenbahn- und U-Bahn-Planungen
« Antwort #24 am: 05. November 2012, 12:11:06 »
Außerdem würde es dadurch zwischen Elderschplatz und Stadion zu einer Parallelführung U-Bahn - Straßenbahn kommen. Des hamma doch noch nie...
Das macht der Bus derzeit auch, wieso sollte es also bei der Straßenbahn weniger gehen?

Ferry

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Re: Straßenbahn- und U-Bahn-Planungen
« Antwort #25 am: 05. November 2012, 12:11:37 »
Alles, was es bräuchte, ist eine oberste politische Entscheidung zu Gunsten des Tramausbaus. Dann können sich die Bezirkskaiser und die fachlichen Bedenkenträger brausen gehen.
Genau die wird aber nicht kommen, weil sich das Rathaus nicht in Bezirkskompetenzen einmischen wird (wäre auch von der Stadtverfassung her schwierig).

Beispiel: nach Abschluss der U3-Bauarbeiten war die Wiederinbetriebnahme der Linie T durch die Landstraßer Hauptstraße geplant. Dies scheiterte am Veto des damaligen BVs, der in "seinem" Bezirk möglichst wenig Straßenbahn haben wollte. Das Rathaus blieb stumm - und wir haben heute dafür den 74A. Wien ist eben anders...  :-[
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60er

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Re: Straßenbahn- und U-Bahn-Planungen
« Antwort #26 am: 05. November 2012, 12:37:19 »
Beispiel: nach Abschluss der U3-Bauarbeiten war die Wiederinbetriebnahme der Linie T durch die Landstraßer Hauptstraße geplant. Dies scheiterte am Veto des damaligen BVs, der in "seinem" Bezirk möglichst wenig Straßenbahn haben wollte. Das Rathaus blieb stumm - und wir haben heute dafür den 74A. Wien ist eben anders...  :-[
Das Rathaus blieb vor allem deswegen stumm, weil es einem relativ mächtigen, roten Parteifreund natürlich nicht widersprechen wollte. Wäre der dritte Bezirk schwarz, wäre der T-Wagen vermutlich zurückgekommen. ::)

Und im Hinblick auf den geplanten behindertengerechten Umbau von Bahnhöfen, der bei gleichbleibender Fläche weniger Abstellmöglichkeit bieten wird, müssten etliche großräumige Remisen neu errichtet werden. Sorry, aber das passt ganz einfach nicht zusammen.
Was darf man sich darunter vorstellen? Barrierefreiheit in den Werkstätten, damit auch Rollstuhlfahrer als Mechaniker angestellt werden können? ???
Wie soll das bitte funktionieren? ???

Sollten die angesprochenen Linien wirklich kommen, wären natürlich speziell im Süden von Wien neue Abstellflächen für Züge notwendig. Das halte ich allerdings nicht für ein unlösbares Problem. Wenn erforderlich, baut man halt die Garage Raxstraße teilweise in eine Straßenbahn-Abstellhalle um. Dort werden durch die Einstellung von Buslinien dann ja ohnehin Kapazitäten frei. Außerdem könnte man z.B. den Bhf. Wolfganggasse übernehmen, wenn die WLB dort ausziehen, oder Koppreiter reaktivieren. Ich denke dass die Schaffung von neuen Abstellflächen für Züge das relativ geringste Problem darstellt.

95B

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Re: Straßenbahn- und U-Bahn-Planungen
« Antwort #27 am: 05. November 2012, 12:47:21 »
Das Rathaus blieb vor allem deswegen stumm, weil es einem relativ mächtigen, roten Parteifreund natürlich nicht widersprechen wollte. Wäre der dritte Bezirk schwarz, wäre der T-Wagen vermutlich zurückgekommen. ::)
Dem Rathaus war's wurscht – anders als bei der Rückverlegung des O-Wagens in die Laxenburger Straße ab 11. Dezember 1978, wo sehr wohl dem Favoritner Bezirkskaiser widersprochen wurde, der lieber einen Citybus auf den noch bestehenden Gleisen herumgurken lassen wollte.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

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Re: Straßenbahn- und U-Bahn-Planungen
« Antwort #28 am: 05. November 2012, 13:10:51 »
Abgesehen davon, dass für manche Bezirkskaiser die U-Bahn immer noch eine Prestigeangelegenheit ist, auf die sie sicher nicht kampflos verzichten werden.
Dann sollen die Bezirke aber auch die Betriebskosten übernehmen.

highspeedtrain

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Re: Straßenbahn- und U-Bahn-Planungen
« Antwort #29 am: 05. November 2012, 14:36:48 »
Alles, was es bräuchte, ist eine oberste politische Entscheidung zu Gunsten des Tramausbaus. Dann können sich die Bezirkskaiser und die fachlichen Bedenkenträger brausen gehen.
Genau die wird aber nicht kommen, weil sich das Rathaus nicht in Bezirkskompetenzen einmischen wird (wäre auch von der Stadtverfassung her schwierig).

Im Wesentlichen reden wir hier immer nur von Stellungnahmerechten der Bezirken, nicht von Vetos. Aus meienr Sicht sind die BV für das Rathaus derzeit einfach willkommene Sündenböcke, um etwas abzuschießen, was man ohnehin nicht will. Wenn der Rathausmann etwas will, dann geschieht das in dieser Stadt auch.