Autor Thema: Type l/l3  (Gelesen 9694 mal)

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13er

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Type l/l3
« am: 30. Dezember 2013, 17:22:22 »
So sieht ein l nach Feindkontakt mit der Badner Bahn aus - sollen ja hin und wieder vorgekommen sein, solche Auffahrunfälle ;)

Jänner 1985:

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Am 28. Februar wurde der Wagen skartiert. Vermutlich auch der erste Beiwagen, dessen Nummer aber nicht bekannt ist.
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Re: Type l/l3
« Antwort #1 am: 30. Dezember 2013, 17:42:07 »
Rein optisch fehlt dem Wagen gar nicht so viel, abgesehen von der eingeschlagenen Scheibe. Vermutlich war aber die Kupplung doch erhelblicher beschädigt, dass sich eine Instandsetzung zu diesem Zeitpunkt nicht mehr gelohnt hätte. 1985 war die Beiwagentype l schon dezimiert, die ersten wurden bereits ab Ende 1981 ausgemustert, wie man hier nachlesen kann. Mit Stichtag 28. Feburar 1985 ausgemustert wurden neben dem abgebildeten Wagen die l 1738, 1740, 1788, 1809, 1827 und 1829. Es ist durchaus wahrscheinlich, dass der andere verunfallte Beiwagen einer von denen war.

N1

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Re: Type l/l3
« Antwort #2 am: 30. Dezember 2013, 19:08:09 »
Angesichts der geplanten Lebensdauer von nur zehn Jahren haben sich die Wagen eh recht lange (aber nicht gut - soweit ich weiß, waren sie ziemlich rostanfällig) gehalten. Bemerkenswert ist auch, dass es mit den l(3) gelang, das Sitzplatzangebot in Einrichtungszweiachsern auf Großraumwagenniveau anzuheben. Es war dies der Endpunkt einer Entwicklung, an deren Beginn noch der spartanische KSW-"Komfort" maßgebend war:

T2, L3 (451-487): 12 Sitzplätze
L3 (488-500), L4 (501-550): 16
L4 (551-610): 19
l3: 25
l: 26

Während die Steigerung von 12 auf 19 Sitzplätze ohne eine merkliche äußerliche Veränderung der Wagen vonstatten gehen konnte, wurde bei den l(3) schließlich der Innenraum auf Kosten der beiden Plattformen vergrößert.
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Re: Type l/l3
« Antwort #3 am: 04. Januar 2014, 19:37:17 »
Von einer geplanten Lebensdauer von zehn Jahren ist mir nichts bekannt, wohl aber, daß alle l3, beginnend mit 1701, bereits ab 1967 bei Gräf & Stift umfangreiche Sanierungen wegen Rostbefalls erhielten.

N1

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Re: Type l/l3
« Antwort #4 am: 04. Januar 2014, 20:27:24 »
Von einer geplanten Lebensdauer von zehn Jahren ist mir nichts bekannt
Quelle: Bahn im Bild 214, Seite 6. Kann aber durchaus sein, dass das vom Wahrheitsgehalt her in dieselbe Kategorie fällt, wie z.B. die angeblich "schlampig" besteckten Floridsdorfer Wagen, von denen in den Bändern dieser Reihe immer wieder die Rede ist. ;)
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Re: Type l/l3
« Antwort #5 am: 05. Januar 2014, 11:22:00 »
So sieht ein l nach Feindkontakt mit der Badner Bahn aus - sollen ja hin und wieder vorgekommen sein, solche Auffahrunfälle ;)

Jänner 1985:

(Dateianhang Link)

Am 28. Februar wurde der Wagen skartiert. Vermutlich auch der erste Beiwagen, dessen Nummer aber nicht bekannt ist.

Man kann mit der Zeit (und mit den richtigen Einflüsterern) alles herausfinden: Bei dem unfallbeteiligten Zug handelte es sich um 519+1740+1775. Der auffahrende Zug war ein WLB-Dreiwagenzug (Reihe 20/30) und das Ganze passierte am 8. Jänner 1985 um 8.34 Uhr in der Haltestelle Philadelphiabrücke in Fahrtrichtung Oper.
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Re: Type l/l3
« Antwort #6 am: 05. Januar 2014, 13:11:34 »
Man kann mit der Zeit (und mit den richtigen Einflüsterern) alles herausfinden: Bei dem unfallbeteiligten Zug handelte es sich um 519+1740+1775. Der auffahrende Zug war ein WLB-Dreiwagenzug (Reihe 20/30) und das Ganze passierte am 8. Jänner 1985 um 8.34 Uhr in der Haltestelle Philadelphiabrücke in Fahrtrichtung Oper.

Wirklich ein Dreiwagenzug? Das kann ich fast nicht glauben.

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Re: Type l/l3
« Antwort #7 am: 05. Januar 2014, 19:08:30 »
Wirklich ein Dreiwagenzug? Das kann ich fast nicht glauben.
Mein Informant hat sich das damals so notiert.
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Re: Type l/l3
« Antwort #8 am: 05. Januar 2014, 23:28:23 »
Wirklich ein Dreiwagenzug? Das kann ich fast nicht glauben.
Mein Informant hat sich das damals so notiert.
Welche Zusammensetzung soll dieser Dreiwagenzug gehabt haben?

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Re: Type l/l3
« Antwort #9 am: 05. Januar 2014, 23:36:09 »
Wirklich ein Dreiwagenzug? Das kann ich fast nicht glauben.
Mein Informant hat sich das damals so notiert.
Welche Zusammensetzung soll dieser Dreiwagenzug gehabt haben?
Das hat er sich nicht notiert. Meinst du, es wäre ein Vierwagenzug gewesen?
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Re: Type l/l3
« Antwort #10 am: 05. Januar 2014, 23:55:17 »
Das hat er sich nicht notiert. Meinst du, es wäre ein Vierwagenzug gewesen?
Da die Weichen in der Ustrab erst 1990 auf Vetag umgerüstet waren, scheidet ein Mehrtriebwagenbetrieb aus. Und die Genehmigung für längere als 35 m lange Züge erhielt die WLB erst später, als Doppeltraktionen von 100ern in der Ustrab möglich waren. Daher kann ich nicht an einen Dreiwagenzug glauben, überdies da, wenn ich mich richtig erinnere, die WLB zu diesem Zeitpunkt auf der Außenstrecke Vierwagen- oder Dreiwagenzüge mit zwei Triebwagen einsetzten, keinesfalls mehr aber die Kombination Tw+Bw+Bw.

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Re: Type l/l3
« Antwort #11 am: 06. Januar 2014, 00:01:33 »
Da die Weichen in der Ustrab erst 1990 auf Vetag umgerüstet waren, scheidet ein Mehrtriebwagenbetrieb aus. Und die Genehmigung für längere als 35 m lange Züge erhielt die WLB erst später, als Doppeltraktionen von 100ern in der Ustrab möglich waren. Daher kann ich nicht an einen Dreiwagenzug glauben, überdies da, wenn ich mich richtig erinnere, die WLB zu diesem Zeitpunkt auf der Außenstrecke Vierwagen- oder Dreiwagenzüge mit zwei Triebwagen einsetzten, keinesfalls mehr aber die Kombination Tw+Bw+Bw.
Dann könnte es ja ein Zug aus Tw+Bw+Tw gewesen sein. Der für die Stadtstrecke überzählige Tw wäre ja in der Wolfganggasse abgekuppelt worden.
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Re: Type l/l3
« Antwort #12 am: 06. Januar 2014, 00:04:32 »
Da habe ich wieder einmal nicht genau gelesen. Ich ging von einem Auffahrunfall in der Ustrab aus, daher sind alle meine Einwände gegenstandslos.

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Re: Type l/l3
« Antwort #13 am: 19. Januar 2014, 08:34:38 »
Hier mal ein Bild aus dem Alltagsbetrieb. Irgendwann so Ende der 60er Jahre zuckelt eine L4-l3 Garnitur Richtung Hernals. Der Beiwagen ist der l3 1833, übrigens 1984 ausgemustert.Die Linie ist der H2!

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Re: Type l/l3
« Antwort #14 am: 19. Januar 2014, 08:40:10 »
Hier noch ein Bild des "berühmten" 1900! Schaffnerlos, ihr wisst schon....