Autor Thema: Übergriffe auf Mitarbeiter  (Gelesen 70338 mal)

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schaffnerlos

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #15 am: 16. April 2014, 10:06:19 »
Dürfte man als Fahrer Pfefferspray ... im Dienst oder am Fahrplatz dabei haben? Ich denke da an Selbstschutz.
Pfefferspray am Fahrerplatz ist aber mehr Selbstgefährdung als Abwehr. Man denke nur an den Vorfall in einem U-Bahn-Wagen, wo ein weiblicher Fahrgast sich mit Pfefferspray verteidigen wollte und sich selbst außer Gefecht gesetzt hat.

Bimigel

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #16 am: 16. April 2014, 11:33:45 »
@ Bimgeil.....Es entspricht der Tatsache. Fahrerstand voller Blut, Kollege schwer verletzt. Wenn der werte 13er sowas schreibt dann sollte man ihm auch glauben und nicht mit irgendwelchen coolen Smilies das ganze "abschasseln" wollen. Sorry für meine Wortwahl aber wir sind gerade alle etwas durch den Wind deswegen.....
Es tut mir wirklich sehr leid, wenn meine Frage jetzt so blöd rübergekommen ist. Natürlich glaube ich 13er, wenn er so was schreibt, aber ich wollte eigentlich nur die Quelle wissen, was sich durch Nightshift jetzt auch erübrigt hat. Mir tut der Fahrer leid, und ich hoffe das die schnellstens gefasst werden.
Verzeihung...

Ferry

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #17 am: 16. April 2014, 13:57:23 »
Eine Frage: Dürfte man als Fahrer Pfefferspray oder sogar eine Waffe (mit Waffenschein usw.) im Dienst oder am Fahrplatz dabei haben? Ich denke da an Selbstschutz.
Eine Schußwaffe mit Sicherheit nicht.
Pfefferspray m.W. auch nicht. Abgesehen davon, dass es nicht so leicht dürfte, den zu bekommen.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

5er

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #18 am: 16. April 2014, 13:59:26 »

13er

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #19 am: 16. April 2014, 14:04:18 »
Eine Frage: Dürfte man als Fahrer Pfefferspray oder sogar eine Waffe (mit Waffenschein usw.) im Dienst oder am Fahrplatz dabei haben? Ich denke da an Selbstschutz.
Eine Schußwaffe mit Sicherheit nicht.
Pfefferspray m.W. auch nicht.
So wie ich geschrieben habe, dürfen Fahrer sehr wohl Waffen, Pfefferspray usw. mitführen. Ich weiß das aus gut unterrichteter Quelle und habe keinen Grund, daran zu zweifeln.
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
                                  – Mahatma Gandhi

Ferry

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #20 am: 16. April 2014, 14:06:39 »
Pfefferspray m.W. auch nicht. Abgesehen davon, dass es nicht so leicht dürfte, den zu bekommen.
Wahnsinnig schwer zu bekommen:

http://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss_1?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Daps&field-keywords=pfefferspray&sprefix=pfeff%2Caps&rh=i%3Aaps%2Ck%3Apfefferspray
Das sind aber Light-Sprays, die "richtigen" Pfeffersprays, die die Exekutive verwendet, sehen anders aus und sind wesentlich stärker. Im Vergleich etwa so wie eine Softgun zu einer "richtigen" Pistole.
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13er

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #21 am: 16. April 2014, 14:09:20 »
Das sind aber Light-Sprays, die "richtigen" Pfeffersprays, die die Exekutive verwendet, sehen anders aus und sind wesentlich stärker. Im Vergleich etwa so wie eine Softgun zu einer "richtigen" Pistole.
Es geht ja nicht darum, jemanden damit dauerhaft zu schädigen. Es reicht ja schon, den/die Täter kurzzeitig (schau dir mal ein entsprechendes Youtube-Video an!) zu verwirren, aus dem Zug zu stoßen und die Zeit zu nützen, um die Türen zu schließen und notfalls wegzufahren (E2-Türen sind kein Hindernis, beim ULF bekommt man sie von außen schon viel schwieriger auf). So stell ich mir das zumindest praktisch vor.
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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Nightshift

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #22 am: 16. April 2014, 14:12:49 »

Es tut mir wirklich sehr leid, wenn meine Frage jetzt so blöd rübergekommen ist. Natürlich glaube ich 13er, wenn er so was schreibt, aber ich wollte eigentlich nur die Quelle wissen, was sich durch Nightshift jetzt auch erübrigt hat. Mir tut der Fahrer leid, und ich hoffe das die schnellstens gefasst werden.
Verzeihung...

Schon vergessen  :)
Dem Kollegen geht´s mittlerweile zumindest äusserlich wieder halbwegs gut.

13er

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #23 am: 16. April 2014, 14:14:00 »
Presseaussendung der Polizei Wien:

Zitat
Wien-Liesing: Straßenbahnfahrer von einem unbekannten Mann attackiert und verletzt

Gestern um 18.35 Uhr hielt ein 38-jähriger Straßenbahnfahrer mit dem Straßenbahnzug der Linie 60 für einige Minuten in der Endstation in der Schillerpromenade. Kurz bevor er wieder losfahren wollte, sprang plötzlich ein junger Mann in die Straßenbahn, beschimpfte den Fahrer und schlug mehrmals mit einem Schlagstock auf ihn ein. Dabei erlitt das Opfer Platzwunden am Kopf sowie Prellungen am Unterarm, da er eine Hand schützend vor dem Kopf hielt. Der Fahrer versuchte noch die Tür der Straßenbahn zu schließen, damit der Täter nicht weglaufen konnte, doch die Türe ging wieder auf, worauf der Jugendliche mit einem weiteren Unbekannten sofort die Flucht ergriff. Eine Sofortfahndung nach den mutmaßlichen Tätern verlief ohne Erfolg.
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
                                  – Mahatma Gandhi

U4

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #24 am: 16. April 2014, 14:44:03 »
Zitat
Utl.: Sicherheit für die Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter muss erhöht werden =

Wien (OTS/ÖGB) - "Es reicht uns", stellt Kurt Wessely,
Betriebsratsvorsitzender der Wiener Linien, nach dem neuerlichen
Überfall auf einen Straßenbahnfahrer fest und kündigt für morgen,
Donnerstag, Beschlüsse für Betriebsversammlungen an. Mittwoch
kommender Woche werden die Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter der Wiener Linien den
Betrieb mit zweistündiger Verspätung aufnehmen. Dadurch werde es in
den Morgenstunden bis 6.30 Uhr zu Beeinträchtigungen des U-Bahn-,
Straßenbahn- und Busverkehres kommen.++++
"Wir wollen eine flächendeckende Videoüberwachung in allen
Fahrzeugen, Stationen sowie Endstellen. Gleichzeit muss das Personal
für die Sicherheit aufgestockt werden", stellt Michael Bauer,
Zentralbetriebsratsvorsitzender der Wiener Linien, erste Forderungen
auf. Zusätzlich sollen in Tagesrandzeiten und bei Nachtfahrten nur
mehr Fahrzeuge mit Fahrerkabinen eingesetzt werden.
Gemeinsam appellieren sie an die Wiener Bevölkerung, einerseits die
Leistungen der Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter zu schätzen und anderseits die
steigende Gewaltbereitschaft sowie die an Häufigkeit und Schwere
zunehmenden Übergriffe zu verurteilen. Bauer und Wessely: "Die
Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter haben unsere volle Unterstützung. Es geht jetzt auch
darum, gemeinsam zur Deeskalation beizutragen." 

~
Rückfragehinweis:
   Michael Bauer
   Vorsitzender des Zentralbetriebsrat der Wr. Linien
   Vorsitzender der HG IV - GdG-KMSfB

martin8721

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #25 am: 16. April 2014, 14:51:02 »
Zitat
Utl.: Sicherheit für die Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter muss erhöht werden =

Wien (OTS/ÖGB) - Mittwoch kommender Woche werden die Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter der Wiener Linien den
Betrieb mit zweistündiger Verspätung aufnehmen
. Dadurch werde es in
den Morgenstunden bis 6.30 Uhr zu Beeinträchtigungen des U-Bahn-,
Straßenbahn- und Busverkehres kommen.++++
"Wir wollen eine flächendeckende Videoüberwachung in allen
Fahrzeugen, Stationen sowie Endstellen
.
~
Rückfragehinweis:
   Michael Bauer
   Vorsitzender des Zentralbetriebsrat der Wr. Linien
   Vorsitzender der HG IV - GdG-KMSfB

Nächsten Mittwoch wird der Betrieb wirklich erst 2 Stunden später aufgenommen?  :o
Das erinnert an frühere Zeiten: Wenn ein starker Arm es will, stehen alle Räder still.

Und zu den Videokameras an allen Haltestellen. Hmmm.  ::)
Wir werden euch alle überwachen!
Wie das juristisch, datenschutztechnisch und technisch gehen soll, möcht ich mir ansehen.



13er

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #26 am: 16. April 2014, 15:14:24 »
Das mit den Videokameras ist natürlich eine furchtbare Idee (und erhöht die Sicherheit definitiv nicht, darüber gibt es viele Studien aus den Überwachungsländern schlechthin wie England). Abgesehen davon ist diese Idee wirklich unfinanzierbar. Einrichtung und Betrieb der U-Bahn-Videoüberwachung kostet jetzt schon im höheren zweistelligen Mio.bereich. Das kann man niemals auf die vielen tausenden Haltestellen des Oberflächennetzes ausweiten.

Aber dagegen, dass ab sofort zu den Tagesrandzeiten nur mehr ULFe eingesetzt werden, wird niemand ernstlich was einwenden können! Vielleicht klappt's ja über dieses tragische Ereignis (warum braucht es immer so extreme Anlassfälle??), den Niederflurauslauf zu erhöhen.
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Nightshift

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #27 am: 16. April 2014, 15:33:06 »

13er

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #28 am: 16. April 2014, 15:34:58 »
Die FPÖ hat sich auch schon zu Wort gemeldet... und fordert per Aussendung eine U-Bahnpolizei! Die wird sicher super in Rodaun oder Strebersdorf helfen können  ::) ::) ::)
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217Essling

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #29 am: 16. April 2014, 15:46:51 »
Zitat
Utl.: Sicherheit für die Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter muss erhöht werden =

Wien (OTS/ÖGB) - "Es reicht uns", stellt Kurt Wessely,
Betriebsratsvorsitzender der Wiener Linien, nach dem neuerlichen
Überfall auf einen Straßenbahnfahrer fest und kündigt für morgen,
Donnerstag, Beschlüsse für Betriebsversammlungen an. Mittwoch
kommender Woche werden die Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter der Wiener Linien den
Betrieb mit zweistündiger Verspätung aufnehmen. Dadurch werde es in
den Morgenstunden bis 6.30 Uhr zu Beeinträchtigungen des U-Bahn-,
Straßenbahn- und Busverkehres kommen.++++
"Wir wollen eine flächendeckende Videoüberwachung in allenko
Fahrzeugen, Stationen sowie Endstellen. Gleichzeit muss das Personal
für die Sicherheit aufgestockt werden", stellt Michael Bauer,
Zentralbetriebsratsvorsitzender der Wiener Linien, erste Forderungen
auf. Zusätzlich sollen in Tagesrandzeiten und bei Nachtfahrten nur
mehr Fahrzeuge mit Fahrerkabinen eingesetzt werden.
Gemeinsam appellieren sie an die Wiener Bevölkerung, einerseits die
Leistungen der Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter zu schätzen und anderseits die
steigende Gewaltbereitschaft sowie die an Häufigkeit und Schwere
zunehmenden Übergriffe zu verurteilen. Bauer und Wessely: "Die
Mitarbeiterinnen  und Mitarbeiter haben unsere volle Unterstützung. Es geht jetzt auch
darum, gemeinsam zur Deeskalation beizutragen." 

~
Rückfragehinweis:
   Michael Bauer
   Vorsitzender des Zentralbetriebsrat der Wr. Linien
   Vorsitzender der HG IV - GdG-KMSfB
Der Vorsitzende des Zentralbetriebsrates sitzt im Aufsichtsrat.
Weiß er nicht dass die neuen ULFe ohne Video ausgeliefert und im Betrieb gesetzt werden, traurig, traurig, aber so ist das führende Management.
Leidtragend ist das Personal und wir Fahrgäste.

Es gibt keine klare Linie bei den Wiener Linien.

Wieso werden Neubaufahrzeuge bei der BIM nicht vollständig ausgerüstet, mit fehlende Video Überwachung ausgeliefert?

Durch die spätere Nachrüstung sind die modernste Fahrzeuge wieder einige Zeit nicht im Fahrgastbetrieb.