Autor Thema: Übergriffe auf Mitarbeiter  (Gelesen 70339 mal)

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #30 am: 16. April 2014, 15:49:32 »
Ich denke, die Ausstattung jedes Fahrers mit Pfefferspray wäre ein gangbarer Weg. Im Rahmen des Deeskalationstrainings könnte dann auch der Einsatz des Pfeffersprays (natürlich mit einem nicht wirksamen Spray) geübt werden, dann gibt es im Fall des Falles auch eine geringere Wahrscheinlichkeit, sich selbst damit außer Gefecht zu setzen.

Der Umbau der E2 auf (weistesgehend) geschlossene Fahrerkabinen sollte ja ein leichtes sein. Wenn dann der Einsatz der E1 nur mehr in der HVZ erfolgt, dann wäre ein Umbau eben dieser wohl auch nicht unbedingt notwendig.
Und über Umwege kommt man so auch zu einer ordentlichen Niederflurquote zu später Stunde.

Vorfälle wie am Franz-Jonas-Platz können aber leider selbst mit diesen Maßnahmen nicht hintangehalten werden. Und Videoüberwachung schreckt solche Täter höchstwahrscheinlich nicht ab, das sind ja gewaltbereite Menschen, keine "Taschendiebe", die ihre Tat "planen" und überwachte Bereiche meiden.
"das korrupteste Nest auf dem weiten Erdenrund"
Mark Twain über die Wienerstadt.

haidi

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #31 am: 16. April 2014, 16:02:40 »
Die Fahrerkabine hilft bei der Wagenumschau auch nicht viel.

Nebenbei:
Bei Angriffen mit Schlagstöcken und Baseballschlägern unbedingt an den Gegner gehen, damit kann er nicht mehr so viel Wucht ausüben. Die Schläge nicht mit quer gelegten Arm abfangen (der ist dann gebrochen), sondern mit im spitzen Winkel gegen die Schlagrichtung gehaltenem Arm (damit der Stock abrutscht).
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

13er

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #32 am: 16. April 2014, 20:27:17 »
Answer Lang hat laut ORF gesagt, dass bis Anfang 2016(!) an den Tagesrandzeiten nur mehr Züge mit Fahrerkabinen (=ULFe) eingesetzt werden sollen.

Da frage ich mich: Warum so lange auf etwas warten, das jetzt schon spielendst(!!) möglich wäre?
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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Edwin

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #33 am: 16. April 2014, 20:44:24 »
Answer Lang hat laut ORF gesagt, dass bis Anfang 2016(!) an den Tagesrandzeiten nur mehr Züge mit Fahrerkabinen (=ULFe) eingesetzt werden sollen.

Diese Aussage ist ja blanker Hohn gegenüber den betroffenen Mitarbeitern.

Zitat von: 13er
Da frage ich mich: Warum so lange auf etwas warten, das jetzt schon spielendst(!!) möglich wäre?



Damit geben die WL indirekt ihre Unfähigkeit zu ....
Warum baut man nicht die E2 auf geschlossene Fahrerkabinen um?

HLS

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #34 am: 16. April 2014, 20:45:50 »
Mein Kollege saß aber am Fahrerplatz als er angegriffen wurde.
"Grüß Gott"

Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen. Dieter Nuhr

Edwin

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #35 am: 16. April 2014, 20:50:06 »
Die Fahrerkabine hilft bei der Wagenumschau auch nicht viel.

Eine geschlossene Fahrerkabine ist aber auf alle Fälle eine Hilfe, denn Angriffe können jederzeit, auch während der Fahrt, erfolgen. Und im gegenständlichen Falle war ja der Fahrer bereits am Fahrerplatz (wie HLS auch schrieb) und zur Abfahrt bereit (was ich so aus den Schilderungen verstanden habe) als der Übergriff erfolgte.

hema

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #36 am: 16. April 2014, 21:35:16 »

Warum baut man nicht die E2 auf geschlossene Fahrerkabinen um?
Und aus der kommt der Fahrer nie wieder raus? Bei der Ablöse wird er dann von Bodyguards flankiert!?  ::)
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

13er

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #37 am: 16. April 2014, 21:45:40 »
Und aus der kommt der Fahrer nie wieder raus? Bei der Ablöse wird er dann von Bodyguards flankiert!?  ::)
Natürlich kann man keinen Rundumschutz garantieren. Aber allein schon um den Mitarbeitern zu zeigen, dass sie dem Unternehmen was wert sind und man auf ihre Sicherheit schaut, gehören jetzt in die E2 Kabinen rein. Und zwar sofort und ohne Diskussion! Das Geld ist massenweise für Blödsinnigkeiten wie Lukas Schnell da, da braucht man nur ein bißchen was umschichten.

Als Fahrer würde ich die Aussage von Answer Lang als Beleidigung und Herabwürdigung empfinden. Klingt wie: Die 1,5 Jahre werdet's es schon noch aushalten und wenn dabei noch ein paar verletzt werden, is ah wurscht, es kommen eh genug nach. In Deutschland sieht man, wie sich das Problem mehr und mehr verschärft.
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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #38 am: 16. April 2014, 21:47:17 »
Die Ablöse dauert 30 Sekunden, die Tour aber mehrere Stunden - also sind die Fahrer (außer bei der Wagenumsicht) 99 % der Zeit halbwegs sicher.

hema

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #39 am: 16. April 2014, 22:02:05 »
Ein Straßenbahner ist nicht stärker gefährdet als die meisten anderen Berufstätigen, also wozu sich ins Hemd machen?  ::)


Ach ja, es kommen die Personalvertretungswahlen!  :fp:
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13er

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #40 am: 16. April 2014, 22:29:30 »
Ein Straßenbahner ist nicht stärker gefährdet als die meisten anderen Berufstätigen, also wozu sich ins Hemd machen?  ::)
Das find ich nicht. Ein Fahrer ist während der gesamten Arbeitszeit sehr exponiert, da im Prinzip jeder, auch ohne Fahrschein, das Fahrzeug betreten kann. Das trifft nur auf eher wenige Berufsgruppen zu.

Mir im Büro kann nur viel schwerer was passieren... gut, wenn ein Student wegen eines Nicht Genügend mit der Glock vorbeischaut, schaut's auch schlecht für mich aus, aber vor zufälliger Gewalt ist man an einem Büroarbeitsplatz wesentlich besser geschützt.
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hema

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #41 am: 16. April 2014, 22:50:47 »
Drum habe ich ja gesagt die "meisten", es gibt natürlich etliche Leute, die unterm Quargelsturz arbeiten!  ;)
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Linie 41

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #42 am: 16. April 2014, 22:54:56 »
Dürfte man als Fahrer Pfefferspray ... im Dienst oder am Fahrplatz dabei haben? Ich denke da an Selbstschutz.
Pfefferspray am Fahrerplatz ist aber mehr Selbstgefährdung als Abwehr. Man denke nur an den Vorfall in einem U-Bahn-Wagen, wo ein weiblicher Fahrgast sich mit Pfefferspray verteidigen wollte und sich selbst außer Gefecht gesetzt hat.
Mit einer Schußwaffe wirst Du im Nahkampf allerdings auch nicht weit kommen (verursacht entweder nur Kollateralschaden oder wird einem schlimmstenfalls abgenommen und gegen einen selbst eingesetzt), das einzige, was da wirklich gut funktioniert, ist ein scharfes, spitzes Messer.

@13er: Exponiert bist Du in jedem Beruf, wo Du mit Menschen zu tun hast. Als Rettungssani oder Arzt ist es auch nicht weniger gefährlich.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

luki32

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #43 am: 17. April 2014, 07:06:46 »
Drum habe ich ja gesagt die "meisten", es gibt natürlich etliche Leute, die unterm Quargelsturz arbeiten!  ;)

Auch das ist nicht richtig, alle Büroangestellten und Arbeitende in Bürohäusern sind da sicherer, und das sind mehr als ein paar.

mfg
Luki
Vorsicht, Bösuser!
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haidi

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Re: Übergriffe auf Mitarbeiter
« Antwort #44 am: 17. April 2014, 08:38:52 »
Drum habe ich ja gesagt die "meisten", es gibt natürlich etliche Leute, die unterm Quargelsturz arbeiten!  ;)
Auch das ist nicht richtig, alle Büroangestellten und Arbeitende in Bürohäusern sind da sicherer, und das sind mehr als ein paar.
Nicht unbedingt - siehr Angriffe auf Mitarbeiter des Arbeitsmarktserices, in Gerichten, aber auch in Gemeindeverwaltungen.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging