Autor Thema: Das neue WLB-Zentrum Inzersdorf  (Gelesen 27890 mal)

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Petersil

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Re: Das neue WLB-Zentrum Inzersdorf
« Antwort #180 am: 17. Januar 2017, 13:48:39 »
Zum Thema Unfälle: sobald es in der Ustrab den ersten gröberen Auffahrunfall oder gar Brand gibt, ist die Betriebserlaubnis ohne Zugsicherungssystem bzw. Umbau (Einbau!) der Fluchtwege ohnehin weg. Da helfen dann auch keine vom Betriebsrat hineinreklamierten Fluchtfiltermasken oder Betriebsvorschriften für das Nachrücken. :lamp:

Ich würde mir ja sowieso überlegen, ob die StrabVO in Stein gemeißelt ist. Der Verkehrsminister gehört der SPÖ an, die Direktion der Wiener Linien steht der SPÖ nahe, das sollten ja eigentlich gute Voraussetzungen sein. Das Ziel der VO ist es, einen sicheren Straßenbahnbetrieb abzuwickeln. Ob dazu Blocksignale mit Haltbegriff gehören, ist aus meiner Sicht zumindest hinterfragenswert. Auf der ganzen Welt, nur halt nicht im deutschsprachigen Raum, gibt es Eisenbahnen, bei denen an haltzeigenden Blocksignalen z.T. ohne Auftrag mit geringer Geschwindigkeit in den nächsten Block eingefahren werden darf. Bei der SNCF, wo das erlaubt ist, fahren auch nicht die ganze Zeit Züge zusammen, sondern es herrscht ein sehr hohes Sicherheitsniveau. (Auf http://www.stellwerke.de/signal/france/seite8.html zeigt das achte Bild so eine Situation.) Wenn man eine Zugbeeinflussung einbaut, die die Höchstgeschwindigkeit von 15 km/h  überwacht, kann ich mir vorstellen, dass die beteiligten Behörden gesprächsbereit wären, auf den Haltbegriff zu verzichten.

Die Luxusvariante wären dann Systeme wie das oben erwähnte Trainguard oder irgendwas mit ETCS, das die Bremskurve überwacht.

95B

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Re: Das neue WLB-Zentrum Inzersdorf
« Antwort #181 am: 17. Januar 2017, 13:53:21 »
Man könnte es auch so machen wie die Grazer und einfach Löcher in die Tunneldecke schneiden. Dann ist es keine Ustrab, sondern eine Folge von Unterführungen. :)
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Re: Das neue WLB-Zentrum Inzersdorf
« Antwort #182 am: 17. Januar 2017, 14:35:09 »
Zum Thema Unfälle: sobald es in der Ustrab den ersten gröberen Auffahrunfall oder gar Brand gibt, ist die Betriebserlaubnis ohne Zugsicherungssystem bzw. Umbau (Einbau!) der Fluchtwege ohnehin weg. Da helfen dann auch keine vom Betriebsrat hineinreklamierten Fluchtfiltermasken oder Betriebsvorschriften für das Nachrücken. :lamp:

Ich würde mir ja sowieso überlegen, ob die StrabVO in Stein gemeißelt ist.
:up: :up:

Das war halt eine Abschreibübung der deutschen BOStrab und man kann mit gutem Willen sicherlich Knackpunkte der Verordnung einfach ändern. Ist ja aus gutem Grund kein Gesetz.

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Re: Das neue WLB-Zentrum Inzersdorf
« Antwort #183 am: 17. Januar 2017, 14:42:32 »
Man könnte es auch so machen wie die Grazer und einfach Löcher in die Tunneldecke schneiden. Dann ist es keine Ustrab, sondern eine Folge von Unterführungen. :)
Das wäre nicht nur relativ einfach möglich, sondern wäre auch eine effektive Lösung, um die Leute im Brandfall vorm Ersticken zu bewahren - ganz ohne aktive technische Einrichtungen. :up:
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Re: Das neue WLB-Zentrum Inzersdorf
« Antwort #184 am: 17. Januar 2017, 14:43:23 »
Habens das dort wirklich nur deswegen gemacht?  ;D

coolharry

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Re: Das neue WLB-Zentrum Inzersdorf
« Antwort #185 am: 17. Januar 2017, 14:45:04 »
Man könnte es auch so machen wie die Grazer und einfach Löcher in die Tunneldecke schneiden. Dann ist es keine Ustrab, sondern eine Folge von Unterführungen. :)
Das wäre nicht nur relativ einfach möglich, sondern wäre auch eine effektive Lösung, um die Leute im Brandfall vorm Ersticken zu bewahren - ganz ohne aktive technische Einrichtungen. :up:

Also wirds sicher nicht gemacht  >:D. Von der Tatsache abgesehen, dass sich darüber die Gürtelfahrbahnen befinden wäre das trotzdem eine Lösung für das Entlüftungsproblem.
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Re: Das neue WLB-Zentrum Inzersdorf
« Antwort #186 am: 17. Januar 2017, 14:46:49 »
Die Ustrab befindet sich hauptsächlich zwischen bzw. neben den Hauptfahrbahnen.
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Re: Das neue WLB-Zentrum Inzersdorf
« Antwort #187 am: 17. Januar 2017, 14:50:23 »
Die Ustrab befindet sich hauptsächlich zwischen bzw. neben den Hauptfahrbahnen.

Nö.
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Ausser im Bereich Eichenstraße wäre das nur überall sonst schwer möglich.
Das Glück ist ein Vogerl. Wenns knallt ist es weg.

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Re: Das neue WLB-Zentrum Inzersdorf
« Antwort #188 am: 17. Januar 2017, 15:04:59 »
Ausser im Bereich Eichenstraße wäre das nur überall sonst schwer möglich.
Dann hebt man halt die Fahrbahn in dem Bereich um 1 m an und macht eine Brücke, die seitlich Belüftungsöffnungen für die Ustrab hat. ;)
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Rodauner

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Re: Das neue WLB-Zentrum Inzersdorf
« Antwort #189 am: 23. März 2017, 18:03:58 »
Aus den "Wiener Verkehrsblätter(n) 2017-03:

Ausblick

1.3.2018

Bhf. Wien Wolfganggasse (durch neue Betriebszentrale Inzersdorf ersetzt) und Strecke Siebertgasse,
Eichenstraße bis Dörfelstraße (stadteinwärts ab Aßmayergasse) aufgelassen; die Züge fahren dann auf
Basis eines neuen, bereits vor rund 2 Jahren abgeschlossenen Péagevertrages mit den Wiener Linien
stadtauswärts über Flurschützstraße, Wilhelmstraße, Dörfelstraße; stadteinwärts über Aßmayergasse,
Flurschützstraße. Mittlerweile wurde entschieden, die SL 62 auf der Gesamtstrecke Oper – Lainz zu
belassen, und auch an den Fahrplänen sowohl der WLB wie auch der SL 62 zumindest vorerst nichts
Prinzipielles zu verändern. Die derzeit von der WLB und der SL 62 und gemeinsam benützten Abschnitte
in der Eichenstraße und auf der Philadelphiabrücke gehören schon seit langem den Wiener Linien.
Oft sind die Dinge ganz anders, als sie auf den ersten Blick scheinen....

diogenes

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Re: Das neue WLB-Zentrum Inzersdorf
« Antwort #190 am: 23. März 2017, 18:09:02 »
Nu, der 62er darf dem zu Folge seine "Füße" behalten :)
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Re: Das neue WLB-Zentrum Inzersdorf
« Antwort #191 am: 23. März 2017, 18:10:45 »
Was will man sonst auch tun? Die WLB hat (aktuell) einfach nicht die notwendigen Kapazitäten, um den Andrang in der Wiedner Hauptstraße zu bewältigen.

Rodauner

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Re: Das neue WLB-Zentrum Inzersdorf
« Antwort #192 am: 23. März 2017, 18:36:59 »
Was will man sonst auch tun? Die WLB hat (aktuell) einfach nicht die notwendigen Kapazitäten, um den Andrang in der Wiedner Hauptstraße zu bewältigen.

Höchstens in der HVZ: Und auch nur deshalb, weil es immer noch eine beachtliche Anzahl an Fahrgästen gibt, die sich in die gelb-blauen Züge nicht einsteigen trauen und stattdessen lieber im 62er (oder 1er) Sardine spielen wollen. Es ist scheinbar ein verbreiteter Irrglaube, dass ein Fahrausweis für die Zone 100 in der Badner nicht gilt!

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Re: Das neue WLB-Zentrum Inzersdorf
« Antwort #193 am: 23. März 2017, 19:10:13 »
Was will man sonst auch tun? Die WLB hat (aktuell) einfach nicht die notwendigen Kapazitäten, um den Andrang in der Wiedner Hauptstraße zu bewältigen.

Höchstens in der HVZ: Und auch nur deshalb, weil es immer noch eine beachtliche Anzahl an Fahrgästen gibt, die sich in die gelb-blauen Züge nicht einsteigen trauen und stattdessen lieber im 62er (oder 1er) Sardine spielen wollen. Es ist scheinbar ein verbreiteter Irrglaube, dass ein Fahrausweis für die Zone 100 in der Badner nicht gilt!
In Schwachlastzeiten sieht es natürlich anders aus, aber die "typische" HVZ gibt es ja dank Gleitzeit usw. gar nicht mehr, von demher kann man da ruhig schon von untertags sprechen. Und da scheitert es sichtlich nicht daran, dass die Leute sich nicht trauen in die Badner Bahn einzusteigen (wir reden hier von Stammfahrgästen, nicht irgendwelchen Gelegenheitsfahrgästen), sondern einfach weil die Kapazitäten nicht ausreichen.

Falls du es mir nicht glauben willst: Ich war über zehn Jahre täglich zu verschiedensten Uhrzeiten mit den Linien auf der Wiedner Hauptstraße unterwegs, und bin es heute weniger regelmäßig immer noch, von demher glaube ich, das relativ gut einschätzen zu können. Dass es vor 10 Jahren ein wenig anders war, ist klar, aber seither haben sich die Fahrgastzahlen nicht nach unten hin entwickelt.

Schienenfreak

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Re: Das neue WLB-Zentrum Inzersdorf
« Antwort #194 am: 23. März 2017, 21:43:08 »
Nu, der 62er darf dem zu Folge seine "Füße" behalten :)
Das sind gute Nachrichten!
ULF oder nicht ULF, das ist hier die Frage!