Autor Thema: Linie 18  (Gelesen 97728 mal)

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Re: Linie 18
« Antwort #15 am: 02. Oktober 2011, 21:59:50 »
Zumindest in den 1960er Jahren gab es einen Frühzug der Linie 18 vom Bahnhof Gürtel, der ab der Marsanogasse bis St. Marx verkehrte. Ab St. Marx fuhr er dann mit weißer Scheibe über 74 - R - K - R - 35 - 8 wieder zum Bahnhof Gürtel zurück. Ein Bild dieses Zuges aus der Zeit des Ustrab-Baues zeigt den Zug in der Gudrunstraße beim Bahnhof Favoriten. Am Aufnahmetag, dem 20. 5. 1967, trug der 4146 seine weißen Nummern offenbar bereits seit geraumer Zeit. In weiterer Folge wurde die Führung dieser Frühfahrt dahingehend geändert, daß er als 18er bis zur Stadionbrücke fuhr und unter der gleichen Linienbezeichnung wieder zurück bis zur Marsanogasse.

moszkva tér

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Re: Linie 18
« Antwort #16 am: 03. Oktober 2011, 08:16:47 »
Ab St. Marx fuhr er dann mit weißer Scheibe über 74 - R - K - R - 35 - 8 wieder zum Bahnhof Gürtel zurück.
Als Leerfahrt?
Damals hat man Betriebseffizienz noch nicht so groß geschrieben, wie es scheint.
Heutzutage kann sich sowas nur mehr die U-Bahn erlauben!

95B

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Re: Linie 18
« Antwort #17 am: 03. Oktober 2011, 08:52:52 »
Ab St. Marx fuhr er dann mit weißer Scheibe über 74 - R - K - R - 35 - 8 wieder zum Bahnhof Gürtel zurück.
Als Leerfahrt?
Nein, mit Fahrgästen, aber eben ohne Liniensignal. Vermutlich wurde zumindest ein Teil der mit weißer Scheibe befahrenen Strecke in der Früh noch nicht dicht genug bedient, sodass die Fahrt durchaus sinnvoll war; und eine spätere Umorganisation der Frühfahrten machte die Retourfahrt über den Kai entbehrlich, sodass der Frühverstärker über die gewohnte Route nach GTL zurückkehrte. Liege ich mit diesem Gedankengang richtig?
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

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Re: Linie 18
« Antwort #18 am: 03. Oktober 2011, 09:11:21 »
Nein, mit Fahrgästen, aber eben ohne Liniensignal. Vermutlich wurde zumindest ein Teil der mit weißer Scheibe befahrenen Strecke in der Früh noch nicht dicht genug bedient, sodass die Fahrt durchaus sinnvoll war; und eine spätere Umorganisation der Frühfahrten machte die Retourfahrt über den Kai entbehrlich, sodass der Frühverstärker über die gewohnte Route nach GTL zurückkehrte. Liege ich mit diesem Gedankengang richtig?

Grundsätzlich sicher, obwohl ich es im Detail natürlich auch nicht weiß.

twf

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Re: Linie 18
« Antwort #19 am: 03. Oktober 2011, 16:59:26 »
Diskussion über Bus(s)e(n) und ihre Anhänger abgetrennt: http://www.tramwayforum.at/index.php?topic=1627.0

matto

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Re: Linie 18
« Antwort #20 am: 14. März 2012, 15:16:11 »
Aushand der Linie 18, Burggasse, aufgenommen 1987. Der Abendfahrplan beginnt hier um 20.42.

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Re: Linie 18
« Antwort #21 am: 30. Juni 2012, 12:27:52 »
Auch schon wieder Geschichte, die alte Station Blechturmgasse der Ustrab kurz nach Beginn der Umbauarbeiten im Oktober 2010. Auch die E1-cx Garnituren werden schon recht selten am 18er gesehen!

Pumuckl

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Re: Linie 18
« Antwort #22 am: 29. Juli 2012, 15:45:23 »
Ich weiß nicht wann die Umleitungsstrecke des 18er in FR Erdberg über Kepplerplatz - Favoritenstrasse eingerichtet wurde. Solange ich in Erdberg war wurde in beiden Fahrtrichtungen über die Laxenburgerstrasse Linie 66 - Gudrunstrasse zum Matzleinsdorferplatz umgeleitet. Die Umleitung in FR Erdberg über Kepplerplatz - Favoritenstrasse ist doch ein Blödsinn. Wozu das Ringelspiel über die Favoritenstrasse - Columbusplatz zurück zur Laxenburgerstrasse, wenn die Abzweigung von der Gudrunstrasse in die Laxenburgerstrasse benützt auch von der Linie O vorhanden war.

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Re: Linie 18
« Antwort #23 am: 29. Juli 2012, 16:18:11 »
Ich weiß nicht wann die Umleitungsstrecke des 18er in FR Erdberg über Kepplerplatz - Favoritenstrasse eingerichtet wurde. Solange ich in Erdberg war wurde in beiden Fahrtrichtungen über die Laxenburgerstrasse Linie 66 - Gudrunstrasse zum Matzleinsdorferplatz umgeleitet. Die Umleitung in FR Erdberg über Kepplerplatz - Favoritenstrasse ist doch ein Blödsinn. Wozu das Ringelspiel über die Favoritenstrasse - Columbusplatz zurück zur Laxenburgerstrasse, wenn die Abzweigung von der Gudrunstrasse in die Laxenburgerstrasse benützt auch von der Linie O vorhanden war.

Als wegen des Ustrab-Baus die Strecke der Linie 18 zwischen Matzleinsdorfer Platz und Südtiroler Platz gesperrt werden mußte, erfolgte ab 28. Februar 1965 die Umleitung der Linie 18 über Gudrunstraße - Keplerplatz - Favoritenstraße zum Südtiroler Platz. In der Gegenrichtung wurde ab Südtiroler Platz über Laxenburger Straße - Gudrunstraße zum Matzleinsdorfer Platz gefahren. Einer der Gründe dafür war, daß dadurch eine Querfahrt über den Columbusplatz vermieden werden konnte. Damals gab es zwischen Columbusplatz und Südtiroler Platz schon längst die Straßenbahneinbahnführung (Gleis I Laxenburger Straße, Gleis II Favoritenstraße).

moszkva tér

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Re: Linie 18
« Antwort #24 am: 29. Juli 2012, 17:56:35 »
Was ist ein Kepplerplatz? Wurde dort im Mittelalter mit den ungezogenen Kinder öffentlich gekeppelt?  ;) :D

Pumuckl

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Re: Linie 18
« Antwort #25 am: 29. Juli 2012, 22:18:48 »
1965 war ich nicht mehr bei den WL. Da lag mein Dienstverzicht schon längere Zeit zurück, der nach meiner Ansicht nach, nachdem ich einen Schwarzkappler "eingetunkt" hatte, unbedingt nötig war. Vielleicht bei Gelegenheit einmal mehr über das "Eintunken". Danke Revisor über die Auskunft der Umleitung.

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Re: Linie 18
« Antwort #26 am: 29. Juli 2012, 22:29:35 »
1965 war ich nicht mehr bei den WL. Da lag mein Dienstverzicht schon längere Zeit zurück, der nach meiner Ansicht nach, nachdem ich einen Schwarzkappler "eingetunkt" hatte, unbedingt nötig war. Vielleicht bei Gelegenheit einmal mehr über das "Eintunken". Danke Revisor über die Auskunft der Umleitung.

Vor 1965 gab's aber die Umleitung allerhöchstens spontan und dann mußte ein Richtung Lerchenfelder Gürtel fahrender Zug über Laxenburger Straße - Columbusplatz - Favoritenstraße - Keplerplatz - Gudrunstraße zum Matzleinsdorfer Platz geführt werden Umgekehrt konnte er über Gudrunstraße - Laxenburger Straße zum Südtiroler Platz gelangen. Soviel zu deinen Erinnerungen.

Pumuckl

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Re: Linie 18
« Antwort #27 am: 29. Juli 2012, 23:11:58 »
Solange ich am 18er als Schaffner gefahren bin sind wir in beiden Fahrtrichtungen über die Laxenburgerstrasse - Gudrunstrasse gefahren. War eine meiner liebsten Linien, da man mit 4 Drahrer fertig war. Da waren alle Gruppen "untertourig" mit knapp über 7 Stunden soweit ich mich erinnern kann. Zum Unterschied z.B. beim J wo man oft über 9 Stunden kam, wenn man noch einen 75er zum Schwarzenbergplatz führen musste.

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Re: Linie 18
« Antwort #28 am: 30. Juli 2012, 00:27:43 »
Solange ich am 18er als Schaffner gefahren bin sind wir in beiden Fahrtrichtungen über die Laxenburgerstrasse - Gudrunstrasse gefahren. War eine meiner liebsten Linien, da man mit 4 Drahrer fertig war. Da waren alle Gruppen "untertourig" mit knapp über 7 Stunden soweit ich mich erinnern kann. Zum Unterschied z.B. beim J wo man oft über 9 Stunden kam, wenn man noch einen 75er zum Schwarzenbergplatz führen musste.

Glaub was du willst, aber wie heißt's schon bei Nestroy: "Und 's is' alles ned woahr, und 's is' alles ned woahr . . ."

luki32

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Re: Linie 18
« Antwort #29 am: 30. Juli 2012, 14:00:42 »
Ich weiß nicht wann die Umleitungsstrecke des 18er in FR Erdberg über Kepplerplatz - Favoritenstrasse eingerichtet wurde. Solange ich in Erdberg war wurde in beiden Fahrtrichtungen über die Laxenburgerstrasse Linie 66 - Gudrunstrasse zum Matzleinsdorferplatz umgeleitet. Die Umleitung in FR Erdberg über Kepplerplatz - Favoritenstrasse ist doch ein Blödsinn. Wozu das Ringelspiel über die Favoritenstrasse - Columbusplatz zurück zur Laxenburgerstrasse, wenn die Abzweigung von der Gudrunstrasse in die Laxenburgerstrasse benützt auch von der Linie O vorhanden war.

Auch Dir kann ich folgende Lektüre empfehlen, bevor Deine Erinnerung Dich wieder einmal täuscht:
http://www.strassenbahnjournal.at/wiki/index.php/Linie_18

mfG
Luki
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