Autor Thema: Verbleib WLB Kölner  (Gelesen 13856 mal)

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N1

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Re: Verbleib WLB Kölner
« Antwort #15 am: 16. August 2015, 22:11:30 »
Hatten die Steuerwägen keine Motoren und keine Stromabnehmer?
In Wien erhielten sie Stromabnehmer.
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Klingelfee

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Re: Verbleib WLB Kölner
« Antwort #16 am: 17. August 2015, 04:39:40 »
Wie hängt man zwei Steuerwagen zusammen? Da kann man schwer mit einem Wagen auf den anderen zufahren um die beiden zu kuppeln.

Was mich nun zur Frage führt:
Hatten die Steuerwägen keine Motoren und keine Stromabnehmer?
Inwiefern genau unterschieden sie sich von den Triebwägen?

Die Steuerwagen hatten sehr wohl einen Stromabnehmer, denn sonst hätten die Garnituren nicht Steuerwagen Voraus im Wiener Straßenbahnnetz fahren können.

Erkennbar daran, dass der Steuerwagen keine Dachwiderstände hatte
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

Ferry

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Re: Verbleib WLB Kölner
« Antwort #17 am: 17. August 2015, 09:06:11 »
Stromabnehmer hat nur der Triebwagen 4020.

Und das war bei den Kölnern eben anders - da hatten sowohl Trieb- als auch Steuerwagen Stromabnehmer; aufgebügelt war dann nur der in Fahrtrichtung vordere Wagen. Sonst wäre der Irrtum vermutlich schon früher aufgefallen.  :)
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

martin8721

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Re: Verbleib WLB Kölner
« Antwort #18 am: 17. August 2015, 10:22:54 »

Danke, vor allem an 8er, für die profunde Aufklärung!  :up:


Die Steuerwagen hatten sehr wohl einen Stromabnehmer, denn sonst hätten die Garnituren nicht Steuerwagen Voraus im Wiener Straßenbahnnetz fahren können.

Wegen der - von dir bereits erwähnten - damals noch vorhandenen Stromstoßweichen.

95B

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Re: Verbleib WLB Kölner
« Antwort #19 am: 17. August 2015, 15:34:56 »
Interessantes Video: Ab Minute 6 sieht man auch Kölner (inklusive Blick in die Fahrerkabine)!

http://www.youtube.com/watch?v=uc4vRZlzjSo
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martin8721

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Re: Verbleib WLB Kölner
« Antwort #20 am: 17. August 2015, 15:47:58 »
Interessantes Video: Ab Minute 6 sieht man auch Kölner (inklusive Blick in die Fahrerkabine)!

http://www.youtube.com/watch?v=uc4vRZlzjSo

Um es mit den Worten von Spock zu sagen: Faszinierend!  :D

Seltsame Fahrzeuge waren sie schon, die Kölner mit ihren Mitteleinstiegen.  Und weder wirklich alt, noch wirklich modern. Aber irgendwie mochte ich sie als Kind schon sehr.  :up:
Schade, dass in Österreich kein Fahrzeug erhalten geblieben ist.

W_E_St

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Re: Verbleib WLB Kölner
« Antwort #21 am: 17. August 2015, 16:41:26 »
Zitat
Bei den Wiesel-Wendezügen der ÖBB werden die Befehle vom Steuerwagen über die bis zu vier Zwischenwagen an die schiebende Lok übermittelt. Der Lokführer sitzt aber immer an der Zugspitze.

Auf der Franz-Josefs-Bahn habe ich kürzlich sogar 5+Steuerwagen gesehen.
"Sollte dies jedoch der Parteilinie entsprechen, werden wir uns selbstverständlich bemühen, in Zukunft kleiner und viereckiger zu werden!"

(aus einer Beschwerde über viel zu weit und kurz geschnittene Pullover in "Good Bye Lenin")

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Re: Verbleib WLB Kölner
« Antwort #22 am: 17. August 2015, 18:04:34 »
Zitat
Bei den Wiesel-Wendezügen der ÖBB werden die Befehle vom Steuerwagen über die bis zu vier Zwischenwagen an die schiebende Lok übermittelt. Der Lokführer sitzt aber immer an der Zugspitze.

Auf der Franz-Josefs-Bahn habe ich kürzlich sogar 5+Steuerwagen gesehen.

Richtig - auf der FJB gibt es einige wenige Sechs- und sogar Siebenwagenwendezüge.

Auf den anderen Strecken sind aber Drei- bis Fünfwagenzüge die Regel.


haidi

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Re: Verbleib WLB Kölner
« Antwort #23 am: 17. August 2015, 23:20:42 »
Interessantes Video: Ab Minute 6 sieht man auch Kölner (inklusive Blick in die Fahrerkabine)!

http://www.youtube.com/watch?v=uc4vRZlzjSo
Bei 1:46 sieht man cdn den 6333, der den 4027 schleppt. Sitz in solchen Fällen immer ein Fahrer im geschleppten Fahrzeug und warum?

Ich kann mir vorstellen, wegen Bremsen bei Zugriss. Welche Bremsen würden da funktionieren?
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

luki32

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Re: Verbleib WLB Kölner
« Antwort #24 am: 17. August 2015, 23:32:25 »
Bei 1:46 sieht man cdn 6333, der den 4027 schleppt.

Der Arbeitswagen ist natürlich ein BH (was ist bitte ein cdn?) und hat die Nummer 6393.

mfG
Luki

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haidi

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Re: Verbleib WLB Kölner
« Antwort #25 am: 17. August 2015, 23:35:26 »
Bei 1:46 sieht man cdn 6333, der den 4027 schleppt.

Der Arbeitswagen ist natürlich ein BH (was ist bitte ein cdn?)

Ein cdn ist ein Fipptehler erster Ordnung.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

WIENTAL DONAUKANAL

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Re: Verbleib WLB Kölner
« Antwort #26 am: 18. August 2015, 09:23:59 »
Anbei eine Anekdote zum Thema WLB Kölner, welche von Hr. J. Philippich stammt:
Es wurde vom Verschub in der Remise Wolfganggasse eine Kölner Garnitur zusammengestellt. Als der Fahrer den Zug in Betrieb nehmen wollte, gab es eine Störung, weil der Zug nicht und nicht fahren wollte. Hektisches Fehlersuchen für nahezu eine halbe Stunde. Fehlerursache war, dass der Verschub irrtümlich zwei Steuerwagen zusammengekuppelt hatte....

nord22

Dazu würde ich gerne ergänzen:
In der Ferienzeit war weniger Fahrzeugbedarf und man hat daher zwei Steuerwagen aus dem Planumlauf herausnehmen können.
Diese beiden Wagen wurden zusammengekuppelt und an der Spitze der Beiwagenschlange im Bahnhof Wolfganggasse abgestellt.
Der Teufel schläft nicht, es wurde eine TWG Doppeleinheit untauglich und für den schnellen Ersatz wurde die STWg-Eiheit als Nachläufer für einige Umläufe herangezogen. Man wollte sich das aufwendige Verschübmanöver mit den Garnituren einfach halt ersparen. Bei zwei führenden TWG war das von der Traktion her durchaus machbar, Leider kam es aber dazu, dass aus der Stadt eine TWg-StWg Einheit noch im Umlauf war und mit diesen beiden StWg verstärkt werden musste. Per Zufall konnte ich diese Garnitur dabei beobachten, wie sie beinahe auf der Rampe Eichenstraße auf der Südbahnbrücke liegengeblieben wäre.

Das Verschubpersonal im Bahnhof Wolfganggasse war in den 70er Jahren vorsichtig gesagt, etwas rustikal. Das Hoppala mit den beiden StWg ist für mich durchaus glaubhaft. Gerne erinnere ich mich noch an das Remisen-Faktotum Mini, ein Bediensteter von vielleicht 1,6m Körpergröße, der noch dazu gebeugt ging. Über den Mini hat man sich im heimlichen Dienstraum, die Saftbar im KONSUM, gerne den einen oder anderen unfreiwillig komischen Schwank erzählt.

Ich habe ein Foto der beiden abgestellten Steuerwagen ausgegraben und stelle es hier ein, deutlich erkennt man die vereinfachten Dachaufbauten und die andersartigen Drehgestelle.

In einem Vierwagenzug wurde vorerst am ersten und dritten Wagen der Stromabnehmer angelegt. Nach einigen Entgleisungen an den Weichen Rampe Eichenstraße und abzweigung Aßmayergasse wurde der Stromabnehmer am vierten Fahrzeug angehoben.


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Re: Verbleib WLB Kölner
« Antwort #27 am: 18. August 2015, 13:01:08 »
In einem Vierwagenzug wurde vorerst am ersten und dritten Wagen der Stromabnehmer angelegt. Nach einigen Entgleisungen an den Weichen Rampe Eichenstraße und abzweigung Aßmayergasse wurde der Stromabnehmer am vierten Fahrzeug angehoben.
Was hatte die Wahl des Stromabnehmers mit den Entgleisungen zu tun? Der Anpressdruck wird ja wohl nicht entscheidend gewesen sein, um über Entgleisung oder nicht zu "entscheiden"? :o
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95B

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Re: Verbleib WLB Kölner
« Antwort #28 am: 18. August 2015, 13:24:11 »
In einem Vierwagenzug wurde vorerst am ersten und dritten Wagen der Stromabnehmer angelegt. Nach einigen Entgleisungen an den Weichen Rampe Eichenstraße und abzweigung Aßmayergasse wurde der Stromabnehmer am vierten Fahrzeug angehoben.
Was hatte die Wahl des Stromabnehmers mit den Entgleisungen zu tun? Der Anpressdruck wird ja wohl nicht entscheidend gewesen sein, um über Entgleisung oder nicht zu "entscheiden"? :o

Nein, aber der Oberleitungskontakt für die Weichensteuerung.
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hema

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Re: Verbleib WLB Kölner
« Antwort #29 am: 18. August 2015, 14:30:54 »
Welcher der hinteren Bügel da oben war, hätte auf die Weichen(miss)funktion aber eigentlich keinen Einfluss haben dürfen!
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