Autor Thema: Linie 43  (Gelesen 89019 mal)

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roadrunner

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Re: Linie 43
« Antwort #15 am: 30. Mai 2011, 18:49:26 »
Ein anderes klassisches Motiv am 43er ist das "Tirolerhaus" in der Dornbacher Straße, damals (und heute noch?) Sitz einer Filmproduktion. Vielleicht kann ein User genauere Infos zu diesem bemerkenswerten Haus beisteuern.

Kann ich einigermaßen.
Schon im 17 Jhdt. ein Gasthaus. Ab 1883 in der heute fast unveränderten Form als "Zur güldenen Waldschnepfe" gegründet. Eines der Stammlokale der "Schrammeln" und von Kronprinz Rudolf. Nach Ende des 2. WK geschlossen und in den 70er als Studio und Lager der "Scheiderbauer-Film" genutzt. Wiedereröffnung als Feinschmeckerlokal im Jahre 2010.

Bild Quelle: Bezirksmuseum Hernals
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Re: Linie 43
« Antwort #16 am: 30. Mai 2011, 23:52:13 »
Ein anderes klassisches Motiv am 43er ist das "Tirolerhaus" in der Dornbacher Straße, damals (und heute noch?) Sitz einer Filmproduktion. Vielleicht kann ein User genauere Infos zu diesem bemerkenswerten Haus beisteuern.

Kronprinz Rudolfs Lieblingsheuriger
„Zur güldenen Waldschnepfe“

Das Wirtshaus „Zur güldenen Waldschnepfe“ war ein beliebtes Ausflugsziel der Wiener. Schon seit dem 17. Jahrhundert gab es hier einen Einkehrgasthof, 1883/84 erfolgte der Neubau im altdeutschen Stil.
Normale Sterbliche fuhren mit dem Stellwagen oder der Glöckerlbahn, wie die erste Pferdetramway genannt wurde, nach Dornbach. So ein prominenter Besucher wie Kronprinz Rudolf hatte natürlich seinen Leibfiaker, den Herrn Josef Bratfisch (1847-1892). Rudolf schätzte Bratfisch, dem er den Spitznamen „Nockerl“ gegeben hatte, nicht nur wegen seiner Diskretion, sondern auch wegen seiner sängerischen Qualitäten. Denn Bratfisch pflegte in der „Waldschnepfe“ gemeinsam mit den „Schrammeln“ Wiener Lieder zu singen. Die Brüder Johann (1850-1893) und Josef Schrammel (1852-1895) stammten aus dem Waldviertel, gemeinsam traten sie erstmals 1878 mit Anton Strohmayer (1848-1937) und Georg Dänzer (1848-?) als Quartett auf. Sie waren bestens ausgebildete Virtuosen ihrer Instrumente. Sie hätten durchaus in der Hofoper spielen können, doch es zog sie hinaus in die Vorstädte zur Wiener Volksmusik. Die klassische Besetzung dieses Quartetts war erste und zweite Geige, Gitarre und Klarinette. Beide Brüder Schrammel waren auch ausgezeichnete und sehr erfolgreiche Komponisten, ihre Lieder werden noch immer gesungen, wie „Wien bleibt Wien“. Serviert wurde in der Waldschnepfe der berühmte Hauswein, der „g`rebelte Alsegger“ (g`rebelt bedeutet, dass die Trauben ohne Stiele vergoren wurden).
Bratfisch spielte übrigens auch beim Tod Rudolfs in Mayerling eine Rolle. Es gab sogar Gerüchte, dass er eine Zuwendung vom Hof als Schweigegeld erhalten hätte, weil er sich nach Rudolfs Tod ein Haus erwarb. In der Tat starb Bratfisch verschuldet, auf dem Haus lastete eine Hypothek.

Seit dem Zweiten Weltkrieg wird das Haus nicht mehr als Gasthof genutzt. Im Zeitalter des Automobils haben diese Ausflugslokale an Attraktivität verloren. Leider verfällt der Prachtbau in den letzten Jahren.

1170 Wien, Dornbacherstraße 88 (Straßenbahn 43)

Quelle siehe Bild  :)
Harald A. Jahn, www.tramway.at

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pronay

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Re: Linie 43
« Antwort #17 am: 02. Juni 2011, 15:56:32 »
Die Homepage des Restaurants:

http://www.waldschnepfe.at

hema

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Re: Linie 43
« Antwort #18 am: 02. Juni 2011, 16:08:57 »

Quelle siehe Bild  :)
Zu diesem Serail kommst du aber nicht mit dem 43er!  ;)
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95B

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Re: Linie 43
« Antwort #19 am: 02. Juni 2011, 17:33:10 »
Zu diesem Serail kommst du aber nicht mit dem 43er!  ;)
Nein, da helfen 37 und 38 (egal, welcher von beiden, das Objekt liegt ziemlich genau dazwischen).
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
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hema

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Re: Linie 43
« Antwort #20 am: 02. Juni 2011, 18:44:19 »

Nein, da helfen 37 und 38 (egal, welcher von beiden, das Objekt liegt ziemlich genau dazwischen).
Mit dem 37er ist es aber kommoder, die Busse lassen wir mal weg!  ;)
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Wattman

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Re: Linie 43
« Antwort #21 am: 09. Juni 2011, 09:48:23 »
Danke für Eure Beiträge, aber Ihr dürft auch etwas zu den Bildern schreiben. ;)

roadrunner

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Re: Linie 43
« Antwort #22 am: 09. Juni 2011, 14:02:43 »
Schöne Bilder!  :up:
Kann mich an die Züge noch erinnern. Bin damals noch mit ihnen in die Schule gefahren. Nicht einmal während der Fahrt auf oder abgesprungen  :o und vom Schaffner eine Watschn " blöder Bua"  :'( kassiert.
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Linie 41

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Re: Linie 43
« Antwort #23 am: 09. Juni 2011, 14:13:29 »
Was wird da eigentlich beim letzten Bild am Schottentor gebaut?
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

moszkva tér

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Re: Linie 43
« Antwort #24 am: 09. Juni 2011, 14:19:34 »
Was wird da eigentlich beim letzten Bild am Schottentor gebaut?
Wirkt für mich so, als würde dort die Haltestelleninsel gebaut, wie sie sich heute noch vorm NIG präsentiert.

luki32

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Re: Linie 43
« Antwort #25 am: 28. Juni 2011, 20:38:56 »
Ein Foto von einer L-Dreiwagengarnitur mit 517 an der Spitze in der Alser Straße vom Jänner 1979.

mfG
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luki32

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Re: Linie 43
« Antwort #26 am: 28. Juni 2011, 21:08:48 »
Und noch ein Foto von der alten Endstelle Neuwaldegg mit dem Symbolscheiben Vorgänger des 43ers.

mfG
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Re: Linie 43
« Antwort #27 am: 28. Juni 2011, 21:21:30 »
Ah, an der Ecke Pelikangasse war also früher eine Bank, da wo heute der Spar ist! Danke für das Bild, aus der Perspektive hab ich das noch selten gesehen!
Zuerst ignorieren sie dich, dann lachen sie über dich, dann bekämpfen sie dich und dann gewinnst du.
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Ferry

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Re: Linie 43
« Antwort #28 am: 29. Juni 2011, 08:52:09 »
Ein Foto von einer L-Dreiwagengarnitur mit 517 an der Spitze in der Alser Straße vom Jänner 1979.
Ein Wahnsinn, was für Fotos da in letzter Zeit von dir daherkommen! Eines schöner als das andere! Welche Quelle hast du da erschlossen?  ;)
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Re: Linie 43
« Antwort #29 am: 29. Juni 2011, 10:23:34 »
Ah, an der Ecke Pelikangasse war also früher eine Bank, da wo heute der Spar ist! Danke für das Bild, aus der Perspektive hab ich das noch selten gesehen!
Und die Schrägparker rechts sind glücklicherweise auch weg. Dafür sicher dreimal so viel Fließverkehr!  :-\