Autor Thema: Linie 360 (1921-1967)  (Gelesen 62662 mal)

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nord22

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Re: Linie 360 (1921-1967)
« Antwort #225 am: 29. Januar 2017, 17:51:59 »
K 2431 und 2428 abgestellt am Bahnhof Perchtoldsdorf, der am 25. November 1963 aufgelassen wurde (Foto: DI J. Michlmayr, 14.04.1963).

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diogenes

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Re: Linie 360 (1921-1967)
« Antwort #226 am: 31. Januar 2017, 10:54:14 »
Weil's in einem anderen Thread erwähnt wurde un dich dort nicht vom Thema abweichen wollte: Was waren denn die politischen Gründe der Einstellung? nd was hat die Bevölkerung dazu gesagt? Heute wäre der 360er geradezu prädestiniert für einen Schnellstraßenbahn- oder auch Lokalbahnbetrieb ...
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Linie 360

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Re: Linie 360 (1921-1967)
« Antwort #227 am: 31. Januar 2017, 11:08:48 »
Weil's in einem anderen Thread erwähnt wurde un dich dort nicht vom Thema abweichen wollte: Was waren denn die politischen Gründe der Einstellung? nd was hat die Bevölkerung dazu gesagt? Heute wäre der 360er geradezu prädestiniert für einen Schnellstraßenbahn- oder auch Lokalbahnbetrieb ...
Wien und Niederösterreich konnten sich über die weitere Finanzierung des Betriebes nicht einigen!

60er

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Re: Linie 360 (1921-1967)
« Antwort #228 am: 31. Januar 2017, 11:22:19 »
Im Endeffekt kann man sagen, dass der Bau der Rodauner Schleife gleichzeitig auch der Sargnagel war. Mit dem Rückzug nach Rodaun war der 360er praktisch eine rein niederösterreichische Linie, für deren Weiterbestehen sich die Stadt Wien finanziell nicht mehr zuständig fühlte.

diogenes

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Re: Linie 360 (1921-1967)
« Antwort #229 am: 31. Januar 2017, 12:30:47 »
Im Endeffekt kann man sagen, dass der Bau der Rodauner Schleife gleichzeitig auch der Sargnagel war. Mit dem Rückzug nach Rodaun war der 360er praktisch eine rein niederösterreichische Linie, für deren Weiterbestehen sich die Stadt Wien finanziell nicht mehr zuständig fühlte.
*seufz* Klingt nach einer Ausrede ... auf beiden Seiten.
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hema

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Re: Linie 360 (1921-1967)
« Antwort #230 am: 31. Januar 2017, 15:07:40 »

Wien und Niederösterreich konnten sich über die weitere Finanzierung des Betriebes nicht einigen!
Das war aber nur vorgeschobenes, (politisch) ausgemachtes Geplänkel zwischen dem Wiener Verkehrsressort (damals ÖVP) und Niederösterreich. Frau Schaumayer war eine große Anhängerin des modernen Busses sowie einer zeitgemäßen Autostadt und wurde auch bereits von starken U-Bahn-Visionen geplagt. Unter ihrer Ägide kam die Tramwayeinstellung in Wien erst so richtig in Fahrt. Ein bisschen das Wüten zu bremsen begann eigentlich erst Bürgermeister Gratz viele Jahre später, allerdings fielen natürlich weitere Straßenbahnstrecken dem fortschreitenden U-Bahn-Bau und der sturen Kurzsichtigkeit von Verkehrsbetrieb und Rathaus zum Opfer.
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Wattman

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Re: Linie 360 (1921-1967)
« Antwort #231 am: 31. Januar 2017, 19:59:10 »
Frau Schaumayr war eine große Anhängerin des modernen Busses sowie einer zeitgemäßen Autostadt und wurde auch bereits von starken U-Bahn-Visionen geplagt.
Oh welch kleingeistiges Weib - nach dem Verkehrsstadtrat Nathschläger das 2. Feindbild!  >:(

hema

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Re: Linie 360 (1921-1967)
« Antwort #232 am: 31. Januar 2017, 20:40:59 »
Nun ja, sie war recht jung*, fortschrittsgläubig und sicher voll unter dem Einfluss der Partei, die si aus Graz geholt hat und in das Amt hievte!



*) Wenn ich mich nicht sehr irre, war sie etwa 26 als sie Verkehrsstadträtin wurde (könnte man natürlich googeln  ;) ). Sie war bis an ihr Lebensende stolz drauf, die Wegbereiterin für die Wiener U-Bahn zu sein, zumindest nannte sie sich gern so.
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haidi

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Re: Linie 360 (1921-1967)
« Antwort #233 am: 31. Januar 2017, 22:28:29 »
Wenn ich mich nicht irre, hat Frau Schaumayer einen SPÖ-Stadtpolitiker geheiratet, der dann alle seine politischen Ämter zurück gelegt hat.
N1 hat Recht (siehe unten)
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

N1

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Re: Linie 360 (1921-1967)
« Antwort #234 am: 31. Januar 2017, 22:32:17 »
Verwechselst du da nicht Maria Schaumayer mit der SPÖ-Vizebürgermeisterin Gertrude (Fröhlich-) Sandner, die 1971 den ÖVP-Gemeinderat Josef Fröhlich geheiratet hat?
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hema

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Re: Linie 360 (1921-1967)
« Antwort #235 am: 31. Januar 2017, 23:18:33 »
Maria Sch. war nie verheiratet!
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nord22

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Re: Linie 360 (1921-1967)
« Antwort #236 am: 14. Februar 2017, 17:15:14 »
Ein K Dreiwagenzug mit k5 3909 abfahrbereit in der Kuppelendstelle Mauer, am linken Bildrand K 2425 (Foto: DI J. Michlmayr, 05.05.1963).

LG nord22

WIENTAL DONAUKANAL

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Re: Linie 360 (1921-1967)
« Antwort #237 am: 14. Februar 2017, 18:48:04 »
Ganz selten, ein k5 mit Scheibenrädern.

maybreeze

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Re: Linie 360 (1921-1967)
« Antwort #238 am: 21. Februar 2017, 16:34:01 »
Servus,

ich denke, Maria Schaumayer als Sündenbock für eine forcierte Straßenbahnreduzierung hinzustellen, da tut man ihr unrecht. Denn für die damaligen Stadtregierungen waren Straßenbahnen etwas Altes, Überkommenes, während Busse dem Trend der Zeit entsprachen.

Übrigens hat den 360 ja ein zweites Mal das Einstellungsschicksal betroffen. Stadträtin Brauner verfügte als zuständige für die Wiener Linien die Kappung sämtlicher Linien am Stadtrand, damit wurde auch der praktische Bus 260 ab Hietzing bis Mödling ein Opfer der Politik "Wien endet am Stadtrand - Pendler sind böse und kosten nur Geld"

lg
Klaus

hema

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Re: Linie 360 (1921-1967)
« Antwort #239 am: 21. Februar 2017, 17:45:47 »
Als Renate Brauner kam, waren die Straßenbahnlinien nach Niederösterreich schon lang Geschichte. Und mit dem 260er-Bus hat(te) Frau Brauner gar nichts zu tun, der gehört(e) der Badner Bahn.
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