Autor Thema: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen  (Gelesen 14054 mal)

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13er

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[PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
« am: 06. Januar 2016, 11:10:29 »
Zitat
Studien für Straßenbahn statt Bussen

Im Koalitionspakt haben SPÖ und Grüne Machbarkeitsstudien für neue Straßenbahnlinien vereinbart. Diese könnten überlastete Buslinien, etwa die Linie 48A, ersetzen. Die Verlängerung anderer Straßenbahnlinien ist schon fix.


Im Juni 2014 wurden die Verlängerungen [mehr]

Quelle: http://wien.orf.at/news/stories/2750919/
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diogenes

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Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
« Antwort #1 am: 06. Januar 2016, 11:38:30 »
Hört sich ja nicht so schlecht an. Aber "prüfen" heißt ja noch nicht "fü gut befunden" und schon gar nicht "Geld dafür gefunden oder auch nur gesucht".
Ceterum censeo in Vindobona ferrivias stratarias ampliores esse.
Oh 8er, mein 8er!

Schienenfreak

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Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
« Antwort #2 am: 06. Januar 2016, 11:43:18 »
Alles beginnt mit dem ersten Schritt... ;)
Sie sudern im Viereck, sie sudern konzentriert... im Viereck!

ULF oder nicht ULF, das ist hier die Frage!

haidi

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Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
« Antwort #3 am: 06. Januar 2016, 11:46:29 »
Alles beginnt mit dem ersten Schritt... ;)
Und dann kommt die Lähmung.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

95B

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Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
« Antwort #4 am: 06. Januar 2016, 11:53:39 »
Man muss halt die gesamte Information lesen und sich nicht nur die rosaroten Rosinen rudimentär raussuchen. Der letzte Absatz im Presse-Artikel bringt es schließlich auf den Punkt:

„Wir wollen es einfach wissen“

Insgesamt ist der Plan aus dem Regierungsübereinkommen aber noch recht unkonkret. Ein Zeitplan, bis wann ein Studienergebnis vorliegen soll, gibt es noch nicht. Und auch Maresch will nicht mit allzu viel Euphorie in das Projekt gehen: „Die Umwandlung des 48A in eine Straßenbahn würde 100 Millionen Euro kosten. Und es gibt andere Projekte mit höherer Priorität.“ Aber wenn in der Studie festgestellt wird, dass es Bedarf für eine Straßenbahn auf einer der Busstrecken gibt, werde man reagieren. „Wir wollen es jetzt einfach einmal wissen.“


Q: http://diepresse.com/home/panorama/wien/4895728/Strassenbahn-statt-Bus_Wien-pruft
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

nord22

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Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
« Antwort #5 am: 06. Januar 2016, 12:04:53 »
Viel mediales Getöse um zwei seit Jahren geplante Linienverlängerungen und das war es auch schon wieder. Um hier einige Träumer auf den Boden der Realität zurückzuholen, sei darauf hingewiesen, dass nicht einmal ausreichend Budgetmittel für die Sanierung des Bestandsnetzes vorhanden sind. So könnte nach dem ersten schweren Unfall, welcher durch die extrem desolaten Gleisanlagen bedingt ist, der Straßenbahnbetrieb auf der Ringstraße aus Sicherheitsgründen stillgelegt werden.

nord22

60er

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Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
« Antwort #6 am: 06. Januar 2016, 12:13:41 »
So könnte nach dem ersten schweren Unfall, welcher durch die extrem desolaten Gleisanlagen bedingt ist, der Straßenbahnbetrieb auf der Ringstraße aus Sicherheitsgründen stillgelegt werden.
Sprichst du den gestrigen Unfall am Parkring an?

nord22

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Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
« Antwort #7 am: 06. Januar 2016, 12:37:15 »
Dieser Unfall war mir noch nicht bekannt; Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 10 und 15 km/h sind ein eindeutiges Indiz für den stilllegungsreifen Zustand der Gleisanlagen....

nord22

60er

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Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
« Antwort #8 am: 06. Januar 2016, 12:52:04 »
Dieser Unfall war mir noch nicht bekannt; Geschwindigkeitsbeschränkungen auf 10 und 15 km/h sind ein eindeutiges Indiz für den stilllegungsreifen Zustand der Gleisanlagen....
Gestern Abend gegen 18 Uhr wurde der 2er Richtung Friedrich-Engels-Platz über Schottentor umgeleitet, weil am Parkring, etwa auf Höhe Weihburggasse, ein Unfall mit einem ULF passiert ist. Ob es etwas Schwerwiegendes war, kann ich nicht sagen.

Ich dachte, du sprichst einen konkreten Unfall an. Klar sind Geschwindigkeitsbeschränkungen nicht schön, aber was will man anderes machen, wenn das Gleisnetz zerbröselt?

Tatra83

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Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
« Antwort #9 am: 06. Januar 2016, 12:54:45 »
Um hier einige Träumer auf den Boden der Realität zurückzuholen, sei darauf hingewiesen, dass nicht einmal ausreichend Budgetmittel für die Sanierung des Bestandsnetzes vorhanden sind.
Darauf weisen wir hier seit gut drei Jahren immer wieder hin. Dazu eine Schätzung, wie es bis 2020 um die Gleisanlagen der Wiener Straßenbahn stehen wird. Der Instandhaltungsrückstand liegt dann bei 60 von 172 Strecken-km (sprich 1/3 des Netzes harrt einer Grundinstandsetzung), das entspricht notwendigen Aufwendungen von rund 243 Mio. EUR (ohne Inflation!). Und damit die Relation angesichts dieser Entwicklung wieder hergestellt ist, die Wiener Linien erhalten in 2016 rund 212 Mio. EUR, die für den U-Bahn-Bau zweckgebunden sind (Bundes- und Landeszuschüsse, Dienstgeberabgabe).

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Stellwerker

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Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
« Antwort #10 am: 06. Januar 2016, 12:55:06 »
... der Straßenbahnbetrieb auf der Ringstraße aus Sicherheitsgründen stillgelegt werden.

<sarkasmus>

Also dann auf zur Einstellung und Linienneuordnung:
D: Aufteilung in 36 und 69
1: Aufteilung in 65 und N
2: Aufteilung in 45 (über Reichsratstraße zur Bellariastraße um den Ring nicht mehr befahren zu müssen) und N
71: Wieder Schwarzenbergplatz als reguläre stadtseitig Endstation
VRT: Kompletteinstellung

Als Rundlinie Ring-Kai-Ring kommt dann die neue Autobuslinie 1B.

</sarkasmus>

LG,
Stellwerker

haidi

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Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
« Antwort #11 am: 06. Januar 2016, 12:59:29 »
Klar sind Geschwindigkeitsbeschränkungen nicht schön, aber was will man anderes machen, wenn das Gleisnetz zerbröselt?
Da gibt es ein einfaches Mittel - Instandsetzung.

Edit: Eine Einstellung des Ring-Straßenbahnverkehrs kann sich Wien nur schwer erlauben, ich denke, da ist dann Feuer am Dach, das wird in Wien kaum wer verstehen.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

Hubi

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Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
« Antwort #12 am: 06. Januar 2016, 13:07:24 »
Zitat
Da gibt es ein einfaches Mittel - Instandsetzung.

Da finden sie wieder 1000 Ausreden es NICHT machen zu müssen!
Es wird unter Sima noch viel schlimmer kommen, als mit Brauner!

T1

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Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
« Antwort #13 am: 06. Januar 2016, 13:25:03 »
Viel mediales Getöse um zwei seit Jahren geplante Linienverlängerungen und das war es auch schon wieder. Um hier einige Träumer auf den Boden der Realität zurückzuholen, sei darauf hingewiesen, dass nicht einmal ausreichend Budgetmittel für die Sanierung des Bestandsnetzes vorhanden sind.
Na und?

Das sind zwei verschiedene Töpfe. Wenn die Politik eine Straßenbahnverlängerung will, dann kommt das Geld – ob jetzt direkt von der Stadt oder aus dem WL-Budget, ist wurscht, beides Steuergeld. Es ist aber nicht so, als ob dieses Geld in die Instandhaltung/Sanierung des Gleisnetzes fließen würde, wenn keine Neubaustrecken kommen. Dann gibt's einfach nicht mehr Geld.

So funktioniert das nun mal – ob das sinnvoll ist, ist eine andere Geschichte…

skytree

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Re: [PM] Studien für Straßenbahn statt Bussen
« Antwort #14 am: 06. Januar 2016, 13:32:02 »
Sind deswegen Busse beliebter, da das Geld für die Instandhaltung der Straßen nicht von den WL kommen muss?