Autor Thema: Lehrbehelf Reihe 10/90 (Kölner)  (Gelesen 2535 mal)

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95B

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Lehrbehelf Reihe 10/90 (Kölner)
« am: 01. März 2016, 10:35:50 »
 :)
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Wattman

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Re: Lehrbehelf Reihe 10/90 (Kölner)
« Antwort #1 am: 01. März 2016, 15:38:19 »
... und auf der letzten Seite im Schriftkopf oben in der Mitte ein  Änderungsvermerk vom 16.01.1981 mit meiner Paraphe. ;)

13er

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Re: Lehrbehelf Reihe 10/90 (Kölner)
« Antwort #2 am: 01. März 2016, 17:24:29 »
... und auf der letzten Seite im Schriftkopf oben in der Mitte ein  Änderungsvermerk vom 16.01.1981 mit meiner Paraphe. ;)
Haha, das hättest dir wohl auch nicht gedacht, dass das noch mal wo auftaucht :D
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Wattman

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Re: Lehrbehelf Reihe 10/90 (Kölner)
« Antwort #3 am: 01. März 2016, 19:32:40 »
Nein, damals wirklich nicht - da war vom Internet noch keine Rede. ;D

4498

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Re: Lehrbehelf Reihe 10/90 (Kölner)
« Antwort #4 am: 10. August 2016, 09:39:06 »
Seite 15 im PDF - beschriftet als Seite 14:

"Auf den widerstandslosen Dauerfahrstufen 13 und 20 kann dauernd gefahren werden, auf den übrigen Stufen nur während der zum Schalten erforderlichen Zeit, damit die Widerstände nicht unzulässig erwärmt werden."

Na sieh einer an! Wird das bei den E1 immer noch gelehrt bzw. wurde das bei älteren Typen gelehrt? Anscheinend nicht, wenn man sich den Fahrbetrieb so ansieht.

Als Elektrotechniker denke ich, dass es - unabhängig davon, ob die Widerstände für Dauerbetrieb geeignet sind oder nicht - auf alle Fälle durch die Erwärmung eine Art Verschleiß eintritt. Energieverschwendung ist es auf alle Fälle.

Aber manche Sachen verstehe ich sowieso nicht, zum Beispiel, warum ein Fahrer, wenn er mit dem E1 zum Beispiel auf 40km/h beschleunigt und dann rollt, nochmals ein paar Serienstufen hineinhaut - das bringt nicht die geringste Beschleunigung. Es ist zwar keine Energieverschwendung, weil über die Widerstände dann sowieso kein Strom fließt, aber irgendwie halte ich das für unprofessionell.

95B

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Re: Lehrbehelf Reihe 10/90 (Kölner)
« Antwort #5 am: 10. August 2016, 09:48:48 »
Na sieh einer an! Wird das bei den E1 immer noch gelehrt bzw. wurde das bei älteren Typen gelehrt? Anscheinend nicht, wenn man sich den Fahrbetrieb so ansieht.

Früher wurde das dem Fahrpersonal natürlich so beigebracht. Mit der Geamatic ist es halt recht schwierig, genau bis in die letzte Serienstufe zu schalten (und mit der früheren E2-Kiepe-Steuerung war es sowieso ein Ding der Unmöglichkeit). Heute muss man schon froh sein, wenn die Jungwagenbeweger mit einem E1 halbwegs zurandekommen – auf solche Kleinigkeiten wie richtiges Schalten kann man da nicht mehr achten.

Sehr beliebt ist es auch, nach dem Erreichen der gewünschten Geschwindigkeit auf Null zu schalten und anschließend in die erste Fahrstufe. Manche rühren auch regelrecht im Fahrschalter um, dass selbst die Deckplatte heiß wird. Etc. etc. – den armen Fahrschaltern wird durch die Ausmusterung der Wägen immerhin die Erlösung zuteil. :)
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Re: Lehrbehelf Reihe 10/90 (Kölner)
« Antwort #6 am: 10. August 2016, 10:53:46 »
Wenn ich beim E1, nach erreichen der Streckenhöchstgeschwindigkeit, auf die letzte Serie schalte, wird er zumindestens nicht langsamer und selbst in Steigungen nur sehr begrenzt langsamer, sprich ich kann über lange Strecken die Geschwindigkeit halten.
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luki32

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Re: Lehrbehelf Reihe 10/90 (Kölner)
« Antwort #7 am: 10. August 2016, 11:31:26 »
Wenn ich beim E1, nach erreichen der Streckenhöchstgeschwindigkeit, auf die letzte Serie schalte, wird er zumindestens nicht langsamer und selbst in Steigungen nur sehr begrenzt langsamer, sprich ich kann über lange Strecken die Geschwindigkeit halten.

Ich hoffe aber, daß Du das über die Stufe 0 machst, und nicht direkt.

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95B

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Re: Lehrbehelf Reihe 10/90 (Kölner)
« Antwort #8 am: 10. August 2016, 11:35:08 »
Wenn ich beim E1, nach erreichen der Streckenhöchstgeschwindigkeit, auf die letzte Serie schalte, wird er zumindestens nicht langsamer und selbst in Steigungen nur sehr begrenzt langsamer, sprich ich kann über lange Strecken die Geschwindigkeit halten.

Ich hoffe aber, daß Du das über die Stufe 0 machst, und nicht direkt.

Mit der Geamatic geht das nicht direkt.

EDIT: Man kann zwar einige Fahrstufen zurückschalten (durch rasches Bewegen des Steuerhebels in die Nullraste und gleich wieder in die Fahrraste), aber es ist ein Glücksspiel, auf welcher Stufe der Fahrschalter dann stehenbleibt.

Allerdings sehe ich bei einem motorgesteuerten (und somit immer genau einrastenden) Schaltwerk kein Problem, nach dem Ausarbeiten der Motoren auf der höchsten Parallelstufe auf die höchste Serienstufe zu schalten.
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luki32

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Re: Lehrbehelf Reihe 10/90 (Kölner)
« Antwort #9 am: 10. August 2016, 11:37:05 »
Wenn ich beim E1, nach erreichen der Streckenhöchstgeschwindigkeit, auf die letzte Serie schalte, wird er zumindestens nicht langsamer und selbst in Steigungen nur sehr begrenzt langsamer, sprich ich kann über lange Strecken die Geschwindigkeit halten.

Ich hoffe aber, daß Du das über die Stufe 0 machst, und nicht direkt.

Mit der Geamatic geht das nicht direkt.

Da wird sich aber der Fahrschalter freuen.  ;)
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Re: Lehrbehelf Reihe 10/90 (Kölner)
« Antwort #10 am: 10. August 2016, 18:38:12 »

Früher wurde das dem Fahrpersonal natürlich so beigebracht.
Auch bei den Geamatic-Zügen hat man lange drauf geachtet. Das Verweilen auf Zwischenstufen war ja schließlich nicht schulmäßig und streng verpönt (auch auf "0" Zurückschalten sollte man nach Möglichkeit nur von Dauerfahrstufe) . Die Debatte darum kam dann auf, nachdem in der Meidlinger Hauptstraße die Fußgängerzone eröffnet wurde und die Züge bergauf konstant mit 25 km/h fahren sollten/mussten. Plötzlich war der Weisheit letzter Schluss, dass die E1 so gebaut wären, dass das was vorher quasi verboten war, weder dem Fahrschalter noch den Widerständen schaden würde!  8)
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Hubi

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Re: Lehrbehelf Reihe 10/90 (Kölner)
« Antwort #11 am: 10. August 2016, 19:10:54 »
Zitat
Mit der Geamatic geht das nicht direkt.

Sicher geht das, einfach auf der letzten Fahrstufe die Serientaste drücken und fertig!

HLS

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Re: Lehrbehelf Reihe 10/90 (Kölner)
« Antwort #12 am: 10. August 2016, 20:46:12 »
Wenn ich beim E1, nach erreichen der Streckenhöchstgeschwindigkeit, auf die letzte Serie schalte, wird er zumindestens nicht langsamer und selbst in Steigungen nur sehr begrenzt langsamer, sprich ich kann über lange Strecken die Geschwindigkeit halten.

Ich hoffe aber, daß Du das über die Stufe 0 machst, und nicht direkt.

Mit der Geamatic geht das nicht direkt.

EDIT: Man kann zwar einige Fahrstufen zurückschalten (durch rasches Bewegen des Steuerhebels in die Nullraste und gleich wieder in die Fahrraste), aber es ist ein Glücksspiel, auf welcher Stufe der Fahrschalter dann stehenbleibt.

Allerdings sehe ich bei einem motorgesteuerten (und somit immer genau einrastenden) Schaltwerk kein Problem, nach dem Ausarbeiten der Motoren auf der höchsten Parallelstufe auf die höchste Serienstufe zu schalten.
Und wenn man die Geamatik kennt, geht sich dabei zu 99% die letzte Serie aus. ;)
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Re: Lehrbehelf Reihe 10/90 (Kölner)
« Antwort #13 am: 10. August 2016, 21:08:03 »
Wenn ich beim E1, nach erreichen der Streckenhöchstgeschwindigkeit, auf die letzte Serie schalte, wird er zumindestens nicht langsamer und selbst in Steigungen nur sehr begrenzt langsamer, sprich ich kann über lange Strecken die Geschwindigkeit halten.

Ich hoffe aber, daß Du das über die Stufe 0 machst, und nicht direkt.

Mit der Geamatic geht das nicht direkt.

EDIT: Man kann zwar einige Fahrstufen zurückschalten (durch rasches Bewegen des Steuerhebels in die Nullraste und gleich wieder in die Fahrraste), aber es ist ein Glücksspiel, auf welcher Stufe der Fahrschalter dann stehenbleibt.

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Stimmt genau.
Es gibt auch einige Züge wo die "Geamaticsteuerung" nicht nach dreimal Bremslösetaste wieder auf die Ausgangsposition schaltet, sondern halt bis Null zurückschaltet.

HLS

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Re: Lehrbehelf Reihe 10/90 (Kölner)
« Antwort #14 am: 10. August 2016, 21:57:48 »
Du meinst bist auf die erste Bremsstufe, wenns auf 0gehn würde ich den Zug einziehen, weil ja so der Zug statt bremsen rollen würde und das darf er bei Befehl bremsen definitiv nicht.
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