Autor Thema: Verlängerung Linie D  (Gelesen 38120 mal)

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Monorail

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Re: Verlängerung Linie D
« Antwort #15 am: 29. April 2016, 14:08:42 »
Gleispläne gibts, was ich weiß, schon lange (so auch für die O-Wagen-Verlängerung). Bilde mir auch ein, dass in diesem Forum schon einmal welche gepostet worden sind, weiß aber nicht mehr wo.
Beim O-Wagen, aber auch nur für die erste Etappe, so weit ich weiß!
Was wäre denn die zweite Etappe? ???

38ger

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Re: Verlängerung Linie D
« Antwort #16 am: 29. April 2016, 14:35:15 »
Gleispläne gibts, was ich weiß, schon lange (so auch für die O-Wagen-Verlängerung). Bilde mir auch ein, dass in diesem Forum schon einmal welche gepostet worden sind, weiß aber nicht mehr wo.
Beim O-Wagen, aber auch nur für die erste Etappe, so weit ich weiß!
Was wäre denn die zweite Etappe? ???
Vom Wasserturm (also derzeit noch quasi unbebautem Gebiet) bis zum Friedrichs-Engls-Platz.
Die erste Etappe ist ja eigentlich nur eine Mini-Stichstrecke ins Gebiet des ehemaligen Nordbahnhofs.

Anrew Wiggin

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Re: Verlängerung Linie D
« Antwort #17 am: 12. Mai 2016, 10:10:14 »
Aus einem interessanten Bericht zum Sonnwendviertel ein kleiner Ausschnitt zur Problematik der Straßenbahnplanung in Wien:

WBW Das Verlegen der Tramlinie auf diese Seite isoliert das Sonnwendviertel-Ost. Die einseitige Bebauung lastet die Strassenbahn nicht gut aus. Die Bahn trennt den Zugang zum Park ab. Wie kommt es dazu?
BV Das Problem liegt in der Segmentierung von Kompetenzen bei der Planung: Die städtischen Verkehrsbetriebe handeln in Eigenlogik. Sie argumentieren mit der Sicherheit und verlangen Zäune oder wenigstens Pflanzelemente zum Schutz der Strecke. Es gibt Empfehlungen der Planer den Rand möglichst offen zu halten, aber die Gefahr ist gross, dass sich hier ein weiteres Mal die destruktive Eigenlogik durchsetzt.


Quelle: werk,bauen+wohnen
http://www.wbw.ch/de/heft/artikel/leseprobe/20165-herzblut-ist-kein-argument.html

13er

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Re: Verlängerung Linie D
« Antwort #18 am: 12. Mai 2016, 10:17:49 »
Ja, eh klar. Die Wurmsis wollen halt am liebsten überall eingehauste Strecken. Man darf sie halt einfach nicht so tun lassen, wie sie wollen.
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Re: Verlängerung Linie D
« Antwort #19 am: 12. Mai 2016, 10:19:59 »
den Artikel wollte ich auch grad posten, er zeigt das Problem des Wiener Städtebaus auf allen Ebenen leider sehr gut - Lesebefehl!
Harald A. Jahn, www.tramway.at

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Geamatic

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Re: Verlängerung Linie D
« Antwort #20 am: 12. Mai 2016, 10:21:02 »
Also ich seh auch keinen Bedarf an Zäunen und Büsche halte ich für noch gefährlicher, denn da besteht die Gefahr, dass immer wieder ein Passant quasi hervorspringt und man ihn zu spät sieht. Einfach offen gestalten, dann sieht der Passant die Straßenbahn und umgekehrt der Fahrer den Passant rechtzeitig.

95B

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Re: Verlängerung Linie D
« Antwort #21 am: 12. Mai 2016, 10:25:19 »
Ja, eh klar. Die Wurmsis wollen halt am liebsten überall eingehauste Strecken. Man darf sie halt einfach nicht so tun lassen, wie sie wollen.

Sie zeigen halt bei jedem neuen Stück Gleis ganz deutlich, dass sie am liebsten gar keinen Meter neu bauen würden. Ob das jetzt die ausgefranste Grünfläche am Whisky-Poidl-Platz ist oder das Stangengeflecht am Kagraner Platz oder die Geländerorgie entlang des 26ers oder die Schlangenlinie am Schmerlingplatz – allesamt Beispiele, wie man es nicht macht.

Also ich seh auch keinen Bedarf an Zäunen und Büsche halte ich für noch gefährlicher, denn da besteht die Gefahr, dass immer wieder ein Passant quasi hervorspringt und man ihn zu spät sieht. Einfach offen gestalten, dann sieht der Passant die Straßenbahn und umgekehrt der Fahrer den Passant rechtzeitig.

Und ganz nebenbei entsteht dann auch keine Barrierewirkung. Will man die Fußgänger trotzdem in gewisse Bahnen lenken, muss man halt einige Abschnitte in Vignolausführung trassieren (aber nicht zu lang, sonst entsteht die Barriere erst recht), andere normal. Aber intuitive Stadtgestaltung ist den magistratischen Meisteringenieuren leider völlig fremd. Mir mochn des so, wia mir des fia richtich hoidn, des woar scho imma so und do braucht uns kaana wos dazöhn.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
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Re: Verlängerung Linie D
« Antwort #22 am: 12. Mai 2016, 10:55:50 »
Also ich seh auch keinen Bedarf an Zäunen und Büsche halte ich für noch gefährlicher, denn da besteht die Gefahr, dass immer wieder ein Passant quasi hervorspringt und man ihn zu spät sieht. Einfach offen gestalten, dann sieht der Passant die Straßenbahn und umgekehrt der Fahrer den Passant rechtzeitig.
Ein bischen Abgrenznung, damit auch die "Hans-Guck-in-die-Luft" Fraktion zumindest mitkriegt das sich einem Gleis nähern und da eventuell was daher kommen könnte. Das kann man aber auch mit Dingen erzeugen die weit weniger Barreriewirkung haben als Zäune und dichte Büsche. Ein Rosenstock, ein Stüpfel, ein gut plazierter Randstein oder eben ein Vignolstolperfallgleisstück um solche Bereiche zu sichern. 100% gibts eh nie. Weder 100% Barrierewirkungfrei noch 100% Sicherheit.
Das Glück ist ein Vogerl. Wenns knallt ist es weg.

moszkva tér

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Re: Verlängerung Linie D
« Antwort #23 am: 12. Mai 2016, 12:21:34 »
Zäunen und Büsche halte ich für noch gefährlicher, denn da besteht die Gefahr, dass immer wieder ein Passant quasi hervorspringt und man ihn zu spät sieht.
Ein Zaun soll verhindern, dass man rein kommt. Er verhindert aber gleichzeitig auch, dass man rauskommt. Sollte sich also jemand aus irgendwelchen Gründen auf eine eingezäunte Strecke verirren, kann es tatsächlich gefährlich werden. Die Fluchtmöglichkeiten bei sich näherndem Zug werden nämlich stark eingeschränkt.

Das kann man aber auch mit Dingen erzeugen die weit weniger Barreriewirkung haben als Zäune und dichte Büsche.
"Besondere bauliche Maßnahmen" oder "Türe mit Seitenteilen" bieten sich an ;D >:D

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Re: Verlängerung Linie D
« Antwort #24 am: 12. Mai 2016, 12:30:43 »
Das kann man aber auch mit Dingen erzeugen die weit weniger Barreriewirkung haben als Zäune und dichte Büsche.
"Besondere bauliche Maßnahmen" oder "Türe mit Seitenteilen" bieten sich an ;D >:D

Du glaubst auch noch an den Faynachtsmann, oder?  >:D
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(aus einer Beschwerde über viel zu weit und kurz geschnittene Pullover in "Good Bye Lenin")

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Re: Verlängerung Linie D
« Antwort #25 am: 12. Mai 2016, 12:31:29 »
Zäunen und Büsche halte ich für noch gefährlicher, denn da besteht die Gefahr, dass immer wieder ein Passant quasi hervorspringt und man ihn zu spät sieht.
Ein Zaun soll verhindern, dass man rein kommt. Er verhindert aber gleichzeitig auch, dass man rauskommt. Sollte sich also jemand aus irgendwelchen Gründen auf eine eingezäunte Strecke verirren, kann es tatsächlich gefährlich werden. Die Fluchtmöglichkeiten bei sich näherndem Zug werden nämlich stark eingeschränkt.


Da gibt es aber auch wieder die Bauordnung, dass ein gewisser Abstand zwischen Zug und Zaun sein muss, so dass man neben dem Zaun gefahrlos stehen kann, wenn ein Zug langsam an einem vorbeifährt. oder aber es müssen in gewissen Abständen Fluchtnischen vorhanden sein.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

moszkva tér

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Re: Verlängerung Linie D
« Antwort #26 am: 12. Mai 2016, 12:55:14 »
Du glaubst auch noch an den Faynachtsmann, oder?  >:D
Den gibt's doch gar nicht mehr! :lamp:

95B

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Re: Verlängerung Linie D
« Antwort #27 am: 12. Mai 2016, 13:39:59 »
Du glaubst auch noch an den Faynachtsmann, oder?  >:D
Den gibt's doch gar nicht mehr! :lamp:

Das also ist des roten Pudels Kern! :D
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moszkva tér

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Re: Verlängerung Linie D
« Antwort #28 am: 12. Mai 2016, 14:15:04 »
Lesebefehl!
Erledigt!

Zitat
Die Staudenbeete und Sträucher haben eine sinnliche Qualität, die sich über ihre Anmut vermittelt, wie eine Szene in einem szenografischen Konzept.
Zitat
Die Landschaftsarchitekten haben gekämpft für diesen Azaleengarten. Da steckt viel Herzblut drin.
Genial!!!!!!elf

coolharry

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Re: Verlängerung Linie D
« Antwort #29 am: 12. Mai 2016, 14:55:26 »
den Artikel wollte ich auch grad posten, er zeigt das Problem des Wiener Städtebaus auf allen Ebenen leider sehr gut - Lesebefehl!

Na was haben die Herren und Damen Architekten erwartet. Man macht aus einem Viertel, in dem mehrere tausend Wohnungen entstehen, keine blühende, Freiburg ähnliche, Gartenstadt. Das funktioniert nicht. Dafür sind es zuviele Menschen, zuviele Mistkübel, zuviele Feuerwehrzufahrten, zuviele Garageneinfahrten etc..
Das Glück ist ein Vogerl. Wenns knallt ist es weg.