Autor Thema: Verlängerung Linie D  (Gelesen 34275 mal)

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Re: Verlängerung Linie D
« Antwort #255 am: 02. Oktober 2017, 22:09:20 »
Und die Leut applaudieren
Das ist aber österreichweit so, sonst wären nicht die Parteien an der Macht, die es sind bzw. bald wieder sein werden. In Österreich wird ja auch unverblümt damit geprahlt, dass man wen kennt, der einem einen Job verschafft hat oder verschaffen wird – hab ich vielfach selbst gehört. Hier zählt halt nicht die Kompetenz, sondern wer die besten "Bekannten" sind – und dann kommt eben irgendwas raus (und sei es nur "Betonieren"), nur nix konstruktives.  ::)
"das korrupteste Nest auf dem weiten Erdenrund"
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pTn

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Re: Verlängerung Linie D
« Antwort #256 am: 03. Oktober 2017, 05:27:57 »
...

Zitat von: tramway.at
Übrigens grüßen die Tramwayfahrer die Fahrgäste, wenn sie bei der Ablöse in den Wagen kommen, und auch bei den Busfahrern grüßt man oft beim Einsteigen.

Sie grüßen sogar, wenn sie - wie es einem Fahrer passiert ist - kurz den Fahrerplatz verlassen müssen (Türantrieb hat nicht richtig funktioniert). Ein freundliches Bonjour à tous! (Hallo, Leute!) ist da immer drin. Und die Fahrgäste grüßen auch laut und deutlich zurück! In Wien völlig undenkbar!

Da muss ich Dir ein wenig widersprechen. Es ist nicht üblich in Wien, machbar ist es schon. Manchmal fahre ich eher zeitig mit dem 12A und grüße beim Einsteigen. Da wird durchaus freundlich zurückgegrüßt. Also gehen tut es. Liegt nicht nur an den Fahrern, sondern vor allem an den Fahrgästen die zwar gerne fahren aber sich nicht immer wie Gäste benehmen.

Helga06

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Re: Verlängerung Linie D
« Antwort #257 am: 03. Oktober 2017, 08:24:23 »
Meine leider verstorbene Gattin, die immer mit dem ersten 67er Richtung Reumannplatz, fuhr hat mir erzählt, dass es durchaus üblich war unter den Fahrgästen und beim Einsteigen auch den Fahrer zu Grüßen. Es waren ja fast immer dieselben Personen um diese Zeit. Es hatte auch jeder seinen bestimmten Sitzplatz und wenn es einmal vorgekommen ist, dass ein Fremder auf "IHREN" Platz saß, war sie sauer. Auch heute noch, wenn ich manchmal zeitig früh in den Nachtbus bei der Autokaderstraße einsteige ist es üblich zu grüßen, obwohl ich für die anwesenden Fahrgäste ein Fremder bin.

Ferry

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Re: Verlängerung Linie D
« Antwort #258 am: 03. Oktober 2017, 09:21:53 »
Meine leider verstorbene Gattin, die immer mit dem ersten 67er Richtung Reumannplatz, fuhr hat mir erzählt, dass es durchaus üblich war unter den Fahrgästen und beim Einsteigen auch den Fahrer zu Grüßen. Es waren ja fast immer dieselben Personen um diese Zeit.

Das ist auch heute üblich, speziell am Land, wo ja wirklich jeder jeden kennt, weil - wie du ja selber schreibst - immer dieselben Personen um dieselbe Zeit unterwegs sind. In Frankreich hingegen wird immer gegrüßt, egal, ob man sich jetzt kennt oder nicht. Man fühlt sich, solange man im Waggon ist, als (Fahr-)Gemeinschaft und geht entsprechend miteinander um. Wobei ich ehrlicherweise sagen muss, dass ich das wohl in Montpellier, nicht aber in Paris erlebt habe. Es dürfte wohl auch mit der Größe des Netzes und mit der Bevölkerungszahl zu tun haben.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

Z-TW

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Re: Verlängerung Linie D
« Antwort #259 am: 03. Oktober 2017, 09:38:20 »
Auf in Wien eher schwach frequentierten Buslinien ist das Grǘßen zwischen Fahrgästen und Chauffeur durchaus üblich. 

haidi

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Re: Verlängerung Linie D
« Antwort #260 am: 03. Oktober 2017, 11:33:43 »
Und die Leut applaudieren
Das ist aber österreichweit so, sonst wären nicht die Parteien an der Macht, die es sind bzw. bald wieder sein werden. In Österreich wird ja auch unverblümt damit geprahlt, dass man wen kennt, der einem einen Job verschafft hat oder verschaffen wird – hab ich vielfach selbst gehört. Hier zählt halt nicht die Kompetenz, sondern wer die besten "Bekannten" sind – und dann kommt eben irgendwas raus (und sei es nur "Betonieren"), nur nix konstruktives.  ::)
Nur würden die anderen auch nicht besser sein.
Wenn die an die Macht kommen, muss zuerst ein Haufen Parteimitglieder an den Futtertrog...
Und wenn die Partei sich als "volksnah" gibt, dann trifft das auch nur die kleinen Funktionäre. Eine frühere Arbeitskollegin musste aus dem Gemeindebau ausziehen, weil sie in den Gemeinderat gewählt wurde. Eine leistbare Wohnung zu finden ist heutzutage kein Kinderspiel. Sie verdient im Gemeinderat ja ganz gut, aber wenn Sie in 5 Jahren nicht mehr im Gemeinderat ist, fangen die finanziellen Probleme an. So läufts bei den Blauen - auf die Art hält man die Funktionäre am Kuschen.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

60er

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Re: Verlängerung Linie D
« Antwort #261 am: 03. Oktober 2017, 11:36:49 »
Eine frühere Arbeitskollegin musste aus dem Gemeindebau ausziehen, weil sie in den Gemeinderat gewählt wurde.
Warum musste sie deswegen ausziehen? Peter Pilz ist seit Jahrzehnten Nationalratsabgeordneter und wohnt weiterhin in seiner Gemeindewohnung im Goethehof.

Das glaube ich nicht, maximal, dass man die Übergänge in den Park ähnlich absichern wird, wie in der Tokiostraße.
Dann schau dir einmal die Zaunorgien entlang der 26er-Neubaustrecke an. Oder auch den Maurer Einschnitt, der fast 100 Jahre lang ohne irgendwelche Absperrungen ausgekommen ist, bis irgendein Wichtiger sich auf der gesamten Trasse ein Metallgeländer eingebildet hat. Ich möchte nicht wissen, was die kilometerlangen Metallgeländer dort gekostet haben. Offensichtlich gibt es in Wien eine befreundete Zaun- und Geländerbaufirma, der man Aufträge zukommen lassen muss.

haidi

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Re: Verlängerung Linie D
« Antwort #262 am: 03. Oktober 2017, 11:47:14 »
Eine frühere Arbeitskollegin musste aus dem Gemeindebau ausziehen, weil sie in den Gemeinderat gewählt wurde.
Warum musste sie deswegen ausziehen? Peter Pilz ist seit Jahrzehnten Nationalratsabgeordneter und wohnt weiterhin in seiner Gemeindewohnung im Goethehof.

Weil das "die Partei" (in diesem Fall die Blauen - ohne Haider/Strache/Hofer bin ich nichts) so bestimmen.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

tramufo

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Re: Verlängerung Linie D
« Antwort #263 am: 03. Oktober 2017, 21:00:08 »
Auf in Wien eher schwach frequentierten Buslinien ist das Grǘßen zwischen Fahrgästen und Chauffeur durchaus üblich.

Meine diesbezügliche Lieblingslinie ist der 44A oben beim Schutzhaus. Da grüßen sich nicht nur Lenker und Fahrgäste im Bus, sondern auch die Leute auf der Straße winken dem Bus mit großer Hingabe zu :)

4463

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Re: Verlängerung Linie D
« Antwort #264 am: 03. Oktober 2017, 21:24:57 »
Auf in Wien eher schwach frequentierten Buslinien ist das Grǘßen zwischen Fahrgästen und Chauffeur durchaus üblich.

Meine diesbezügliche Lieblingslinie ist der 44A oben beim Schutzhaus. Da grüßen sich nicht nur Lenker und Fahrgäste im Bus, sondern auch die Leute auf der Straße winken dem Bus mit großer Hingabe zu :)
Am 42A (bei einem anderen Schutzhaus) ist das ähnlich. Um nicht zu OT zu werden: Straßenbahnfahrern hab ich meistens in der Silvesternacht (bzw. am frühen Morgen danach, wenn ich am Heimweg war) aus der Stimmung heraus ein gutes neues Jahr gewünscht, sonst gibts aber keine Begrüßung - wieso auch in der anonymen Großstadt?
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hema

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Re: Verlängerung Linie D
« Antwort #265 am: 03. Oktober 2017, 22:00:54 »
Zeitig am Morgen oder spät in der Nacht grüßen die Leute häufig oder hinterlassen ein paar aufmunternde Worte, besonders an Endstellen in den Außenbezirken! Im ULF ist das halt recht schwierig geworden.
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

W_E_St

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Re: Verlängerung Linie D
« Antwort #266 am: 06. Oktober 2017, 14:14:00 »
Privatbuslinien sind eh ein eigenes Kapitel, aber letztens war ich sehr verblüfft, dass ein WL-Fahrer in der Seestadt alle Fahrgäste gegrüßt hat!

Als der 42B noch der 42B war hatte ich immer wieder das Gefühl, dass der Stammfahrer alle unter 50 am liebsten des Fahrzeugs verwiesen hätte, die Pensionisten dagegen hat er immer sehr eifrig gegrüßt. Meine damalige Freundin ist dort oben aufgewachsen und hat diesen Eindruck bestätigt.

Für mich ist das die Kehrseite der Medaille, dass bei diesen Linien die Fahrer weitgehend für ihr Fahrzeug verantwortlich sind: einerseits glänzen die Wagen, andererseits lassen die Fahrer teilweise mit geballten Vorurteilen prophylaktisch ihren Grant an allen aus, von denen sie möglicherweise Probleme erwarten. Das kann bravere Kinder und Jugendliche ziemlich traumatisieren!
"Sollte dies jedoch der Parteilinie entsprechen, werden wir uns selbstverständlich bemühen, in Zukunft kleiner und viereckiger zu werden!"

(aus einer Beschwerde über viel zu weit und kurz geschnittene Pullover in "Good Bye Lenin")

Schienenfreak

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Re: Verlängerung Linie D
« Antwort #267 am: 06. Oktober 2017, 18:46:53 »
Das glaube ich nicht, maximal, dass man die Übergänge in den Park ähnlich absichern wird, wie in der Tokiostraße.
Dann schau dir einmal die Zaunorgien entlang der 26er-Neubaustrecke an. Oder auch den Maurer Einschnitt, der fast 100 Jahre lang ohne irgendwelche Absperrungen ausgekommen ist, bis irgendein Wichtiger sich auf der gesamten Trasse ein Metallgeländer eingebildet hat.
Deine beiden Beispiele sind aber nur sehr bedingt mit dem Sonnwendviertel zu verleichen, schon allein wegen der Länge. Ich bleib dabei, maximal, dass ähnliche Holzabgrenzungen, die  schon jetzt am Parkrand angebracht sind , an der Trasse aufgestellt werden, plus die bereits erwähnten Übergänge wie in der Tokiostraße.
Sie sudern im Viereck, sie sudern konzentriert... im Viereck!

ULF oder nicht ULF, das ist hier die Frage!

T1

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Re: Verlängerung Linie D
« Antwort #268 am: 22. Oktober 2017, 14:00:12 »
Das glaube ich nicht, maximal, dass man die Übergänge in den Park ähnlich absichern wird, wie in der Tokiostraße.
Dann schau dir einmal die Zaunorgien entlang der 26er-Neubaustrecke an. Oder auch den Maurer Einschnitt, der fast 100 Jahre lang ohne irgendwelche Absperrungen ausgekommen ist, bis irgendein Wichtiger sich auf der gesamten Trasse ein Metallgeländer eingebildet hat.
Deine beiden Beispiele sind aber nur sehr bedingt mit dem Sonnwendviertel zu verleichen, schon allein wegen der Länge. Ich bleib dabei, maximal, dass ähnliche Holzabgrenzungen, die  schon jetzt am Parkrand angebracht sind , an der Trasse aufgestellt werden, plus die bereits erwähnten Übergänge wie in der Tokiostraße.
Du kannst es glauben oder nicht, aber die Wiener Linien woll(t)en dort entlang der gesamten Strecke einen Zaun, das ist deren Standpunkt!

Ob und worauf man sich geeinigt hat, ist mir leider nicht bekannt.

Monorail

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Re: Verlängerung Linie D
« Antwort #269 am: 22. Oktober 2017, 14:05:04 »
Würde ich auch befürworten, damit die Kinder aus den Häusern und Schulen entlang der Strecke nicht ständig über die Gleise in den Zilk-Park rennen.