Autor Thema: Bauwerke der Wiener Stadtbahn  (Gelesen 17256 mal)

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denond

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Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
« Antwort #60 am: 31. Januar 2018, 17:06:23 »
Oder man hat von Anfang an verwendet, was grad da war?

Das glaube ich nicht, das wäre eher die heutige Arbeitsweise.
[/quote]

Aber in den ganzen 70iger und auch zeitigen 80iger-Jahren hatte man es ja mit der Pflege der Stadtbahnbögen, Brücken, Stationsgebäude und Geländer nicht so. Etwas anderes, aber es paßt: Das war ja auch die Zeit, wo die Wr. Staatsoper mehr schwarz als sandsteinfarben (ocker) war.

Daher hat @ tramway.at glaube ich, schon recht damit, daß man alles verwendet hat, was gerade da war. Ich kann mich auch an grau ausgebesserte Brücken-/Geländerabschnitte erinnern (muß Rostschutzfarbe wie bei den OL-Masten gewesen sein), die meisten Geländerabschnitte waren aber eher rostig und mit Bremsstaub braun/silbrig schimmernd bedeckt. Erst mit der Adaptierung der Wiental-Linie auf U-Bahn zwischen Heiligenstadt und Karlsplatz hielt dann das Grün generell Einzug. Ich glaube auch, daß die Linien-Farben-Wahl  Grün und Braun nicht von ungefähr gekommen sind.

nord22

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Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
« Antwort #61 am: 09. Februar 2018, 21:52:14 »
Die Stadtbahnstation Josefstädter Straße machte im Jänner 2004 einen recht heruntergekommenen Eindruck. Schwere Korrosionsschäden an den Stahlträgern der Bahnsteige mit substanzieller Gefährdung der statischen Stabilität des Bauwerks machten 2011 eine aufwändige Generalsanierung erforderlich (Foto: Nei Tech).

nord22

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Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
« Antwort #62 am: 10. Februar 2018, 11:48:04 »
Die Stadtbahnstation Josefstädter Straße machte im Jänner 2004 einen recht heruntergekommenen Eindruck. Schwere Korrosionsschäden an den Stahlträgern der Bahnsteige mit substanzieller Gefährdung der statischen Stabilität des Bauwerks machten 2011 eine aufwändige Generalsanierung erforderlich (Foto: Nei Tech).

Ja, die Station steht auf einer Kuppe, die in beide Richtungen leicht rutscht, daher die ständigen Schäden (die wieder auftreten werden)
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95B

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Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
« Antwort #63 am: 10. Februar 2018, 13:17:01 »
Die Stadtbahnstation Josefstädter Straße machte im Jänner 2004 einen recht heruntergekommenen Eindruck. Schwere Korrosionsschäden an den Stahlträgern der Bahnsteige mit substanzieller Gefährdung der statischen Stabilität des Bauwerks machten 2011 eine aufwändige Generalsanierung erforderlich (Foto: Nei Tech).

Ja, die Station steht auf einer Kuppe, die in beide Richtungen leicht rutscht, daher die ständigen Schäden (die wieder auftreten werden)

Außer man hat bei der Renovierung das ganze Gebäude innerlich mit Stahlseilen verfestigt, quasi zusammengeschnürt.
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Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
« Antwort #64 am: 15. Februar 2018, 15:06:54 »
Mein EIndruck ist schon eher, dass die Bögen ursprünglich mit hellgelben Klinkerziegeln gemauert waren und dann bei Frostabplatzungen und anderen Schäden mit relativ dunkel bräunlichen Ziegeln ausgebessert wurde. Aber ich mag mich täuschen!

Die Station Gumpendorfer Straße ist übrigens schon wieder in schaurigem Zustand (insbesondere der Fassadenputz) und bei den Stiegenaufgängen zu den Bahnsteigen sind tiefe "Probegrabungen" zu sehen - ich nehme an um zu eruieren wie tief die Steinstufen in die Mauer eingelassen sind. Bei einem dieser Probelöcher sieht man durch die Fassade nach draußen.
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Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
« Antwort #65 am: 15. Februar 2018, 16:18:05 »
Mein EIndruck ist schon eher, dass die Bögen ursprünglich mit hellgelben Klinkerziegeln gemauert waren und dann bei Frostabplatzungen und anderen Schäden mit relativ dunkel bräunlichen Ziegeln ausgebessert wurde. Aber ich mag mich täuschen!

Das kann gut sein, nachdem ich mir vorstellen kann, dass die hellgelben Klinker durch die damaligen städtischen Abgase in wenigen Jahren sehr dunkel geworden sind, sodass neue braune Ziegel besser dazugepasst haben als helle.
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Jeremy

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Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
« Antwort #66 am: 28. März 2018, 01:23:56 »
Ich hätte eine Frage an die Zeitzeugen (mit meinem Jahrgang 1984 hab ich dieses Gebäude nicht mehr mitgekriegt) ... dieses Foto von Kurt Rasmussen (Quelle) vom 21. Juli 1974 soll ein Aufnahmegebäude der Stadtbahn in Hütteldorf darstellen. Dieses Gebäude besteht heute bestimmt nicht mehr ... aber ich kann nicht visualisieren, wo es stand. Keine Spur von den Otto Wagner-Fassaden des Bahnhofs; was ist das für ein Steg, zu dem die Treppe hochführt?

Am ehesten kann ich mir noch vorstellen, dass es irgendwo im Gebiet der heutigen Abstellhalle stand (siehe Anhang #2), und dass der Steg über die Gleise führte. Aber auf diesen Bildern ist nirgends ein solcher Steg zu sehen ...

Linie106

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Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
« Antwort #67 am: 28. März 2018, 07:15:09 »
aber ich kann nicht visualisieren, wo es stand.

glaube mit dem Planausschnitt des Kulturgut-Plans (Plan 1946) ist alles gesagt. Der Bau, den du meinst, stand an der Hackinger Straße (heute Hadikgasse). Der Steg ist der Hackinger Steg über den Wienfluss.
Ich glaube, das alte Aufnahmsgebäude der Wiener Elektrischen Stadtbahn dürfte abgerissen worden sein, als die U4 Hütteldorf erreichte und man dort die neue (heutige) Haltestelle baute...

Klingelfee

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Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
« Antwort #68 am: 28. März 2018, 07:33:40 »
aber ich kann nicht visualisieren, wo es stand.

glaube mit dem Planausschnitt des Kulturgut-Plans (Plan 1946) ist alles gesagt. Der Bau, den du meinst, stand an der Hackinger Straße (heute Hadikgasse). Der Steg ist der Hackinger Steg über den Wienfluss.
Ich glaube, das alte Aufnahmsgebäude der Wiener Elektrischen Stadtbahn dürfte abgerissen worden sein, als die U4 Hütteldorf erreichte und man dort die neue (heutige) Haltestelle baute...

Das kann nicht nicht glauben. Denn wenn du die beiden Planausschnitte vergleichst, dann ist das von dir markierte Gebäude auch noch das heutige Stationsgebäude.

Vergleiche einmal Standort und Form der beiden Bauten.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

Linie106

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Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
« Antwort #69 am: 28. März 2018, 07:46:34 »
Man merkt dass ich kaum in Hütteldorf bin.

Tatsächlich -

dann müssts aber auf dem Planausschnitt rechts davon der Zugang zur Stadtbahnschleife sein, dh die "Location" war trotzdem richtig.

tramway.at

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Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
« Antwort #70 am: 28. März 2018, 07:47:22 »
nein, das eingekreiste ist das noch heute bestehende Aufnahmegebäude. Das aus 1925 stand 90° rechts davon. Auf dem WiLi-Foto sieht man links oben die ebenfalls noch heute bestehende Außenwand der Station. Eine ähnliche Situation übrigens in Heiligenstadt - dort stand das Gebäude rechts vom heutigen Eingang, den Zugangstunnel sieht man noch.
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haidi

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Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
« Antwort #71 am: 28. März 2018, 09:13:31 »
Für mich ist da einiges unklar:
Das Aufnahmegebäude auf dem Foto ist auf deinem Planausschnitt das "Aufnahmsgebäude der Stadtbahn" mit der Front in annähernd Nord-Süd-Richtung. Auf dem Foto sieht man auch die barackenartige hölzerne Wand des Bahnsteigs
Der Steg auf dem Foto kann dann nicht der Hackinger Steg sein, da müsste das Aufnahmegebäude mit der Rückseite zur heutigen Hadikgasse stehen. Auf den Kriegssachschäden 1946 endet der Hackinger Steg ja im Rücken des Fotografens.

Zu deinem Bild vom Aufnahmegebäude Hütteldorf:
Das Gebäude, das links vom Aufnahmegebäude zu sehen ist, findet sich weder auf dem Kriegssachschäden 1946 noch auf deinem Planausschnitt. Ich denke, das ist die Bahnsteigrückwand des südlichsten BAhnsteiges, der Bauteil am Ende der Bahnsteigrückwand ist auf deinem Plan nur mit 4 rechteckigen "Säulen" eingezeichnet und nicht als Gebäude.

Bleibt also die Frage, was ist das für ein Steg.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

schaffnerlos

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Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
« Antwort #72 am: 28. März 2018, 09:30:10 »
Bleibt also die Frage, was ist das für ein Steg.

Das muss eh der Hackinger Steg sein. Auf den Plänen ist noch der alte Übergang eingezeichnet, der Steg wurde etwas östlicher errichtet.

haidi

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Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
« Antwort #73 am: 28. März 2018, 10:20:08 »
Dann müsste es zwischen dem Steg auf dem Kriegsachschadenplan von 1946 (der auf einem Plan aus den 30ern aufsetzt und dem heutigen Hackinger Steg eine weitere Brücke gegeben haben. Der heutige Steg passt weder geographisch noch von der Bautechnik her zu dem auf dem Bild.
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benkda01

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Re: Bauwerke der Wiener Stadtbahn
« Antwort #74 am: 28. März 2018, 10:26:21 »
Auf dem WiLi-Foto
Auf welchem WiLi-Foto? ???