Autor Thema: Alt Wien um 1900 - Fotografien von August Stauda - untergegangene Stadtwelten  (Gelesen 43238 mal)

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h 3004

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Große Schiffg.  Nähe Donaukanal. Dort soll wieder ein jüdischer Tempel sowie ein Hotel hinkommen.

4463

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Aber das ist ja keine "Baulücke" in dem Sinn, weil hier ja nicht angedacht ist, diese zu schließen. Ich meinte eher Baulücken, wo eben ein oder zwei Häuser irgendwo zwischen anderen fehlen (geschlossene Bauweise).
Ok, in dem Sinn: abgesehen von der Haidgasse 11 fällt mir nicht viel ein. Heißer Tipp: Kriegsschädenplan anschauen, da kann man dann Baulücken identifizieren, ob sie damals als Schaden kartiert wurden. https://www.wien.gv.at/kulturportal/public/grafik.aspx?bookmark=ZGDzRd7psUV-aLrRG0-aMuRhwZlCQ-b
Danke für den Tipp! :up: Auf die Existenz dieses Tools hatte ich schon wieder vergessen.
"das korrupteste Nest auf dem weiten Erdenrund"
Mark Twain über die Wienerstadt.

nord22

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Anbei diverse Aufnahmen aus dem Fundus von Vintage Vienna:
* Haus Linke Wienzeile 26 in den 40er Jahren - heute ist hier eine Parkanlage
* Ruine des Hotels Hess am Fleischmarkt 1957
* Kirche Maria am Gestade mit Kriegsruine links Mai 1952
* Rotenturmstraße 22 mit Geschäftslokalen in einer Kriegsruine, aus welcher das Unkraut wächst - 1950
   1954 wurde auf dieser Parzelle ein architektonisch nüchterner Neubau errichtet
Es war viel Arbeit, die Innenstadt nach 1945 wieder in einen herzeigbaren Zustand zu versetzen ...

nord22

W_E_St

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Auf der Fischerstiege steht meines Wissens bis heute die Kriegsruine eines Hoftrakts, die sieht man halt als Normalmensch nicht. Das dürfte die letzte Bombenruine Wiens sein.
"Sollte dies jedoch der Parteilinie entsprechen, werden wir uns selbstverständlich bemühen, in Zukunft kleiner und viereckiger zu werden!"

(aus einer Beschwerde über viel zu weit und kurz geschnittene Pullover in "Good Bye Lenin")

martin8721

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Auf der Fischerstiege steht meines Wissens bis heute die Kriegsruine eines Hoftrakts, die sieht man halt als Normalmensch nicht. Das dürfte die letzte Bombenruine Wiens sein.

Sehr spannend! Hast du vielleicht ein Foto davon?

Beutetiroler

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haidi

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Jetzt wo ich das Foto sehe erinnere ich mich wieder - Schulungszentrum der GÖD ist da drinnen - nicht in der Ruine :) - da hab ich so manchen Tag verbracht.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging


Ferry

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* Rotenturmstraße 22 mit Geschäftslokalen in einer Kriegsruine, aus welcher das Unkraut wächst - 1950

Bei dem Bild könnte man glauben, man befindet sich im Berlin der Sechziger Jahre in der Bernauer Straße. *)

*) Die Sektorengrenze zwischen West- und Ost-Berlin verlief dort genau an der Hauswand, d.h., der Gehsteig lag noch auf West-Berliner Gebiet, die angrenzende Häuserfront aber schon im Osten. Die dortigen Bewohner wurden in einer Ho-Ruck-Aktion von einem Tag auf den anderen umgesiedelt.

Nach dem Mauerbau versuchten viele Ostberliner in letzter Minute, über diese Häuser durch die Fenster in den Westen zu fliehen, weshalb die Stasi schon bald die Fenster im Erdgeschoß und im ersten Stock zumauern ließ. Die Häuser standen dann teilweise noch jahrelang leer herum und verwahrlosten zusehends, bis sie Anfang der Siebziger Jahre abgerissen wurden, um die Sicht in den "Grenzstreifen" nicht zu beeinträchtigen.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

tramway.at

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Bei dem Bild könnte man glauben, man befindet sich im Berlin der Sechziger Jahre in der Bernauer Straße. *)
*) Die Sektorengrenze zwischen West- und Ost-Berlin verlief dort genau an der Hauswand, d.h., der Gehsteig lag noch auf West-Berliner Gebiet, die angrenzende Häuserfront aber schon im Osten. Die dortigen Bewohner wurden in einer Ho-Ruck-Aktion von einem Tag auf den anderen umgesiedelt.
Nach dem Mauerbau versuchten viele Ostberliner in letzter Minute, über diese Häuser durch die Fenster in den Westen zu fliehen, weshalb die Stasi schon bald die Fenster im Erdgeschoß und im ersten Stock zumauern ließ. Die Häuser standen dann teilweise noch jahrelang leer herum und verwahrlosten zusehends, bis sie Anfang der Siebziger Jahre abgerissen wurden, um die Sicht in den "Grenzstreifen" nicht zu beeinträchtigen.

Eine der ganz berührenden Stellen in Berlin, dort ist auch das Gedenkzentrum. Ausserdem geht dort eine der ersten neuen Straßenbahnlinien in Westberlin entlang. Heute sieht das alles so friedlich aus - kaum zu glauben, was sich dort für Dramen abgespielt haben. Ein Must-see für Berlinreisende!
Harald A. Jahn, www.tramway.at

Aktuell: Großes Update auf www.tramway.at

nord22

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Re: Alt Wien um 1900 - Fotografien von August Stauda - untergegangene Stadtwelten
« Antwort #461 am: 11. September 2017, 21:09:00 »
Das Blindeninstitut in der Josefstädter Straße mit der Abzweigung der Transversallinie in die Blindengasse (Quelle: Pinterest).
Der Hohe Markt um 1905 mit einigen im zweiten Weltkrieg zerstörten Gebäuden; damals wirklich ein Markt und nicht Abstellplatz für PKW.

nord22