Autor Thema: Type C, 201 ff.  (Gelesen 4473 mal)

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13er

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Re: Type C, 201 ff.
« Antwort #15 am: 09. Dezember 2016, 13:39:53 »
Ist es denn möglich, Module der ULFe untereinander zu tauschen, also Mittelmodul des A 10 in den A 9 statt seines zu bauen, aufgrund von z.B. Unfallschaden?
Ja, das geht schon. Es stehen ja schon etliche Module in der HW aufgereiht und warten auf einen Neueinsatz :)
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hema

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Re: Type C, 201 ff.
« Antwort #16 am: 09. Dezember 2016, 13:59:17 »

Ja, das geht schon.
Wobei es auch hier wieder heißt "Woll'n muss ma!". Nur fürchte ich, dass bei der üblichen Herumbastelei und dem steten Zwang zur Neuerfindung des Rades so eine Maßnahme ziemlich teuer käme.  :-\
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Re: Type C, 201 ff.
« Antwort #17 am: 09. Dezember 2016, 14:00:30 »
Jeder Teil wird irgendwie hergestellt, was spricht dagegen diesen Teil 20 Jahre später neu herzustellen?
Abgesehen davon, dass man sicher jedes (mechanische) Bauteil auch 20 Jahre später neu herstellen kann (allerdings ist die Frage: zu welchem Preis, denn eine Massenproduktion ist immer günstiger als Kleinserien) betrifft das Problem eher die elektronischen Bauteile. Diverse "Chips" sind schon nach wenigen Jahren nicht mehr lieferbar - Nachfolgemodelle irgendeiner Art gibt es zwar meistens, allerdings sind diese dann nicht unbedingt mit der Originalsoftware kompatibel.
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öffi-dude

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Re: Type C, 201 ff.
« Antwort #18 am: 09. Dezember 2016, 16:09:19 »
Abgesehen davon, dass man sicher jedes (mechanische) Bauteil auch 20 Jahre später neu herstellen kann (allerdings ist die Frage: zu welchem Preis, denn eine Massenproduktion ist immer günstiger als Kleinserien) betrifft das Problem eher die elektronischen Bauteile. Diverse "Chips" sind schon nach wenigen Jahren nicht mehr lieferbar - Nachfolgemodelle irgendeiner Art gibt es zwar meistens, allerdings sind diese dann nicht unbedingt mit der Originalsoftware kompatibel.

Leuchtet ein, danke!

Tatra83

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Re: Type C, 201 ff.
« Antwort #19 am: 10. Dezember 2016, 15:14:53 »
Es wird sich weisen, ob ein derartiger Umbau überhaupt wirtschaftlich ist. Es ist auch zu beachten, dass der mechanische Teil der A und B durch die schlechteren Laufeigenschaften seit dem Ausbau der Niveauregulierung stärker verschlissen wird.
Kannst du das etwas näher erläutern? Inwiefern konnte die Niveauregulierung zu besseren Laufeigenschaften beitragen?

Hubi

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Re: Type C, 201 ff.
« Antwort #20 am: 10. Dezember 2016, 18:39:19 »
Zitat
Kannst du das etwas näher erläutern? Inwiefern konnte die Niveauregulierung zu besseren Laufeigenschaften beitragen?

Schon mal mit so einem ULF mitgefahren? ???

13er

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Re: Type C, 201 ff.
« Antwort #21 am: 10. Dezember 2016, 23:52:20 »
Inwiefern konnte die Niveauregulierung zu besseren Laufeigenschaften beitragen?
Die ULFe ohne Niveauregulierung jetzt fahren echt ungut - das spürt man sofort, dass man in so einem sitzt, auch wenn man vorher nicht drauf geachtet hat.
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HLS

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Re: Type C, 201 ff.
« Antwort #22 am: 11. Dezember 2016, 18:25:28 »
Inwiefern konnte die Niveauregulierung zu besseren Laufeigenschaften beitragen?
Die ULFe ohne Niveauregulierung jetzt fahren echt ungut - das spürt man sofort, dass man in so einem sitzt, auch wenn man vorher nicht drauf geachtet hat.
Speziell wenn wenig bis keine Fahrgäste an Bord sind. Da rumpelt und klappert das Ding wie ein Sack Schrauben.
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Schienenchaos

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Re: Type C, 201 ff.
« Antwort #23 am: 11. Dezember 2016, 18:36:33 »
Wie kann die Hydraulik eine dermaßen große Auswirkung auf die Federung des Fahrzeuges haben?
Meinem Verständnis nach müsste man dieses Problem mit einer Adaption der Primärfederung beheben können.
Oder hat der ULF die schwankenden Lasten bisher durch die Niveauregulierung kompensiert?

HLS

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Re: Type C, 201 ff.
« Antwort #24 am: 11. Dezember 2016, 19:36:25 »
Wie kann die Hydraulik eine dermaßen große Auswirkung auf die Federung des Fahrzeuges haben?
Meinem Verständnis nach müsste man dieses Problem mit einer Adaption der Primärfederung beheben können.
Oder hat der ULF die schwankenden Lasten bisher durch die Niveauregulierung kompensiert?

Ein kleiner Tipp, stell dich mal an eine Haltestelle, wo ein hoher Fahrgastwechsel zu erwarten ist, z.b Hütteldorfer Straße U und beobachte die ULFe im Bugmodul. Dort siehst du dann nämlich deutlich ein Heben oder Senken des Zuges abhängig vom Gewicht und wenn du genau hinhörst, hörst du sogar die Niveauregulierung arbeiten.
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Geamatic

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Re: Type C, 201 ff.
« Antwort #25 am: 11. Dezember 2016, 23:50:48 »
Soweit ich das bisher aufgefasst habe hat der Ulf eine ziemlich harte Primärfederung. Die eigentliche Dämpfung und Federung übernahm die Nievauregulierung. Die hat man einfach ausgebaut und nun ist nur noch die Vergleichsweise harte Primärfederung da. Gleichzeitig hat der Ulf keine Drehgestelle wie E1 und E2, sodass vertikale Stöße fast ungefedert an den Fahrgastraum übertragen werden. Die Primärfederung weicher zu machen ist jedoch auch schwer den erstens schwankt der Ulf eh schon so wie er jetzt ist wie ein Schiff und die Federung muss natürlich auf die maximale Beladung ausgelgt sein. Bei wenig bis gar keine Fahrgäste sind die Fahreigenschaften dafür umso schlechter.

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Re: Type C, 201 ff.
« Antwort #26 am: 12. Dezember 2016, 16:56:58 »
Soweit ich das bisher aufgefasst habe hat der Ulf eine ziemlich harte Primärfederung. Die eigentliche Dämpfung und Federung übernahm die Nievauregulierung. Die hat man einfach ausgebaut und nun ist nur noch die Vergleichsweise harte Primärfederung da.

Das kann so eigentlich nicht sein, es sei denn es gab in der Niveauregulierung noch zusätzliche Federn. Eine Hydraulik ist ein starres System, da federt gar nichts. Was ich mir vorstellen könnte ist, dass die Züge mit Niveauregulierung bei niedrigem Besetzungsgrad abgesenkt wurden, wohingegen sie jetzt voll ausfedern und bei Unebenheiten am oberen Ende des Federwegs irgendwo anschlagen. Das würde das laute metallische Klappern in manchen Situationen erklären.
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Re: Type C, 201 ff.
« Antwort #27 am: 12. Dezember 2016, 20:50:23 »
Das kann so eigentlich nicht sein, es sei denn es gab in der Niveauregulierung noch zusätzliche Federn. Eine Hydraulik ist ein starres System, da federt gar nichts. Was ich mir vorstellen könnte ist, dass die Züge mit Niveauregulierung bei niedrigem Besetzungsgrad abgesenkt wurden, wohingegen sie jetzt voll ausfedern und bei Unebenheiten am oberen Ende des Federwegs irgendwo anschlagen. Das würde das laute metallische Klappern in manchen Situationen erklären.
In dem Fall hätte man wohl einen besseren Kompromiß bei der Federstärke finden müssen – geht ja bei anderen Fahrzeugen auch ohne Hydraulik.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

Tatra83

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Re: Type C, 201 ff.
« Antwort #28 am: 12. Dezember 2016, 21:00:49 »
Soweit ich das bisher aufgefasst habe hat der Ulf eine ziemlich harte Primärfederung. Die eigentliche Dämpfung und Federung übernahm die Nievauregulierung. Die hat man einfach ausgebaut und nun ist nur noch die Vergleichsweise harte Primärfederung da. Gleichzeitig hat der Ulf keine Drehgestelle wie E1 und E2, sodass vertikale Stöße fast ungefedert an den Fahrgastraum übertragen werden. Die Primärfederung weicher zu machen ist jedoch auch schwer den erstens schwankt der Ulf eh schon so wie er jetzt ist wie ein Schiff und die Federung muss natürlich auf die maximale Beladung ausgelgt sein. Bei wenig bis gar keine Fahrgäste sind die Fahreigenschaften dafür umso schlechter.

Danke, das ergibt Sinn und zeigt, dass mit dem Ausbau der Niveauregulierung zwar ein wartungsintensiver Anteil entfernt wurde, aber das Problem nur verlagert wurde. Vertikale Kräfte werden also weniger gedämpft zwischen Fahrzeug und Oberbau ausgetauscht, sodass der ULF vermutlich noch mehr die Gleise leise schleift... Mal ganz abgesehen vom mangelhaften Fahrkomfort für Personal und Speditionsgut.

Geamatic

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Re: Type C, 201 ff.
« Antwort #29 am: 12. Dezember 2016, 21:06:18 »
Naja, man möge meine Aussage mit Vorsicht genießen. Ich bin kein Techniker und es ist natürlich nur mehr ein Zusammenreihmen von Beobachtungen  ;)