Autor Thema: Gleislose Straßenbahn  (Gelesen 954 mal)

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Hubi

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Re: Gleislose Straßenbahn
« Antwort #1 am: 03. Juni 2017, 15:24:38 »
Das ist jetzt nicht so total neu, aber sicher praxisnäher als die anderen krusen Ideen, die zuletzt kamen.
Harald A. Jahn, www.tramway.at

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95B

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Re: Gleislose Straßenbahn
« Antwort #2 am: 03. Juni 2017, 19:02:19 »
Orientiert sich der Bus tatsächlich an den aufgemalten weißen Linien? :o
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

haidi

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Re: Gleislose Straßenbahn
« Antwort #3 am: 03. Juni 2017, 20:25:09 »
Das wär ein Spaß, die gleislose Straßenbahn am Ring bei Schneefall - die irrt dann hilflos herum  ;D

Ich hab den Eindruck, dass das über GPS läuft, davor würde mir dann so richtig gruseln und so einem Ding weit aus dem Weg gehen.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

Geamatic

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Re: Gleislose Straßenbahn
« Antwort #4 am: 03. Juni 2017, 20:46:32 »
Durchaus ein interessantes Konzept vor allem aus finanzieller Sicht den der Kostenpunkt Gleiserhaltung fällt komplett aus dem Budget der WL weg. Nachteilig ist aber dann eben das der Fahrkomfort stark vom Untergrund abhängt und auf welchen Straßen sich unsere Busse quälen wissen die meisten hier. Auch macht das Ding eigentlich nur Sinn als fahrerlose Bim denn einen mehrteiligen Bus gibt es schon, da brauch ich dann keine komplizierte Technik.

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Re: Gleislose Straßenbahn
« Antwort #5 am: 03. Juni 2017, 21:53:23 »
Orientiert sich der Bus tatsächlich an den aufgemalten weißen Linien? :o

Ja, über der Frontscheibe ist die Kamera. Ich kann mir schon vorstellen, dass man damit bei mehrgelenkigen Bussen die Schleppkurve stark verkleinern kann.
Harald A. Jahn, www.tramway.at

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Tatra83

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Re: Gleislose Straßenbahn
« Antwort #6 am: 03. Juni 2017, 22:01:12 »
Ich hab den Eindruck, dass das über GPS läuft, davor würde mir dann so richtig gruseln und so einem Ding weit aus dem Weg gehen.
Die Chinesen würden wohl eher auf Beidou, dem Pendant zum amerikanischen GPS, zurückgreifen. Dessen Genauigkeit liegt allerdings auch bei 10m, eindeutig zu wenig, um ein Fahrzeug sicher im Straßenverkehr zu führen.

Durchaus ein interessantes Konzept vor allem aus finanzieller Sicht den der Kostenpunkt Gleiserhaltung fällt komplett aus dem Budget der WL weg.
Bezogen auf eine langfristige Gesamtsicht auf den Lebenszyklus bleiben die Fahrwegkosten für die Straßenbahn (bezogen auf Qualität und Preis definitiv nicht im WL-Maßstab) sicherlich unter dem Niveau eines Busfahrstreifens.

haidi

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Re: Gleislose Straßenbahn
« Antwort #7 am: 03. Juni 2017, 23:42:05 »
Ich hab den Eindruck, dass das über GPS läuft, davor würde mir dann so richtig gruseln und so einem Ding weit aus dem Weg gehen.
Die Chinesen würden wohl eher auf Beidou, dem Pendant zum amerikanischen GPS, zurückgreifen. Dessen Genauigkeit liegt allerdings auch bei 10m, eindeutig zu wenig, um ein Fahrzeug sicher im Straßenverkehr zu führen.

Durchaus ein interessantes Konzept vor allem aus finanzieller Sicht den der Kostenpunkt Gleiserhaltung fällt komplett aus dem Budget der WL weg.
Bezogen auf eine langfristige Gesamtsicht auf den Lebenszyklus bleiben die Fahrwegkosten für die Straßenbahn (bezogen auf Qualität und Preis definitiv nicht im WL-Maßstab) sicherlich unter dem Niveau eines Busfahrstreifens.
Sie scheinen aber ohne irgendwelche Einbauten auszukommen - zumindest verstehe ich das so, weil der Bus jederzeit die Route ändern kann, wenn eine Störung vorliegt.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

hema

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Re: Gleislose Straßenbahn
« Antwort #8 am: 04. Juni 2017, 02:08:12 »

Sie scheinen aber ohne irgendwelche Einbauten auszukommen - zumindest verstehe ich das so, weil der Bus jederzeit die Route ändern kann, wenn eine Störung vorliegt.
Spurbusse, bzw. Versuche damit, gab es in Deutschland schon vor Jahren. In Essen wurden die mechanisch geführt, bei anderen Anlagen über in der Fahrbahn eingelassene Kabel. Die Steuerung der Busse konnte jederzeit vom Lenker übernommen werden und auf Strecken außerhalb des Systems musste der das natürlich. Hat sich aber nicht bewährt, weil sehr teuer und mit mehr Fehlerquellen und Erhaltungsaufwand verbunden als herkömmlicher Busbetrieb. Wird sich wohl nur gelohnt haben, solange diese Versuchsbetriebe mit üppiger (staatlicher) Förderung bedacht waren.

Das Um und Auf ist sicher, so wie ganz allgemein beim Busverkehr, die Frage nach der Finanzierung der Fahrwege und der Stützung der Spritpreise. Kommt das nicht mehr aus dem allgemeinen Steuertopf, ist der Bus tot. Ist ja (grad für Wien) eine interessante Frage, wieso selbst Busstraßen und -spuren aus dem Steuersäckel oder von der Straßenbahn finanziert und erhalten werden müssen und nicht budgetär dem Busbetrieb angelastet werden, von der gratis Mitbenützung öffentlicher Straßen ganz abgesehen! Bei der Straßenbahn fallen die Gleiskosten, zumindest berechnungs- und abrechnungsmäßig, dem Betrieb zu, was im Sinn der Kostenwahrheit ja auch wichtig ist. Und je besser ein Betrieb wirtschaftet (  >:D ), desto weniger muss er sich um offene und versteckte Subventionen anstellen!
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