Autor Thema: Krone-Bericht: Baureihen T/T1 - Problem mit der Bremse?  (Gelesen 1911 mal)

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37T

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Re: Krone-Bericht: Baureihen T/T1 - Problem mit der Bremse?
« Antwort #15 am: 26. November 2017, 17:29:23 »
Vermutlich hielten die Fahrgäste den entstandenen, ordentlichen Halteruck als “starke Bremsung“.
In Wahrheit kann man mit einer Betriebsbremsung eine größere Verzögerung herbeiführen.

Katana

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Re: Krone-Bericht: Baureihen T/T1 - Problem mit der Bremse?
« Antwort #16 am: 26. November 2017, 18:47:00 »
Oder es ist gar nicht um die Fahrgäste gegangen und die WL haben von sich aus wegen der kostspieligen Flachstellen die Fahrerin gekündigt. Und ein Teil des Artikels entspringt der Phantasie des Redakteurs.

HLS

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Re: Krone-Bericht: Baureihen T/T1 - Problem mit der Bremse?
« Antwort #17 am: 27. November 2017, 11:08:15 »


Komisch. Kann es sein, dass die Federspeicher eine größere Bremswirkung haben als eine normale Betriebsbremsung?
Also beim Ulf fühlt sich, wenn mal nur die "aktive elektrohydraulische Bremse" wirkt, stärker an als die Generatorische aber schwächer als die Schienenbremse. Was aber ist, bei hohen Geschwindigkeiten ist die Verzögerung bei der "Aktiven" stärker als die der Schienenbremse wo ja erst mit Abnahme der Geschwindigkeit die Wirkung stärker zu werden scheint.
Beim Ulf spürt man es vorallem dann extrem, wenn der Zug mal ins Gleiten kommt und dann zusätzlich zum Sand die "Aktive" reagiert.

Also für ein Märchen halte ich es, zumindestens wenns um den Ulf gehen würde, nicht.
"Grüß Gott"

Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen. Dieter Nuhr

schienenklaus

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Re: Krone-Bericht: Baureihen T/T1 - Problem mit der Bremse?
« Antwort #18 am: 27. November 2017, 12:54:02 »
Beim Schienenfahrzeug ist es wie beim Auto: Sobald die Räder blockieren, hast nur mehr eine schlechte Bremswirkung.
Die Bremswirkung ist beim Blockieren die beste, aber bewirkt eben, dass die Räder abgeschliffen werden. Beim Auto verliert man außerdem die Manövrierbarkeit, weshalb es das ABS eigentlich gibt ;)
Also nicht weil man schneller bremsen kann, sondern weil das Auto dann lenkbar bleibt.
Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen.
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hema

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Re: Krone-Bericht: Baureihen T/T1 - Problem mit der Bremse?
« Antwort #19 am: 27. November 2017, 13:05:23 »
Ja, so ein "Schlitten" ist was herrliches. Da freut sich jeder Straßenbahnfahrer, wenn es so fröhlich dahingeht!   ::)
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Re: Krone-Bericht: Baureihen T/T1 - Problem mit der Bremse?
« Antwort #20 am: 27. November 2017, 13:15:46 »
Beim Schienenfahrzeug ist es wie beim Auto: Sobald die Räder blockieren, hast nur mehr eine schlechte Bremswirkung.
Die Bremswirkung ist beim Blockieren die beste, aber bewirkt eben, dass die Räder abgeschliffen werden. Beim Auto verliert man außerdem die Manövrierbarkeit, weshalb es das ABS eigentlich gibt ;)
Also nicht weil man schneller bremsen kann, sondern weil das Auto dann lenkbar bleibt.

Auf trockenem Grund stimmt das mit der Bremswirkung. Bei anderen Untergründen wird die sache schon komplizierter.
Das Glück ist ein Vogerl. Wenns knallt ist es weg.

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Re: Krone-Bericht: Baureihen T/T1 - Problem mit der Bremse?
« Antwort #21 am: 27. November 2017, 13:21:16 »
Die Bremswirkung ist beim Blockieren die beste

Mit Verlaub, aber das ist blanker Unsinn. Wenn die Räder blockieren, setzt die Bremswirkung schlagartig aus (und das bei jedem Schienenzustand).
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Re: Krone-Bericht: Baureihen T/T1 - Problem mit der Bremse?
« Antwort #22 am: 27. November 2017, 14:03:36 »
Die Bremswirkung ist beim Blockieren die beste

Mit Verlaub, aber das ist blanker Unsinn. Wenn die Räder blockieren, setzt die Bremswirkung schlagartig aus (und das bei jedem Schienenzustand).
Richtig – die Haftreibung ist größer als die Gleitreibung.

HLS

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Re: Krone-Bericht: Baureihen T/T1 - Problem mit der Bremse?
« Antwort #23 am: 27. November 2017, 20:49:12 »

Die Bremswirkung ist beim Blockieren die beste...
Wer hat dir denn diesen Schwachsinn erzählt?

Beim Auto/Lkw stimmt es auch nur auf trockener Fahrbahn, sobald aber Feuchtigkeit/Kälte/Nässe oder so dazu kommen, bremst ein ABS gebemstes Fahrzeug besser.
Die höchste Bremswirkung bei einem Schienenfahrzeug hat du genau an der Grenze kurz vor dem blockieren. Beim E1 merkt man es sogar, wenn der Fahrer etwas unsanft um schnell den Zug zum stehen bringen will, dann macht nämlich die Geamatik auch nochmal mehrere Bremsstufen auf um wsieder ins Rollen zu kommen.


Also wer auch immer dir diesen Blödsinn erzählt hat, sag ihm, er hat keine Ahnung und er sollte sich nochmals mit der Materie beschäftigen.
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haidi

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Re: Krone-Bericht: Baureihen T/T1 - Problem mit der Bremse?
« Antwort #24 am: 28. November 2017, 01:25:16 »
Beim Schienenfahrzeug ist es wie beim Auto: Sobald die Räder blockieren, hast nur mehr eine schlechte Bremswirkung.
Die Bremswirkung ist beim Blockieren die beste, aber bewirkt eben, dass die Räder abgeschliffen werden. Beim Auto verliert man außerdem die Manövrierbarkeit, weshalb es das ABS eigentlich gibt ;)
Also nicht weil man schneller bremsen kann, sondern weil das Auto dann lenkbar bleibt.
Die Bremswirkung ist unmittelbar vor dem Blockieren die beste. Das ABS hat zwei Vorteile: Die Bremse wird beim Blockieren gelöst und wieder aktiviert, wodurch eine ständige Blockierung ausbleibt und das Auto bleibt bei der Bremsung lenkbar. Außerdem kann eine Blockierbremse aus höherer Geschwindigkeit (bei 100 km/h selbst erlebt) eine Flachstelle am Autoreifen hervorrufen, dann brauchst den neu.

Meine Überlegung mit höherer Bremsleistung bei blockierten Rädern in diesem Fall war, dass die Bremleistung bei modernen Schienenfahrzeugen, also auch bei Tx elektronisch begrenzt ist und daher die Bremsung mit blockierten Rädern ....
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

schienenklaus

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Re: Krone-Bericht: Baureihen T/T1 - Problem mit der Bremse?
« Antwort #25 am: 29. November 2017, 13:58:22 »
Die Bremswirkung ist beim Blockieren die beste, aber bewirkt eben, dass die Räder abgeschliffen werden. Beim Auto verliert man außerdem die Manövrierbarkeit, weshalb es das ABS eigentlich gibt ;)
Also nicht weil man schneller bremsen kann, sondern weil das Auto dann lenkbar bleibt.

Danke für eure zahlreichen Richtigstellungen!
Ich werde bei diesem Thema in Zukunft, dank eurer ausführungen, sicher nie wieder falsch liegen :D
Auch aus Steinen, die dir in den Weg gelegt werden, kannst du etwas Schönes bauen.
- Erich Kästner

Hawk

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Re: Krone-Bericht: Baureihen T/T1 - Problem mit der Bremse?
« Antwort #26 am: 02. Dezember 2017, 12:38:14 »
Beim Schienenfahrzeug ist es wie beim Auto: Sobald die Räder blockieren, hast nur mehr eine schlechte Bremswirkung.
Die Bremswirkung ist beim Blockieren die beste, aber bewirkt eben, dass die Räder abgeschliffen werden. Beim Auto verliert man außerdem die Manövrierbarkeit, weshalb es das ABS eigentlich gibt ;)
Also nicht weil man schneller bremsen kann, sondern weil das Auto dann lenkbar bleibt.
Die Bremswirkung ist unmittelbar vor dem Blockieren die beste. Das ABS hat zwei Vorteile: Die Bremse wird beim Blockieren gelöst und wieder aktiviert, wodurch eine ständige Blockierung ausbleibt und das Auto bleibt bei der Bremsung lenkbar. Außerdem kann eine Blockierbremse aus höherer Geschwindigkeit (bei 100 km/h selbst erlebt) eine Flachstelle am Autoreifen hervorrufen, dann brauchst den neu.

Meine Überlegung mit höherer Bremsleistung bei blockierten Rädern in diesem Fall war, dass die Bremleistung bei modernen Schienenfahrzeugen, also auch bei Tx elektronisch begrenzt ist und daher die Bremsung mit blockierten Rädern ....
Wenn man beim Auto das ABS regelt, bei einer Vollbremsung, ist es nur mehr bedingt lenkbar!

Wenn man zu schnell lenkt um denn Hindernis auszuweichen, schiebt der wagen über die Räder!
Das leben zwingt einen oft in die Knie,jedoch ein jeder kann selbst entscheiden ob er liegen bleibt oder wieder aufsteht! :-)

71er

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Re: Krone-Bericht: Baureihen T/T1 - Problem mit der Bremse?
« Antwort #27 am: 03. Dezember 2017, 15:40:26 »
Und wenn ja wäre die Wahrheit zwischen der U6-Fahrerin und der WL, denn die Fahrerin hätte eben versuchen können die "unzulässige Schalthandlung" abzuwürgen und die WL hätten ihr nicht vorwerfen dürfen, dass die Federspeicherbremse absichtlich aktiviert wurde.
Ich bin zwar kein Jurist, aber kann mir nicht vorstellen, dass man der Fahrerin rechtlich auch nur irgend ein Fehlverhalten vorwerfen kann. Wenn die WL intern irgendwelche Vorschriften haben nach denen Notbremsungen in bestimmten Situationen abzuwürgen sind ist das schön für sie. Allerdings hat die Fahrerin auch ein Recht auf körperliche Unversehrtheit und damit als Person an der Zugspitze, die bei einem Unfall als erste draufgeht, auch ein Recht die Situation genauer zu überprüfen und bis dahin steht der Zug wahrscheinlich eh schon.