Autor Thema: Nachwehen U1-Ersatzverkehr  (Gelesen 56259 mal)

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13er

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Re: Nachwehen U1-Ersatzverkehr
« Antwort #30 am: 28. Mai 2012, 14:53:43 »
33 zum Praterstern?
Hätte sich sicher angeboten. Damals hat's ja auch geheißen, der Straßenbahnverkehr in der Heinestraße wird nieeeee eingestellt. Steht jetzt sogar im Koalitionsübereinkommen, dass zwischen Schwedenplatz und Praterstern der Verkehr wiederaufgenommen werden soll. Schad ums Papier.

@hema: 1300 € für so eine Maske ist eh ein Wahnsinn (wer sich da wieder eine goldene Nase verdient?). Noch dazu, wo die Fahrer für den Ernstfall nicht geschult werden. Aber es brennt eh nie im Tunnel - hoppla, das kann man jetzt auch nicht mehr sagen ;)
Mit uns kommst du sicher... zu spät.

moszkva tér

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Re: Nachwehen U1-Ersatzverkehr
« Antwort #31 am: 28. Mai 2012, 15:06:35 »
Noch dazu, wo die Fahrer für den Ernstfall nicht geschult werden.
Das ist ja durchaus so gewollt, in unserer heutigen Gesellschaft. Wenn man nur jene Kenntnisse und Fähigkeiten hat, die man zur Ausübung seines Berufes unbedingt braucht, kann man erstens die Leute gehaltsmäßig kleinhalten und zweitens die Fluktuation verringern, weil die Mitarbeiter nicht in andere Tätigkeiten abwandern können bzw. aus einer Laune heraus Job wechseln oder Forderungen stellen. Das ist ja in der Privatwirtschaft genauso... Einerseits werden gut gebildete Leute gesucht, aber andererseits sollen sie nur ja nicht zu viel wissen. Und private Interessen sind sowieso bedrohlich!

Was spräche denn dagegen, wenn ein Straßenbahnfahrer nicht nur Straßenbahn fahren kann, sondern womöglich noch eine Sanitäterausbildung, Fremdsprachenkenntnisse, Rhetorikfähigkeiten oder eine Katastrophenschutzausbildung hätte? Dazu interessiert er/sie sich noch für Sport, Kultur, Politik, Reisen und Naturwissenschaften. Für den Dienstgeber wäre das fatal, weil dann der Wagenbeweger womöglich sagen könnte "entweder ihr zahlt mir mehr, oder ich werde Fremdenführer/Feuerwehrler/Rettungsfahrer/Lebensberater". Nein nein, so geht das nicht!

hema

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Re: Nachwehen U1-Ersatzverkehr
« Antwort #32 am: 28. Mai 2012, 15:09:21 »

1300 € für so eine Maske ist eh ein Wahnsinn (wer sich da wieder eine goldene Nase verdient?).
Laut Internet kostet eine 1254.–!  ;)


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13er

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Re: Nachwehen U1-Ersatzverkehr
« Antwort #33 am: 28. Mai 2012, 15:11:01 »
die Fluktuation verringern
Genau das funktioniert bei den WL überhaupt nicht. Die Fluktuation ist höher als je zuvor.
Was spräche denn dagegen, wenn ein Straßenbahnfahrer nicht nur Straßenbahn fahren kann, sondern womöglich noch eine Sanitäterausbildung, Fremdsprachenkenntnisse, Rhetorikfähigkeiten oder eine Katastrophenschutzausbildung hätte? Dazu interessiert er/sie sich noch für Sport, Kultur, Politik, Reisen und Naturwissenschaften. Für den Dienstgeber wäre das fatal, weil dann der Wagenbeweger womöglich sagen könnte "entweder ihr zahlt mir mehr, oder ich werde Fremdenführer/Feuerwehrler/Rettungsfahrer/Lebensberater". Nein nein, so geht das nicht!
Du mit deinen aufrührerischen Arbeiterideen der 1890er-Jahre! ;)

@hema: Dann kriegen's die WL sicher um so 900 €. Selbst wenn man 100 E1 zusätzlich damit ausrüstet, ist das eine Bagatellsumme.
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moszkva tér

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Re: Nachwehen U1-Ersatzverkehr
« Antwort #34 am: 28. Mai 2012, 15:13:10 »

1300 € für so eine Maske ist eh ein Wahnsinn (wer sich da wieder eine goldene Nase verdient?).
Laut Internet kostet eine 1254.–!  ;)
Das ist die teuerste Ausführung, die man 50 min verwenden kann. Zum Entkommen aus der Ustrab würde die K30 (30 min) auch reichen:
Zitat
MODELL K30 MIT SCHULTERGURT:       €    943,50
MODELL K30 MIT WANDHALTERUNG:   € 1.027,50
MODELL K50 MIT SCHULTERGURT:       € 1.230,00
Ergo 1027 Euro, und bei einem größeren Einkauf gibts sicher Rabatt. Weiters sind das Bruttopreise, die Mwst. kann man also auch noch abziehen.  :lamp:

hema

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Re: Nachwehen U1-Ersatzverkehr
« Antwort #35 am: 28. Mai 2012, 15:13:35 »

Was spräche denn dagegen, wenn ein Straßenbahnfahrer nicht nur Straßenbahn fahren kann . . . .
Sind eh viele dabei, die eine abgeschlossene Berufsausbildung haben, auch etliche mit Matura, HTL- oder akademischem Abschluss! Zählt im Betrieb aber Null.  ;)
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moszkva tér

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Re: Nachwehen U1-Ersatzverkehr
« Antwort #36 am: 28. Mai 2012, 15:17:01 »

Was spräche denn dagegen, wenn ein Straßenbahnfahrer nicht nur Straßenbahn fahren kann . . . .
Sind eh viele dabei, die eine abgeschlossene Berufsausbildung haben, auch etliche mit Matura, HTL- oder akademischem Abschluss! Zählt im Betrieb aber Null.  ;)
Klar zählt das nichts. Wobei ich der Meinung bin, dass es immer gut ist, wenn Menschen mehr wissen, als notwendig. Ich wollte ja nur zeigen, dass es bei vielen Arbeitgebern leider auch nicht unbedint erwünscht ist, wenn die Mitarbeiter sich auch fortbilden bzw. mehr wissen, als sie zum Job unbedingt brauchen.

Klingelfee

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Re: Nachwehen U1-Ersatzverkehr
« Antwort #37 am: 28. Mai 2012, 15:19:23 »

Was spräche denn dagegen, wenn ein Straßenbahnfahrer nicht nur Straßenbahn fahren kann . . . .
Sind eh viele dabei, die eine abgeschlossene Berufsausbildung haben, auch etliche mit Matura, HTL- oder akademischem Abschluss! Zählt im Betrieb aber Null.  ;)

Aber da sie sich als Fahrbedienstet beworben habe, werden diese auch als Fahrer entlohnt. Unabhängig was sie für eine Ausbildung haben. Allerdings hält sie niemand davon auf, sich dann ggf. bei interenen Ausschreibungen für einen ihrer Vorbildung entsprechenden Posten bewerben. Es gibt bei den WL einige Referats- und Abteilungsleiter, die ihre Karriere bei den WL Fahrer/lenker begonnen haben.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

hema

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Re: Nachwehen U1-Ersatzverkehr
« Antwort #38 am: 28. Mai 2012, 17:06:10 »
Es geht hier gar nicht primär um die Entlohnung, sondern um eine soziale Frage. Fahr- und andere einfache Bedienstete gelten bei (fast) jedem, der nur eine halbe Stufe höher steht, als geist- und hirnlose Patscherln. Und jeder will nicht in den höheren Dienst, sondern lebt gerne als Fahrer! Aber ihm prinzipiell Hirn und Können abzusprechen, ist irgendwie billig. Erst mit dem allfälligen Aufstieg erwacht sein Geist aus dem Koma. Komischerweise wachsen Wissen und Intelligenz dann mit jeder Stufe auf der Karriereleiter weiter an.   8)
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ULF

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Re: Nachwehen U1-Ersatzverkehr
« Antwort #39 am: 28. Mai 2012, 17:53:01 »
Dass das Verbot ungefähr ab Herbst kommen soll, wurde hier im Forum schon von mehreren Seiten bestätigt, das meinte ich mit "als wahr herausgestellt". ;)
Ab Herbst nach derzeitigen informationen sicher nicht, aber etwa 2014 wird es wohl so weit sein. Außer die WL besinnen sich noch und investieren in eine Atemschutzmaske für jeden E1.
2014 ist die zweite Tranche an ULF-Garnituren doch schon (fast?) fertig ausgeliefert, oder? Da wird der Betrieb der U-Strab-Linien wohl schon ohne weiteres auch ohne E1 funktionieren, kann ich mir denken... Ist doch eh nur noch der 1er und 6er, wo dort noch regelmäßig was von denen zu sehen ist. Und soweit ich mich errinnern kann, war (?) ohnehin geplant auf den 1er die E2 zu hetzen. Da bleibt nicht mehr viel übrig, was man dann noch verbieten/nachrüsten/abschieben müsste.

moszkva tér

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Re: Nachwehen U1-Ersatzverkehr
« Antwort #40 am: 28. Mai 2012, 20:51:00 »
Erst mit dem allfälligen Aufstieg erwacht sein Geist aus dem Koma. Komischerweise wachsen Wissen und Intelligenz dann mit jeder Stufe auf der Karriereleiter weiter an.   8)
Und jeder, der drunter steht, und was im Hirn hat, wird als Bedrohung wahrgenommen.

B. S. Agrippa

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Re: Nachwehen U1-Ersatzverkehr
« Antwort #41 am: 29. Mai 2012, 00:04:45 »
Dass das Verbot ungefähr ab Herbst kommen soll, wurde hier im Forum schon von mehreren Seiten bestätigt, das meinte ich mit "als wahr herausgestellt". ;)
Ab Herbst nach derzeitigen informationen sicher nicht, aber etwa 2014 wird es wohl so weit sein. Außer die WL besinnen sich noch und investieren in eine Atemschutzmaske für jeden E1.
2014 ist die zweite Tranche an ULF-Garnituren doch schon (fast?) fertig ausgeliefert, oder? Da wird der Betrieb der U-Strab-Linien wohl schon ohne weiteres auch ohne E1 funktionieren, kann ich mir denken... Ist doch eh nur noch der 1er und 6er, wo dort noch regelmäßig was von denen zu sehen ist. Und soweit ich mich errinnern kann, war (?) ohnehin geplant auf den 1er die E2 zu hetzen. Da bleibt nicht mehr viel übrig, was man dann noch verbieten/nachrüsten/abschieben müsste.
Man wird die knapp 160 (!) noch in Betrieb befindlichen E1(+c3,4) bis 2014 trotzdem nicht mal annähernd wegbekommen, dafür werden erstens jährlich nicht genug Neufahrzeuge geliefert und zweitens stehen in den kommenden Jahren genug Netzerweiterungen an, durch die zusätzliches Rollmaterial benötigt wird. Von den Ustrab-Linien werden aktuell bis auf den 62er - und logischerweise die Lokalbahn - alle auch mit Blechzügen betrieben, eventuell wird in den nächsten Jahren also umstationiert (z.B. E1 am 67er statt am 6er) um die alten Garnituren vom Tunnel fernzuhalten.

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Re: Nachwehen U1-Ersatzverkehr
« Antwort #42 am: 29. Mai 2012, 09:17:45 »
Man wird die knapp 160 (!) noch in Betrieb befindlichen E1(+c3,4) bis 2014 trotzdem nicht mal annähernd wegbekommen
Natürlich nicht, aber bis Ende 2014 sind es noch zweieinhalb Jahre, in denen schätzungsweise 40 bis 50 E1 ausgemustert werden. Dann bleiben also ca. 110-120 Fahrzeuge über, abzüglich der hohen Betriebsreserve sind das ca. 80-90 Züge im täglichen Auslauf. Und die kann man ohne Probleme und größere Umstationierungen so disponieren, dass sie nicht auf den Linien 1, 6, 18 und 62 eingesetzt werden. Das lässt sich locker mit den laufenden Umstationierungen erreichen - und wer weiß schon, wer 2014 das Sagen hat? Vielleicht ist die Maßnahme bis dahin vom Tisch, weil man die Unsinnigkeit erkannt hat oder in der Zwischenzeit draufgekommen ist, dass sich der Selbstretter nicht selbst zerstört, wenn man ihn aus einem E1 abmontiert und in einen Gummihund hängt.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!
Entklumpertung des Referats West am 02.02.2024 um 19.45 Uhr planmäßig abgeschlossen!

13er

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Re: Nachwehen U1-Ersatzverkehr
« Antwort #43 am: 29. Mai 2012, 09:42:52 »
und wer weiß schon, wer 2014 das Sagen hat? Vielleicht ist die Maßnahme bis dahin vom Tisch
Diese Maßnahme/Vorgabe ist keine interne, sondern kommt von der MA 64. Aber natürlich gilt auch für die, dass dort jemand Vernunft annimmt (trotz Transparenzgesetz).
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moszkva tér

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Re: Nachwehen U1-Ersatzverkehr
« Antwort #44 am: 29. Mai 2012, 10:12:49 »
Nur inwieweit ist ein E2 weniger "brandgefährlich" als ein E1?
Beim c3 kann ich es mir nur mit den Holzböden erklären, obwohl ich nicht denke, dass die Plastikböden im E1/c4 weniger leicht brennen.