Autor Thema: Vorortelinie  (Gelesen 87909 mal)

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abc

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Re: Vorortelinie
« Antwort #240 am: 24. Januar 2023, 08:21:44 »
Waren die Rodungen notwendig? Ich kenn mich da zu wenig aus, um beurteilen zu können, ob das nötig war
Es wird an der Strecke neuerdings generell stärker gerodet. Finde ich nicht schlecht, denn es wird immer trockener und einen stärkeren Böschungsbrand mitten in der Stadt braucht echt niemand.

Sorry, die Kahlschläge entlang bahnferner Böschungen sind Wahnsinn. Das mag zwar manche Eisenbahnfotografen freuen, aber wir fahren nicht mehr mit Dampf. Was da an Lebensraum für Kleingetier zerstört wird ist verantwortungslos. Aber bitte, die Stadt ist ja genauso deppert und reisst alle Büsche aus, um Nobelunkraut in Kiesbeete zu pflanzen, während die WiLi diesbezüglich sowieso jenseits von gut und böse ist.

Bäume können bei Sturm schon Auswirkungen auf den Bahnbetrieb haben, wenn sie auf die Gleise (zumal hier mit Oberleitung) stürzen. Ob da nicht ein Beschnitt entsprechend hoher Bäume statt kompletter Rodung reicht, ist natürlich die andere Frage.

maybreeze

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Re: Vorortelinie
« Antwort #241 am: 24. Januar 2023, 08:30:58 »

Sorry, die Kahlschläge entlang bahnferner Böschungen sind Wahnsinn. Das mag zwar manche Eisenbahnfotografen freuen, aber wir fahren nicht mehr mit Dampf. Was da an Lebensraum für Kleingetier zerstört wird ist verantwortungslos. Aber bitte, die Stadt ist ja genauso deppert und reisst alle Büsche aus, um Nobelunkraut in Kiesbeete zu pflanzen, während die WiLi diesbezüglich sowieso jenseits von gut und böse ist.

Bahnunternehmen sind in Sachen Grün nicht gerade die zurückhaltendsten, was Entfernung betrifft. Muss ja gepflegt werden und das ist kein Unternehmensgegenstand, kostet Geld und vermindert damit Manager-Boni.

Dennoch: Wenn es sich um  Götterbaume oder andere invasive Arten handelt, die da tiefgreifend entfernt werden/wurden, wäre das mit anschließender Wiederbegrünung positiv zu sehen.

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Re: Vorortelinie
« Antwort #242 am: 24. Januar 2023, 09:48:51 »
Waren die Rodungen notwendig? Ich kenn mich da zu wenig aus, um beurteilen zu können, ob das nötig war
Grundsätzlich muss die sogenannte Intensivzone gehölzfrei gehalten werden. Das sind 6 Meter von der Gleisachse weg.

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Re: Vorortelinie
« Antwort #243 am: 24. Januar 2023, 11:50:29 »
Grundsätzlich muss die sogenannte Intensivzone gehölzfrei gehalten werden. Das sind 6 Meter von der Gleisachse weg.

Ja - aber es betrifft alle möglichen Flächen und Böschungen, wie zB hier am Westbahnhof, dutzende Meter von befahrenen Gleisen entfernt
Harald A. Jahn, www.tramway.at

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Re: Vorortelinie
« Antwort #244 am: 24. Januar 2023, 12:44:13 »
30 Jahre lang hat es niemanden gestört, im Zuge der Brückensanierung musste alles weg - vom Julius Meinl bis Gersthof.

Vielleicht ist das schon ein Vorgriff auf den geplanten Dampfbetrieb bei einem Blackout.  >:D :fp: :luck:

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Re: Vorortelinie
« Antwort #245 am: 25. Januar 2023, 12:38:12 »
Die klimabewusste Stadt dürfte echt ein Problem mit Büschen und Bäumen haben. Nun rodet man den oberen Donaukanal. Die bestehenden Altbäume erledigt tw. der Biber, sofern er durch das Gitter kommt. Was ist los mit der Stadt?

Elin Lohner

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Re: Vorortelinie
« Antwort #246 am: 25. Januar 2023, 12:57:08 »
Die klimabewusste Stadt dürfte echt ein Problem mit Büschen und Bäumen haben. [...] Was ist los mit der Stadt?
Doppelmoral würde ich mal sagen.
Ich bin der Meinung, dass man eine neue Remise am Gelände des ehemaligen Nordwestbahnhofes bauen, und dann die bestehende Remise Brigittenau dem VEF/WTM übergeben sollte.

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Re: Vorortelinie
« Antwort #247 am: 25. Januar 2023, 14:39:12 »
irgendwer hat entschieden, uneinsichtiges Buschwerk erzeuge "Angsträume". Betrifft ja auch alle Parks und Straßenbegrünungen. Hier wird gendergerechte Stadtgestaltung missbraucht. Selbstverständlich erzeugen abgestellte LKW am Straßenrand keine solchen Zonen.

Hier hab ich dazu was zusammengestellt: https://www.tramway.at/stadtplanung/strassengestaltung.html
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Re: Vorortelinie
« Antwort #248 am: 25. Januar 2023, 14:43:06 »
Dennoch: Wenn es sich um  Götterbaume oder andere invasive Arten handelt, die da tiefgreifend entfernt werden/wurden, wäre das mit anschließender Wiederbegrünung positiv zu sehen.
Die Götterbäume sind zwar hübsch anzusehen, vor allem im Herbst, aber grundsätzlich der Infrastruktur nicht sehr zuträglich. Da verstehe ich völlig, dass die manchmal entfernt werden müssen. Kommen eh wieder. >:D
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

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Re: Vorortelinie
« Antwort #249 am: 25. Januar 2023, 15:07:48 »
irgendwer hat entschieden, uneinsichtiges Buschwerk erzeuge "Angsträume". Betrifft ja auch alle Parks und Straßenbegrünungen. Hier wird gendergerechte Stadtgestaltung missbraucht. Selbstverständlich erzeugen abgestellte LKW am Straßenrand keine solchen Zonen.

Hier hab ich dazu was zusammengestellt: https://www.tramway.at/stadtplanung/strassengestaltung.html

Mit diesem Argument kann man den ganzen Wienerwald abholzen.

haidi

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Re: Vorortelinie
« Antwort #250 am: 25. Januar 2023, 15:15:07 »
irgendwer hat entschieden, uneinsichtiges Buschwerk erzeuge "Angsträume".
Ich hab Angst, wenn ich keine Büsche in der Nähe habe, wo ich mich verstecken kann, wenn der böse Mann/die böse Frau kommt oder ich pinkeln muss.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

coolharry

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Re: Vorortelinie
« Antwort #251 am: 25. Januar 2023, 17:05:14 »
irgendwer hat entschieden, uneinsichtiges Buschwerk erzeuge "Angsträume". Betrifft ja auch alle Parks und Straßenbegrünungen. Hier wird gendergerechte Stadtgestaltung missbraucht. Selbstverständlich erzeugen abgestellte LKW am Straßenrand keine solchen Zonen.

Hier hab ich dazu was zusammengestellt: https://www.tramway.at/stadtplanung/strassengestaltung.html

Es gibt ja zig Beispiele. Auch der Gaußplatz ist ein Platz den sie noch mit sehr üppiger Bewachsung geplant und errichtet haben. Der nahe Wallensteinplatz war für mich seit dem Umbau eher ein negativ Beispiel. Da war der alte Platz nämlich immer grüner, trotz mehr Platz für Autos.
Raphael Donner Alle bei der Marburggasse vs. Mühlhäufelgasse ebenfalls bei der Marburggasse. Erstere hat zwar nicht viele aber ein paar Bäumchen zweitere gar keine.
Letztere wurde erst vor zwei Jahren neu "gestaltet". Wenn so neu gestalten ausschaut, dann Bitte liebe Gemeinde, gestaltet nie wieder eine Straße neu.
Weil ein menschlicher Hühnerstall nicht der Weisheit letzter Schluß sein kann.