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[PL] Warschau (Metro, WKD, SKM, KM)

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Konstal 105Na:
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Ich machte in Warschau diesmal mehr Eisenbahnfotos, wenn auch nicht sehr viele. Hier sehen einen Fernzug von PKP Intercity, der gerade die Weichsel auf der Most Średnicowy (Durchmesserbrücke) überquert.

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Ein von Newag gebauter Impuls der Koleje Mazowieckie (Masowschen Eisenbahnen). Mazowsze (Masowien) ist die Wojewodschaft, in der Warschau liegt und eine historische Landschaft in Zentralpolen. Die Koleje Mazowieckie wickeln den Großteil des Nahverkehrs in Masowien ab.

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Eine EP07 zieht einen Fernzug von PKP Intercity westwärts. Wie man am Bild erkennen kann (Oberleitungsmasten) ist die Strecke viergleisig ausgebaut. Diese Strecke heißt Kolej Średnicowa (Durchmesserbahn) und verläuft von Warszawa Zachodnia (Warschau Westbahnhof) über Warszawa Centralna (Warschau Zentralbahnhof) bis Warszawa Wschodnia (Warschau Ostbahnhof). Auf einem Teil der Strecke verkehrt der Nahverkehr, auf der anderen der Fernverkehr, mit einigen wenigen Nahverkehrszügen (so verkehren einige Züge der SKM-Linie S3 über die Fernverkehrsstrecke). Die Fernverkehrsstrecke umfährt abgesehen von Warszawa Zachodnia, Warszawa Centralna und Warszawa Wschodnia alle Warschauer Stationen entlang der Durchmesserlinie. Somit können Züge, die über die Fernverkehrstrasse fahren, nur die wichtigen Bahnhöfe in Warschau einhalten. Zur Hauptverkehrszeit beträgt das Intervall auf der Nahverkehrstrasse ca. 4 Minuten. Auch auf der Fernverkehrstrasse ist die Zugsdichte hoch, da viele Nord-Süd- bzw. Ost-West-Züge über Warschau und fahren und somit über die Kolej Średnicowa müssen.

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Ein Pendolino begegnet einem SKM-Zug. SKM steht für Szybka Kolej Miejska (Stadtschnellbahn) und ist das S-Bahnsystem Warschaus.

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Wir gingen die Weichsel nach Norden entlang. Wieder eine EP07, die einen Fernzug über die Weichsel zieht.

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Der nächste Pendolino fährt der untergehenden Sonne entgegen. Es handelt sich dabei wahrscheinlich um den Zug nach Bielsko-Biała. Die Pendolino-Garnituren bedienen Züge der Kategorie Express Intercity Premium.

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Kurz vor der Heimfahrt gestern nahm ich mir noch kurz Zeit für die WKD. Zu sehen ist ein Pesa EN97 in der Haltestelle Warszawa Śródmieście WKD (Warschau Mitte WKD). WKD steht für Warszawska Kolej Dojazdowa (wörtlich Warschauer Zufahrtsbahn, ich würde es mit Warschauer Pendelbahn übersetzen). Das ist eine kleine Eisenbahn, die einst in den 20ern von einem privaten Investor gebaut wurde. Sie verbindet Grodzisk Mazowiecki (ca. 40 km westlich von Warschau) mit dem Zentrum Warschaus. Daneben gibt es noch eine Abzweigung nach Milanówek. Einst war die WKD eine Lokalbahn, die in Warschau als Straßenbahn verkehrte. 1975 wurde die Trasse geändert und die WKD verkehrt seitdem nur noch als Vollbahn in Warschau. Die WKD betreibt nicht nur die Züge, sondern verwaltet auch die Trasse und Stationsgebäude. Alles wirkt recht gepflegt und irgendwie mag ich dieses kleine Verkehrsunternehmen. Hier in der Endstation bleibt der Zug zuerst am hinteren Bahnsteigende stehen und lässt alle Fahrgäste aussteigen. Hier befindet sich ein kleiner Raum, in dem eine Putzfrau sitzt. Sobald der Zug hier steht, steigt sie ein und sammelt groben Müll auf. Sobald sie fertig ist, steigt sie aus und der Zug fährt ans vordere Ende, wo sich die Einstiegsstelle befindet.
Da auf der Strecke nur Personennahverkehrszüge verkehren, kommen Verspätungen selten vor. Ich habe vor kurzem gehört, dass die WKD die pünktlichste Eisenbahn Polens ist.

Konstal 105Na:
Ein Bild, aufgenommen zwischen 1972 und 1974 bevor die Strecke der WKD verlegt wurde. Am Foto ist ein EN94 auf der Kreuzung Szczęśliwicka und Bitwy Warszawskiej 1920 r. zu sehen. Diese Type war von 1972 und 2016 im Fahrgasteinsatz. Die WKD ist heute zu 100% eine Vollbahn, verkehrte früher aber in Warschau als Straßenbahn und weiter außerhalb als Vollbahn, so wie heute noch die WLB in Wien.


Foto: Tadeusz Suchorolski

Konstal 105Na:
Bevor ich meinen Zub nach Krakau bestieg, machte ich noch ein paar Fotos von der Station Warszawa Śródmieście (was ich mit Warschau Mitte übersetzen würde). Das ist ein Nahverkehrsbahnhof, der gleich an den Zentralbahnhof anschließt.

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Direkt am Platz vor dem Kulturpalast stehen zwei dieser Stationsgebäude, die architektonisch wunderbar zum Koloss passen.

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Unten gibt es zwei Gleise und drei Bahnsteige. Ich befinde mich hier am Mittelbahnsteig, von dem ich in beide Richtungen wegfahren könnte. Die Züge öffnen die Türen auf beiden Seiten. Auch die Bahnsteige tragen perfekt zum Gesamteindruck bei.

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So ungefähr alle 5 Minuten kommt an einem Sonntag ein Zug vorbei. Hier ein von Newag gebauter Impuls als S1 der SKM (Szybka Kolej Miejska, Stadtschnellbahn). Die SKM ist zwar das S-Bahnsystem Warschaus, aber viel häufiger verkehren diverse Regionalzüge der Koleje Mazowieckie (Masowschen Eisenbahnen), die den Regionalverkehr in der hiesigen Wojewodschaft abwickeln. Die SKM hat nur modernes Wagenmaterial.

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Dafür verfügen die Koleje Mazowieckie neben modernen Triebwagen auch noch über EN57 in verschiedenen Modernisierungsvarianten. Es hat schon was für sich, mit so einem Zug über die Kolej Średnicowa (Durchmesserbahn), dem Pendant zur Wiener Stammstrecke zu düsen. Gleichzeitig begegnen einem auf der Strecke daneben Fernzüge, die, über ihre eigenen Gleise verfügen und so die Stadtstationen umfahren. Der Eindruck auf den Fotos täuscht. Es sind durchaus viele Menschen unterwegs, vor allem kurz nachdem ein Zug seine Massen ausgespuckt hat. Zur Hauptverkehrszeit ist hier die Hölle los.

Petersil:
Sehr interessant! Wie funktioniert das mit den Fahrkarten? Ich kann mich dunkel erinnern, dass die SKM tariflich dieselben Fahrscheine wie ZTM (U-Bahn, Straßenbahn, Bus) verwendet, aber die KM nicht.

Gibt es eine vorgesehene Ordnung, auf welchem Bahnsteig man ein- und aussteigen soll?

Linie 360:
Gab's in Warszawa nicht vormals irgendwo im Süden oder Südwesten der Stadt auch 2 Schmalspurbahnen?

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