Autor Thema: Linie 46  (Gelesen 246565 mal)

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Linie 41

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Re: Linie 46
« Antwort #15 am: 28. Februar 2012, 22:17:15 »
Ach hätte man bloß stadtbahnrot als Farbe für die U-Bahn gewählt. :-[
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

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Re: Linie 46
« Antwort #16 am: 29. Februar 2012, 10:17:52 »
Ein Foto, das mir dankenswerterweise Hr.Richard M. Gerbig zur Verfügung stellte! Die C1 Garnitur paßt herrlich zum soeben einfahrenden Zug der Stadtbahnlinie G, noch mit der Type N1! 19.Juni 1980.

Zu dem Foto hab ich zwei Fragen:

1. Wurde die Station Thaliastraße erst im Herbst 1980 eröffnet, also keine Einfahrt in die Station und
2. Wurde die Umstellung auf Rechtsverkehr erst 1988 durchgeführt, der Zug wäre also aus der Station ausgefahren.

Oder irre ich mich da?

Hannes

Danke für die Aufklärung, das stimmt natürlich, Rechtsverkehr gab es erst 1988 und die Station war auch noch nicht eröffnet!


raifort1

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Re: Linie 46
« Antwort #17 am: 29. Februar 2012, 18:35:23 »
C war der SGP-C, den sah ich genau wie auf dem Foto von R. Gerbig, bergwertsfahrend unter dem Stadtbahnbogen mit irgendwelchen Schwierigkeiten kämpfend, Fahrer draußen, eine Meute von Schülern herumstehend. Ich war leider im Gegenzug. Bei nassen Gleisen hatten dort auch die C1 Anfahrprobleme. Die Fahrer benützen den Schleuderschutz, hätte gerne gewußt wie der funktioniert. Außerdem gab es noch den C 160, welchen Index hatte der? Als Zug sah ich den C 160+cx, er gefiel mir außerordentlich gut, als O Wagen.

95B

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Re: Linie 46
« Antwort #18 am: 29. Februar 2012, 19:44:15 »
C war der SGP-C, den sah ich genau wie auf dem Foto von R. Gerbig, bergwertsfahrend unter dem Stadtbahnbogen mit irgendwelchen Schwierigkeiten kämpfend, Fahrer draußen, eine Meute von Schülern herumstehend. Ich war leider im Gegenzug. Bei nassen Gleisen hatten dort auch die C1 Anfahrprobleme. Die Fahrer benützen den Schleuderschutz, hätte gerne gewußt wie der funktioniert. Außerdem gab es noch den C 160, welchen Index hatte der? Als Zug sah ich den C 160+cx, er gefiel mir außerordentlich gut, als O Wagen.
Der "C 160" hatte die Typenbezeichnung C3. Die Schleuderschutzfunktion (auch Schleuderschutzbremse) ist eine relativ einfache Konstruktion. Hier wird einfach zusätzlich leicht gebremst (C1: Druckluftbremse, E/E1 Solenoidbremse mit halber Kraft), sodass die schleudernden Räder langsamer werden und wieder auf die gewünschte Geschwindigkeit kommen. Deshalb soll der Schleuderschutzschalter auch nicht ständig gedrückt werden, sondern stoßweise unter Beobachtung der erzielten Wirkung.

Heute wird die Schleuderschutzbremse eigentlich kaum noch als Schleuderschutz verwendet, sondern maximal zum Halten einer sehr geringen Geschwindigkeit (Annähern an gesperrte Kreuzungen auf der ersten Fahrstufe) - aber selbst das ist den Wagenbewegern schon zu viel Arbeit.

Ach ja, E-Weichen mit Stromstoßantrieb wurden vor Einbau der E-Weiche-Taster auch mit erster Fahrstufe plus Schleuderschutz gestellt.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
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Re: Linie 46
« Antwort #19 am: 29. Februar 2012, 20:08:15 »
@95B, Danke! ich habe mir den Schleuderschutz - da immer nur bei Näße beobachtet - als überdimensionaler Föhn vorgestellt, oder als Sandzublasung. Die Geräusche der C1 bei Verwendung des Schleuderschutzes waren so.

hema

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Re: Linie 46
« Antwort #20 am: 29. Februar 2012, 20:26:16 »

Ach ja, E-Weichen mit Stromstoßantrieb wurden vor Einbau der E-Weiche-Taster auch mit erster Fahrstufe plus Schleuderschutz gestellt.
. . . . und bei den alten Wagen mit dem Schleuderschutz aus Messing!  :)
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

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Re: Linie 46
« Antwort #21 am: 29. Februar 2012, 20:26:38 »
@95B, Danke! ich habe mir den Schleuderschutz - da immer nur bei Näße beobachtet - als überdimensionaler Föhn vorgestellt, oder als Sandzublasung. Die Geräusche der C1 bei Verwendung des Schleuderschutzes waren so.
Das charakteristische Zischen "Pffff..." entstand beim C1 durch das Lösen der Schleuderschutzbremse (die im Letztzustand gleichzeitig Haltestellenbremse war). Die "normale" Druckluftbremse ("Patschenbremse"), die mit dem rechten Pedal bedient wurde, erzeugte eher (p)fauchende Geräusche.
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raifort1

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Re: Linie 46
« Antwort #22 am: 29. Februar 2012, 20:42:27 »
habe jetzt noch eine Frage, warum war der C3 nicht C2? Übrigens schade, daß dieser schöner Wagen ein Einzelstück blieb.

Linie 41

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Re: Linie 46
« Antwort #23 am: 29. Februar 2012, 20:47:02 »
habe jetzt noch eine Frage, warum war der C3 nicht C2? Übrigens schade, daß dieser schöner Wagen ein Einzelstück blieb.
Naja, aus dem gleichen Grund wie der E6 nicht E3 war: gar kein Grund.
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Re: Linie 46
« Antwort #24 am: 29. Februar 2012, 21:44:26 »
. . . . und bei den alten Wagen mit dem Schleuderschutz aus Messing!  :)

Der aber viel effizienter war, als seine technischen Nachkommen, da dabei wirklich nur die angetriebenen Räder gebremst wurden, während die Schleuderschutzbremse auf alle Räder wirkte, auch auf die des Beiwagens.

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Re: Linie 46
« Antwort #25 am: 29. Februar 2012, 22:00:04 »
Bist du sicher, dass der Schleuderschutz auch auf das Mitteldrehgestell der E/E1 wirkt(e)? Ich meine, da greift nur die 500er (und früher hat es auch mit Bremstrom mitgebremst wie der Beiwagen).
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Re: Linie 46
« Antwort #26 am: 29. Februar 2012, 22:25:03 »
In der Vor-Geamatic-Zeit ja, was dann alles geändert wurde, weiß ich nicht.

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Re: Linie 46
« Antwort #27 am: 29. Februar 2012, 22:32:52 »
Bist du sicher, dass der Schleuderschutz auch auf das Mitteldrehgestell der E/E1 wirkt(e)? Ich meine, da greift nur die 500er (und früher hat es auch mit Bremstrom mitgebremst wie der Beiwagen).
Der Schleuderschutz wirkt wie Revisor schrieb wirklich auf alle Bremssolenoide.



Heute wird die Schleuderschutzbremse eigentlich kaum noch als Schleuderschutz verwendet, sondern maximal zum Halten einer sehr geringen Geschwindigkeit (Annähern an gesperrte Kreuzungen auf der ersten Fahrstufe) - aber selbst das ist den Wagenbewegern schon zu viel Arbeit.

Weil du schon wiedermal verallgemeinerst ohne vielleicht Hintergründe zu kennen.
Es wird heutzutage(die letzten 8-10Jahre) nicht mehr wirklich gelehrt für was der Schleuderschutz zu verwenden ist, auf eines wird aber Hingewiesen, dass er nicht zum halten von Geschwindigkeiten verwendet werden darf, auch zum langsam auf Kreuzungen "zutasten"  nur dann wenn die Geamatik dadurch ständig in ihre letzte Bremsstufe springen würde um ein möglichst Ruck- & Stoßloses rollen zu gewährleisten.
"Grüß Gott"

Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen. Dieter Nuhr

hema

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Re: Linie 46
« Antwort #28 am: 29. Februar 2012, 23:39:44 »
In der Vor-Geamatic-Zeit ja, was dann alles geändert wurde, weiß ich nicht.
Ist für mich schwer vorstellbar, da bei der 500er alle Solenoide parallel angesteuert werden, bei der 250er liegen die Solenoide des ersten und dritten Drehgestells in Serie. Da müsste dann ja für das Mitteldrehgestell extra ein Vorwiderstand vor das Solenoid geschaltet werden.


Mit dem Umbau auf Geamatic wurde das mittlere Solenoid (2.Drehgestell) nicht mehr mit Bremsstrom beschickt und bremst daher nicht mehr mit. Das wurde nötig, weil die in Wien verwendete Form der "Geamatic" eine leer mitlaufende Vergleichsachse erfordert.
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Re: Linie 46
« Antwort #29 am: 01. März 2012, 00:08:34 »
Lehrbehelf Gelenktriebwagen Reihe "E und E1", 2. Auflage

31. Solenoidbremse
In jedem der drei Drehgestelle befindet sich ein Bremssolenoid. Diese Solenoide wirken über ein Bremsgestänge auf die Bremsscheiben.
Je nach Art der Bremsung (Haltebremse oder Betriebsbremse) werden die Solenoide wie folgt angespeist:
als Haltebremse alle 3 Solenoide von der Batterie,
bei einer Betriebsbremsung nur das Solenoid des Laufdrehgestells (mittleres Drehgestell) vom Bremsstrom der Generatoren (Motoren).
Die Solenoide können als Haltebremse entweder mit halber oder voller Batteriespannung angespeist werden. Sie entwickeln hiebei eine Zugkraft von 250 kg bzw. 500 kg.