Gesamter öffentlicher Verkehr in Wien > U-Bahn
Hohlräume bei der U3 Mariahilfer Straße - Mögliche Nutzungen?
moszkva tér:
Heute habe ich ausnahmsweise das VOR-Magazin gelesen und einen interessanten Artikel von Thomas Rottenberg gefunden. Er schreibt über die großen Hohlräume im Bereich der U3-Strecke unter der Mahü.
Es befindet sich auf der gesamten Länge von der Neubaugasse zum Europaplatz zwischen U-Bahn und Straßenoberfläche ein langer Raum, ca. 5 m hoch, der nur durch das Stationsbauwerk Zieglergasse unterbrochen wird.
Weiters gibt es zwei große Hohlräume am Europaplatz unter dem Gürtel - 120 m lang, drei Fahrspuren breit und 8 m hoch. Diese hätten einst die tiefergelegten Gürtelfahrbahnen beherbergen sollen, doch dazu ist es nie gekommen.
Angeblich hatten die Wiener Linien schon zahlreiche Anfragen wegen einer temporären Nutzung dieser Katakomben, doch diese ist leider aufgrund fehlender Fluchtwege nicht möglich. Schade eigentlich.
Meine Frage an euch: Denkt ihr, dass man diese Räumlichkeiten dennoch nutzen könnte, und wenn ja, wie?
Es ist eigentlich ein Drama, solche Flächen in dieser Lage nicht zu verwenden. Alleine was die Wiener Linien durch eine Vermietung lukrieren könnten, da könnten sie sicher den 13er nach ein paar Jahren im Alleingang finanzieren.
Meine Idee für die zwei Gürteltunnels: Man könnte eine Abstellhalle für die Straßenbahn bauen. 120 m x 3 Fahrspuren (das ganze 2x) ergibt 18 Züge à 35 m, die man da unterstellen könnte. Das wäre der gesamte Auslauf einer langen Linie. Die Frage ist nur, wo man die Ein- und Ausfahrtsrampen unterbringen könnte.
95B:
Idee Nr. 1: Anlegen von Tiefgaragen (durch Einziehen einer Zwischendecke zweigeschoßiger Ausbau möglich) im Zuge der Autofreimachung der Mariahilfer Straße. Direkter Zugang vom Parkhaus in die U-Bahn-Passage. Eine entsprechende Anzahl von Parkplätzen an der Oberfläche wäre hierfür aufzulassen, vorzugsweise in den schmalen Nebengassen des 6. und 7. Bezirks in der Nähe der Garage. Einen Teil der Parkplätze könnte man beispielsweise an das private EVU Westbahn abtreten, damit die ihren Reisenden P+R bieten können.
Idee Nr. 2: Anlegen von Lagerräumen zur internen Verwendung innerhalb der WL (Aktenlager u. ä.).
Idee Nr. 3: Anlegen eines "Rechenzentrums" (Serverräume etc.), etwa in der Art, wie das einmal mit einem der Flaktürme im Augarten "angedacht" war.
Idee Nr. 4: Einrichtung eines Stadtbahn- und U-Bahn-Museums –> gleich wieder verworfen, da man keine Museumszüge in diese Tunnelanlagen bringen kann.
Hauptproblem ist in allen Fällen die teure Adaptierung der Räume. Neben dem Einbau von Lüftung, Heizung, Wasser-, Abwasser- und Stromleitungen ist der Bau von entsprechen vielend Zugängen und Notausgängen der Pferdefuß schlechthin. Möglicherweise lassen sich die in der Gürtelmitte unterbringen, möglicherweise am Rand. Ich weiß nicht, wie die Tunnelanlagen in Bezug auf die Oberfläche genau liegen.
158er:
Die Tiefgarage braucht dann wahrscheinlich noch einen Haufen Zu- und Abluftsysteme inklusive entsprechender Unterbringung, dann noch die Zwischendecke, Notausgänge... teuer, aber sicher nicht zu teuer und außerdem nicht unmöglich. Rampen könnte man wohl recht einfach auf der Gürtelfahrbahn bzw. je eine bei der Felberstraße und Mariahilfer Straße unterbringen. Wenn der Hohlraum so weit reicht und man den Autos bloß keinen Raum wegnehmen will, würde es mich auch nicht sonderlich stören, den potthäßlichen Christian Broda-Mastenwald-Platz zu kübeln.
Und Idee 4 hättest Du auch nicht verwerfen brauchen...
Wattman:
Idee Nr. 5: eine riesige Modellstraßenbahnanlage! 8)
13er:
--- Zitat von: Wattman am 12. März 2011, 10:07:05 ---Idee Nr. 5: eine riesige Modellstraßenbahnanlage! 8)
--- Ende Zitat ---
Die kommt ja angeblich in den Prater :)
Ich würde eine Nutzung dieser Hohlräume auch befürworten, fürchte aber, dass die ganzen Umbauten sehr teuer kommen würden.
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