Autor Thema: Begrünte Wartehäuschen  (Gelesen 18145 mal)

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KSW

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Re: Begrünte Wartehäuschen
« Antwort #90 am: 13. Mai 2022, 22:19:45 »
Desertifikation begreiflich gemacht für Jedermann...  ::)

benkda01

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Re: Begrünte Wartehäuschen
« Antwort #91 am: 13. Mai 2022, 23:59:38 »
Seid ihr euch sicher, dass das Gras ist? Schaut für mich eher aus wie Sedum o.ä..

haidi

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Re: Begrünte Wartehäuschen
« Antwort #92 am: 14. Mai 2022, 00:17:05 »
Seid ihr euch sicher, dass das Gras ist? Schaut für mich eher aus wie Sedum o.ä..
Wie aus dem von Harald geposteten Link zu lesen ist.
https://www.tramwayforum.at/index.php?topic=9321.msg410862#msg410862
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

95B

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Re: Begrünte Wartehäuschen
« Antwort #93 am: 14. Mai 2022, 09:02:18 »
Seid ihr euch sicher, dass das Gras ist? Schaut für mich eher aus wie Sedum o.ä..

Na, dann können wir uns schon vorstellen, wie das Sedumgleis beim Zentralfriedhof dereinst ausschauen wird.
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Schienenchaos

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Re: Begrünte Wartehäuschen
« Antwort #94 am: 14. Mai 2022, 09:11:36 »
Seid ihr euch sicher, dass das Gras ist? Schaut für mich eher aus wie Sedum o.ä..

Na, dann können wir uns schon vorstellen, wie das Sedumgleis beim Zentralfriedhof dereinst ausschauen wird.

Ich glaub nicht, dass die 3cm Mineralwolleauflage bei der Telefonzelle mit 5cm Substrat und 15-20cm Speicherschicht beim Grüngleis vergleichbar sind. Letzteres sollte also wesentlich resistenter bzgl. der Trockenheit sein! Siehe Rasengleis zB in Linz auf der Betonplatte.

T1

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Re: Begrünte Wartehäuschen
« Antwort #95 am: 14. Mai 2022, 09:37:01 »
So wie ich das verstehe, soll das ja gar nicht optisch grün sein, sondern das Aufheizen der Blechdächer verhindern. Dass das dann bei längeren Trockenperioden nicht gut ausschaut, mag sein, aber das ist ja gar nicht das Ziel?

Bimigel

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Re: Begrünte Wartehäuschen
« Antwort #96 am: 14. Mai 2022, 14:07:37 »
Deswegen wird ja auch Sedum verwendet, weil die viel trockenheitsverträglicher als die meisten Grasarten sind. In Wien macht das bei Gleisanlagen in immer länger andauernden Trockenheitsperioden schon Sinn, das Gras verdorrt da nämlich garantiert (siehe zB Landstraßer Gürtel). Außerdem blüht es auch noch und ist für Insekten wertvoll.

Erich Mladi

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Re: Begrünte Wartehäuschen
« Antwort #97 am: 15. Mai 2022, 15:23:36 »
Und wo sind die Bergziegen die das mähen sollen? >:D

U4

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Re: Begrünte Wartehäuschen
« Antwort #98 am: 15. Mai 2022, 17:10:00 »
Und wo sind die Bergziegen die das mähen sollen? >:D
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Re: Begrünte Wartehäuschen
« Antwort #100 am: 20. Mai 2022, 17:56:20 »
https://www.diepresse.com/6140766/ringstrasse-so-green-dass-es-greener-gar-nicht-mehr-geht

Hat jemand ein Presse-Abo?

Ringstraße so green, dass es greener gar nicht mehr geht
18.05.2022 um 11:26
von Wolfgang Freitag

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Wolfgang Freitag


Beschwernisse der Physik: Pilotprojekt eines Wartehäuschens . . . wf

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Eine begrünte Wartehalle und Zigtausende Euro verlorene Kosten: Geschichte eines Pilotprojekts.

Green ist cool und cool ist cool: Wie cool und green muss da erst das „erste coole Wartehäuschen der Greener Linien“ sein! Nun, die PR-Prosa der Wiener Linien ist das eine, die manchmal ein bisserl uncoole Realität etwas ganz anderes. Doch der Reihe nach.

Keine zwei Jahre ist es her, dass sich dem Parlamentsgebäude gegenüber gar Wundersames begab: Eine eher der Farbe Rot zugerechnete Stadträtin und der Geschäftsführer der Wiener Linien kamen – und siehe, es wurde grün! Gewiss, man könnte einwenden, ein Grün sei an der Volksgartenseite der Wiener Ringstraße im Sommer nichts Besonderes, bekanntlich präsentiert sich diese seit Gründerzeittagen baumbestanden; andererseits kann's ja nie grün genug sein, und also ward es ausgerechnet unter Bäumen eingeweiht: das erste dachbegrünte Wartehäuschen der Wiener Linien.



. . . der Wiener Linien, Dr.-Karl-Renner-Ring. wf
Wenig überraschend, dass sich die Einweiher ob so klimamustergültigem Beitrag zur Klimamusterstadt Wien tief bewegt zeigten, schließlich: „Duftender Jasmin und Lavendel auf dem Wartehäuschen – das gab's in Wien noch nie.“ Freilich, das wird's in dieser Form auch nicht so bald wieder geben. Was nämlich ob all dem Umwelt-Tschingderassabum diskret verschwiegen wurde: dass jenes Pilotprojekt per Stück im Vergleich zu den sonst gebräuchlichen Wartehäuschen mit deutlich höheren Kosten zu Buche schlägt – Insider raunen vom Fünffachen.

Doch das Bedauern darf sich in Grenzen halten: Dass das Gewicht eines begrünten Dachs zu tragen keine Kleinigkeit ist, sieht man dem Objekt nur allzu deutlich an; und was in warmen Monaten die Begrünung schamhaft verdeckt, wird in den kalten umso schmerzhafter offenbar – eine Konstruktion, die mehr über die Beschwernisse der Physik als über urbane Eleganz erzählt. Macht nichts: Auf die Zigtausende Euro an sunk costs kommt's, cool und green, wie wir sind, auch nicht mehr an.