Autor Thema: Falter-Online-Beitrag über den schlechten Zustand des Schienennetzes  (Gelesen 20118 mal)

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S. Böck

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52->Joachimsthalerplatz
Wobei ich mich frage, was dagegen sprechen würde zu dieser Zeit die Linien 46 und 52 als eine gemeinsame Linie zu betreiben (Also Bellaria - Joachimsthalerplatz - Westbahnhof).

Das halte ich grundsätzlich für eine gute Idee. Die zusätzliche Schleifenfahrt des 52ers am Joachi wird dort nämlich garantiert für Verzögerungen sorgen, die drei vier (+ 48A) Linien betreffen. Die Relation der Wendefahrt des 52ers wird ja nur von Einschüben und Einziehern des 49ers genützt und die betreffenden Signalphasen sind ultrakurz. Und da rede ich noch gar nicht von schadhaften E-Weichen, was dort leider immer wieder zu beobachten ist... Nichtsdestotrotz ist die Ablenkung des 52ers jedenfalls im Abschnitt Hütteldorfer Straße - Joachi ein deutlicher "overkill". Der Link zur 52E-Auschreibung gibt für Nichtangemeldete keine Details über die Linienführung her. Sofern er - sagen wir - von Anschützgasse nach Baumgarten fährt, eventuell mit Umwegen durch Nebengassen wegen Baustellen, müßte das in der schulfreien Zeit eigentlich genügen - ja man könnte wahrscheinlich sogar lediglich Midibusse einsetzen, um die Fahrt durch die Nebengassen zu erleichtern. Meiner bescheidenen Meinung nach wäre der abgelenkte 52er dann auf alle Fälle verzichtbar. Sollten in der Mahü Kapazitätsengpässe auftreten, weil sie dann nur vom 60er bedient wird, könnte man bei Bedarf die Zusatzlinie 60 Strich vom WBH zur Kennedybrücke führen.

95B

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Folgende Projekte gibt es heuer ab Sommer:
Quellenstraße
Schwarzenbergplatz
Währinger Gürtel
Linzer Straße
Das ist zu wenig und zu spät; die Sanierung des Landstraßer Gürtels und der Gleisanlagen auf der Augartenbrücke hätte eigentlich höchste Priorität, ebenso die Sanierung der Laxenburger Straße, Donaufelder Straße und Neilreichgasse.

Ich ergänze noch die Wiedner Hauptstraße, die mittlerweile beinahe auf ihrer gesamten Länge zu einer Langsamfahrstrecke verkommen ist.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
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S. Böck

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Folgende Projekte gibt es heuer ab Sommer:
Quellenstraße
Schwarzenbergplatz
Währinger Gürtel
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Das ist zu wenig und zu spät; die Sanierung des Landstraßer Gürtels und der Gleisanlagen auf der Augartenbrücke hätte eigentlich höchste Priorität, ebenso die Sanierung der Laxenburger Straße, Donaufelder Straße und Neilreichgasse.

nord22

Wiedner Hauptstraße (EDIT: 95B war schneller), aber auch: Westbahnhof (Querung äußerer Gürtel zur Mahü)  8)

Klingelfee

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Folgende Projekte gibt es heuer ab Sommer:
Quellenstraße
Schwarzenbergplatz
Währinger Gürtel
Linzer Straße
Das ist zu wenig und zu spät; die Sanierung des Landstraßer Gürtels und der Gleisanlagen auf der Augartenbrücke hätte eigentlich höchste Priorität, ebenso die Sanierung der Laxenburger Straße, Donaufelder Straße und Neilreichgasse.

nord22

Das andere Stellen auch schon lange saniert gehören, ist logisch. Aber wie Hr. Steinbauer erklärt hat, dürfen die WL gar nicht immer an allen Stellen arbeiten. Ich kann mich ain die Weiche vor dem Parlament erinnern, wo die WL 2 Jahre gekämpft hatte, dass sie dort einen Leitungsschaden reparieren durften.

Und dann bezweifle ich, dass es genügend Personal, bzw Firmen gibt, um alle Gleisschäden gleichzeitig zu beheben. Von den notwendigen Geldmittel ganz zu schweigen.

Und bitte nicht wieder beginnen, mit "Dann sollten die WL mehr Personal aufnehmen" oder "Dann sollte man andere Projekte stoppen" oder ähnliches. Nicht dass ich über das nicht diskutieren will, aber das wurde schon in den diversesten Thread bis zur Unendlichkeit diskutiert.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

S. Böck

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Folgende Projekte gibt es heuer ab Sommer:
Quellenstraße
Schwarzenbergplatz
Währinger Gürtel
Linzer Straße
Das ist zu wenig und zu spät; die Sanierung des Landstraßer Gürtels und der Gleisanlagen auf der Augartenbrücke hätte eigentlich höchste Priorität, ebenso die Sanierung der Laxenburger Straße, Donaufelder Straße und Neilreichgasse.

nord22

Das andere Stellen auch schon lange saniert gehören, ist logisch. Aber wie Hr. Steinbauer erklärt hat, dürfen die WL gar nicht immer an allen Stellen arbeiten. Ich kann mich ain die Weiche vor dem Parlament erinnern, wo die WL 2 Jahre gekämpft hatte, dass sie dort einen Leitungsschaden reparieren durften.

Wenn die Geschäftsführung cojones hätte, würde sie bei hartnäckiger Weigerung der Stadt, ultradringende Sanierungsarbeiten zu genehmigen, einfach den Betrieb - aus Sicherheitsgründen - einstellen. Aber - mir san jo in Wean... >:D

95B

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Wir hatten vor einiger Zeit hier im Forum eine Grafik, aus der ersichtlich war, dass seit geraumer Zeit (also seit vielen Jahren) die Länge der jährlich neu hinzukommenden Langsamfahrstellen in Summe höher ist als die sanierten Gleiskilometer. Es wurde also über Jahre hinweg auf den heutigen Zustand geradezu hingearbeitet. Corona, angeblich überhöhte Anbote, Schwierigkeiten bei der Baustelleneinrichtung oder das in Erdberg so beliebte angebliche Zusammenbrechen des Autoverkehrs sind nur beliebige Ausreden.

Ich will da gar keine Absicht unterstellen. Man hat einfach den Zeitpunkt verschlafen, als die Erneuerungsmaßnahmen aufgestockt hätten werden müssen – ebenso, wie man im Juni vorigen Jahres den Beginn des exponentiellen Anstiegs der Covid-Fälle schlicht übersehen hat, was letztlich dazu führte, dass die Intensität der zweiten Welle nicht rechtzeitig abgefangen werden konnte. Und so muss man sich auch ordentlich auf die Beine stellen, um dem Verfall des Gleisnetzes so entgegenzuwirken, dass sich die Zustände wieder bessern. Die paar für den Sommer vorgesehen Maßnahmen werden bei weitem nicht genügen, denn wir wissen ja, dass neue Langsamfahrstellen stetig hinzukommen. Bei etlichen Stellen wundere ich mich ohnehin, dass noch keine Taferln hängen, so wie das dort rumpelt, schwankt und schaukelt.
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Schienenchaos

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Ich will da gar keine Absicht unterstellen. Man hat einfach den Zeitpunkt verschlafen, als die Erneuerungsmaßnahmen aufgestockt hätten werden müssen [...]
Nur hat man durch den EM zumindest alle 4 (?) Wochen einen recht guten Überblick über den Zustand des Oberbaus. Da müsste man schon aktiv wegschauen, um den „Zeitpunkt zu verschlafen“.

Elin Lohner

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Nichtsdestotrotz ist die Ablenkung des 52ers jedenfalls im Abschnitt Hütteldorfer Straße - Joachi ein deutlicher "overkill".
Darum hatte ich ja vor einigen Monaten die verpasste Chance für ein Ausweichgleis der Linie 52, über die Ameisgasse, nach Breitensee erwähnt.

Zitat
Der Link zur 52E-Auschreibung gibt für Nichtangemeldete keine Details über die Linienführung her. Sofern er - sagen wir - von Anschützgasse nach Baumgarten fährt, eventuell mit Umwegen durch Nebengassen wegen Baustellen, müßte das in der schulfreien Zeit eigentlich genügen - ja man könnte wahrscheinlich sogar lediglich Midibusse einsetzen, um die Fahrt durch die Nebengassen zu erleichtern.
Der 52E soll zwischen Linzer Straße/Reinlgasse und Seckendorfstraße/Zehetnergasse fahren. Siehe hier.

Zitat
Meiner bescheidenen Meinung nach wäre der abgelenkte 52er dann auf alle Fälle verzichtbar.
Dafür müsste jedoch der 52E bis zur Anschützgasse fahren, es sei denn der 10er genügt alleine zwischen Reinlgasse und Johnstraße/Schloßallee.

Zitat
Sollten in der Mahü Kapazitätsengpässe auftreten, weil sie dann nur vom 60er bedient wird, könnte man bei Bedarf die Zusatzlinie 60 Strich vom WBH zur Kennedybrücke führen.
Warum nicht gleich den 58er, während den Bauarbeiten, wieder einführen? :P
Ich bin der Meinung, dass man eine neue Remise am Gelände des ehemaligen Nordwestbahnhofes bauen, und dann die bestehende Remise Brigittenau dem VEF/WTM übergeben sollte.

hema

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Wenn die Geschäftsführung cojones hätte, würde sie bei hartnäckiger Weigerung der Stadt, ultradringende Sanierungsarbeiten zu genehmigen, einfach den Betrieb - aus Sicherheitsgründen - einstellen. Aber - mir san jo in Wean... >:D
Klar wird man sich mit der betroffenen Gebietskörperschaft absprechen und Baumaßnahmen koordinieren, so gut es geht, macht ja auch die Bundesbahn. Aber letztlich kann eine Gemeinde usw. einen Eisenbahnbetrieb gar nicht dran hindern, seine Anlagen nach Bedarf und Erfordernis zu erhalten und sanieren. Auf die Füße muss man sich halt nötigenfalls stellen!
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

Linie 60

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Wiedner Hauptstraße (EDIT: 95B war schneller), aber auch: Westbahnhof (Querung äußerer Gürtel zur Mahü)  8)
Im Bereich Westbahnhof - Europaplatz gibt es heuer auch ein großes Bauvorhaben. Wurde bereits vor einiger Zeit ausgeschrieben.

Klingelfee

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Re: Falter-Online-Beitrag über den schlechten Zustand des Schienennetzes
« Antwort #100 am: 05. Juni 2021, 13:03:47 »

Wenn die Geschäftsführung cojones hätte, würde sie bei hartnäckiger Weigerung der Stadt, ultradringende Sanierungsarbeiten zu genehmigen, einfach den Betrieb - aus Sicherheitsgründen - einstellen. Aber - mir san jo in Wean... >:D
Klar wird man sich mit der betroffenen Gebietskörperschaft absprechen und Baumaßnahmen koordinieren, so gut es geht, macht ja auch die Bundesbahn. Aber letztlich kann eine Gemeinde usw. einen Eisenbahnbetrieb gar nicht dran hindern, seine Anlagen nach Bedarf und Erfordernis zu erhalten und sanieren. Auf die Füße muss man sich halt nötigenfalls stellen!

So einfach ist es auch nicht, da sich Gleisbauarbeiten der WL zum Gegensatz der ÖBB fast ausschließlich auf öffentlichen Grund befinden.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

Operator

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Re: Falter-Online-Beitrag über den schlechten Zustand des Schienennetzes
« Antwort #101 am: 05. Juni 2021, 13:57:26 »


Aber letztlich kann eine Gemeinde usw. einen Eisenbahnbetrieb gar nicht dran hindern, seine Anlagen nach Bedarf und Erfordernis zu erhalten und sanieren. Auf die Füße muss man sich halt nötigenfalls stellen!
Und wer bitte von den zuständigen Damen oder Herren sollte sich auf die Füße stellen?  :-X

Taurus

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Re: Falter-Online-Beitrag über den schlechten Zustand des Schienennetzes
« Antwort #102 am: 05. Juni 2021, 21:40:09 »
Es geht ums Budget. Der Rest sind Ausreden.



Wenn die Geschäftsführung cojones hätte, würde sie bei hartnäckiger Weigerung der Stadt, ultradringende Sanierungsarbeiten zu genehmigen, einfach den Betrieb - aus Sicherheitsgründen - einstellen. Aber - mir san jo in Wean... >:D
Hypothetischer Gesprächsverlauf
Geschäftsführer zum Bürgermeister: Wir brauchen Geld und Genehmigungen zum Sanieren, sonst bekomm ma Ärger mit der Behörde.

Bürgermeister (= Landeshauptmann): Mit mir kriegst sicher keine Probleme, solange etwas fährt...