Autor Thema: Sitzplatzreduktion im ULF  (Gelesen 232612 mal)

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Werner1981

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Bus

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Re: Sitzplatzreduktion im ULF
« Antwort #646 am: 03. Mai 2017, 08:48:16 »
Ist doch perfekt. Wenn immer weniger Sitze eingebaut werden, kann man immer mehr große Sachen transportieren. Bald werden sich die Leute auch ihren eigenen Sessel mitnehmen (müssen).   >:D

Hauptbahnhof

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Re: Sitzplatzreduktion im ULF
« Antwort #647 am: Gestern um 20:25:57 »
Angeblich sollen jetzt auch die kurzen ULF umgebaut werden?

Stadtbahn

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Re: Sitzplatzreduktion im ULF
« Antwort #648 am: Gestern um 20:49:33 »
Angeblich sollen jetzt auch die kurzen ULF umgebaut werden?

Um die statistische Gesamtplatzanzahl auf die Lang-ULF-Version anzuheben? Wäre dann ein rechnerischer Trick.
Vorsicht, der Zug wird abgefertigt!

Schienenchaos

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Re: Sitzplatzreduktion im ULF
« Antwort #649 am: Gestern um 22:22:12 »
Dabei kann eigentlich nur ein Mehrzweckabteil im Bereich der zweiten Tür möglich sein, denn für die Heckadaption wurden ja bislang immer statisch Probleme bzw. die zu hohe Radsatzlast ins Treffen geführt,

T1

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Re: Sitzplatzreduktion im ULF
« Antwort #650 am: Gestern um 23:19:00 »
Ist schon lange notwendig. :up: Wir werden die Fahrzeuge noch länger haben, auf Linie wie 5 und 9 fehlen dringend Mehrzweckbereiche (Kinderwagen, Gepäck) sowie sinnvolle Stehplätze.
»Du wirst merken; User T1 hat immer Recht!« – Operator

t12700

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Re: Sitzplatzreduktion im ULF
« Antwort #651 am: Heute um 06:47:35 »
Ist schon lange notwendig. :up: Wir werden die Fahrzeuge noch länger haben, auf Linie wie 5 und 9 fehlen dringend Mehrzweckbereiche (Kinderwagen, Gepäck) sowie sinnvolle Stehplätze.
Dort fehlen eher lange ULFe! :lamp:

abc

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Re: Sitzplatzreduktion im ULF
« Antwort #652 am: Heute um 08:35:50 »
Ist schon lange notwendig. :up: Wir werden die Fahrzeuge noch länger haben, auf Linie wie 5 und 9 fehlen dringend Mehrzweckbereiche (Kinderwagen, Gepäck) sowie sinnvolle Stehplätze.
Dort fehlen eher lange ULFe! :lamp:

 :up:

Ich schreibe es desöfteren: wenn man irgendeinen Anspruch an einen attraktiven ÖV hat, sollte der Sitzplatz für jeden Fahrgast Standard sein. Dass das auf der U1 im Berufsverkehr kaum möglich ist, ist mir auch klar. Aber in Wien müssen selbst sonntags die Fahrgäste in Massen stehen, und das nicht nur in der Innenstadt. Zugleich sind ausreichend dimensionierte Mehrzweckbereiche und sinnvolle Stehplätze auch notwendig. Heißt: Längere Fahrzeuge.

Vielleicht sollte man auch für einige Jahre (natürlich so kurz wie möglich) Kapazität über hundertprozentige Barrierefreiheit setzen und z.B. am 5er werktags jeden zweiten Umlauf mit E2+c5 führen. Ganz platt gesagt: was nützt einem Rollstuhlfahrer oder einem Elternteil mit Kinderwagen ein Niederflurfahrzeug, wenn er/es nicht mehr hineinpasst?
Es heißt völlig zu recht "Ring, Volkstheater" und "Enkplatz, Grillgasse". Stationsnamen dienen in erster Linie der Orientierung von Fahrgästen.

Klingelfee

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Re: Sitzplatzreduktion im ULF
« Antwort #653 am: Heute um 08:51:49 »
Ist schon lange notwendig. :up: Wir werden die Fahrzeuge noch länger haben, auf Linie wie 5 und 9 fehlen dringend Mehrzweckbereiche (Kinderwagen, Gepäck) sowie sinnvolle Stehplätze.
Dort fehlen eher lange ULFe! :lamp:

 :up:

Ich schreibe es desöfteren: wenn man irgendeinen Anspruch an einen attraktiven ÖV hat, sollte der Sitzplatz für jeden Fahrgast Standard sein. Dass das auf der U1 im Berufsverkehr kaum möglich ist, ist mir auch klar. Aber in Wien müssen selbst sonntags die Fahrgäste in Massen stehen, und das nicht nur in der Innenstadt. Zugleich sind ausreichend dimensionierte Mehrzweckbereiche und sinnvolle Stehplätze auch notwendig. Heißt: Längere Fahrzeuge.

Vielleicht sollte man auch für einige Jahre (natürlich so kurz wie möglich) Kapazität über hundertprozentige Barrierefreiheit setzen und z.B. am 5er werktags jeden zweiten Umlauf mit E2+c5 führen. Ganz platt gesagt: was nützt einem Rollstuhlfahrer oder einem Elternteil mit Kinderwagen ein Niederflurfahrzeug, wenn er/es nicht mehr hineinpasst?

Sorry, aber deine Forderung, dass es auch am Wochenende eine Sitzplatzgarantie gibt, ist ein Ding der Unmöglichkeit. Denn es wird immer wieder zu Gruppenbildungen kommen, wo es einfach nicht möglich ist, dass alle Sitzen. Ansonsten müsste man auch am Wochenende im 2-3 min Intervall fahren. Und das ist sowohl aus kosten, als aus Personalsicht nicht umsetzbar.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

Bus

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Re: Sitzplatzreduktion im ULF
« Antwort #654 am: Heute um 09:35:52 »
Angeblich sollen jetzt auch die kurzen ULF umgebaut werden?

Um die statistische Gesamtplatzanzahl auf die Lang-ULF-Version anzuheben? Wäre dann ein rechnerischer Trick.

Diesen Verdacht habe ich schon lange. Ein Intervall kann man ja leicht berechnen aufgrund der zu erwartenden Fahrgastanzahl. Nicht umsonst wurden die Intervalle bei vielen Linien gedehnt, weil statistisch gesehen ja jetzt mehr Platz vorhanden ist (SAP). Diesen Umstand werden die WL aber niemals zugeben wollen. Man verkauft es unter dem Thema Komfort, sieht man ja recht deutlich den neuen X-Wagen, der hat ja angeblich so viel mehr komfort lt. Rathauspropaganda.

abc

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Re: Sitzplatzreduktion im ULF
« Antwort #655 am: Heute um 09:42:19 »
In einem Auto sitzen im Schnitt 1,2 Menschen, d.h. in fast allen Autos fahren vier leere Sitzplätze spazieren. Bevor man das in Frage stellt, gibt man Milliarden Euro für neue Schnellstraßen aus, dabei wären die Staus um 80 % kürzer, wenn alle Autos voll ausgelastet wären.

Aber dass ein Sitzplatz pro Fahrgast der Regelfall sein sollte,

ist ein Ding der Unmöglichkeit.


Dann natürlich der übliche rhetorische Taschenspielertrick:

Denn es wird immer wieder zu Gruppenbildungen kommen, wo es einfach nicht möglich ist, dass alle Sitzen.

Man sucht sich eine besondere Situation raus und erkläre sie zum Regelfall, um die Forderung als ganzes abzukanzeln. Auch weil der Taschenspielertrick so schön war, gleich nochmal:

Ansonsten müsste man auch am Wochenende im 2-3 min Intervall fahren. Und das ist sowohl aus kosten, als aus Personalsicht nicht umsetzbar.

Es gibt zahlreiche Buslinien in Wien, in denen 12-Meter-Busse alle 10 oder gar 15 min fahren und die abschnittsweise selbst in Nebenverkehrszeiten bummvoll sind (5B, 59A, 65A, 76A/B zum Beispiel). Da kann mir niemand erzählen, dass es da nicht Luft nach oben gibt.

Auch bei der Bim gibt es solche Fälle - beim 71er wären z.B. sonntags 5-min-Intervalle zwischen St. Marx und Börse durchaus angebracht (und selbst dann müssten wahrscheinlich noch ein paar Menschen stehen).

Ach ja, "kein Geld": Die Möchtegern-Klimamusterstadt gibt 200.000.000 Euro (Eigenanteil) für eine Autobahn aus, die nicht Autobahn heißen darf. Sie kann es sich auch leisten, Busse und Bahnen ständig vor Ampeln stehen zu lassen oder die rechtzeitige Erneuerung von Gleisen zu unterlassen, was dann zu Langsamfahrstellen führt. "Wir haben zwar genug Fahrzeuge, um sie ständig vor Ampeln zu parken, aber nicht, um sie im Sinne der Fahrgäste für höhere Kapazitäten zu nutzen!"

Mit dem Ziel "Sitzplatz als Regelfall" ist es wie mit vielen Zielen: man wird sie nie zu 100 % erreichen, aber indem man es versucht, erreicht man Verbesserungen. Heißt umgekehrt: wer die zu 100 % fehlenden Prozent zum Regelfall erklärt, hat eigentlich kein Interesse, irgendetwas zu verbessern.
Es heißt völlig zu recht "Ring, Volkstheater" und "Enkplatz, Grillgasse". Stationsnamen dienen in erster Linie der Orientierung von Fahrgästen.

Nulltarif

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Re: Sitzplatzreduktion im ULF
« Antwort #656 am: Heute um 09:58:34 »
Ja, die Taschenspieler-Tricks (Hervorhebungen durch mich):
... wenn man irgendeinen Anspruch an einen attraktiven ÖV hat, sollte der Sitzplatz für jeden Fahrgast Standard sein. Dass das auf der U1 im Berufsverkehr kaum möglich ist, ist mir auch klar. Aber in Wien müssen selbst sonntags die Fahrgäste in Massen stehen, ...
... deine Forderung, dass es auch am Wochenende eine Sitzplatzgarantie gibt, ...

Solche Diskussionen können wir uns hier im Forum wirklich sparen - schlimm genug, dass es auch in der Politik oft genug so ähnlich läuft.
Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe. (Dalai Lama)