Straßenbahn Wien > Zukunftsperspektiven

Studie von Complexity Science Hub: Vor allem U-Bahn reduziert Autoverkehr

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KSW:
Je größer die Stadt, desto größer der Parkdruck, desto merh Verkehr, desto unattraktiver der MIV generell - wird offenbar auch dezent "übersehen".

Vineyard:
https://youtu.be/G0C1wGawWW8?si=2FoKEALmFrLdpd9X

Ich habe das Video letztens in einem anderen Thread geteilt. (Trotz des Titels ist es aber positiv in Bezug auf Wien. Für Amerikaner war es halt ein ziemlicher Kulturschock.)

Was übrigens den Model Split betrifft, gab es mal vor (glaub ich) 2 Jahren eine Studie im Profil, wo auch Prozentsätze in Bezug auf bestimmte Pendelkorridore von Wien gezeigt wurden. Und am deutlich besten hat derjenige Korridor im Westen von Wien abgeschnitten, welcher die S50 und den Zugverkehr von St. Pölten aus beinhalte.

Bus:
Im Bahnverkehr ist es ja genauso, Schienenverkehr zieht mehr Fahrgäste an als ein Bus. Natürlich ist ein übergeordnetes Nahverkehrsmittel wie die U-Bahn deutlich attraktiver, weil keine zusätzlichen Stopps an Ampeln vorhanden sind und das Intervall viel dichter ist. Das Platzangebot spricht auch für sich, vergleicht man Fahrzeiten U-Bahn versus Straßenbahn, unterliegt letztere deutlich.

abc:

--- Zitat von: Bus am 11. November 2025, 09:47:21 ---Natürlich ist ein übergeordnetes Nahverkehrsmittel wie die U-Bahn deutlich attraktiver, weil keine zusätzlichen Stopps an Ampeln vorhanden sind und das Intervall viel dichter ist. Das Platzangebot spricht auch für sich, vergleicht man Fahrzeiten U-Bahn versus Straßenbahn, unterliegt letztere deutlich.
--- Ende Zitat ---

So einfach ist es auch nicht - die Aussagen gelten zweifelsohne für lange Strecken, bei kurzen sieht es aber schon wieder anders aus. Dann fällt nämlich jeder längere Weg zur Station bzw. zum Bahnsteig, jedes zusätzliche Umsteigen besonders ins Gewicht. Kommt man mit der U3 wirklich schneller von der Stiftskaserne zum Westbahnhof als seinerzeit mit der Straßenbahn?

Beide Verkehrsmittel haben ihre Berechtigung und ihre spezifischen Einsatzmöglichkeiten. Dieses Entweder-Oder, das die Studie fördert, verschlechtert beide. Auch die U-Bahn wird ja nicht schneller dadurch, dass sie an jeder Straßenecke hält, um Straßenbahnen zu vermeiden. In der inneren Mahü wäre es für das Gesamtsystem sicher sinnvoller gewesen, die Straßenbahn zum Karlsplatz zu erhalten und auf die U3-Station Zieglergasse zu verzichten.

Nulltarif:
So wie konkret in Wien die Straßenbahn wenig bevorzugt gegenüber dem MIV behandelt wird, lockt sie natürlich kaum jemand aus dem Auto. Das müsste aber nicht sein, neben dem "Parkdruck" entstünde dann vielleicht auch ein "Geschwindigkeitsdruck", wenn man mit dem Auto nicht mehr (wesentlich) schneller ist als mit der Bim.

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