Autor Thema: Radweg Hütteldorfer Straße und Wegfall des selbstständigen Gleiskörpers  (Gelesen 5784 mal)

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EinfallsreicherName

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Vor kurzem wird ja in der Hütteldorfer Straße ein baulich getrennter Zweirichtungsradweg gebaut. Weiß irgendwer etwas näheres dazu, ob hier der selbständige Gleiskörper des 49ers FR Hütteldorf wegfallen wird? Ich konnte bisher nur eine Visualisierung zu dem Projekt finden, die aber den Zustand östlich der Huglgasse zeigt. Auf dieser erkennt man aber, dass neben dem Radweg natürlich auch noch die obligatorischen Parkplätze zu sehen sind. Wenn dem auch so beim Abschnitt westlich der Huglgasse ist, dann würde das bedeuten, dass sich der 49er sich hier den Abschnitt mit Autos teilen kann… Samt Einparkspezialisten, die den 49er mit ihrem fünfmaligen Reversieren ausbremsen werden.

Ich hoffe man verzichtet hier auf die Parkplätze und behält den Gleiskörper des 49ers…

https://www.wien.gv.at/rudolfsheim-fuenfhaus/radweg-huetteldorfer-strasse

Schaltkurbel

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Ich hoffe man verzichtet hier auf die Parkplätze und behält den Gleiskörper des 49ers…

https://www.wien.gv.at/rudolfsheim-fuenfhaus/radweg-huetteldorfer-strasse

In deinem Link steht:
In der Hütteldorfer Straße wird vom Urban-Loritz-Platz bis zur Wurmsergasse ein neuer 3,5 Meter breiter und über 1,2 Kilometer langer, baulich getrennter 2-Richtungs-Radweg errichtet.

Die Radverbindung wird dann weiter durch die verkehrsberuhigte Wasserwelt - entlang der Meiselstraße - bis zur Johnstraße geführt. Aufenthalts- und Grünflächen auf der Wasserwelt werden umfahren, um Konflikte mit Fußgängerinnen und Fußgängern und Öffi-Fahrgästen vermeiden.
Sollte jemand einen Tipp- oder Rechtschreibfehler finden darf er diesen behalten!

EinfallsreicherName

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In deinem Link steht:
In der Hütteldorfer Straße wird vom Urban-Loritz-Platz bis zur Wurmsergasse ein neuer 3,5 Meter breiter und über 1,2 Kilometer langer, baulich getrennter 2-Richtungs-Radweg errichtet.

Die Radverbindung wird dann weiter durch die verkehrsberuhigte Wasserwelt - entlang der Meiselstraße - bis zur Johnstraße geführt. Aufenthalts- und Grünflächen auf der Wasserwelt werden umfahren, um Konflikte mit Fußgängerinnen und Fußgängern und Öffi-Fahrgästen vermeiden.

Mir geht es um den Abschnitt Huglgasse bis Wurmsergasse. Hier verläuft der Radweg auf der Hütteldorfer Straße. Und dort hat der 49er ja einen quasi-selbständigen (eingentlich nur eine Busspur, trotzdem mehr oder weniger frei von Autos) Gleiskörper

Hier ein Link zur Karte: https://www.wien.gv.at/verkehr-stadtentwicklung/images/huetteldorferstrasse-plan-gr.jpg

coolharry

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Die Wurmsergasse ist ja eine Sackgasse. Wo der Fußweg so halbert unter einem Wohnhaus durch geht. Wäre eine eigenartige Radwegverbindung.

So wie die letzten Radwege gebaut wurden, wurde eigentlich öfter die Parkspur gestrichen. Kommt halt drauf an wie sehr sich die Kaufleute jetzt noch dagegen stark machen.
Weil ein menschlicher Hühnerstall nicht der Weisheit letzter Schluß sein kann.

EinfallsreicherName

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Also laut Plan soll der Radweg durch über die Wurmsergasse auf die Meiselstraße übergehen... Keine Ahnung, wie die Führung des Radweges dort aussieht. Ich kann nur sagen, dass die Bauarbeiten im Abschnitt Huglgasse-Wurmsergasse bereits begonnen haben, also müssten die Pläne eigentlich schon feststehen. Und da nirgendwo davon die Rede ist, dass der Gleiskörper des 49ers auch so bleibt, bin ich mir ziemlich sicher, dass sich der 49er sich den Abschnitt mit dem MIV zukünftig teilen darf. Bei den anderen Projekten wie der Äußeren Mariahilfer wird ja bei jeder Möglichkeit verkündet, dass die Straßenbahn weiterhin separat vom MIV unterwegs sein wird...

LH

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Es ist entsetzend zu sehen, dass die aufgrund fehlender Ampelbevorrangungen ohnehin schon langsame Straßenbahn durch den Abbau eigenständiger Gleiskörer weiter ausgebremst wird. Für einen Radweg die Straßenbahn weiter zu verlangsamen steht in keinem Kosten-Nutzen-Verhältnis. Der Radverkehr gehört reduziert, alleine schon um die Aufenthaltsqualität für Fußgänger zu gewährleisten.

Klingelfee

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Es ist entsetzend zu sehen, dass die aufgrund fehlender Ampelbevorrangungen ohnehin schon langsame Straßenbahn durch den Abbau eigenständiger Gleiskörer weiter ausgebremst wird. Für einen Radweg die Straßenbahn weiter zu verlangsamen steht in keinem Kosten-Nutzen-Verhältnis. Der Radverkehr gehört reduziert, alleine schon um die Aufenthaltsqualität für Fußgänger zu gewährleisten.

Und woher weißt du jetzt schon, dass durch den Radweg die Linien 12A und 49 eingebremst werden? Ich sehe da überhaupt keinen Grund, dass sich wegen dem Radweg die Ampelschaltung irgendwie geändert werden muss. Auch ist noch nicht klar, ob hinkünftig der MIV auf dem Gleis der Linie 49 fahren wird oder doch die Parkplätze zu Gunsten des Radweges aufgelassen werden. Da nämlich in der Hütteldorfer Straße Gürtel und Huglgasse der Fall ist, nehme ich an, dass dies auch zwischen Huglgasse und Wurmsergasse so sein wird.

Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

haidi

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Es ist entsetzend zu sehen, dass die aufgrund fehlender Ampelbevorrangungen ohnehin schon langsame Straßenbahn durch den Abbau eigenständiger Gleiskörer weiter ausgebremst wird. Für einen Radweg die Straßenbahn weiter zu verlangsamen steht in keinem Kosten-Nutzen-Verhältnis. Der Radverkehr gehört reduziert, alleine schon um die Aufenthaltsqualität für Fußgänger zu gewährleisten.

Und woher weißt du jetzt schon, dass durch den Radweg die Linien 12A und 49 eingebremst werden? Ich sehe da überhaupt keinen Grund, dass sich wegen dem Radweg die Ampelschaltung irgendwie geändert werden muss. Auch ist noch nicht klar, ob hinkünftig der MIV auf dem Gleis der Linie 49 fahren wird oder doch die Parkplätze zu Gunsten des Radweges aufgelassen werden. Da nämlich in der Hütteldorfer Straße Gürtel und Huglgasse der Fall ist, nehme ich an, dass dies auch zwischen Huglgasse und Wurmsergasse so sein wird.

 >:D >:D >:D Das sind andere Voraussetzungen, dort fährt ja keine Straßenbahn.  >:D >:D >:D
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abc

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Der Radverkehr gehört reduziert, alleine schon um die Aufenthaltsqualität für Fußgänger zu gewährleisten.

Genau, der viele Radverkehr ist das Problem. :fp: :bh:

Edwin

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Der Radverkehr gehört reduziert, alleine schon um die Aufenthaltsqualität für Fußgänger zu gewährleisten.


Die Aufenthaltsqualität für Fußgänger wäre wesentlich besser wenn der MIV reduziert wird. Es wäre auch besser statt des Radweges eine Geschwindigkeitsbegrenzung für den MIV auf 30 km/h einzurichten, und die Radfahrer fahren auf der Fahrbahn. Man könnte auch aus der Parkspur eine Radspur machen ...

LH

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Es ist entsetzend zu sehen, dass die aufgrund fehlender Ampelbevorrangungen ohnehin schon langsame Straßenbahn durch den Abbau eigenständiger Gleiskörer weiter ausgebremst wird. Für einen Radweg die Straßenbahn weiter zu verlangsamen steht in keinem Kosten-Nutzen-Verhältnis. Der Radverkehr gehört reduziert, alleine schon um die Aufenthaltsqualität für Fußgänger zu gewährleisten.

Und woher weißt du jetzt schon, dass durch den Radweg die Linien 12A und 49 eingebremst werden? Ich sehe da überhaupt keinen Grund, dass sich wegen dem Radweg die Ampelschaltung irgendwie geändert werden muss. Auch ist noch nicht klar, ob hinkünftig der MIV auf dem Gleis der Linie 49 fahren wird oder doch die Parkplätze zu Gunsten des Radweges aufgelassen werden. Da nämlich in der Hütteldorfer Straße Gürtel und Huglgasse der Fall ist, nehme ich an, dass dies auch zwischen Huglgasse und Wurmsergasse so sein wird.

Weil man schon auf Streetview erkennt, dass sich das nicht ausgeht. Der Radweg wird mit 3,5 Meter Breite geplant. Dass durch die Führung des MIV über die Gleise die Straßenbahn verlangsamt und blockiert wird ist ein Fakt, das auf den Linien 40 und 41 täglich zu beobachten ist. An schlechten Tagen sammeln die Linien Zwischen Gürtel und Gersthof 5 Minuten Verspätung. Generell muss man aus diesem und anderen Berichten schließen, dass man sehr weit weg von einer Beschleunigung der Straßenbahn ist, die im Ideallfall aus einer Auflassung von Parkspuren, verlagerung des fließenden MIV auf die formalige Parkspur und Herstellung eines eigenen Gleiskörpers bestünde.

Der Radverkehr gehört reduziert, alleine schon um die Aufenthaltsqualität für Fußgänger zu gewährleisten.

Genau, der viele Radverkehr ist das Problem. :fp: :bh:

Die Elektrollerfahrer und die "Ich bin ein Fahrrad"-Mopeds sind ein nicht minder großes Problem.

haidi

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Die Elektrollerfahrer und die "Ich bin ein Fahrrad"-Mopeds sind ein nicht minder großes Problem.
Ein "Fahrradmoped" ist kein anderes Problem als ein E-Fahrrad oder ein Fahrrad mit einem trittstarkem Faher.
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Tatra83

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Und woher weißt du jetzt schon, dass durch den Radweg die Linien 12A und 49 eingebremst werden? Ich sehe da überhaupt keinen Grund, dass sich wegen dem Radweg die Ampelschaltung irgendwie geändert werden muss.
Die LSA am Knoten Hütteldorfer Straße # Wurmsergasse muss jedenfalls geändert werden, weil sonst für Radfahrer kein Abbiegen in Richtung stadtauswärts möglich ist.

Weil der Abschnitt Meiselstraße in 2025 dran sein soll: Aktuell will man auch noch am S-Bahnhof Breitensee einen Umbau durchführen und wünscht sich die Wirtschaftskammer einen "Markt": https://www.meinbezirk.at/penzing/c-lokales/der-erste-klimafitte-markt-soll-in-penzing-entstehen_a6318275
Und ich dachte, mit der Straßenbahn bin ich schneller als zu Fuß.

abc

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Dass durch die Führung des MIV über die Gleise die Straßenbahn verlangsamt und blockiert wird ist ein Fakt, das auf den Linien 40 und 41 täglich zu beobachten ist. An schlechten Tagen sammeln die Linien Zwischen Gürtel und Gersthof 5 Minuten Verspätung.

Wir lernen also: wenn Straßenbahnen und Busse im MIV-Stau versinken, ist das ein untrügliches Zeichen dafür, dass es zu viel Radverkehr gibt. :lamp:
Tut mir Leid, irgendwo bin ich in dieser Argumentationskette ausgestiegen.

Übrigens sind in Wien knapp 40 % der Autofahrten max. 5 km lang (= ca. 20 min mit dem Fahrrad). Wenn man den MIV wirklich reduzieren möchte, wird man nicht umhinkommen, auch auf den Radverkehr zu setzen - zumal der ÖV ja auch nicht über mangelnde Nachfrage klagt und seine (vorhandenen und künftigen) Kapazitäten benötigt werden, um längere Wege auf den Umweltverbund zu verlagern. Die größte Herausforderung sind die Hunderttausenden, die aktuell mit dem Auto nach Wien einpendeln. Wenn man auch nur einen Teil davon auf den ÖV verlagern möchte, kann man es sich gar nicht leisten, dass der voller Menschen ist, die eigentlich nur 2-3 km zurücklegen.

Breitensee4ever

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Die künftigen Kanten sind zwischen Huglgasse und Wurmsergasse bereits aufgemalt.
Es wird keinen abmarkierten Gleiskörper mehr geben oder die Hü wird eine Einbahn stadteinwärts.