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Vorsicht, Aufzug!

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W_E_St:
Auf Wunsch von 95B beginne ich einen eigenen Thread zu historischen Aufzügen. Dieser hier war Baujahr 1911 und wurde wenn mich meine Erinnerung nicht trügt 2006 bei der Renovierung des Hauses abgetragen und durch einen scheußlichen Neubau ersetzt. Das Video ist leider unter sehr schlechten Lichtbedingungen aufgenommen, aber es war der letzte Betriebstag des Aufzugs.

Vorsicht, Aufzug!
Retten konnte ich nur die Schiebetür und die Deckenlampe, die Bedientaster hat sich ein anderer Hausbewohner gesichert, der Rest wurde entsorgt.

martin8721:
Schön, dass zu diesem Thema jetzt auch ein Thread eröffnet wurde.  :D

Viele Bilder habe ich nicht und ähnlich wie bei W_E_St sind diese unter eher schlechten Bedingungen entstanden, wobei noch hinzukommt, dass man Fahrstühle aufgrund ihrer Raumgeometrie nur schwer als Ganzes auf ein Foto bringen kann.  ;)

Nichtsdestotrotz möchte ich dem Threadtitel mal Ehre machen und ein Bild mit einem der berühmten "Vorsicht! Aufzug!" Schilder liefern.

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Und so sah/sieht dieser Fahrstuhl von Innen aus.

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Leider weiß ich nicht mehr, wo der sich befand...ich glaube aber, dass es in der Lange Gasse 68 war.

Im Nebenhaus auf Nr. 70 sieht man (leider etwas dunkel), wie ästhetisch sich der Lift ins architektonische Gesamtkonzept des Gebäudes einfügt.

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Detailaufnahme eines Bedientasters...

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Der dazugehörige Lift befand sich im Haus Kellermanngasse 5 und stammte aus dem Jahr 1918 - leider wurde er 2009 durch einen komplett neuen Fahrstuhl ersetzt.  :'( Anbei noch ein Schild aus jenem Aufzug mit den Daten des Herstellers "Hanns Füglister".

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Neben Füglister gab es im Wien des frühen 20. Jahrhundert noch eine Reihe weiterer Hersteller von Fahrstühlen. Einer von ihnen war der Deutsche (?) "Theodor D'Ester", der in der Marxergasse 17 auch eine Niederlassung in Wien hatte.

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Der Th. D'Ester-Aufzug in der Josefstädter Straße dürfte um 1910 herum gebaut worden sein und sollte mWn immer noch in Betrieb sein.  :lamp:

43er:

--- Zitat von: martin8721 am 18. März 2012, 15:25:51 ---
Leider weiß ich nicht mehr, wo der sich befand...ich glaube aber, dass es in der Lange Gasse 68 war.

Im Nebenhaus auf Nr. 70 sieht man (leider etwas dunkel), wie ästhetisch sich der Lift ins architektonische Gesamtkonzept des Gebäudes einfügt.

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--- Ende Zitat ---

Ja das ist in der Langen Gasse 68. Und der Aufzug in Nr. 70 funktioniert noch immer hervorragend, jedoch nur mit passenden 10 Groschen Stück. ;)

95B:
Konnte man bei diesen Bedienelementen auch mehrere Knöpfe zugleich hineindrücken oder waren die gegeneinander arretiert? Falls Letzteres der Fall war: Konnte man - Hausnummer - in den ersten Stock fahren und dort dann zur Weiterfahrt den Druckknopf eines höheren Stockwerks betätigen? Oder war jede Fahrt in ein Obergeschoß zwangläufig mit mit einer danach folgenden Abwärtsfahrt ins Erdgeschoß verbunden?

W_E_St:

--- Zitat von: 43er am 18. März 2012, 17:35:18 ---
--- Zitat von: martin8721 am 18. März 2012, 15:25:51 ---
Leider weiß ich nicht mehr, wo der sich befand...ich glaube aber, dass es in der Lange Gasse 68 war.

Im Nebenhaus auf Nr. 70 sieht man (leider etwas dunkel), wie ästhetisch sich der Lift ins architektonische Gesamtkonzept des Gebäudes einfügt.

(Dateianhang Link)



--- Ende Zitat ---

Ja das ist in der Langen Gasse 68. Und der Aufzug in Nr. 70 funktioniert noch immer hervorragend, jedoch nur mit passenden 10 Groschen Stück. ;)

--- Ende Zitat ---
Oder mit einem Schlüssel :D

Bei dem Aufzug im Video war das Schloss so ausgenudelt, dass er problemlos mit jedem in der Größe ähnlichen Schlüssel (im Video war das der Kellerschlüssel des Hauses) zu öffnen war.


--- Zitat ---Konnte man bei diesen Bedienelementen auch mehrere Knöpfe zugleich hineindrücken oder waren die gegeneinander arretiert? Falls Letzteres der Fall war: Konnte man - Hausnummer - in den ersten Stock fahren und dort dann zur Weiterfahrt den Druckknopf eines höheren Stockwerks betätigen? Oder war jede Fahrt in ein Obergeschoß zwangläufig mit mit einer danach folgenden Abwärtsfahrt ins Erdgeschoß verbunden?
--- Ende Zitat ---
Nein, das Prinzip ist anders. Der Aufzug bleibt immer nur im höchsten gedrückten Stockwerk stehen. Das Ganze funktioniert weitgehend mechanisch (danke übrigens an benkda01 für die Erklärung, ich habe mich damals um dieses Detail nie gekümmert). Die Taster im Inneren betätigen Stifte außen und den Hauptschalter. In jedem Stockwerk sind Schleifleisten in unterschiedlichen Positionen. Ist das richtige Stockwerk erreicht drückt die Schleifleiste den Stift wieder hinein und der Aufzug bleibt stehen. Drückt man mehrere Stockwerke werden zwar die Stifte zurückgesetzt, aber der Hauptschalter eingeschaltet bis auch der letzte Stift wieder zurückgesetzt ist.

Eine Rückfahrt ins Erdgeschoss war/ist auch nicht in allen solchen Exemplaren möglich. Manche haben nämlich einen auf Federn liegenden doppelten Boden mit einem Kontakt - so lange der Boden belastet wird weigert sich der Aufzug nach unten zu fahren. Der im Video hatte so etwas. Das durch die Federn bedingte Schwanken des Bodens hat vielen Leuten Angst eingejagt :D

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