Autor Thema: (PM) Pläne für neue U-Bahn in Linz  (Gelesen 11982 mal)

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13er

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(PM) Pläne für neue U-Bahn in Linz
« am: 19. Oktober 2010, 10:28:24 »
Zitat
Pläne für neue U-Bahn in Linz

Eine zweite Mini-U-Bahn soll den Linzer Stadtteil Urfahr und die Straßenbahnachse durch die Landstraße entlasten. Entsprechende Pläne hat der Linzer Vizebürgermeister Klaus Luger von der SPÖ vorgestellt.
                        
Bis zu 450 Millionen Euro Kosten

Auf 73 Prozent der Strecke soll die zweite Straßenbahnachse unter der Erde und durch den Osten der Stadt verlaufen. In dem Projekt, das laut Linz AG mit 335 bis 450 Millionen Euro veranschlagt wird, ist bereits eine neue Donaubrücke enthalten, die parallel zur Eisenbahnbrücke geführt werden soll. Damit soll neben der bereits bestehenden Mini-U-Bahn im Bereich Bahnhof-Blumauerkreuzung eine zweite in Linz-Urfahr gebaut werden.

Vizebürgermeister Luger hat jetzt die Pläne für den ersten Teilabschnitt der neuen Strecke präsentiert, der 1,5 Kilometer vom Mühlkreisbahnhof bis zur neuen Donauquerung laufen soll. Dieser Abschnitt werde ungefähr 100 Millionen Euro kosten und soll innerhalb von zwei Jahren fertiggestellt sein.

Entlastung für Wohnstraßen

Vorgesehen ist ein kreuzungsfreier Zugang zwischen Mühlkreisbahnhof und Straßenbahnhaltestelle. Weil die Straßenbahn dann unterirdisch verlaufe, könne der Individualverkehr in der Wildbergstraße und der Reindlstraße zweispurig geführt werden, was die angrenzenden Wohnstraßen entlasten würde, beschreibt Luger.

Auch für den Hinsenkampplatz, auf dem derzeit Autos, Straßenbahn und Busse aufeinandertreffen, brächte das eine Entschärfung. Bei der Eisenbahnbrücke würde die Straßenbahn wieder an die Oberfläche kommen, gleich auf der anderen Seite der Donau beim Parkbad wieder in der Erde verschwinden.

Grundsatzbeschluss Ende November geplant

Ende November wird dem Gemeinderat ein Grundsatzbeschluss für das ganze Projekt vorgelegt. Bis Weihnachten soll das Verfahrensprozedere für die neue Brücke geklärt sein, zum Beispiel ob eine Umweltverträglichkeitsprüfung rechtlich notwendig ist oder nicht.

Wenn alle Auskünfte von den Behörden eingeholt sind, könne man im Frühjahr mit den tatsächlichen Genehmigungs-Verfahren für die zweite Straßenbahnachse beginnen. Allerdings ist die Finanzierung noch nicht voll geklärt.

Quelle: http://ooe.orf.at/stories/476794/
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95B

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Re: (PM) Pläne für neue U-Bahn in Linz
« Antwort #1 am: 19. Oktober 2010, 10:42:27 »
Zitat
Pläne für neue U-Bahn in Linz
Weil die Straßenbahn dann unterirdisch verlaufe, könne der Individualverkehr in der Wildbergstraße und der Reindlstraße zweispurig geführt werden
Also alles nur fürs Auto... :down:
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
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13er

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Re: (PM) Pläne für neue U-Bahn in Linz
« Antwort #2 am: 19. Oktober 2010, 10:50:48 »
Also alles nur fürs Auto... :down:
Das war auch mein zweiter Gedanke, gleich nach dem, dass es sich hier lediglich um eine Ustrab handelt. Man ist halt auch in anderen (österreichischen) Städten nicht viel gscheiter.
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Linie 41

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Re: (PM) Pläne für neue U-Bahn in Linz
« Antwort #3 am: 19. Oktober 2010, 11:38:10 »
Handelt es sich nun um eine neue Strecke oder nur um eine Umlegung der oberirdischen Strecke?
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

Ferry

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Re: (PM) Pläne für neue U-Bahn in Linz
« Antwort #4 am: 19. Oktober 2010, 12:13:31 »
Das war auch mein zweiter Gedanke, gleich nach dem, dass es sich hier lediglich um eine Ustrab handelt. Man ist halt auch in anderen (österreichischen) Städten nicht viel gscheiter.
Du hältst den Bau einer U-Strab nicht für gescheit?

@Linie 41: Es dürfte sich, so wie ich verstanden habe, um eine neue Strecke handeln.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

13er

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Re: (PM) Pläne für neue U-Bahn in Linz
« Antwort #5 am: 19. Oktober 2010, 12:34:57 »
Du hältst den Bau einer U-Strab nicht für gescheit?
Eine Ustrab wird nicht für die Menschen gebaut, sondern für den IV, damit dieser möglichst unbehindert fließen kann. Für die Menschen bedeutet eine Ustrab im Vergleich zum Oberflächenverkehr längere Zugangswege und Stiegensteigen bzw. Liftfahren. Für die Straße, durch die die Straßenbahn vorher fuhr, bedeutet es meist eine Abwertung, weil sie zu einer Verkehrshölle verkommt. Prinzipiell gelten also für eine Ustrab dieselben Nachteile wie für eine U-Bahn. Der Vorteil zur U-Bahn ist, dass die Zugangswege im Normalfall wesentlich kürzer sind und dass die Züge in das restliche Netz eingebunden werden können und kein Inzuchtsystem sind.

Die Wohnbevölkerung dort wird sich sicher drüber freuen, dass man jetzt endlich mehrspurig durch ihr Wohngebiet brausen kann - Tag und Nacht. Freilich kannst du jetzt einwenden, dass eine Ustrab perfektes Vorwärtskommen für die Fahrzeuge bedeutet und das stimmt ja auch. Das ist das Traurige daran, ein eigener Gleiskörper an der Oberfläche würde nämlich weitgehend dasselbe erlauben. Diesen dürfte es zumindest teilweise in der Gegend schon geben, weswegen dort ja die Autofahrer bisher nicht mehrspurig vorwärts kamen.
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hema

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Re: (PM) Pläne für neue U-Bahn in Linz
« Antwort #6 am: 19. Oktober 2010, 14:40:29 »
. . . . dass eine Ustrab perfektes Vorwärtskommen für die Fahrzeuge bedeutet . . . .
Da gibt es in Wien aber zwei beschämende Beispiele für das "punktuelle" Gegenteil!  :(
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Linie 41

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Re: (PM) Pläne für neue U-Bahn in Linz
« Antwort #7 am: 19. Oktober 2010, 14:49:31 »
Da gibt es in Wien aber zwei beschämende Beispiele für das "punktuelle" Gegenteil!  :(
Was aber jetzt kein prinzipielles Problem für den Betrieb einer Ustrab ist, sondern lediglich ein Erzbeispiel dafür ist, wie man es eben nicht machen soll. Unterirdische Straßenbahnstrecken gibt's ja anderswo auch und dort funktioniert es ohne Probleme.
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

hema

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Re: (PM) Pläne für neue U-Bahn in Linz
« Antwort #8 am: 19. Oktober 2010, 14:54:00 »
Aber trotzdem sollte man (kurze) unterirdische oder aufgeständerte Abschnitte nur dort machen, wo es wirklich nicht anders möglich ist. Meist werden aber irgendwelche "guten" Gründe vorgeschoben.
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Re: (PM) Pläne für neue U-Bahn in Linz
« Antwort #9 am: 19. Oktober 2010, 15:16:13 »
Aber trotzdem sollte man (kurze) unterirdische oder aufgeständerte Abschnitte nur dort machen, wo es wirklich nicht anders möglich ist.
Genau so ist es. Z.B. für den I. Bezirk hätten sich Ustrabs statt der U-Bahn angeboten, aber doch nicht am Gürtel und in der Wiedner Hauptstraße, wo massig Platz ist (bzw. wäre), eine intelligente und zukunftsfähige Verkehrspolitik vorausgesetzt.
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hema

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Re: (PM) Pläne für neue U-Bahn in Linz
« Antwort #10 am: 19. Oktober 2010, 15:23:16 »
Z.B. für den I. Bezirk hätten sich Ustrabs statt der U-Bahn angeboten . . . .
Ja, aber genau eine hätte genügt um das Zentrum zu erschließen und auch da nur soweit unterirdisch, als unbedingt nötig. Das künstliche Schaffen eines Umsteigeknotens um nur ja alle Leute über den Stephansplatz zu karren, die dort eigentlich gar nicht hinwollen, ist nicht wirklich sinnvoll.
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Re: (PM) Pläne für neue U-Bahn in Linz
« Antwort #11 am: 20. November 2010, 04:06:37 »
Handelt es sich nun um eine neue Strecke oder nur um eine Umlegung der oberirdischen Strecke?
Neubaustrecke östlich der Altstadt entlang, als Entlastung/Umfahrung der Landstraße.

Ustrab

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Re: (PM) Pläne für neue U-Bahn in Linz
« Antwort #12 am: 09. Dezember 2010, 16:46:38 »
Straßenbahnlinie drei zum Harter Plateau
Um eine zweite Straßenbahnachse für Linz wird derzeit gerungen, der Baubeginn steht aber noch in weiter Ferne. An der Straßenbahnverbindung vom Hauptbahnhof bis zum Harter Plateau wird aber bereits gebaut. 
     
     
Die ersten Straßenbahnen sollen ab Mitte August 2011 verkehren.    1,3 Kilometer unter der Erde
Die Straßenbahnlinie drei zum Harter Plateau beginnt als U-Bahn, denn sie wird den Linzer Hauptbahnhof unterirdisch verlassen. Nach 1,3 Kilometer werden die Garnituren bei Gaumberg wieder an die Oberfläche kommen. Dort befindet sich die erste von insgesamt sieben Haltestellen bis zum Harter Plateau. Die Fahrzeit beträgt Linz AG zehn Minuten.

Ab Mitte Augsut 2011 befahrbar
Die ersten Straßenbahnen sollen ab Mitte August 2011 verkehren. Die Baukosten werden laut Linz AG Generaldirektor Alois Froschauer und Vorstand Erich Haider unter den veranschlagten 150 Millionen Euro liegen. 80 Prozent davon zahlt das Land, den Rest die Stadt Leonding.

Weiterbau noch fraglich
Allerdings endet die Straßenbahn derzeit auch in Leonding. Wer zu den großen Einkaufszentren will, muss in den Bus umsteigen, denn die Verlängerung über Pasching nach Traun fehlt. Die Entscheidung über einen Weiterbau bis zum Schloss Traun werde noch im ersten Halbjahr 2011 fallen, heißt es aus dem Büro von Verkehrslandesrat Hermann Kepplinger. Diese Etappe soll 40 Millionen Euro kosten. 


quelle: orf.at

moszkva tér

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Re: (PM) Pläne für neue U-Bahn in Linz
« Antwort #13 am: 09. Dezember 2010, 17:52:21 »
Die ersten Straßenbahnen sollen ab Mitte August 2011 verkehren. Die Baukosten werden laut Linz AG Generaldirektor Alois Froschauer und Vorstand Erich Haider unter den veranschlagten 150 Millionen Euro liegen. 80 Prozent davon zahlt das Land, den Rest die Stadt Leonding.
Bei dieser Linie gibt es auf Linzer Boden auch keine einzige Haltestelle.  :down:
Ist das der Grund, warum Linz nichts dazuzahlt, oder gibts keine Haltestelle, weil Linz nichts zahlt?

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Re: (PM) Pläne für neue U-Bahn in Linz
« Antwort #14 am: 09. Dezember 2010, 18:19:42 »
Zitat
Bei dieser Linie gibt es auf Linzer Boden auch keine einzige Haltestelle.  :down:
Dafür werden die Linie 14 & 15 komplett eingestellt und zwischen Harter Plateau und Pasching wird es eine neue Buslinie geben.
Zitat

Die ersten Straßenbahnen sollen ab Mitte August 2011 verkehren.    1,3 Kilometer unter der Erde
Die Straßenbahnlinie drei zum Harter Plateau beginnt als U-Bahn, denn sie wird den Linzer Hauptbahnhof unterirdisch verlassen. Nach 1,3 Kilometer werden die Garnituren bei Gaumberg wieder an die Oberfläche kommen. Dort befindet sich die erste von insgesamt sieben Haltestellen bis zum Harter Plateau. Die Fahrzeit beträgt Linz AG zehn Minuten.

Die Schienen sind ja fertig verlegt, die Oberleitungen sind auch bald fertig, im Frühjahr beginnen die Abnahmefahrten!

Die GTWs dürfen ab Verlängerung des 3er nicht mehr fahren! Dafür fahren die GTWs dann nur noch am 1er und 2er.