Autor Thema: Neue Sparmaßnahme - Abschied vom Beruf des Expeditors bei der Straßenbahn  (Gelesen 3174 mal)

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nord22

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Im Zuge neuer Sparmaßnahmen wurden nun per Dekret (Dienstauftrag) mit Stichtag 1. Mai 2022 der Beruf des Expeditors bei der Straßenbahn abgeschafft. Gruppenbücher und Wagenpässe werden am Vortag am Auslaufexpedit vorbereitet. Am Wagenpass sind nun Halle/ Gleis und Fahrzeugnummer aufgedruckt. Die wegrationalisierten Expeditoren "dürfen" sich nun im Fahrdienst oder anderweitig nützlich machen.

Bei Problemen im Frühauslauf wie z. B. schadhafter Zug sowie Blockieren des Auslaufs durch einen Zug, dessen Fahrer verschlafen hat, ist die zuständige Verkehrskanzlei bzw. der Disponent (die Disponentin) von den Fahrbediensteten anzurufen.
Alle Fahrpersonale müssen sich daher vor dem Dienstantritt telefonisch anmelden und diese Daten werden im EDV System erfasst. Der  verspätete oder entfallene Dienstantritt kann damit von der Verkehrskanzlei bzw. den Disponenten im System beobachtet und entsprechende Maßnahmen gesetzt werden.   

Diese Sparmaßnahme stammt vom Betriebsbereich U Bahn und soll dort klaglos funktionieren. Im Betriebsbereich Straßenbahn ist zumindest während der Eingewöhnungsphase mit Problemen und Störungen zu rechnen.

nord22

Halbstarker

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  • The Streetcar strikes back!
Na, da sind wir einmal gespannt ...
Ceterum censeo autocineta omnibus delenda esse!

Wiener Schwelle

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Im Zuge neuer Sparmaßnahmen wurden nun per Dekret (Dienstauftrag) mit Stichtag 1. Mai 2022 der Beruf des Expeditors bei der Straßenbahn abgeschafft. Gruppenbücher und Wagenpässe werden am Vortag am Auslaufexpedit vorbereitet. Am Wagenpass sind nun Halle/ Gleis und Fahrzeugnummer aufgedruckt. Die wegrationalisierten Expeditoren "dürfen" sich nun im Fahrdienst oder anderweitig nützlich machen.

Bei Problemen im Frühauslauf wie z. B. schadhafter Zug sowie Blockieren des Auslaufs durch einen Zug, dessen Fahrer verschlafen hat, ist die zuständige Verkehrskanzlei bzw. der Disponent (die Disponentin) von den Fahrbediensteten anzurufen.
Alle Fahrpersonale müssen sich daher vor dem Dienstantritt telefonisch anmelden und diese Daten werden im EDV System erfasst. Der  verspätete oder entfallene Dienstantritt kann damit von der Verkehrskanzlei bzw. den Disponenten im System beobachtet und entsprechende Maßnahmen gesetzt werden.   

Diese Sparmaßnahme stammt vom Betriebsbereich U Bahn und soll dort klaglos funktionieren. Im Betriebsbereich Straßenbahn ist zumindest während der Eingewöhnungsphase mit Problemen und Störungen zu rechnen.

nord22
Mit 1. Mai oder doch 1.Juni 2022?

Bus

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  • Der Bushase
Jaja, man braucht Geld für die Haltestelle Neu  >:D

JochenK

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Alle Fahrpersonale müssen sich daher vor dem Dienstantritt telefonisch anmelden und diese Daten werden im EDV System erfasst. Der  verspätete oder entfallene Dienstantritt kann damit von der Verkehrskanzlei bzw. den Disponenten im System beobachtet und entsprechende Maßnahmen gesetzt werden.   

Diese Sparmaßnahme stammt vom Betriebsbereich U Bahn und soll dort klaglos funktionieren. Im Betriebsbereich Straßenbahn ist zumindest während der Eingewöhnungsphase mit Problemen und Störungen zu rechnen.

Klingt fast so als wäre man im 21. Jahrhundert, und der Benutzung der EDV angekommen.

coolharry

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Klingt fast so als wäre man im 21. Jahrhundert, und der Benutzung der EDV angekommen.

Sie wollten ja sparen und nicht alles mit elektronischen Stechkarten ausrüsten.  ;)
Weil ein menschlicher Hühnerstall nicht der Weisheit letzter Schluß sein kann.

JochenK

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Sie wollten ja spraen und nicht alles mit elektronischen Stechkarten ausrüsten.  ;)

Das war mir schon klar.... mich wundert es nur mit welchen Methoden da noch gearbeitet wurde bis jetzt.
Wenn man in der Privatwirtschaft arbeitet wundert man sich nur.....

Klingelfee

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Ich habe mich jetzt schlau gemacht.

Das Ganze ist einmal nur ein Probebetrieb nur im Sektor Nord.

Dann sollte man bedenken, das der Disponent und der Auslaufexpeditor im Prinzip die selbe Funktion ist.

Nur mit dem Unterschied, dass der Disponent zentral sitzt und die Linien disponiert, während der Auslaufexpeditor eben nur den Auslauf überwacht und dann die restliche Dienstzeit einer anderen Tätigkeit nachgeht. Sei es jetzt als Teamleiter oder auch als Fahrbediensteter.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

JochenK

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....während der Auslaufexpeditor eben nur den Auslauf überwacht und dann die restliche Dienstzeit einer anderen Tätigkeit nachgeht. Sei es jetzt als Teamleiter oder auch als Fahrbediensteter.

Dieser sich jetzt ganz der "anderen" Tätigkeit widmen kann.

coolharry

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Ich habe mich jetzt schlau gemacht.

Das Ganze ist einmal nur ein Probebetrieb nur im Sektor Nord.

Dann sollte man bedenken, das der Disponent und der Auslaufexpeditor im Prinzip die selbe Funktion ist.

Nur mit dem Unterschied, dass der Disponent zentral sitzt und die Linien disponiert, während der Auslaufexpeditor eben nur den Auslauf überwacht und dann die restliche Dienstzeit einer anderen Tätigkeit nachgeht. Sei es jetzt als Teamleiter oder auch als Fahrbediensteter.

Grundsätzlich ist es ja gut, wenn man Doppelgleisigkeiten abstellt und damit etwas einsparen kann. Nur das sich jetzt Fahrer telefonisch (wohl per Funk im Fahrzeug oder?) anmelden, ist in Zeiten der elektronischen "Überwachung" etwas antiquiert.
Weil ein menschlicher Hühnerstall nicht der Weisheit letzter Schluß sein kann.

Klingelfee

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Ich habe mich jetzt schlau gemacht.

Das Ganze ist einmal nur ein Probebetrieb nur im Sektor Nord.

Dann sollte man bedenken, das der Disponent und der Auslaufexpeditor im Prinzip die selbe Funktion ist.

Nur mit dem Unterschied, dass der Disponent zentral sitzt und die Linien disponiert, während der Auslaufexpeditor eben nur den Auslauf überwacht und dann die restliche Dienstzeit einer anderen Tätigkeit nachgeht. Sei es jetzt als Teamleiter oder auch als Fahrbediensteter.

Grundsätzlich ist es ja gut, wenn man Doppelgleisigkeiten abstellt und damit etwas einsparen kann. Nur das sich jetzt Fahrer telefonisch (wohl per Funk im Fahrzeug oder?) anmelden, ist in Zeiten der elektronischen "Überwachung" etwas antiquiert.

Telefonische Anmeldung ist relativ.

Angemeldet zwar mittels Telefon. Allerdings funktioniert das Digital.

Bedeutet man ruft eine "Hotline" an - und nach Aufforderung einer digitalen Ansage gibt man seine Dienstnummer ein. Danach bekommt man eine digitalen Ansage als Rückmeldung.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

Bhf_Breitensee

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Beim Blaguss, Dr. Richard und der Westbahn klappt die "digitale Anmeldung" schon seit vielen Jahren problemlos. Warum nicht auch bei den Wiener Linien?

Klingelfee

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Beim Blaguss, Dr. Richard und der Westbahn klappt die "digitale Anmeldung" schon seit vielen Jahren problemlos. Warum nicht auch bei den Wiener Linien?

Auch bei den WL hast du schon lange die digitale Anmeldung. Nämlich für alle Mitarbeiter, die nicht am Bahnhof/Garage anfangen, ist es auch schon seit langer Zeit selbstverständlich
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JochenK

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Nämlich für alle Mitarbeiter, die nicht am Bahnhof/Garage anfangen, ist es auch schon seit langer Zeit selbstverständlich

Ich bin beeindruckt, soviel Fortschritt hätte ich bei den WL nicht angenommen.

kiembeni

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Schade das Vorurteile nicht immer bestätigt werden.  ::)

MOD-EDIT: Falsches Zitat entfernt. Bitte achte auf korrektes Zitieren!
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