Autor Thema: Warum in Traiskirchen Aspangbahnhof Umstieg von R95 in R95?  (Gelesen 4272 mal)

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Re: Warum in Traiskirchen Aspangbahnhof Umstieg von R95 in R95?
« Antwort #75 am: 05. August 2022, 12:03:08 »
Nach dem Ausbau der Verbindungsbahn schiene mir eine Durchbindung der inneren Aspangbahn nach Hütteldorf sinnvoll, wobei der Abschnitt Hbf. - Meidling - Hütteldorf dann auch durch die Ostbahn-REX verdichtet werden sollte, sodass gemeinsam mit der S80 zwischen Hbf. und Hütteldorf ein Angebot von zwei Zügen je 15 Minuten entstehen würde. Wie dies fahrplantechnisch bestmöglich bzw. ob das sinnvoll umsetzbar sein wird kann ich natürlich nicht wirklich beantworten. Allerdings halte ich die von der Ostbahn am Hbf. endenden Züge generell für nicht ideal, eine Weiterführung nach Meidling (und Hütteldorf / Liesing / Mödling) hätte ich mir seit es den Hbf. gibt gewünscht, der schlimmere Engpass dürfte da aber eher der Bhf. Meidling sein als der Hbf.

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Re: Warum in Traiskirchen Aspangbahnhof Umstieg von R95 in R95?
« Antwort #76 am: 05. August 2022, 12:09:03 »
Nach dem Ausbau der Verbindungsbahn schiene mir eine Durchbindung der inneren Aspangbahn nach Hütteldorf sinnvoll, wobei der Abschnitt Hbf. - Meidling - Hütteldorf dann auch durch die Ostbahn-REX verdichtet werden sollte, sodass gemeinsam mit der S80 zwischen Hbf. und Hütteldorf ein Angebot von zwei Zügen je 15 Minuten entstehen würde. Wie dies fahrplantechnisch bestmöglich bzw. ob das sinnvoll umsetzbar sein wird kann ich natürlich nicht wirklich beantworten. Allerdings halte ich die von der Ostbahn am Hbf. endenden Züge generell für nicht ideal, eine Weiterführung nach Meidling (und Hütteldorf / Liesing / Mödling) hätte ich mir seit es den Hbf. gibt gewünscht, der schlimmere Engpass dürfte da aber eher der Bhf. Meidling sein als der Hbf.

Beim geplanten Betriebsprogramm für die viergleisige Südbahn gehen sich zwischen Hbf - Matz - Meidling keine zwei, nicht von der Stammstrecke kommenden, Züge je 15 Minuten aus.

Betriebsprogramm, soweit ich es verstanden habe:
- 12 S-Bahnen Stammstrecke - Liesing/Mödling
- 6 REX Stammstrecke - Südbahn
- 2 REX Hauptbahnhof "hoch" - Südbahn.

Bleiben sowohl für die S7 (bzw CAT/REX7) als auch für die Achse Hbf "Bahnsteig 3+4" - Hütteldorf maximal sechs Trassen je Stunde, Hbf - Meidling sogar nur vier, sofern die oben genannten 2 REX "Hbf hoch - Südbahn" auch über Matz fahren sollen, alles unter Zugrundelegung der geplanten 24 Züge/Stunde/Richtung auf der Stammstrecke.

Signalabhängigkeit

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Re: Warum in Traiskirchen Aspangbahnhof Umstieg von R95 in R95?
« Antwort #77 am: 05. August 2022, 13:01:28 »
Durchbindungen von der Ostbahn Richtung Bahnsteig 3/4 sind immer mit Fahrtausschlüssen am Ostkopf Hbf verbunden, somit nicht wünschenswert.

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Re: Warum in Traiskirchen Aspangbahnhof Umstieg von R95 in R95?
« Antwort #78 am: 05. August 2022, 14:24:03 »
Durchbindungen von der Ostbahn Richtung Bahnsteig 3/4 sind immer mit Fahrtausschlüssen am Ostkopf Hbf verbunden, somit nicht wünschenswert.

Und die Alternative über die Oswaldschleife würde ich in dichterem Takt auch nicht als erstrebenswert ansehen...

Oskar

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Re: Warum in Traiskirchen Aspangbahnhof Umstieg von R95 in R95?
« Antwort #79 am: 05. August 2022, 15:04:39 »
Nach dem Ausbau der Verbindungsbahn schiene mir eine Durchbindung der inneren Aspangbahn nach Hütteldorf sinnvoll, wobei der Abschnitt Hbf. - Meidling - Hütteldorf dann auch durch die Ostbahn-REX verdichtet werden sollte, sodass gemeinsam mit der S80 zwischen Hbf. und Hütteldorf ein Angebot von zwei Zügen je 15 Minuten entstehen würde.

Ergibt sich die Frage, wohin man diese Züge dann in Hütteldorf verräumt bzw. welche Investitionen in die dortige Infrastruktur nötig wären wenn das beim Status quo nicht ginge...

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Re: Warum in Traiskirchen Aspangbahnhof Umstieg von R95 in R95?
« Antwort #80 am: 05. August 2022, 15:19:24 »
Durchbindungen von der Ostbahn Richtung Bahnsteig 3/4 sind immer mit Fahrtausschlüssen am Ostkopf Hbf verbunden, somit nicht wünschenswert.

Eine Durchbindung vom Hauptbahnhof westwärts ist nicht nur aus betrieblichen Gründen ungünstig, Traiskirchen-Möllersdorf-Guntramsdorf-Meidling wird schon von einer anderen Bahn angeboten. Einer der größten Vorteile einer Einbindung in die S7 ist, dass auch jemand aus Felixdorf so schneller an seinem Ziel im Südosten von Wien sein kann, das wäre auf Grillgasse bezogen auch mit der Bestandslösung so.

Nach dem Ausbau der Verbindungsbahn schiene mir eine Durchbindung der inneren Aspangbahn nach Hütteldorf sinnvoll, wobei der Abschnitt Hbf. - Meidling - Hütteldorf dann auch durch die Ostbahn-REX verdichtet werden sollte, sodass gemeinsam mit der S80 zwischen Hbf. und Hütteldorf ein Angebot von zwei Zügen je 15 Minuten entstehen würde. Wie dies fahrplantechnisch bestmöglich bzw. ob das sinnvoll umsetzbar sein wird kann ich natürlich nicht wirklich beantworten. Allerdings halte ich die von der Ostbahn am Hbf. endenden Züge generell für nicht ideal, eine Weiterführung nach Meidling (und Hütteldorf / Liesing / Mödling) hätte ich mir seit es den Hbf. gibt gewünscht, der schlimmere Engpass dürfte da aber eher der Bhf. Meidling sein als der Hbf.

Beim geplanten Betriebsprogramm für die viergleisige Südbahn gehen sich zwischen Hbf - Matz - Meidling keine zwei, nicht von der Stammstrecke kommenden, Züge je 15 Minuten aus.

Betriebsprogramm, soweit ich es verstanden habe:
- 12 S-Bahnen Stammstrecke - Liesing/Mödling
- 6 REX Stammstrecke - Südbahn
- 2 REX Hauptbahnhof "hoch" - Südbahn.

Bleiben sowohl für die S7 (bzw CAT/REX7) als auch für die Achse Hbf "Bahnsteig 3+4" - Hütteldorf maximal sechs Trassen je Stunde, Hbf - Meidling sogar nur vier, sofern die oben genannten 2 REX "Hbf hoch - Südbahn" auch über Matz fahren sollen, alles unter Zugrundelegung der geplanten 24 Züge/Stunde/Richtung auf der Stammstrecke.

Laut der Projektinformation mit Stand April 2022 sind es 12 S, 8 REX, 2 IRX. Wenn man 24 Stammstreckentrassen zugrundelegt, können nicht mal alle dieser Züge am Matzleinsdorfer Platz halten, weil die S80 vier Stück braucht. Wenn man die 2 REX, die bei dir fehlen, wegrechnet und über die Fernverkehrsgleise abwickelt, passts allerdings wieder. Das hieße aber, die Flughafenschnellbahn hätte nur 6 Trassen und dann bliebe für meine Aspangbahnspinnerei nichts über. Deswegen hoffe ich, dass man doch noch ein paar Trassen mehr auf der Stammstrecke schaffen kann - wäre auch für die S7 nicht schlecht.

An 30 Z/h auf der Stammstrecke glaube ich nicht, das geht nur - wie in München- mit Wagenmaterial, das spezifisch für diesen Zweck ausgelegt ist, sprich mit einer U-Bahn-mäßigen Türanzahl. Mit den geplanten DoStos ist das aus meiner Sicht unmöglich.

Wenn für dich nur der Fahrgastwechsel dagegen spricht, müsste eigentlich im Bereich Rennweg-Praterstern mehr möglich sein: In Rennweg gibt es normalerweise keine Fahrgastmassen und in Wien Mitte und Praterstern hat man 4 Bahnsteige. Es sind natürlich weder ein KISS noch ein 4746 U-Bahn-artige Fahrgastwechselmaschinen, aber ich denke dass man es auch mit diesen Fahrzeugen schaffen kann. Es müssen am Ende ja keine 30 Trassen werden, 28 oder 26 reichen auch.

Die Diskussion selektiver Ausbau möchte ich nicht mehr anfangen, sie ist angesichts dessen, dass die teurere und bessere Variante gebaut wird, müßig. Es besteht aber kein Zweifel daran, dass der Ausbau zwischen Atzgersdorf und Brunn Nord der billigste des ganzen Projekts sein wird.

38ger

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Re: Warum in Traiskirchen Aspangbahnhof Umstieg von R95 in R95?
« Antwort #81 am: 05. August 2022, 16:12:18 »
Bei Hbf.-Meidling-Hütteldorf hätte ich nicht an eine Führung über die Stammstrecke gedacht, da ist abseits von S7 und S80 ohnehin kein Platz für weitere Züge. Allerdings wäre auch bei 5022 auf der inneren Aspangbahn die Kapazität etwas eingeschränkt, wohingegen die Ostbahn-REX (in der Regel Doppeltraktion) zumindest zwischen Meidling und Hütteldorf massiv überdimensioniert wären. Langfristig wäre ein 10'-Takt auf S7 und S80 wohl realistischer, mit CAT wird aber auch das schwierig werden. Bei der inneren Aspangbahn wird man sich wohl oder übel mit einer Führung zum Hbf. begnügen müssen. Ein paar Haltestellen könnte man noch ergänzen und für die 5047 braucht es einen Ersatz, Durchbindungen nach Mattersburg-Sopron und/oder auf die äußere Aspangbahn könnte man sich auch überlegen, abhängig von den Kapazitäten des Bahnhofs Wiener Neustadt.
Bezüglich S-Bahn nach Liesing/Mödling finde ich es ja auch absurd, dass man alle 5 Minuten nach Liesing fahren will, nach Mödling aber nur alle 10. Umgekehrt scheint mir der 15'-REX-Takt nach Wiener Neustadt in der HVZ als etwas dürftig, sind die DOSTOS dort ja jetzt schon an der Grenze, die zwei zusätzlichen schnellen REX, die ausschließlich in Baden halten sollen werden da auch keine wesentliche Entlastung bringen. Und die zusätzlichen Kapazitäten durch längere Dostos  werden wohl schnell genutzt werden durch neue Kunden, die bisher einfach wegen regelmäßiger Überfüllung der REX ausgeblieben sind.

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Re: Warum in Traiskirchen Aspangbahnhof Umstieg von R95 in R95?
« Antwort #82 am: 06. August 2022, 11:35:59 »
Zitat
An 30 Z/h auf der Stammstrecke glaube ich nicht, das geht nur - wie in München- mit Wagenmaterial, das spezifisch für diesen Zweck ausgelegt ist, sprich mit einer U-Bahn-mäßigen Türanzahl. Mit den geplanten DoStos ist das aus meiner Sicht unmöglich.

Wenn für dich nur der Fahrgastwechsel dagegen spricht, müsste eigentlich im Bereich Rennweg-Praterstern mehr möglich sein: In Rennweg gibt es normalerweise keine Fahrgastmassen und in Wien Mitte und Praterstern hat man 4 Bahnsteige. Es sind natürlich weder ein KISS noch ein 4746 U-Bahn-artige Fahrgastwechselmaschinen, aber ich denke dass man es auch mit diesen Fahrzeugen schaffen kann. Es müssen am Ende ja keine 30 Trassen werden, 28 oder 26 reichen auch.

Ich bin mir ganz sicher, dass man technisch gesehen 26-28 Züge fahren wird können. Bei einem derart komplexen Netz würde ich mich aber nicht trauen, sie zu verplanen, das ist genau die Reserve, die man für Störungen braucht.

Zitat
Die Diskussion selektiver Ausbau möchte ich nicht mehr anfangen, sie ist angesichts dessen, dass die teurere und bessere Variante gebaut wird, müßig. Es besteht aber kein Zweifel daran, dass der Ausbau zwischen Atzgersdorf und Brunn Nord der billigste des ganzen Projekts sein wird.

Keine Sorge, ich habe nicht die Absicht, bis 2032 darüber zu schreiben, das ist öde. Aber da es ist Österreich in der Planungsphase niemals Information oder Diskussionen gibt* ist ein ins fantastische abgeglittener Thread durchaus der Platz, um einmal anzumerken, dass die Kosten-Nutzen-Rechnung des Ausbaus vielleicht doch nicht das Optimum ist. Natürlich freue ich mich trotzdem, dass er kommt; besser, als es passiert nichts und wenn es einmal fertig ist, wird es auch keiner bereuen.

*die Grazer haben da jetzt einmal eine Ausnahme gemacht, in dem sie ihre S-Bahn-Überlegungen veröffentlicht haben.