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38ger:

--- Zitat von: 18er am 14. September 2024, 17:32:21 ---
--- Zitat von: N1 am 14. September 2024, 17:12:57 ---
--- Zitat von: 18er am 14. September 2024, 15:01:08 ---Heute redet übrigens kein  :luck: mehr über die LED, die Gurtenpflicht, das Rauchverbot oder den Umbau der Mariahilfer Straße...

--- Ende Zitat ---
Und es redete nie ein :luck: über Verkehrshöllen wie die Triester Straße. Aber da wohnt ja auch nur der ordinäre Pöbel und kein erlauchtes Bobovolk.

--- Ende Zitat ---

Da gebe ich dir Recht! Arme Menschen wohnen tendentiell in Gegenden mit viel Autoverkehr (Triester Straße, Gürtelnähe, ...), können sich seltener Wohnungen in ruhigen Gegenden (und villeicht sogar mit Balkon und Klimaanlage leisten), haben kein Zweithaus im Grünen. Ein Beispiel: im Haus, wo ich früher wohnte, gab es nur einen kleinen Hof, wo hin und wieder Kinder spielten bzw. mit dem Rad im Kreis gefahren sind (auf die Straße raus konnten sie nicht, zu gefährlich). Dann haben sich ein paar Leute im Haus beschwert und die Kinder durften nicht mehr im Hof spielen.
Womit sich übrigens wieder der Kreis schließt, dass sehr vielen Menschen in dieser Stadt vorgeschrieben wird, wie sie sich zu bewegen haben bzw. wie sie sich nicht bewegen dürfen - der Autoverkehr vor der Haustür ist zu gefährlich, ergo kein alleine zu Fuße oder mit dem Fahrrad in den Park gehen.

Ich habe noch ein anderes Beispiel: zu meinen Zivildienstzeiten war ich in der Altenbetreuung tätig. Ich hatte mehrere Klientinnen, für die ein Spaziergang zum nächsten Park (keine 1000m) eine echte Herausforderung war. Denn am Weg dorthin gab es keine einzige Sitzbank, um kurz auszurasten. Die hätten das alleine nicht geschafft. Auch hier schließt sich wieder der Kreis: Parkplätze sind offensichtlich wichtiger als Sitzbänke für alte Menschen.

Gerade deswegen sollte mMn eine sozial ausgewogene Politik auch für jene Menschen da sein, die zB auf der Triester Straße wohnen und sich dafür einsetzen, dass auch diese sich - ohne Bevormundung frei bewegen können und Parks, Bäume, sichere Rad- und Fußwege, Sitzmöglichkeiten etc vor der Tür haben.

--- Ende Zitat ---

Jein. Natürlich geht vieles von Bobo-Bezirken aus, aber gerade in jüngster Vergangenheit kommt Wien mehr und mehr davon ab. Die aktuelle Busoffensive war in Transdanubien, die letzten Radverkehrsprogramme hatten die Schwerpunkte Donaustadt, Favoriten und Floridsdorf, der erste Superblock wurde in Favoriten eingerichtet...auch für die Triester Straße ist mWn ein Radweg geplant.

Klingelfee:

--- Zitat von: 38ger am 14. September 2024, 19:59:32 ---Wer hat das je vergessen? Nie haben Radlobbyisten, Grüne oder Klimaaktivisten so etwas gefordert. Aber hier wird von MIV-Vertretern wie Dir wieder suggeriert, dass die Einführung von Tempolimits, die Reduktion von Fahrspuren oder Parkplätzen einer "Verunmöglichung an der Verkehrsteilhabe" gleichkäme. Das ist nichts anderes als ideologisch motivierte Überspitzung der tatsächlichen Aiswirkungen von Radfahrern geforderter Maßnahmen! Und zu Deinem letzten Kommentar kann man ohnehin nichts mehr antworten so weit fernab von jeglicher Realität ist das. Den Kommentar könnte man maximal dann ernst nehmen, wenn jemand den MIV auf und innerhalb des Gürtels verbieten wollen würde - und das fordert weder Radlobby, noch Grüne, KPÖ, LINKS, oder sonstige Organisationen!
Eine vernünftige Radverkehrsanlage kann Öffis btw ohnehin nicht behindern, da diese sicherlich nicht im Mischverkehr geführt wird.

--- Ende Zitat ---

Achso - Es wurden Forderungen gestellt, die den ÖV nicht behindern?

.) Radweg in der Josefstädter Straße mit Fußgängerzone im Bereich des Theater in der Josefstadt

.) Tempo 30 am Gürtel

.) Immer wieder Errichtung Tempo 30 Zonen, wo Öffis unterwegs sind

.) Brechung der Grünen Welle, wo Öffis unterwegs sind

.) Kein Gelb-Blinken bei Ampeln in den Nachtstunden

Das sind nur einige Punkte, wo man die Öffis sehr wohl behindert, bzw behindern würde.

Donaufelder:

--- Zitat von: haidi am 14. September 2024, 16:45:13 ---
--- Zitat von: Donaufelder am 13. September 2024, 07:48:12 ---
--- Zitat von: Straßenbahn Graz am 12. September 2024, 20:28:24 ---
--- Zitat von: Donaufelder am 12. September 2024, 20:13:54 ---Wie ich die Strecke Ischgl - Wien - Ischgl befahre, bleibt ja wohl mir überlassen, da brauch ich keine fragwürdige, ideologisch motivierte Ratschläge!

--- Ende Zitat ---

Warum bringst du dann welche zum Thema ÖPNV?

--- Ende Zitat ---

Weil es da in vielen Belangen noch Luft nach oben gibt - österreichweit!
Weil die Zuverlässigkeit bei den ÖBB eher wenig vorhanden ist!
Weil die Tarife für Gelegenheitsfahrer zu hoch sind!
Und weil JEDER sein Verkehrsmittel für die jeweiligen Bedürfnis selber wählen soll, OHNE ideologische Bevormundung!

--- Ende Zitat ---
Du bringst im Wiener Straßenbahnforum Gschichten über Ischgl und die Strecke dazwischen. Was hat das in diesem Forum zu suchen? Wennst über Ischgl jammern willst, dann mach dir doch dein Forum "Verkehr in und um Ischgl" auf, aber quäle uns nicht.

--- Ende Zitat ---

Keiner hat hier über Ischgl und das Paznaun gejammert, ich bin gerne dort (vorallem wegen dem gelbten christlichen Brauchtum!), was ich damit sachlich zum  Ausdruck bringen wollte, ist eben der Umstand, dass der ÖPNV nicht auf dem Stand wie in Wien oder anderen Ballungsräumen ist! Und trotzdem sind es aber die in den Städten wohnenden "Bobos", die denen am Land lebenden Menschen erklären wollen, was sie mobilitätstechnisch zu tun und zu lassen haben! :fp:

MK:

--- Zitat von: N1 am 14. September 2024, 13:12:09 ---Zum Thema: Selbst wenn man im Westen den Auto- und Flugverkehr drastisch einschränken sollte, gibt es auf der Welt Milliarden arme Menschen, die sich – was nur zu verständlich ist – den westlichen Lebensstil mit all seinen Annehmlichkeiten aneignen möchten. Wer wollte ihnen das schon vorenthalten? Im Westen wird sich der Auto- und Flugverkehr auch nicht in dem Maße einschränken lassen, wie es gewisse Aktivisten, die ihre Handerl an Straßen festkleben, gerne hätten. Aber klar, den Leuten auf den Zeiger gehen und sich selbst nicht an die eigenen hehren Ideale halten (sind da nicht einmal Klimakleber anschließend nach Bali oder Thailand gejettet?), das war schon immer geeignet, um die Leute für sein Anliegen zu gewinnen, nicht?

--- Ende Zitat ---

Es geht bei einem Ausbau anderer Verkehrsarten nicht hauptsächlich um's Klima, sondern um den beschränkten Platz in der Stadt, der überproportional durch den MIV in Anspruch genommen wird. Auch ein Tesla fährt und parkt irgendwo.


--- Zitat von: Klingelfee am 15. September 2024, 08:39:48 ---Achso - Es wurden Forderungen gestellt, die den ÖV nicht behindern?

--- Ende Zitat ---

Deine Antwort hat nix mit der Frage zu tun, aber natürlich kann man auf getrenntem Gleiskörper 50 (oder mehr) erlauben und auf der Straße daneben 30, und meistens würde sich ein getrennter Gleiskörper auch ausgehen, wenn man dafür entweder zwei Fahr- oder Parkspuren stanzt oder bei engen Gasserln getrennte Gassen für MIV und ÖV hat.

N1:

--- Zitat von: MK am 15. September 2024, 08:48:56 ---Es geht bei einem Ausbau anderer Verkehrsarten nicht hauptsächlich um's Klima, sondern um den beschränkten Platz in der Stadt, der überproportional durch den MIV in Anspruch genommen wird. Auch ein Tesla fährt und parkt irgendwo.

--- Ende Zitat ---
In dem Beitrag, auf den ich Bezug genommen habe, wurde halt vor allem mit dem Klima argumentiert. Die Sache mit dem Platzbedarf ist mir schon klar. Schon der bloße Anblick von breiten Asphalt- bzw. Betonbändern voller Blechkisten ist dazu geeignet, die Lebensqualität zu mindern. Ändert aber nichts daran, dass Ziele und Methoden vieler Umweltaktivisten vielfach fragwürdig sind, was der Sache, für die sie einzutreten glauben, eher abträglich ist.

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