Autor Thema: Optionen für barrierefreien Ausbau der Station Erzherzog-Karl-Straße  (Gelesen 6894 mal)

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abc

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:) Endlich mal wer der sich mal Gedanken macht wie es vielleicht doch klappen könnte, wenngleich ich die Durchführbarkeit dennoch bezweifle.

95B und ich haben auch schon Dinge vorgeschlagen, die hast du nur wohlweislich ignoriert...

4. Frage: Wozu das? Für a handvoll Hansln, die sich explizit weigern die vorhandenen Möglichkeiten des Bim oder Bustransportes zu nutzen und von den Tausenden nicht betroffenen fordern vielseitige Verschlechterung in Kauf nehmen zu müssen, oder sich einbilden unmachbares herbei zu zaubern?

Wo genau sind da vielseitige Verschlechterungen für Tausende?
Meinst du, wenn z.B. die Rolltreppen (oder zwei von ihnen) zugunsten von Aufzügen wegfallen? Die braucht doch niemand, nach deiner Aussage steigt doch dort eh niemand ein oder aus?

Sorry, aber das hat mit Gleichstellung nichts zu tun!  >:( :luck: :luck: :luck:

Doch. Ansonsten können wir gern mal beliebig auswürfeln, welche Wege du ab sofort nicht mehr benutzen darfst. Hab' dich nicht so, wegen eines Hansels muss man doch kein Geld ausgeben!
Aber keine Angst, eh nur für 15-20 Jahre, mit dem großen Umbau wird alles besser!  8)

38ger

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und ein barrierefreier Einstieg in die Züge ist ebenfalls nicht möglich, da der Bahnsteig tiefer ist, als die Eistiegshöhe der Züge.

Darüber habe ich mich auch schon gewundert. Warum ist das so?

Weil es ein alter Bahnsteig ist und die Bahnsteige früher generell tiefer waren.

Nicht nur das. Auch, weil die Bahnsteige 3 und 4 in einem Bogen liegen. In Bögen sind Bahnsteige ebenfalls tiefer gelegen, um den erforderlichen Lichtraum einzuhalten.

–––––––––––

Die meiner Ansicht nach einzige Möglichkeit, die Station Erzherzog-Karl-Straße unter Beachtung aller Zwangspunkte barrierefrei auszubauen, besteht darin, eine oberirdische Passage ("Aussichtsplattform") zu errichten (ähnlich wie beim Vernholzsteg, nur größer), von der es einen Lift zur Vernholzgasse (86A, 87A, 95A, 96A), zur Dr.-Otto-Neurath-Gasse und zur Smolagasse (94A) gibt. Die vier Lifte, die die ÖBB-Bahnsteige 1/2 bzw. 3/4 mit der Station der Linien 25 und 26A verbinden, würden um eine Etage nach oben verlängert. Zusätzlich sollte man (im Brand-, Störungsfall etc.) eine Notstiege errichten, die bei Bedarf auch einfach so genutzt werden kann.

 :) Endlich mal wer der sich mal Gedanken macht wie es vielleicht doch klappen könnte, wenngleich ich die Durchführbarkeit dennoch bezweifle.
1. mal stellt sich die Frage worauf stutzt sich ein derartiges Bauwerk ab? In der Luft schweben wird es wohl nicht, reichen die Rahmen der Aufzugsschächte aus um das Bauwerk auch tragen zu können? gut kann man verstärken, erfordert aber Platz der wiederum das nächste Problem darstellt. An den Bahnsteigen kommt man jetzt schon nicht an den Aufzugschächten vorbei ohne die Sicherheitslinien zu übersteigen oder zu befahren. Aber gut, 94A seitig währe der Platz für einen brauchbaren Aufzug samt Stiegenabgang vorhanden. Auf der Ostseite wirds aber wieder eng, aber wenn man den Würstelstand wegreißt und die Grünfläche einbezieht ist es vielleicht auch dort möglich. Bleibt noch die Smolagasse, dort wird es wirklich haarig zumal der vorgesehene Platz bereits nicht öffentlich ist.

2. Frage: Ist das alles bei laufenden Betrieb machbar? Braucht es Sperren während der Bauarbeiten? Wie lange dauert es bis ein derartiges Bauwerk vollendet ist?

3. Frage: Wie lange ist die Nutzungsdauer falls der viergleisige Ausbau kommt und erst recht dann wieder alles abgerissen oder aufwendigst umgebaut werden muss?

4. Frage: Wozu das? Für a handvoll Hansln, die sich explizit weigern die vorhandenen Möglichkeiten des Bim oder Bustransportes zu nutzen und von den Tausenden nicht betroffenen fordern vielseitige Verschlechterung in Kauf nehmen zu müssen, oder sich einbilden unmachbares herbei zu zaubern?

Sorry, aber das hat mit Gleichstellung nichts zu tun!  >:( :luck: :luck: :luck:

Mein Beileid. Spätestens wer Dein 4. liest wird Dir nicht mehr antworten. Tut ganz schön weh solchen Quatsch lesen zu müssen!  :bh:

Hbf

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Die EKS ist tatsächlich ein Problemkind, wegen der komplexen Umgebungsanforderungen und vielen Zwangspunkte.
Machbar ist aber alles, wenn der Wille da ist.

Ich führe hier als Vergleich gerne meine Heimatstation Hauptbahnhof an. Viele können sich sicher noch an die alte Passage am Südtiroler Platz erinnern.
Das war ein kafkaesk verschachteltes Tunnelsystem, in dem man schon mal ein bisserl Angst bekommen konnte spätabends.
Treppen, Winkel, schlechte Beleuchtung etc...
Und das vergleiche man mit der heutigen, neuen Passage, die schräg abführend neu errichtet wurde.

Dieses Beispiel zeigt für mich sehr schön, was alles geht. Da haben sich damals ja auch die ganzen Südbahnhof-Nostalgiker die Stimmbänder wund gejammert wie das alles denn nicht funktionieren wird etc. Nur weil sie die Dimensionen des Projektes nicht vorstellen konnten.

Heute weint niemand mehr diesem Schandfleck eine Träne nach.

Und ich bin etwas erschüttert über manche Bemerkungen zu Menschen mit Behinderungen oder anderer Beeinträchtigungen. Es hilft, wenn man sich einmal in die Lage anderer Menschen hineinversetzt.
Ein Gedanke noch dazu: jeder Mensch hat besondere Bedürfnisse, die Mähr vom "normalen" Menschen ist Blödsinn und nützt nur denen, die das Geld lieber in ihre Tasche schaufeln anstatt es sinnvoll einzusetzen.

coolharry

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Ich führe hier als Vergleich gerne meine Heimatstation Hauptbahnhof an. Viele können sich sicher noch an die alte Passage am Südtiroler Platz erinnern.
Das war ein kafkaesk verschachteltes Tunnelsystem, in dem man schon mal ein bisserl Angst bekommen konnte spätabends.
Treppen, Winkel, schlechte Beleuchtung etc...
Und das vergleiche man mit der heutigen, neuen Passage, die schräg abführend neu errichtet wurde.

Dieses Beispiel zeigt für mich sehr schön, was alles geht. Da haben sich damals ja auch die ganzen Südbahnhof-Nostalgiker die Stimmbänder wund gejammert wie das alles denn nicht funktionieren wird etc. Nur weil sie die Dimensionen des Projektes nicht vorstellen konnten.

Heute weint niemand mehr diesem Schandfleck eine Träne nach.

Das Budget für den Hauptbahnhof wurde und wird wohl anders bewertet als das Budget für eine relativ unbedeutende Umsteigestation in den Wiener Aussenbezirken. Die EHK ist halt auch nicht Meidling, wo sehr viele Pendler durch müssen. Sie ist eher eine Siemensstraße. Wo es ein paar Lokale Ziele gibt die durchaus Frequenz erzeugen aber mehr halt auch nicht wirklich.

Wenn man sich jetzt anschaut, welche Stellen sind unbedingt Barrierefrei zu erreichen: Die Umsteigestelle zu den Bussen und der Aufgang Richtung Meta Stadt (ehemaliges Elin). Der stadteinwärtige Richtung Schulen Polgarstraße halte ich erstmal für zweitrangig. Da dort nur wenige Erreichbare Ziele unmittelbar durch diese Station erschlossen werden. Einzig der Sportplatz wäre von dort schneller zu erreichen als von der Station Polgarstraße.

Zu den Bussen: Ein Aufzug im Bereich Ausserhalb der Unterführung, auf dem derzeitigen Betonfeld zwischen Straßenbahntrasse und Autofahrbahn stadtauswärts wäre möglich. Erreichbar zu machen in dem man die Abbiegespur Richtung Stadlauer Straße stadtauswärts kürzt und die Spur innerhalb der Unterführung als Fläche nutzt um am bestehenden Treppenaufgang vorbei zu kommen. Wenn man dann auch noch einen Übergang über die Straßenbahngleise schafft, würde ein Aufzug reichen (blau) bzw. wenn man die Spur eh schon entfernt hat kann man auch gleich stadteinwärts an ähnlicher Stelle einen Aufzug errichten.
Richtung Metastadt: Dort müsste man im Bereich der Fußgängerpassage, also im Bereich ausserhalb der Widerlager (nördlich) entweder eine neue Passage errichten (rot) oder vom Bestand den Zugang ermöglichen (gelb).

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Weil ein menschlicher Hühnerstall nicht der Weisheit letzter Schluß sein kann.

Hbf

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Das die Stationen nicht vergleichbar sind ist mir schon klar, ich hab das Beispiel nur wegen der Machbarkeit angeführt.
Ad Randstation: Süßenbrunn wurde auch 2022/23 komplett umgebaut, weil die Station im Bereich der Nordbahnerneuerung liegt. War sicher auch kein Schnäppchen bezogen auf die geringe Fahrgastdichte. Insofern denke ich, dass man mittlerweile einfach bessere Standards hat und alle Stationen ordentlich erneuert.
Die ÖBB haben ja mittlerweile die großen Bahnhöfe alle durch (Bahnhofsoffensive), nun folgen die mittleren. Danach ist vorgesehen, ALLE verbliebenen Halte komplett zu modernisieren.

Bzgl EKS: Die nördliche Passage wird man wohl oder übel neu machen müssen, die ist sehr niedrig und bedarf auch einer optischen Aufwertung.
Die Bushaltestellen könnte man erreichbar machen, indem man anstelle der Rollstreppen Aufzüge installiert, das geht sich mit den Bahnsteigbreiten auf jeden Fall aus.

Leichter und kostengünstiger wäre es mit Sicherheit eine barrierefreie Gleisquerung der Bimhaltestelle zu ermöglichen. Aber ich vermute, dass diese als Tunnel gilt und dies somit verboten ist. Ansonsten hätte man auch nicht je zwei Aufzüge zur ÖBB errichtet.

60er

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Leichter und kostengünstiger wäre es mit Sicherheit eine barrierefreie Gleisquerung der Bimhaltestelle zu ermöglichen. Aber ich vermute, dass diese als Tunnel gilt und dies somit verboten ist. Ansonsten hätte man auch nicht je zwei Aufzüge zur ÖBB errichtet.
Nein, das ist kein Tunnel, sondern eine einfache Unterführung. So wie früher in der 18er-Haltestelle Südtiroler Platz (vor dem Bau der Ustrab) ist ein Überqueren der Gleise daher erlaubt.

Ferry

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Nein, das ist kein Tunnel, sondern eine einfache Unterführung. So wie früher in der 18er-Haltestelle Südtiroler Platz (vor dem Bau der Ustrab) ist ein Überqueren der Gleise daher erlaubt.

So ist es. Sonst wäre der Übergang sicher mit einem Zaun oder zumindest einer Kette versperrt und durch entsprechende Hinweistafeln (Das Überschreiten der Gleise ist verboten!) gekennzeichnet.

Am Einfachsten wäre es wirklich, eine barrierefreie Querung der Gleise vorzusehen und eine der beiden Rolltreppen durch einen Aufzug zu ersetzen. Allerdings müsste dann auch sichergestellt werden, dass beide Einrichtungen immer funktionieren (momentan ist leider häufig eine der beiden Rolltreppen außer Betrieb).
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

Hbf

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Ferry

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Wenn man die Größe dieses Aufklebers betrachtet, dann wundere zumindest ich mich nicht, dass es immer wieder Fahrgäste gibt, die, wenn die Rolltreppe auf "ihrem" Bahnsteig defekt ist, die Gleise queren, um die Oberfläche über die andere, funktionierende Rolltreppe zu erreichen. Auch ich hätte bis jetzt behauptet, dass es in diesem Bereich kein Verbot des Querens gibt.
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24A

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Wenn man die Größe dieses Aufklebers betrachtet, dann wundere zumindest ich mich nicht, dass es immer wieder Fahrgäste gibt, die, wenn die Rolltreppe auf "ihrem" Bahnsteig defekt ist, die Gleise queren, um die Oberfläche über die andere, funktionierende Rolltreppe zu erreichen. Auch ich hätte bis jetzt behauptet, dass es in diesem Bereich kein Verbot des Querens gibt.

Ich würde meinen, dieses Schild ist nicht mehr als ein Haftungsausschluss. Exekutiert wird ein Überqueren sicher nicht.
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99A

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Wenn man die Größe dieses Aufklebers betrachtet, dann wundere zumindest ich mich nicht, dass es immer wieder Fahrgäste gibt, die, wenn die Rolltreppe auf "ihrem" Bahnsteig defekt ist, die Gleise queren, um die Oberfläche über die andere, funktionierende Rolltreppe zu erreichen. Auch ich hätte bis jetzt behauptet, dass es in diesem Bereich kein Verbot des Querens gibt.
Der Aufkleber ist wirklich klein, allerdings wäre es den meisten Leuten, auch wenn sie wüssten, dass es verboten ist, die Gleise zu überqueren, relativ egal. Über eine rote Ampel zu gehen ist auch verboten. Wenn kein Auto kommt, gehen die meisten aber trotzdem.