Autor Thema: S-Bahnhaltestelle "Eurogate"  (Gelesen 6229 mal)

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S-Bahnhaltestelle "Eurogate"
« am: 08. Mai 2024, 13:33:27 »
Dieser Vorschlag von der ÖVP-Landstraße ist zwar fast 7 Jahre alt aber dennoch erwähnenswert:
Wien (OTS) - Im Stadtentwicklungsgebiet Eurogate/Aspanggründe sind in den letzten Jahren mehrere Wohnanlagen entstanden, weitere befinden sich bereits in Planung. 1.900 neue Wohnungen und ein Bildungscampus werden in den nächsten Jahren in der zweiten Bauphase errichtet. Umso wichtiger wird es sein, auch für eine entsprechende Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz zu sorgen. Die ÖVP Landstraße lässt jetzt mit einem Vorschlag aufhorchen. Sie fordert, dass im Bereich Ecke Adolf-Blamauer-Gasse/Landstraßer Gürtel auf der Schnellbahn-Stammstrecke eine zusätzliche S-Bahn Station errichtet werden soll.

„Der zusätzlich geschaffene Wohnraum, die geplante Schule im Eurogate-Gebiet und das damit verbundene Bevölkerungswachstum des 3. Bezirks werden es notwendig machen eine entsprechende Anbindung an das öffentliche Verkehrsnetz anzubieten. Die geplante Buslinie innerhalb des neuen Gebietes ist ein positiver erster Schritt, aber die weitere Anbindung - auch an überregionale Verkehrsmittel -erscheint aus heutiger Sicht noch mehr als mangelhaft. Eine S-Bahn Station Adolf-Blamauer-Gasse/Landstraßer Gürtel könnte hier die notwendige Entlastung schaffen“, sind der Landstraßer ÖVP Klubobmann Georg Keri und Bezirksrat Ernst Tauschmann überzeugt.

Ein entsprechender Antrag wurde auch in der letzten Sitzung der Landstraßer Bezirksvertretung beschlossen. Jetzt ist die Wiener Stadtregierung am Zug. „Aus unserer Sicht sollte die zuständige Stadtregierung umgehend in Verhandlungen mit den ÖBB treten und mit den Planungen beginnen!“, so Keri und Tauschmann abschließend.

In unmittelbarer Nähe gibt es derzeit nur die Station der Linie 18 am Heinrich-Drimmel-Platz, die nächstgelegenen S-Bahnstationen Rennweg und Quartier Belvedere sind 950 bzw. 700 Meter entfernt. Es gibt aus meiner Sicht allerdings zwei Probleme:
*) Der Verkehr auf der Stammstrecke wird erst dann noch mehr verlangsamt
*) Wäre es baulich und technisch gesehen möglich die Station zu bauen

In den Ausbauplänen der ÖBB und Stadt Wien wird diese Station nicht erwähnt. Ist eine S-Bahnstation nötig wie es die ÖVP damals behauptete?

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Re: S-Bahnhaltestelle "Eurogate"
« Antwort #1 am: 08. Mai 2024, 13:41:39 »
Wäre das nicht gekommen, wenn man damals Quartier Belvedere aufgelassen hätte?
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!
Entklumpertung des Referats West am 02.02.2024 um 19.45 Uhr planmäßig abgeschlossen!

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Re: S-Bahnhaltestelle "Eurogate"
« Antwort #2 am: 08. Mai 2024, 14:02:01 »
Eine Haltestelle im Schweizergarten war geplant, mit überschaubarem Einzugsgebiet, davon ist man glücklicherweise abgekommen. Ob eine HST im engen Bogen entlang Eurogate betrieblich sinnvoll ist?
Harald A. Jahn, www.tramway.at

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Re: S-Bahnhaltestelle "Eurogate"
« Antwort #3 am: 08. Mai 2024, 14:37:14 »
Mit ihrer Verlängerung und dem damit verbundenen zweiten Eingang rückt die Station "Quartier Belvedere" ohnehin noch deutlich näher.
Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe. (Dalai Lama)

Vineyard

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Re: S-Bahnhaltestelle "Eurogate"
« Antwort #4 am: 08. Mai 2024, 16:14:40 »
Vor allem wäre der neue Stationseingang dann ziemlich nahe bei der Straßenbahnstation Fasangasse.

Dersim62

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Re: S-Bahnhaltestelle "Eurogate"
« Antwort #5 am: 08. Mai 2024, 17:00:06 »
Bei der Verworfene U2 Verlängerung Süd war mal die Station Eurogate vorgesehen.

LH

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Re: S-Bahnhaltestelle "Eurogate"
« Antwort #6 am: 08. Mai 2024, 17:24:06 »
Die Stammstrecke sollte man nicht durch zusätzliche Halte noch weiter verlangsamen. 3 Haltestellen auf 1,6 Kilometern wären etwas gar viel.

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Re: S-Bahnhaltestelle "Eurogate"
« Antwort #7 am: 08. Mai 2024, 17:31:22 »
Eine Haltestelle "Eurogate" nördlich des Gürtels wäre nach wie vor möglich. Die Stationen Quartier Belvedere und Eurogate könnten dann zu reinen Schnellbahnhalten werden, während die REX/CJX diese durchfahren. Das ginge allerdings nur, wenn man die Zugfolgen so gestaltet, dass nach den schnellen Zügen am Rennweg stets die S7 (bzw. der CAT) einfädelt, die die entstandene Intevalllücke zum nachkommenden Schnellbahnzug auffüllt. In die andere Richtung müsste der REX/CJX dann wiederum nach den Rennweg-Ausfädlern fahren, um bis zum Hbf zur S-Bahn aufzuschließen.

@LH: der aktuelle Haltestellenabstand QB<>Rennweg ist für eine innerstädtische Relation eh recht groß. Und das Einzugsgebiet ist mit dem Fasanviertel und dem Eurogate beidseitig gegeben. Im Süden liegen immerhin noch das das Arsenal und die Bauernversicherung.
Die Haltestellen heißen "Dr.-Karl-Renner-Ring", "Simmering, Grillgasse" und "Kärntner Ring, Oper", Punkt. Stationsnamen haben geographisch korrekt und nicht irreführend zu sein.

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Re: S-Bahnhaltestelle "Eurogate"
« Antwort #8 am: 08. Mai 2024, 18:36:59 »
Die Haltestelle selbst wäre mMn nicht so ganz sinnlos wie es scheint denn in der Umgebung gibt es z.B auch das Heeresgeschichtliches Museum oder die Möbelhäuser (XXXLutz,Möbelix,Mömax) am Wildgansplatz die eben derzeit nur durch die Linie 18 erreichbar sind. Mit der Verlängerung der Linie 18 zum Stadion sind zwei neue Buslinien für die Gegend vorgesehen.

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Re: S-Bahnhaltestelle "Eurogate"
« Antwort #9 am: 08. Mai 2024, 18:39:55 »
Bei 24 Trassen pro Stunde sind unterschiedliche Haltemuster völlig unmöglich und absurd.

Ferry

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Re: S-Bahnhaltestelle "Eurogate"
« Antwort #10 am: 08. Mai 2024, 20:49:29 »
Mit der Verlängerung der Linie 18 zum Stadion sind zwei neue Buslinien für die Gegend vorgesehen.

Dann erscheint es mir sinnvoll, diese erst abzuwarten, bevor wir über eine neue S-Bahn-Station in dieser Gegend nachdenken.
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Re: S-Bahnhaltestelle "Eurogate"
« Antwort #11 am: 08. Mai 2024, 21:16:08 »
Naja, Traisengasse und Handelskai sind auch nicht gerade weit auseinander. Durch den aktuellen Umbau, wachsen die beiden Station noch mehr zusammen.
Nach dieser Logik steht soll einer Station „Eurogate“ nix im Wege.

Ferry

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Re: S-Bahnhaltestelle "Eurogate"
« Antwort #12 am: 08. Mai 2024, 21:29:20 »
Naja, Traisengasse und Handelskai sind auch nicht gerade weit auseinander. Durch den aktuellen Umbau, wachsen die beiden Station noch mehr zusammen.
Nach dieser Logik steht soll einer Station „Eurogate“ nix im Wege.

Du meinst, weil es an einem Ort "suboptimal" ist, soll man es an einem anderen auch so machen?  ::)
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Re: S-Bahnhaltestelle "Eurogate"
« Antwort #13 am: 08. Mai 2024, 21:34:29 »
Ich erinnere mich jetzt nicht im Detail, aber gab es im Zuge der Grundstücksveräußerungen am Gelände des ehemaligen Südbahnhofs nicht eine vertragliche Zusicherung, ich bilde mir ein an die Erste Bank, dass die S-Bahn-Station Quartier Belvedere bestehen bleibt? Kann das jetzt aber auch verwechseln.
Das Problem bei einer Station Eurogate, wäre mMn der geschwungene Streckenverlauf durch das Stadtentwicklungsgebiet. Da halte ich eine Verlängerung der Station Quartier Belvedere mit zusätzlichem Aufgang und einen Bus für sinnvoller, als eine weitere Station der S-Bahn, zumindest wenn das mit der vertraglichen Zusicherung stimmt.

edit: Jetzt habe ich doch noch einen alten Artikel dazu gefunden und es fällt mir wieder ein. Die ÖBB haben sich gegenüber der Erste Bank verpflichtet entweder einen Aufgang der S-Bahnstation Südbahnhof, heute Quartier Belvededere zu erhalten/errichten oder eine Schwebebahn zu bauen. Das war also die lustige Nummer mit der Schwebebahn/Cable Car in Wien :)

Hier ein alter Link, wo das gegen Ende kurz erwähnt wird: https://www.profil.at/home/kleiner-bahnhof-der-hauptbahnhof-enttaeuschung-270916
und hier einer über die geplante Schwebebahn: https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20090102_OTS0132/oesterreich-wien-bekommt-eine-schwebebahn#:~:text=Am%20neuen%20Wiener%20Hauptbahnhof%20entsteht,S%C3%BCdtirolerplatz%20mit%20dem%20Arsenal%20verbindet.&text=sehr%20weit%20gediehen.,Miami%2C%20Las%20Vegas%20oder%20Venedig.

abc

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Re: S-Bahnhaltestelle "Eurogate"
« Antwort #14 am: 08. Mai 2024, 23:14:07 »
Die Haltestelle selbst wäre mMn nicht so ganz sinnlos wie es scheint denn in der Umgebung gibt es z.B auch das Heeresgeschichtliches Museum oder die Möbelhäuser (XXXLutz,Möbelix,Mömax) am Wildgansplatz die eben derzeit nur durch die Linie 18 erreichbar sind.

Allerdings dürften die neuen Ausgänge der Station Quartier Belvedere auch nicht viel weiter vom HGM entfernt sein als eine potenzielle neue Station am Eurogate.

Mit der Verlängerung der Linie 18 zum Stadion sind zwei neue Buslinien für die Gegend vorgesehen.

Die sind zwar in den Plänen zum 18er verzeichnet, hängen aber m.E. vor allem an städtebaulichen Entwicklungen (Eurogate II/Village im Dritten und Gasometerumfeld) zusammen. Ich würde deshalb nicht davon ausgehen, dass sie gemeinsam mit dem 18er in Betrieb gehen, oder allenfalls zufällig (für den Bus im Gasometerumfeld ist z.B. die neue Bus-/Radstraße zwischen Otto-Herschmann-Gasse und Medwegweg noch nicht mal terminierbar). Dass man sie bei der Neuplanung des Bereichs berücksichtigt, finde ich aber sehr vernünftig.

Eine Haltestelle "Eurogate" nördlich des Gürtels wäre nach wie vor möglich. Die Stationen Quartier Belvedere und Eurogate könnten dann zu reinen Schnellbahnhalten werden, während die REX/CJX diese durchfahren. Das ginge allerdings nur, wenn man die Zugfolgen so gestaltet, dass nach den schnellen Zügen am Rennweg stets die S7 (bzw. der CAT) einfädelt, die die entstandene Intevalllücke zum nachkommenden Schnellbahnzug auffüllt. In die andere Richtung müsste der REX/CJX dann wiederum nach den Rennweg-Ausfädlern fahren, um bis zum Hbf zur S-Bahn aufzuschließen.

Warum sollte man sich solche Zwangspunkte einbauen und durch verschiedene Haltemuster den Verkehr auf der Stammstrecke eher instabiler und für Fahrgäste komplizierter gestalten?

Ich erinnere mich jetzt nicht im Detail, aber gab es im Zuge der Grundstücksveräußerungen am Gelände des ehemaligen Südbahnhofs nicht eine vertragliche Zusicherung, ich bilde mir ein an die Erste Bank, dass die S-Bahn-Station Quartier Belvedere bestehen bleibt? Kann das jetzt aber auch verwechseln.
Das Problem bei einer Station Eurogate, wäre mMn der geschwungene Streckenverlauf durch das Stadtentwicklungsgebiet. Da halte ich eine Verlängerung der Station Quartier Belvedere mit zusätzlichem Aufgang und einen Bus für sinnvoller, als eine weitere Station der S-Bahn, zumindest wenn das mit der vertraglichen Zusicherung stimmt.

Letztlich ist es ja auch sinnvoll, dass die Station Quartier Belvedere bestehen geblieben ist, allein, weil dadurch mittels D-Wagen das Sonnwendviertel eine direkte Anbindung an die Stammstrecke hat. Die Station wird m.E. hinsichtlich der Fahrgastanzahl unterschätzt, weil sich die Fahrgäste eben auf viele Züge verteilen. Selbst wenn im Schnitt pro Zug nur zehn Fahrgäste ein- und zehn Fahrgäste aussteigen, sind das bei 15 Zügen pro Stunde und Richtung in einer Stunde für beide Richtungen 600 Fahrgäste, und bei 20 Betriebsstunden 12.000 (Zahlen nur als Hausnummer gedacht, um die Gedanken zu verdeutlichen). Es dürfte hunderte Stationen im ÖBB-Netz geben, die weniger Fahrgäste pro Tag haben; ich halte es noch nicht mal für unwahrscheinlich, dass Quartier Belvedere bei Fahrgästen/Tag unter den oberen 10 % ÖBB-weit liegt.

Zur Station am Eurogate denke ich, dass sie durchaus ein gewisses Potenzial gehabt hätte, würde es aber auch nicht überschätzen. Umstiege zwischen 18er und S-Bahn-Stammstrecke sind an drei anderen Stationen möglich; die Station würde vor allem für die Übereck-Verbindung St. Marx S - Eurogate - Rennweg S etwas bringen - und die dürfte m.E. kaum nachfragt sein, weil es aus dem Bereich des östlichen 18ers genug radiale Verkehrsverbindungen gibt, die die Stammstrecke auch erreichen. Warum sollte man vom Viehmarkt oder der Schlachthausgasse erstmal zum Eurogate fahren, um dann mit der S-Bahn Richtung Rennweg oder Mitte weiterzufahren, statt direkt 74A oder U3 zu nehmen? Zumal es ab St. Marx ja auch noch die S7 gibt, die laut Zielnetz immerhin viermal stündlich fahren soll?

Sie würde natürlich die Wohngebiete und den Bildungscampus gut erschließen, ohne Frage. Leider dürfte der Zug dank des Desinteresses der Stadt Wien an der S-Bahn sowieso auf Jahrzehnte hinaus abgefahren sein.