Autor Thema: Hausabriss und Mietenpreise  (Gelesen 907311 mal)

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haidi

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Re: Hausabriss und Mietenpreise
« Antwort #2565 am: 13. März 2024, 12:55:05 »
Die Bögen werden das Schicksal der Häuser bald teilen; die sollen ja auch komplett abgerissen und neu gebaut werden...
Werden die Bögen neu gebaut oder die Strecke - zweiteres, also Aufständerung ließe sich sicher mit weniger Kosten realisieren.
Mitteilung an den Bezirksvorsteher: Da könnte man Parkplätze realisieren :)
Microsoft is not the answer. It's the question and the answer is NO.

Paulchen

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Re: Hausabriss und Mietenpreise
« Antwort #2566 am: 13. März 2024, 13:02:08 »
Die Bögen werden das Schicksal der Häuser bald teilen; die sollen ja auch komplett abgerissen und neu gebaut werden...
Werden die Bögen neu gebaut oder die Strecke

Kompletter Neubau.

nord22

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Re: Hausabriss und Mietenpreise
« Antwort #2567 am: 08. April 2024, 20:28:40 »
Zerstörung eines Währinger Gründerzeitensembles: Abbruch Salierigasse 41: im Vordergrund die Gersthofer Straße (Foto: Peter Philipich, 04.2024).

LG nord22

37er-Wagen

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Re: Hausabriss und Mietenpreise
« Antwort #2568 am: 27. April 2024, 09:11:36 »
Wieder ein neuer Abriss - Anastasius Grün-Gasse 26, 1180 Wien. Der Werkstatt-Trakt der Firma Honda Havelka. Dach ist schon abgedeckt :(

So, Update: in den letzten 2 Wochen wurden sämtliche verbliebenen Objekte in der Anastasius Grün-Gasse 24-26 und die Remise in der Mollgasse abgerissen.

Die umliegenden Genossenschaftswohnungen mit großen Balkonen werden sich freuen, wenn da die Kubatur in voller Höhe verbaut wird...so verwinkelt, wie der alte Bau war.

Vielleicht kommt ja jetzt an den neuen Bau eine Gedenktafel, wenn man schon nichts für den Erhalt tun wollte...
https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Zwangsarbeiterlager_Anastasius-Gr%C3%BCn-Gasse_22-24

Jetzt wird dort ein Jubiläumsprojekt für Hübl und Partner gebaut:
https://theparkside.at
Renderings: https://www.immobilienscout24.at/expose/6626462508f75b75ccf70c16

Im Flyer für die Nachbarn schreiben sie was von einem Geschäftslokal, das sie einbauen...in beiden Straßenzügen völlig sind frei.

Amüsant am Rande: die unmittelbare Nähe des Hauses zur Mariahilfer Straße...
Dass der Währinger-Park (!) auch gleich den Jüdischen Friedhof umfasst, ist da nur eine Randnotiz...
Mit freundlichen Grüßen
37er-Wagen

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U4

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Re: Hausabriss und Mietenpreise
« Antwort #2569 am: 27. April 2024, 10:35:07 »
Wieder ein neuer Abriss - Anastasius Grün-Gasse 26, 1180 Wien. Der Werkstatt-Trakt der Firma Honda Havelka. Dach ist schon abgedeckt :(

So, Update: in den letzten 2 Wochen wurden sämtliche verbliebenen Objekte in der Anastasius Grün-Gasse 24-26 und die Remise in der Mollgasse abgerissen.

Die umliegenden Genossenschaftswohnungen mit großen Balkonen werden sich freuen, wenn da die Kubatur in voller Höhe verbaut wird...so verwinkelt, wie der alte Bau war.

Vielleicht kommt ja jetzt an den neuen Bau eine Gedenktafel, wenn man schon nichts für den Erhalt tun wollte...
https://www.geschichtewiki.wien.gv.at/Zwangsarbeiterlager_Anastasius-Gr%C3%BCn-Gasse_22-24

Jetzt wird dort ein Jubiläumsprojekt für Hübl und Partner gebaut:
https://theparkside.at
Renderings: https://www.immobilienscout24.at/expose/6626462508f75b75ccf70c16

Im Flyer für die Nachbarn schreiben sie was von einem Geschäftslokal, das sie einbauen...in beiden Straßenzügen völlig sind frei.

Amüsant am Rande: die unmittelbare Nähe des Hauses zur Mariahilfer Straße...
Dass der Währinger-Park (!) auch gleich den Jüdischen Friedhof umfasst, ist da nur eine Randnotiz...
Jetzt wird dort ein Jubiläumsprojekt für Hübl und Partner gebaut:
https://theparkside.at

Aber DIESER Link funktioniert nicht ... :-(
🥒 Haltestelle NEU -  die schlechteste Version seit Beginn der Haltestellen, Stangln die fast nicht zu sehen sind im Bild der Stadt

37er-Wagen

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Re: Hausabriss und Mietenpreise
« Antwort #2570 am: 27. April 2024, 13:15:29 »
Mit freundlichen Grüßen
37er-Wagen

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Re: Hausabriss und Mietenpreise
« Antwort #2571 am: 17. Juni 2024, 05:52:34 »
Schon länger nicht dagewesen, diesen Thread erst jetzt gefunden. Da möchte ich euch auf ein Objekt aufmerksam machen (falls nicht eh schon bekannt):

(Gegen) Ende Juni d.J. (erinnerlich hab ich irgendwo vom 23. Juni gelesen) schließt der Döblinger Traditions- und Promi-Heurige Zimmermann in der Armbrustergasse 5 seine Pforten und verlegt den Betrieb samt Einrichtung um, erinnerlich ins Kahlenbergerdorf. Für hierorts interessant: Der gleichnamige Heurigenbetreiber hat das Objekt schon vor langer Zeit verkauft und ist nurmehr eingemietet. Die neuen Eigentümer errichten statt dem Heurigen einen Wohnbau:

Zitat
"Das Gebäude soll nicht abgerissen werden", sagt Noch-Inhaber Martin Zimmermann auf Nachfrage von MeinBezirk. Das bestätigt auch Wutzl: "Das historische Gebäude bleibt mehr oder weniger unverändert, das Dach wird ein bisschen angehoben." Hinter der Front werde aber sehr wohl auf eine Bauhöhe von 7,5 Metern "massiv" gebaut.

Zitatquelle: "Wie ein Neubau in Döbling trotz Schutzzone möglich ist", 12. April 2024:
https://www.meinbezirk.at/doebling/c-wirtschaft/wie-ein-neubau-in-doebling-trotz-schutzzone-moeglich-ist_a6633099

Hier ein Foto vom Innenhof eingebunden:
"WIEN: HEURIGER »ZIMMERMANN« SCHLIESST IN DER ARMBRUSTERGASSE SEINE PFORTEN", 10.04.2024:
https://www.falstaff.com/at/news/wien-heuriger-zimmermann-schliesst-in-der-armbrustergasse-seine-pforten


37er-Wagen

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Re: Hausabriss und Mietenpreise
« Antwort #2572 am: 27. Juni 2024, 11:24:23 »
Dafür hats ein anderer Altbau hinter sich

einer der letzten Reste der alten Bebauung in der Donaufelder Straße (Nummer 71) wird wohl gerade abgerissen:

https://maps.app.goo.gl/B15Lb4dN6oHBSdsG7

hat sich eh lange behauptet, schade um die Schnitzereien...
Mit freundlichen Grüßen
37er-Wagen

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Elin Lohner

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Re: Hausabriss und Mietenpreise
« Antwort #2573 am: 09. Juli 2024, 10:01:24 »
Die Wiener Linien planen, für die U-Bahn Station Michelbeuern der Linie U5, das Gründerzeithaus am Währinger Gürtel 41 abreißen zu lassen (Und das, obwohl dieses Gebäude erst seit kurzem in einer Schutzzone liegt).
Link

Die Favoritenstraße bzw. Weyringergasse 41 (beide haben, an dieser Stelle, die selbe Hausnummer) und die Favoritenstraße 66 bzw. Kolschinskygasse 1 hat man, bei dem Bau der Linie U1, ja auch nicht abgerissen, also wieso baut man den Abgang zur U-Bahn nicht einfach in dem dortigen Geschäftslokal?
Ich bin der Meinung, dass man eine neue Remise am Gelände des ehemaligen Nordwestbahnhofes bauen, und dann die bestehende Remise Brigittenau dem VEF/WTM übergeben sollte.

Klingelfee

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Re: Hausabriss und Mietenpreise
« Antwort #2574 am: 09. Juli 2024, 10:29:43 »
Die Wiener Linien planen, für die U-Bahn Station Michelbeuern der Linie U5, das Gründerzeithaus am Währinger Gürtel 41 abreißen zu lassen (Und das, obwohl dieses Gebäude erst seit kurzem in einer Schutzzone liegt).
Link

Die Favoritenstraße bzw. Weyringergasse 41 (beide haben, an dieser Stelle, die selbe Hausnummer) und die Favoritenstraße 66 bzw. Kolschinskygasse 1 hat man, bei dem Bau der Linie U1, ja auch nicht abgerissen, also wieso baut man den Abgang zur U-Bahn nicht einfach in dem dortigen Geschäftslokal?

Weil wahrscheinlich die Bausubstanz es nicht mehr überleben würde, wenn man nur die Fassade stehen lässt. Auch würde es die Baukosten extrem erhöhen, wenn man die  Fassade ohne Nachnutzung stehen lassen würde.

Es stellt sich da auch immer eine Kosten/Nutzen Rechnung.

Ich finde es auch herrlich, dass man jetzt ein Bürogebäude, dass schon Jahrzehnte lang leer steht auf einmal unter Denkmalschutz stellen will (AUVA Gebäude im 20. Bezirk).  Denkmalschutz schön und gut. Aber man sollte den Denkmalschutz auch überdenken. Denn auf der einen Seite jammert man über die extreme Bodenversiegelung und auf der anderen Seite stellt man immer mehr Gebäude unter Denkmalschutz so dass man diese Gebäude nicht mehr durch zeitgemäße Gebäude ersetzen kann, bzw und das wäre ja noch besser, die wiedergewonnen Freiflächen dann entsiegelt und Grünflächen schaffen.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

Paulchen

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Re: Hausabriss und Mietenpreise
« Antwort #2575 am: 09. Juli 2024, 10:36:59 »
Auch würde es die Baukosten extrem erhöhen, wenn man die  Fassade ohne Nachnutzung stehen lassen würde.

Wer redet denn davon, die Fassade ohne Nachnutzung stehen zu lassen?

Ich finde es auch herrlich, dass man jetzt ein Bürogebäude, dass schon Jahrzehnte lang leer steht auf einmal unter Denkmalschutz stellen will (AUVA Gebäude im 20. Bezirk).

Das Gebäude kann nicht Jahrzehnte leer stehen, wenn bis Juni 2021 die AUVA-Hauptstelle drin war.

Dieses Gebäude ist im Übrigen wegen seiner Bauweise interessant: Die großen Säulen sind durch Querträger verbunden, an denen die einzelnen Stockwerke hängen. Das Juridicum ist nach demselben Konzept aufgebaut.

haidi

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Re: Hausabriss und Mietenpreise
« Antwort #2576 am: 09. Juli 2024, 10:42:29 »
Die Wiener Linien planen, für die U-Bahn Station Michelbeuern der Linie U5, das Gründerzeithaus am Währinger Gürtel 41 abreißen zu lassen (Und das, obwohl dieses Gebäude erst seit kurzem in einer Schutzzone liegt).
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Der Besitzer weiß anscheinend schon lange, dass das Gebäude weg kommen soll.

Aber man sollte den Denkmalschutz auch überdenken. Denn auf der einen Seite jammert man über die extreme Bodenversiegelung und auf der anderen Seite stellt man immer mehr Gebäude unter Denkmalschutz so dass man diese Gebäude nicht mehr durch zeitgemäße Gebäude ersetzen kann, bzw und das wäre ja noch besser, die wiedergewonnen Freiflächen dann entsiegelt und Grünflächen schaffen.
[Klingefee-Modus]Dann müsste man ja alle Gründerzeitbauten abreißen, weil man dann mehr Geschoße unterbringt[/Klingenfee-Modus]
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Klingelfee

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Re: Hausabriss und Mietenpreise
« Antwort #2577 am: 09. Juli 2024, 10:48:15 »
Aber man sollte den Denkmalschutz auch überdenken. Denn auf der einen Seite jammert man über die extreme Bodenversiegelung und auf der anderen Seite stellt man immer mehr Gebäude unter Denkmalschutz so dass man diese Gebäude nicht mehr durch zeitgemäße Gebäude ersetzen kann, bzw und das wäre ja noch besser, die wiedergewonnen Freiflächen dann entsiegelt und Grünflächen schaffen.
[Klingefee-Modus]Dann müsste man ja alle Gründerzeitbauten abreißen, weil man dann mehr Geschoße unterbringt[/Klingenfee-Modus]

Ich rede nicht davon, dass man alle Gründerzeithäuser abreissen soll. Aber man sollte schon überlegen, ob es wirklich Sinn macht, leerstehende Gebäude unbedingt zu erhalten. Denn ist auch paradox. Viele die Schreien, diese oder jenes Gebäude soll erhalten werden, würden nie in solche Gebäude einziehen. Und wenn man die Gebäude saniert, dann werden die darin befindlichen Wohnungen so teuer, dass sich diese ein  Arbeiter nicht leisten kann.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

60er

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Re: Hausabriss und Mietenpreise
« Antwort #2578 am: 09. Juli 2024, 11:17:51 »
Ich rede nicht davon, dass man alle Gründerzeithäuser abreissen soll. Aber man sollte schon überlegen, ob es wirklich Sinn macht, leerstehende Gebäude unbedingt zu erhalten. Denn ist auch paradox. Viele die Schreien, diese oder jenes Gebäude soll erhalten werden, würden nie in solche Gebäude einziehen. Und wenn man die Gebäude saniert, dann werden die darin befindlichen Wohnungen so teuer, dass sich diese ein  Arbeiter nicht leisten kann.
Bei einem Haus Ecke Gürtel kommt halt auch noch die enorme Lärmbelastung durch den Verkehr dazu. Alle Fenster straßenseitig, wie bei Gründerzeitbauten üblich und damit kaum geeignet für teure Luxuswohnungen.

Wenn man schon abreißt, wäre es schön, wenn dort wenigstens ein Park hinkommen würde. Ist aber natürlich unrealistisch.

haidi

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Re: Hausabriss und Mietenpreise
« Antwort #2579 am: 09. Juli 2024, 13:48:51 »
Ich rede nicht davon, dass man alle Gründerzeithäuser abreissen soll. Aber man sollte schon überlegen, ob es wirklich Sinn macht, leerstehende Gebäude unbedingt zu erhalten. Denn ist auch paradox. Viele die Schreien, diese oder jenes Gebäude soll erhalten werden, würden nie in solche Gebäude einziehen. Und wenn man die Gebäude saniert, dann werden die darin befindlichen Wohnungen so teuer, dass sich diese ein  Arbeiter nicht leisten kann.
Bei einem Haus Ecke Gürtel kommt halt auch noch die enorme Lärmbelastung durch den Verkehr dazu. Alle Fenster straßenseitig, wie bei Gründerzeitbauten üblich und damit kaum geeignet für teure Luxuswohnungen.
Dennoch verkaufen sich diese Wohnungen gut.
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