Autor Thema: Verkehrspolitik der Rot-Pinken Koalition  (Gelesen 66784 mal)

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T1

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Re: Verkehrspolitik der Rot-Pinken Koalition
« Antwort #615 am: 07. Juli 2021, 11:18:14 »
So lange die Autos stehen, sind Radfahrstreifen kein Problem, aber wenn sie fahren, dann sind sie ein echtes Problem. Die Behörde teilt den Radlern und den Autlern eigene Reviere zu und die Autler glauben, dass der Strich oder die strichlierte Linie den Radler vor den Autos schützt, Einhalten von Abstand wird in diesen Fällen kaum betrieben.
Radfahrer gehören genau dort hin, wo auch die Autos fahren und  nicht in ein Ghetto.
Eben, und darum braucht es ja diese Streifen nur im Kreuzungsbereich.

Das habe ich ja gemeint - ein Radweg, der so angelegt ist, dass er vom übrigen Verkehr mitbenutzt werden kann/muss, ist kein Radweg. Und das dürfte beim Radweg am JNB-Platz der Fall sein, bei dem von mir als Beispiel genannten Radweg in der Erlaaer Straße ist es definitiv so. Das kann man regelmäßig beobachten, wenn sich zwei Busse der Linien 60A oder 66A begegnen: durch den Radweg wurden beide Fahrspuren so verengt, dass der Richtung Liesing fahrende Bus auf den Radweg ausweichen muss, ansonsten kämen die Busse aneinander nicht vorbei. Kommt dann an dieser Stelle ein Radfahrer von hinten, kann es gefährlich werden und man kann nur hoffen, dass der Busfahrer vor dem Befahren des Radwegs einen Blick in den Rückspiegel macht. Nebenbei: der Radweg selber ist so schmal, dass zwei Radfahrer, die sich begegnen, auch kaum aneinander vorbeikommen.

Hier wäre es vernünftiger gewesen, auf diesen "Radweg", der ohnehin nur knapp 200m lang ist und dann ohne Übergang in die Erlaaer Straße mündet, ganz zu verzichten.

Es spricht grundsätzlich nichts gegen die Errichtung von Radwegen, nur sollte das nur auf Flächen geschehen, die nicht vom übrigen Verkehr befahren werden oder unmittelbar, ohne bauliche Trennung, neben solchen liegen. Und im Falle von Gehsteigen nur dort, wo auch nach der Errichtung des Radweges ausreichend Platz für Fußgänger und Radfahrer ist. Die Anzahl an Radwegen in Wien, die diese Kriterien erfüllen, dürfte überschaubar sein...  ;)
Es geht nicht um einen Radweg, sondern darum, die Situation für Radfahrende im Kreuzungsbereich zu verbessern. :lamp:

haidi

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Re: Verkehrspolitik der Rot-Pinken Koalition
« Antwort #616 am: 07. Juli 2021, 12:59:52 »
So lange die Autos stehen, sind Radfahrstreifen kein Problem, aber wenn sie fahren, dann sind sie ein echtes Problem. Die Behörde teilt den Radlern und den Autlern eigene Reviere zu und die Autler glauben, dass der Strich oder die strichlierte Linie den Radler vor den Autos schützt, Einhalten von Abstand wird in diesen Fällen kaum betrieben.
Radfahrer gehören genau dort hin, wo auch die Autos fahren und  nicht in ein Ghetto.
Eben, und darum braucht es ja diese Streifen nur im Kreuzungsbereich.
Diese Streifen sind auch Ghettos und wie ich schon geschrieben habe, eine Gefährdung für Radler.

Das habe ich ja gemeint - ein Radweg, der so angelegt ist, dass er vom übrigen Verkehr mitbenutzt werden kann/muss, ist kein Radweg. Und das dürfte beim Radweg am JNB-Platz der Fall sein, bei dem von mir als Beispiel genannten Radweg in der Erlaaer Straße ist es definitiv so. Das kann man regelmäßig beobachten, wenn sich zwei Busse der Linien 60A oder 66A begegnen: durch den Radweg wurden beide Fahrspuren so verengt, dass der Richtung Liesing fahrende Bus auf den Radweg ausweichen muss, ansonsten kämen die Busse aneinander nicht vorbei. Kommt dann an dieser Stelle ein Radfahrer von hinten, kann es gefährlich werden und man kann nur hoffen, dass der Busfahrer vor dem Befahren des Radwegs einen Blick in den Rückspiegel macht. Nebenbei: der Radweg selber ist so schmal, dass zwei Radfahrer, die sich begegnen, auch kaum aneinander vorbeikommen.

Hier wäre es vernünftiger gewesen, auf diesen "Radweg", der ohnehin nur knapp 200m lang ist und dann ohne Übergang in die Erlaaer Straße mündet, ganz zu verzichten.

Es spricht grundsätzlich nichts gegen die Errichtung von Radwegen, nur sollte das nur auf Flächen geschehen, die nicht vom übrigen Verkehr befahren werden oder unmittelbar, ohne bauliche Trennung, neben solchen liegen. Und im Falle von Gehsteigen nur dort, wo auch nach der Errichtung des Radweges ausreichend Platz für Fußgänger und Radfahrer ist. Die Anzahl an Radwegen in Wien, die diese Kriterien erfüllen, dürfte überschaubar sein...  ;)
Es geht nicht um einen Radweg, sondern darum, die Situation für Radfahrende im Kreuzungsbereich zu verbessern. :lamp:
Wobei da eine Verschlechterung und Gefahrenstelle produziert worden ist.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

T1

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Re: Verkehrspolitik der Rot-Pinken Koalition
« Antwort #617 am: 07. Juli 2021, 16:09:30 »
Klar, es hätte dort noch eine Bikebox hingehört, aber sonst fand ich die Situation deutlich besser als jetzt.

abc

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Re: Verkehrspolitik der Rot-Pinken Koalition
« Antwort #618 am: 14. Juli 2021, 07:19:27 »
Die Partei, deren mächtigster Landesverband vor einem halben Jahr bei den Öffis einen unkoordinierten Kahlschlag im Wochenendfrühverkehr durchgeführt hat, stellt fest, dass viele aufs Auto angewiesen sind:

Zitat von: SPÖ auf Twitter
Klimakrise ist eine der großen Herausforderungen unserer Zeit. Klimaschutz muss sozial gerecht ausgestattet sein & die Lebensrealitäten der Menschen im Blick haben. Nicht alle Menschen in Österreich wohnen an einer U-Bahn-Haltestelle, viele sind aufs Auto angewiesen. #puls24 @rendiwagner

Nun könnte man natürlich auch fragen, warum eine Partei, die eine "Fortschrittskoalition" anführt, keinen Plan hat, das zu ändern, so dass weniger Menschen aufs Auto angewiesen sind - sondern im Gegenteil munter weiter Fakten schafft, indem die ÖV-Netzentwicklung auch innerhalb Wiens nicht mit der Siedlungsentwicklung hinterherkommt, neue Stadtviertel mit tausenden Einwohner/innen ohne Lebensmittelgeschäft auskommen müssen und die einzige verkehrspolitische Initiative im Bau von Autobahnen besteht (während man sich zugleich für den Bau von ÖBB-Stationen für nicht zuständig erklärt).

Bus

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Re: Verkehrspolitik der Rot-Pinken Koalition
« Antwort #619 am: 14. Juli 2021, 07:27:46 »
Wieso... die Neos wollen doch eh Seilbahnen, also ein Fortschritt. Wir sind halt nicht La Paz, aber das eine oder andere Hügerl haben wir schon, selbst in Floridsdorf...  :)

hema

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Re: Verkehrspolitik der Rot-Pinken Koalition
« Antwort #620 am: 14. Juli 2021, 07:37:54 »
Sie bauen eh wie die Verrückten U-Bahn!  :P
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

Bus

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Re: Verkehrspolitik der Rot-Pinken Koalition
« Antwort #621 am: 14. Juli 2021, 07:57:14 »
Sie bauen eh wie die Verrückten U-Bahn!  :P

Ich weiss nicht, ob man ein Projekt aus den 60ern als Fortschritt bezeichnen kann.  >:D