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Preiserhöhung der 365-Euro-Jahreskarte
MK:
Solange Österreich sich 30 Milliarden Euro Pensionszuschuss und 15 Milliarden Euro Schaden aus Korruption jedes Jahr leistet, funktioniert das Argument, dass man zu wenig Geld für sinnvolle Ausgaben habe und daher Angebote einschränken oder Preise erhöhen müsste, nicht.
haidi:
--- Zitat von: MK am 20. Juni 2025, 06:52:33 ---Solange Österreich sich 30 Milliarden Euro Pensionszuschuss und 15 Milliarden Euro Schaden aus Korruption jedes Jahr leistet, funktioniert das Argument, dass man zu wenig Geld für sinnvolle Ausgaben habe und daher Angebote einschränken oder Preise erhöhen müsste, nicht.
--- Ende Zitat ---
Beim Pensionszuschuss sind einmal so viel abzurechnen, wie der Anteil der Arbeitnehmer an den Pensionsabgaben ist. Bei der Ausarbeitung des Sozialversicherungsgesetzes war vorgesehen, dass die Kosten für die Pensionen zu je einem Drittel von den Arbeitnehmer-, den Arbeitgeberbeiträgen und vom Staat getragen wird. Die Pensionszahlungen der Mindest- und Kleinstpensionisten, also des größten Teils der Pensionisten gehen praktisch zur Gänze wieder in die Wirtschaft.
Bei den Beamten wurde der Arbeitgeberbeitrag nicht eingeführt, weil man der Ansicht war, dass es wäre, als würde der Staat das Geld von der rechten in die linke Hosentasche umsteckt. Da wäre der doppelte Dienstnehmerbeitrag abzuziehen.
MK:
--- Zitat von: haidi am 20. Juni 2025, 07:51:10 ---Beim Pensionszuschuss sind einmal so viel abzurechnen, wie der Anteil der Arbeitnehmer an den Pensionsabgaben ist. Bei der Ausarbeitung des Sozialversicherungsgesetzes war vorgesehen, dass die Kosten für die Pensionen zu je einem Drittel von den Arbeitnehmer-, den Arbeitgeberbeiträgen und vom Staat getragen wird. Die Pensionszahlungen der Mindest- und Kleinstpensionisten, also des größten Teils der Pensionisten gehen praktisch zur Gänze wieder in die Wirtschaft.
Bei den Beamten wurde der Arbeitgeberbeitrag nicht eingeführt, weil man der Ansicht war, dass es wäre, als würde der Staat das Geld von der rechten in die linke Hosentasche umsteckt. Da wäre der doppelte Dienstnehmerbeitrag abzuziehen.
--- Ende Zitat ---
Ich spreche vom Pensionszuschuss, das sind die Ausgaben für Pensionen abzüglich der Beiträge (Dienstgeber und Dienstnehmer).
Die angebliche Drittelregelung (die nirgendwo niedergeschrieben ist) ist nur ein Rechentrick, in jedem Fall bezahlen es die jetzt Arbeitenden von ihrer Arbeitsleistung, es steht nur auf einer anderen Zeile am Lohnzettel.
Die meisten Pensionisten sind nicht arm oder hilfsbedürftig. Der Median-Pensionist hat ein höheres Nettoeinkommen als der Median-Arbeiter und nur etwas weniger als der Median-Angestellte, dafür ist das höchste Nettovermögen im Median in der Altersgruppe 60-69 zu finden.
Fazit: Eine Kürzung bei den Pensionisten zugunsten der Arbeitenden ist sozial nicht nur gerechtfertigt, sondern auch dringend notwendig.
Klingelfee:
--- Zitat von: MK am 20. Juni 2025, 08:16:02 ---Fazit: Eine Kürzung bei den Pensionisten zugunsten der Arbeitenden ist sozial nicht nur gerechtfertigt, sondern auch dringend notwendig.
--- Ende Zitat ---
Und hast du schon einmal überlegt, wie viele Pensionisten jetzt schon am Existenzminimum leben. Und für Leute, die jetzt vor der Pension stehen wäre es auch zu spät, sich jetzt noch um eine zusatzpension umzuschauen.
Das ist genauso, wie mir der Schrei nach den Beamtenpensionen. Auch da gibt es viele Pensionisten, deren Pension bei weiten weniger als 2.000 Euro ausmacht. Viele sehen bei den Beamten immer nur die Politiker. Es gibt aber viele Beamte, die eben bei weiten weniger verdienen.
abc:
--- Zitat von: DaedalusBC304 am 20. Juni 2025, 06:24:26 ---
--- Zitat von: abc am 20. Juni 2025, 06:12:12 ---... aber eben auch mehr notwendige Kapazitäten und deshalb ein erhöhter Fahrzeug-, Werkstatt- und Personalbedarf.
--- Ende Zitat ---
Die Kapazitäten hat man aber ja nicht dementsprechend erhöht ;)
--- Ende Zitat ---
Noch ist der Preis ja auch nicht höher. :)
Außerdem würde ich dem zumindest in dieser Pauschalität widersprechen. Es gab und gibt durchaus Kapazitätserweiterungen, z.B. wenn ab September das Angebot entlang des größten 26ers-Teils deutlich erhöht wird. Auch vor meiner Haustür, bei den Buslinien 76A und 76B, wurde in den letzten Jahren das Angebot zwischen Haidestraße und Enkplatz deutlich ausgeweitet. Die Morgenspitze auf der östlichen S80 wird zumindest durch ein paar Zusatzbahnen abgefangen. Zwischen Schlachthausgasse und Stadion verdoppelt der 18er die Kapazität gegenüber dem 77A (Daumen mal Pi: 211 x 9 = 1899 Plätze pro Stunde beim 18er gegenüber 80 x 12 = 960 Plätze pro Stunde beim 77A). Die größte Kapazitätserweiterung wird noch ein halbes Jahrzehnt auf sich warten lassen, die Inbetriebnahme der U2 zum Matzleinsdorfer Platz.
Natürlich gibt es auch Gegenbeispiele, beispielsweise die kurzen ULF am 5er. Aber da gibt es ja ab September durch den 12er hoffentlich etwas Entlastung. (Der 5er ist auch ein gutes Beispiel, wie sich die Wiener Linien zum Teil selbst im Weg stehen - zumindest am Wochenende gäbe es doch sicher genug lange ULF, um mit angemessenen Kapazitäten zu fahren.) Auch wären auf vielen Buslinien eigentlich Gelenkbusse notwendig (z.B. 5B) und Intervallvetdichtungen auf vielen Linien (z.B. 71 zwischen St. Marx und Schottentor oder wenigstens Börse an Sonntagen). Nur: wie finanzieren?
Natürlich trete ich nicht für eine deutliche Preiserhöhung ein und sehe die Notwendigkeit, parallel andere Einspar- und Einnahmepotenziale zu erschließen (siehe oben). Aber nach bald anderthalb Jahrzehnten wäre eine Preiserhöhung auch nicht so ungewöhnlich. Der deutschsprachige Staat, der über Jahrzehnte die Preise für Alltägliches wie Öffi-Fahrkarten und Semmeln eingefroren gelassen hat, ist Ende der 80er krachend gescheitert.
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