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Studierende klagen Wiener Linien
Linie U7:
--- Zitat von: petestoeb am 19. September 2025, 13:04:21 ---Klar wäre es gut, wenn Wiener beim Preis bevorzugt werden, aber die Gesetze sind eben nicht so.
Grundsätzlich stehe ich Begünstigungen eher kritisch gegenüber. Warum sollte jetzt ein Student weniger bezahlen, wie ein normaler Arbeiter oder auch Pensionist? Jede einzelne Person verursacht den gleichen Aufwand für das Verkehrsunternehmen, deshalb halte ich diese Rabatte eine Fehlentwicklung. Das kann man weniger argumentieren, als regionale Begünstigungen. Deshalb bin ich für die Abschaffung jeglicher derartiger Rabatte und dafür generell niedrigere Preise.
PS: Ich wäre mit meinem Alter von 67 selbst davon betroffen.
--- Ende Zitat ---
Ich verstehe den Ansatz, aber öffentliche Verkehrsmittel sollten von Allen gut nutzbar und keine Frage des Geldes sein. Und Pensionisten/Studenten/Familien haben da halt andere Schmerzgrenzen als z.B. 40-jährige. Wenn man bedenkt, dass gut Verdienende in Österreich überproportional hoch besteuert werden, ist eine günstigere Öffi-Karte nur ein kleiner Unterschied zwischen (im Schnitt) viel und wenig Verdienenden. Außerdem lässt sich das schwer so gerecht gestalten wie beschrieben, da dickere/größere Menschen mehr Platz verbrauchen und sperrige Gegenstände ebenfalls mehreren anderen Fahrgästen den Platz wegnehmen. Jedenfalls finde ich die neue 300-Euro-Lösung für alle, die nicht im Top-verdien-Alter sind, gut.
Lerchenfelder:
--- Zitat von: petestoeb am 19. September 2025, 15:11:11 ---
--- Zitat von: Signalabhängigkeit am 19. September 2025, 14:05:12 ---Spinnen wir das weiter, warum sind Kinder begünstigt, warum zahlen Kleinkinder oft gar nix?
Der Neid is a Hund.
--- Ende Zitat ---
In der Tat stimmt das auch. Hier wäre ein Alter von 10-12 Jahren anzunehmen, wo 2 Kinder auf einen Platz passen. Ältere sollten ebenfalls den Normaltarif zahlen. Das hat nichts mit Neid zu tun, sondern mit Hausverstand. Der Aufwand ist pro Person gleich, also auch die gleichen Tarife. Und auch ich mit meinen 67 Jahren wäre davon betroffen, sehe es aber trotzdem so.
--- Ende Zitat ---
Zu solchen Fragen gibt es halt unterschiedliche Meinungen. Da spielt auch die persönliche politische und gesellschaftliche Haltung eine Rolle... So bevorzuge ich tendenziell "Equity" gegenüber "Equality", sprich die Unterstützung der Schwächsten im Sinne des Chancenausgleichs. Denn das jeder von Haus aus dieselben Chancen hat, ist schlichtweg pseudoliberaler Unfug. Deinem Prinzip nach müsste man ja dann auch die oft beschworene "flat tax" für alle einführen. Ich halte beides für falsch, es ist schon richtig, dass einkommensstärkere Personen höhere Steuern zahlen und bestimmte Personengruppen mit meist niedrigeren Einkommen etwa bei den Ticketpreisen begünstigt sind. Einen gewissen Sozialstaat sollten wir uns schon erhalten, ich möchte nicht in US-amerikanischen Verhältnissen leben.
Und abseits davon sind Jugendliche, junge Erwachsene und Studierende im politischen und medialen Diskurs eh eine absolut marginalisierte Gruppe, denn die Parteien haben hier vergleichsweise wenig zu gewinnen und zu verlieren. Alles dreht sich immer um die Pensionisten... Und ich gönne jedem eine anständige Pension (bis zu einer vertretbaren Höhe), aber sehr viel wird den Pensionisten aus dieser Logik heraus auch nachgeworfen, so erhlich muss man sein.
Cerberus2:
--- Zitat von: Lerchenfelder am 20. September 2025, 22:03:26 ---Deinem Prinzip nach müsste man ja dann auch die oft beschworene "flat tax" für alle einführen. Ich halte beides für falsch, es ist schon richtig, dass einkommensstärkere Personen höhere Steuern zahlen
--- Ende Zitat ---
Moment mal: "Flat tax" klingt zwar "flat", ist es aber nicht. Es ist halt nur ein konstanter Steuersatz, und der führt ganz in Deinem Sinne dazu, dass der, der doppelt soviel verdient, auch doppelt soviel Steuer zahlt.
pTn:
--- Zitat von: Cerberus2 am 21. September 2025, 16:31:43 ---Moment mal: "Flat tax" klingt zwar "flat", ist es aber nicht. Es ist halt nur ein konstanter Steuersatz, und der führt ganz in Deinem Sinne dazu, dass der, der doppelt soviel verdient, auch doppelt soviel Steuer zahlt.
--- Ende Zitat ---
Ja, eh. Nur vergleich es mal mit dem bestehenden System bei der Einkommenssteuer resp. einer Form davon, der Lohnsteuer.
Als Gutverdienender hättest Du mit einer, sagen wir 20% flat Vorteile, als geringverdienende Person kostet es Dich verdammt viel.
Halbstarker:
Bei der Flat Tax fällt halt die Steuerprogression weg.
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