Autor Thema: Ist Niederflurtechnik und Straßenbahngleisbau noch beherrschbar?  (Gelesen 19925 mal)

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95B

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Re: Ist Niederflurtechnik und Straßenbahngleisbau noch beherrschbar?
« Antwort #15 am: 11. Januar 2021, 13:42:49 »
Wenn man auf einem 9er oder 10er fahren kann, wird ein 13er keine unlösbaren Probleme aufwerfen.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

haidi

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Re: Ist Niederflurtechnik und Straßenbahngleisbau noch beherrschbar?
« Antwort #16 am: 11. Januar 2021, 16:53:27 »
Welcher Niederflurtyp würde den Einsatz auf der Linie 13 erlauben, muss er doch die Wannen und Kuppen innerhalb von 30m fehlerfrei beherrschen?

Ich verstehe nicht, was du meinst, aber ich würde auf der Linie 13 - so stumpfe Endstellen vorgesehen wären - überhaupt keine Type, die gekuppeLt werden muss, einsetzen.
Da hast dir in Breitensees Text glatt ein "L" hinein gedacht.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

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Re: Ist Niederflurtechnik und Straßenbahngleisbau noch beherrschbar?
« Antwort #17 am: 11. Januar 2021, 17:45:38 »
Wenn man auf einem 9er oder 10er fahren kann, wird ein 13er keine unlösbaren Probleme aufwerfen.
Wobei ich (ich kenne den 13er nur von Bildern) mir eine Straßenbahn auf der jetzigen 13A-Route immer noch schwer vorstellen konnte bzw. kann. Schon im Normalbus wirkt alles so eng, auch vor der Umstellung auf Gelenker habe ich mich gefragt, wie der Gelenkbus da jetzt durchkommen sollte. :D
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Katana

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Re: Ist Niederflurtechnik und Straßenbahngleisbau noch beherrschbar?
« Antwort #18 am: 11. Januar 2021, 18:36:48 »
Wenn man auf einem 9er oder 10er fahren kann, wird ein 13er keine unlösbaren Probleme aufwerfen.
Wobei ich (ich kenne den 13er nur von Bildern) mir eine Straßenbahn auf der jetzigen 13A-Route immer noch schwer vorstellen konnte bzw. kann. Schon im Normalbus wirkt alles so eng, auch vor der Umstellung auf Gelenker habe ich mich gefragt, wie der Gelenkbus da jetzt durchkommen sollte. :D

Die Frage von Bhf_Breitensee hat sich aber mMn nicht auf die Kurvenradien bezogen. Er schreibt ja dezidiert von Kuppen und Wannen:
Welcher Niederflurtyp würde den Einsatz auf der Linie 13 erlauben, muss er doch die Wannen und Kuppen innerhalb von 30m fehlerfrei beherrschen?
Ein Radius von 30 m ist im Hinblick auf die von Schienenchaos genannten Werte illusorisch.

Wenn man auf einem 9er oder 10er fahren kann, wird ein 13er keine unlösbaren Probleme aufwerfen.

Ich möchte noch die Linien 31 und 52 ergänzen wegen der Bahnunterführungen in der Stromstraße und der Linzer Straße.
Ich kenne die Strecke des 13er nur oberflächlich, aber auch ich glaube nicht, dass die Strecke der Linie 13 größere Herausforderungen an die Fahrzeuge ergibt.
Die dzt. vielleicht größte Herausforderung ist die Ausfahrt aus der ES Dornbach mit der Kombination von Bogen und sofort anschließender Steigung. Oder von der Linzer Straße in die Reindlgasse.

Klingelfee

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Re: Ist Niederflurtechnik und Straßenbahngleisbau noch beherrschbar?
« Antwort #19 am: 11. Januar 2021, 18:55:39 »


Ich möchte noch die Linien 31 und 52 ergänzen wegen der Bahnunterführungen in der Stromstraße und der Linzer Straße.
Ich kenne die Strecke des 13er nur oberflächlich, aber auch ich glaube nicht, dass die Strecke der Linie 13 größere Herausforderungen an die Fahrzeuge ergibt.
Die dzt. vielleicht größte Herausforderung ist die Ausfahrt aus der ES Dornbach mit der Kombination von Bogen und sofort anschließender Steigung. Oder von der Linzer Straße in die Reindlgasse.

Die einzige Herausforderung auf der jetzigen Route wäre mMn die Kreuzung  Kellermanngasse # Lerchenfelder Straße. Und die ließe sich sicherlich so umbauen, dass eine Straßenbahn kein Problem hat.

Und klar sollte man überlegen, ob man die Linie 13A auf Straßenbahn umbaut. Da es aber derzeit seitens der Stadt Wien diesbezüglich keinerlei Bestreben ist und es auch im 7. Bezirk massiven Widerstand gegen die Umstellung gibt, sollte man eher die Energie auf die Projekte stecken, wo die auch die Stadt Wien umsetzen will.

Ein angehen von Umstellung der Linie 13A kommt mMn auch erst in Frage, wenn die Bauarbeiten der U2 abgeschlossen sind. Denn eines sollte auch klar sein. Behinderungen durch den U-Bahn-Bau und des Straßenbahnbaues ist etwas, was man der Bevölkerung nicht zumuten sollte.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

Katana

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Re: Ist Niederflurtechnik und Straßenbahngleisbau noch beherrschbar?
« Antwort #20 am: 11. Januar 2021, 19:43:46 »
@ Klingelfee: bleib bitte beim Thema. Es geht um Gleisbau und Niederflurtechnik.

Klingelfee

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Re: Ist Niederflurtechnik und Straßenbahngleisbau noch beherrschbar?
« Antwort #21 am: 11. Januar 2021, 21:25:26 »
@ Klingelfee: bleib bitte beim Thema. Es geht um Gleisbau und Niederflurtechnik.

Ja, nur bis die Linie 13 Spruchreif wird, gibt es schon wieder ganz andere Fahrz am Markt. Daher stellt sich mir gar nicht die Frage, ob die Linie 13A auf Straßenbahn umstellbar ist oder nicht.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

Bhf_Breitensee

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Re: Ist Niederflurtechnik und Straßenbahngleisbau noch beherrschbar?
« Antwort #22 am: 11. Januar 2021, 23:18:06 »
Die Kuppen und Wannen treten im nördlichen Bereich der Linie 13 auf, die vor einer Inbetriebnahme zu untersuchen in notfalls straßenbaulich zu beseitigen wären: 2mal unterschiedliche Gefälle  innerhalb einer Bim-Länge von 35m (Steigung- fast Ebene - Steigung). Damit fährt die Garnitur von einer Steigung in eine Ebene ("Kuppe") und gleich wieder in eine Steigung ("Wanne"). Dies war bei den früher eingesetzten Zweiachsern mit kurzen Fahrzeuglängen kein Thema. Und ist heute noch kein Thema wie in Lissabon!
Bei der Wiener Linie 10 sind diese rasch wechselnden Neigungsverhältnisse topografisch nicht festzustellen, da es in der Reinlgasse im Kreuzungsbereich mit der Märzstr. Fenzlgasse oder Goldschlaggasse fast einheitliche Steigungen gibt.
Lange Gelenkwagen schaffen durch ihre Gesamtlänge diese Neigungsbrüche nicht, was auch das Verbot in Lissabon auf solchen Strecken erklärt. Auch im Bahnbereich schränken Kuppenradien den Verwendungszweck von Tfz bei Abrollbergen ein.

haidi

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Re: Ist Niederflurtechnik und Straßenbahngleisbau noch beherrschbar?
« Antwort #23 am: 12. Januar 2021, 00:32:15 »
Eine Kuppe gefolgt von einer Wanne oder umgekehrt sollte nicht das Problem sein. Die Probleme sehe ich, wenn zwei Wannen oder zwei Kuppen so knapp aufeinander folgen, dass der Abstand geringer als ein Modul ist.
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Katana

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Re: Ist Niederflurtechnik und Straßenbahngleisbau noch beherrschbar?
« Antwort #24 am: 12. Januar 2021, 00:35:50 »
Die Kuppen und Wannen treten im nördlichen Bereich der Linie 13 auf, die vor einer Inbetriebnahme zu untersuchen in notfalls straßenbaulich zu beseitigen wären: 2mal unterschiedliche Gefälle  innerhalb einer Bim-Länge von 35m (Steigung- fast Ebene - Steigung). Damit fährt die Garnitur von einer Steigung in eine Ebene ("Kuppe") und gleich wieder in eine Steigung ("Wanne"). Dies war bei den früher eingesetzten Zweiachsern mit kurzen Fahrzeuglängen kein Thema. Und ist heute noch kein Thema wie in Lissabon!
Bei der Wiener Linie 10 sind diese rasch wechselnden Neigungsverhältnisse topografisch nicht festzustellen, da es in der Reinlgasse im Kreuzungsbereich mit der Märzstr. Fenzlgasse oder Goldschlaggasse fast einheitliche Steigungen gibt.
Lange Gelenkwagen schaffen durch ihre Gesamtlänge diese Neigungsbrüche nicht, was auch das Verbot in Lissabon auf solchen Strecken erklärt. Auch im Bahnbereich schränken Kuppenradien den Verwendungszweck von Tfz bei Abrollbergen ein.
Du darfst aber nicht die Fahrzeuglängen betrachten, die heutigen, längeren Fahrzeuge haben ja im Gegensatz zu den Zweiachsern Gelenke.
Bei der von dir geschilderten Situation ist nicht der Abstand von Kuppe und Wanne relevant, sondern die Radien. Und ob es dazwischen eine Ebene gibt, ist irrelevant. Denn jede Unebenheit im Gleis ist ja auch eine sehr kurze Abfolge von Kuppe, Wanne, Kuppe.

coolharry

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Re: Ist Niederflurtechnik und Straßenbahngleisbau noch beherrschbar?
« Antwort #25 am: 12. Januar 2021, 07:35:29 »
Eine Kuppe gefolgt von einer Wanne oder umgekehrt sollte nicht das Problem sein. Die Probleme sehe ich, wenn zwei Wannen oder zwei Kuppen so knapp aufeinander folgen, dass der Abstand geringer als ein Modul ist.

Das geht wahrscheinlich Gleisbautechnisch gar nicht da man ja Radien zum einhalten hat. Und in San Francisco sind wir auch nicht, das wir hier so extreme Winkel hätten.
Weil ein menschlicher Hühnerstall nicht der Weisheit letzter Schluß sein kann.

Halbstarker

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Re: Ist Niederflurtechnik und Straßenbahngleisbau noch beherrschbar?
« Antwort #26 am: 12. Januar 2021, 08:55:21 »
Da es aber derzeit seitens der Stadt Wien diesbezüglich keinerlei Bestreben ist und es auch im 7. Bezirk massiven Widerstand gegen die Umstellung gibt, sollte man eher die Energie auf die Projekte stecken, wo die auch die Stadt Wien umsetzen will.
Welche neuen Straßenbahnprojekte will denn die Stadt Wien wirklich umsetzen?
Ceterum censeo autocineta omnibus delenda esse!

Klingelfee

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Re: Ist Niederflurtechnik und Straßenbahngleisbau noch beherrschbar?
« Antwort #27 am: 12. Januar 2021, 09:53:59 »
Da es aber derzeit seitens der Stadt Wien diesbezüglich keinerlei Bestreben ist und es auch im 7. Bezirk massiven Widerstand gegen die Umstellung gibt, sollte man eher die Energie auf die Projekte stecken, wo die auch die Stadt Wien umsetzen will.
Welche neuen Straßenbahnprojekte will denn die Stadt Wien wirklich umsetzen?

Verlängerung der Linie 25, Anbindung von Schwechat an das Wiener Straßenbahnnetz, Errichtung der Linie 27. Um nur ein paar Beispiel zu nennen.
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95B

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Re: Ist Niederflurtechnik und Straßenbahngleisbau noch beherrschbar?
« Antwort #28 am: 12. Januar 2021, 10:25:48 »
Jetzt wird einmal an der U5 herumgebohrt, da ist für die Straßenbahn auf Jahrzehnte hinaus sowieso kein Geld da.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
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Halbstarker

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Re: Ist Niederflurtechnik und Straßenbahngleisbau noch beherrschbar?
« Antwort #29 am: 12. Januar 2021, 10:31:49 »
... nämlich nicht einmal für die ordentliche Instandhaltung des Bestandsnetzes. Um die dringendsten Reparaturen durchführen zu können, müssen "Spontangebrechen" herhalten.
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