Autor Thema: Technische Spielereien der Wiener Linien  (Gelesen 41322 mal)

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hema

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Re: Technische Spielereien der Wiener Linien
« Antwort #15 am: 05. Februar 2016, 01:02:25 »

Der Lokführer hat außerdem noch das Eisenbahnkreuzungs-Überwachungssignal, das ihm anzeigt, wenn ein Schranken nicht ordnungsgemäß funktioniert – dann muss er anhalten.
Da ist ja nur eine (Not-)Reaktion der Eisenbahnen und es Gesetzgebers, entstanden aus der Erkenntnis, dass viele Autofahrer zwar blind, aber voller Gottvertrauen durch die Gegend kurven, erfüllt von der Gewissheit, dass immer die anderen schuld sind und daher auf sie aufpassen müssen!  ::)




Wie würdest du dich da verhalten, wenn du zu dieser Kreuzung kämest und die Schranken sind offen. Anhalten und durchtasten?
Nicht ich habe das Problem, sondern du!  ;)



In den (frühen?) 70ern gab es in Deutschland sogar unbeschrankte Übergänge, da stand beim Andreaskreuz eine Zusatztafel mit dem Hinweis, dass hier Züge mit bis zu 200 km/h kreuzen würden.
Niemand ist gezwungen meine Meinung zu teilen!

Ferry

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Re: Technische Spielereien der Wiener Linien
« Antwort #16 am: 05. Februar 2016, 09:16:56 »
Schickst deine Frau aufs Gleis, damit sie dich einweist?

Da könnte man durchaus darüber nachdenken...  >:D
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

luki32

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Re: Technische Spielereien der Wiener Linien
« Antwort #17 am: 05. Februar 2016, 09:56:33 »
Schickst deine Frau aufs Gleis, damit sie dich einweist?

Da könnte man durchaus darüber nachdenken...  >:D

Jaja, goschert sein, wenn sie nicht dabei ist...  >:D

mfG
Luki
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Hubi

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Re: Technische Spielereien der Wiener Linien
« Antwort #18 am: 05. Februar 2016, 10:48:54 »
Das Eisenbahngesetz 1957 sagt folgendes:

Die Eisenbahnkreuzung darf erst
und nur dann übersetzt werden, wenn sich die Straßenbenützer durch alle ihnen zu Gebote
stehenden Mittel überzeugt haben, daß ein gefahrloses Übersetzen möglich ist.


So hab ich es auch Seinerzeit in der Fahrschule gelernt!

Ferry

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Re: Technische Spielereien der Wiener Linien
« Antwort #19 am: 05. Februar 2016, 10:51:46 »
Schickst deine Frau aufs Gleis, damit sie dich einweist?

Da könnte man durchaus darüber nachdenken...  >:D

Jaja, goschert sein, wenn sie nicht dabei ist...  >:D

Klar, sonst trau ich mich ja nicht!  ;)
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

haidi

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Re: Technische Spielereien der Wiener Linien
« Antwort #20 am: 05. Februar 2016, 11:05:02 »
Das Eisenbahngesetz 1957 sagt folgendes:

Die Eisenbahnkreuzung darf erst
und nur dann übersetzt werden, wenn sich die Straßenbenützer durch alle ihnen zu Gebote
stehenden Mittel überzeugt haben, daß ein gefahrloses Übersetzen möglich ist.


So hab ich es auch Seinerzeit in der Fahrschule gelernt!
Das interessiert keinen Menschen - außer eventuell Nostalgiker

In der 2012er-Verordnung steht:
Zitat
§ 97
Text

Allgemeine Gebote

§ 97. (1) Die Straßenbenützer haben sich ab dem Standort der Gefahrenzeichen „Bahnübergang ohne Schranken“ oder „Bahnübergang mit Schranken“ auf Grund der Straßen-, Verkehrs- und Sichtverhältnisse sowie der Eigenschaften von Fahrzeug und Ladung unter Beachtung vorhandener Vorschriftszeichen bei der Annäherung an eine Eisenbahnkreuzung so zu verhalten und insbesondere ihre Geschwindigkeit so zu wählen, dass sie erforderlichenfalls vor der Eisenbahnkreuzung verlässlich anhalten können.

(2) Die Straßenbenützer haben sich bei der Annäherung an eine Eisenbahnkreuzung durch Ausblick auf den Bahnkörper, soweit dies die örtlichen Verhältnisse zulassen, und durch besondere Achtsamkeit auf allfällige vom Schienenfahrzeug aus abgegebene akustische Signale nach beiden Richtungen der Bahn zu überzeugen, ob ein gefahrloses Übersetzen der Eisenbahnkreuzung möglich ist oder ob sie vor der Eisenbahnkreuzung anzuhalten haben.

Das will Hema nicht wahr haben und hat deshalb auch nicht erklären wollen, wie er sich verhält, wenn er den Zug nicht sehen kann.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

Linie 58

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Re: Technische Spielereien der Wiener Linien
« Antwort #21 am: 05. Februar 2016, 11:23:42 »

Der Lokführer hat außerdem noch das Eisenbahnkreuzungs-Überwachungssignal, das ihm anzeigt, wenn ein Schranken nicht ordnungsgemäß funktioniert – dann muss er anhalten.
Da ist ja nur eine (Not-)Reaktion der Eisenbahnen und es Gesetzgebers, entstanden aus der Erkenntnis, dass viele Autofahrer zwar blind, aber voller Gottvertrauen durch die Gegend kurven, erfüllt von der Gewissheit, dass immer die anderen schuld sind und daher auf sie aufpassen müssen!  ::)

EKÜS gibt es längst auch nicht bei allen EK, die sind in der absoluten Minderheit. Die stehen hauptsächlich auf Nebenstrecken und dort mWn auch nur bei zuggeschalteten Anlagen.

raifort1

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Re: Technische Spielereien der Wiener Linien
« Antwort #22 am: 05. Februar 2016, 18:23:16 »
Die frühere blau blinkende Anlage, war eine gute Idee, es zeigte an, daß die Anlage in Betrieb ist. In Tschechien noch oft anzutreffen.

invisible

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Re: Technische Spielereien der Wiener Linien
« Antwort #23 am: 05. Februar 2016, 18:33:26 »
Der Lokführer hat außerdem noch das Eisenbahnkreuzungs-Überwachungssignal, das ihm anzeigt, wenn ein Schranken nicht ordnungsgemäß funktioniert – dann muss er anhalten.

Allerdings nur bei zugbedienten Anlagen. Wenn die Anlage in die Sicherungsanlage eingebunden bzw. fernbedient ist wird der Defekt "nur" im Stellwerk angezeigt. Da kann es durchaus Situationen geben, wo das zu spät geschieht.
Liebe Fahrgäste: Der Zug ist abgefahren.

hema

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Re: Technische Spielereien der Wiener Linien
« Antwort #24 am: 05. Februar 2016, 21:41:20 »

Das will Hema nicht wahr haben und hat deshalb auch nicht erklären wollen, wie er sich verhält, wenn er den Zug nicht sehen kann.
Ich weiß nicht, wie leider so oft, wo dein Problem liegt. Die Eisenbahnkreuzungsverordnung, die du ja teilzitiert hast, spricht diesbezüglich eine eindeutige Sprache. Aber kurz zusammengefasst, vor dem Queren einer Eisenbahnstrecke musst du, egal ob Fußgänger, Auto- oder Radfahrer sicher sein, dass dies gefahrlos möglich ist. Siehst du das für dich nicht gegeben, darfst du den Bahnkörper halt nicht überqueren.

Erwischt dich ein Zug, ist das der (brutale) finale Beweis, dass dir ein sicheres Queren eigentlich nicht möglich war und du davon absehen oder auf eine geeignete Gelegenheit warten hättest müssen.   8)
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raifort1

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Re: Technische Spielereien der Wiener Linien
« Antwort #25 am: 06. Februar 2016, 13:53:50 »
So ist es. Die von mir oben angeführten, früheren BLAU blinkenden Anlagen zeigten nur an, daß sie in Betrieb sind und zeigten nicht Freiefahrt an, sonst hätten sie wohl grün geleuchtet.

Tatra83

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Re: Technische Spielereien der Wiener Linien
« Antwort #26 am: 18. Februar 2016, 09:11:40 »
Just for the records: An der Kreuzung Margaretengürtel/Arbeitergasse gibt es schon jetzt zweifach gelbe Wechselblinker (die via Datenfunk aktiv werden), dazu noch Lane Lights?  :fp: Statt, dass man Linksabbiegern über Straßenbahngleise eine eigene Ampelphase gibt, kocht man weiterhin aus Walfett Lampenöl für diese in dieser Situation völlig nutzlosen Lane Lights?  :blank:
Und ich dachte, mit der Straßenbahn bin ich schneller als zu Fuß.

18er

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Re: Technische Spielereien der Wiener Linien
« Antwort #27 am: 18. Februar 2016, 09:21:05 »
Just for the records: An der Kreuzung Margaretengürtel/Arbeitergasse gibt es schon jetzt zweifach gelbe Wechselblinker (die via Datenfunk aktiv werden), dazu noch Lane Lights?  :fp: Statt, dass man Linksabbiegern über Straßenbahngleise eine eigene Ampelphase gibt, kocht man weiterhin aus Walfett Lampenöl für diese in dieser Situation völlig nutzlosen Lane Lights?  :blank:

Statt dass man dort einfach ein Abbiegeverbot hinstellt, stellt man lieber weiterhin teure technische Lösungen hin.

luki32

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Re: Technische Spielereien der Wiener Linien
« Antwort #28 am: 18. Februar 2016, 09:48:15 »
Just for the records: An der Kreuzung Margaretengürtel/Arbeitergasse gibt es schon jetzt zweifach gelbe Wechselblinker (die via Datenfunk aktiv werden), dazu noch Lane Lights?  :fp: Statt, dass man Linksabbiegern über Straßenbahngleise eine eigene Ampelphase gibt, kocht man weiterhin aus Walfett Lampenöl für diese in dieser Situation völlig nutzlosen Lane Lights?  :blank:

Das verkürzt aber die Grünphase der Straßenbahn, das hältst Du für erstrebenswert?

mfG
Luki
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Tatra83

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Re: Technische Spielereien der Wiener Linien
« Antwort #29 am: 18. Februar 2016, 09:50:53 »
Just for the records: An der Kreuzung Margaretengürtel/Arbeitergasse gibt es schon jetzt zweifach gelbe Wechselblinker (die via Datenfunk aktiv werden), dazu noch Lane Lights?  :fp: Statt, dass man Linksabbiegern über Straßenbahngleise eine eigene Ampelphase gibt, kocht man weiterhin aus Walfett Lampenöl für diese in dieser Situation völlig nutzlosen Lane Lights?  :blank:
Das verkürzt aber die Grünphase der Straßenbahn, das hältst Du für erstrebenswert?
Das wäre freilich der Wiener Weg (© SPÖ) , die ich nicht für erstrebenswert halte. Die Straßenbahn sollte einfach dann frei bekommen, wenn sie es braucht, d.h., sie verzögert mit ihrer Anmeldung die Freiphase für die Linksabbieger.
Und ich dachte, mit der Straßenbahn bin ich schneller als zu Fuß.