Autor Thema: Graf Zeppelin  (Gelesen 8938 mal)

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13er

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Graf Zeppelin
« am: 11. November 2010, 20:40:55 »
Text zum Bild:
Zitat
Als am 12. Juli 1931 das deutsche Luftschiff LZ 127 "Graf Zeppelin" Wien besuchte, waren bei herrlichem Wetter riesige Menschenmassen zum Flughafen Aspern unterwegs, fast ausschließlich mit öffentlichen Verkehrsmitteln; selbst alle Automobile auf diesem Foto sind Taxi. Die Bundesbahnen nützten die flugplatznahe Lage des Marchegger Ostbahnflügels für Sonderzüge, die ihre Fahrgäste in einer provisorischen Haltestelle bei der Südostabzweigung nahe dem Rangierbahnhof Breitenlee absetzten; ein Beispiel kundenfreundlicher Improvisation. Auch die Straßenbahn paßte sich dem Bedarf an und verlängerte die Linien 3 (G+k1) und 5 (G+k3) wie auf dem Foto zu erkennen, bis zur Reichsbrücke.

Sammlung J. und Dr. P. Slezak
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moszkva tér

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Re: Graf Zeppelin
« Antwort #1 am: 12. November 2010, 07:37:16 »
Text zum Bild:
Zitat
Auch die Straßenbahn paßte sich dem Bedarf an und verlängerte die Linien 3 (G+k1) und 5 (G+k3) wie auf dem Foto zu erkennen, bis zur Reichsbrücke.

Von der Reichsbrücke (ich nehme an, die Verlängerung ging bis zum Volkswehrplatz (heute Mexikoplatz) ist es aber noch ein ganz schönes Stück zum Flughafen Aspern. Waren die Transdanubischen Linien ebenfalls verstärkt, oder mussten die Leute von da an zu Fuß gehen? Da geht man locker anderthalb Stunden, wenn nicht noch länger.

13er

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Re: Graf Zeppelin
« Antwort #2 am: 12. November 2010, 09:05:29 »
Von der Reichsbrücke (ich nehme an, die Verlängerung ging bis zum Volkswehrplatz (heute Mexikoplatz) ist es aber noch ein ganz schönes Stück zum Flughafen Aspern. Waren die Transdanubischen Linien ebenfalls verstärkt, oder mussten die Leute von da an zu Fuß gehen? Da geht man locker anderthalb Stunden, wenn nicht noch länger.
Ich vermute (und hoffe, das ist jetzt kein vollkommener Topfen), es hat damit zu tun, dass die alte Reichsbrücke (bis 1937) statisch nicht allzu tragfähig war und daher die Fahrgäste über die Brücke auf "leichte" Wägen umsteigen mussten. War auch im Bäderverkehr immer so. Auf der anderen Seite der Donau warteten dann sicher wieder "normale" Züge.
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95B

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Re: Graf Zeppelin
« Antwort #3 am: 12. November 2010, 09:15:50 »
Auf der anderen Seite der Donau warteten dann sicher wieder "normale" Züge.
Das klingt auf jeden Fall schlüssig. Die Frage ist: Welche Linien warteten am anderen Ende der Reichsbrücke? Gleich 217er oder war ein weiteres Umsteigen am Kagraner Platz notwendig?
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13er

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Re: Graf Zeppelin
« Antwort #4 am: 12. November 2010, 09:27:27 »
Auf der anderen Seite der Donau warteten dann sicher wieder "normale" Züge.
Das klingt auf jeden Fall schlüssig. Die Frage ist: Welche Linien warteten am anderen Ende der Reichsbrücke? Gleich 217er oder war ein weiteres Umsteigen am Kagraner Platz notwendig?
Leider schweigt sich der Text über weitere Verkehrsmaßnahmen aus, ich halte es aber für überaus wahrscheinlich, dass es Sonderlinien bzw. Verstärkerzüge gegeben hat, ob die 217 hießen oder anders, denn es war ein spektakuläres Ereignis, das ganz Wien auf die Straße brachte.

Noch ein schönes Foto habe ich im Internet gefunden (sogar wieder mit Tramway):
(Quelle: http://www.pilotundluftschiff.de/lz127wien.htm)
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luki32

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Re: Graf Zeppelin
« Antwort #5 am: 12. November 2010, 09:30:50 »
Ich vermute (und hoffe, das ist jetzt kein vollkommener Topfen), es hat damit zu tun, dass die alte Reichsbrücke (bis 1937) statisch nicht allzu tragfähig war und daher die Fahrgäste über die Brücke auf "leichte" Wägen umsteigen mussten. War auch im Bäderverkehr immer so. Auf der anderen Seite der Donau warteten dann sicher wieder "normale" Züge.

Es fuhren die Linie 16, 24 und 25 mit "leichten" Wägen über die Reichsbrücke.
Auf der anderen Seite der Donau warteten natürlich keine anderen Züge, da mußte man mit dem 25er zum Kagraner Platz fahren, der 24er fuhr ja nach Kaisermühlen und der 16er nach Stadlau.

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Re: Graf Zeppelin
« Antwort #6 am: 12. November 2010, 09:48:22 »
Ich vermute (und hoffe, das ist jetzt kein vollkommener Topfen), es hat damit zu tun, dass die alte Reichsbrücke (bis 1937) statisch nicht allzu tragfähig war und daher die Fahrgäste über die Brücke auf "leichte" Wägen umsteigen mussten.
Wie die Geschichte bewiesen hat, war die zweite Reichsbrücke auch nicht allzu tragfähig. 8)
Ich verstehe das Konzept dahinter nicht und bin generell dagegen.

luki32

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Re: Graf Zeppelin
« Antwort #7 am: 12. November 2010, 10:03:34 »
Wie die Geschichte bewiesen hat, war die zweite Reichsbrücke auch nicht allzu tragfähig. 8)

Tragfähig war sie schon, nur gealtert ist sie schnell.  8)

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