Autor Thema: Bahnsteigkanten und Einstiegshöhe  (Gelesen 2016 mal)

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Bahnsteigkanten und Einstiegshöhe
« am: 22. Juli 2021, 00:06:22 »
Hallo,

Mir ist letztens aufgefallen, dass die typischen Bahnsteigkanten mit Wiener Linien-Logo sowohl für den ULF als auch für den Flexity eigentlich zu niedrig sind.
Waren die Bahnsteigkanten früher genau gleich hoch wie die ULF mit Niveauregulierung im Sommerniveau, oder hat das überhaupt nie zusammengepasst?

Und was spricht dagegen, dass man ab jetzt geringfügig höhere Bahnsteigkanten setzt und bei Sanierungen von bestehenden Haltestellen eben auf diese umrüstet? So, wie es jetzt ist, bleibt beim Einstieg halt immer eine Stufe von geschätzt 5 cm.

95B

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Re: Bahnsteigkanten und Einstiegshöhe
« Antwort #1 am: 22. Juli 2021, 00:28:28 »
Die Bahnsteige sind absichtlich etwas niedriger, damit bei Zügen mit abgefahrenen Radreifen der Wagenboden nicht niedriger als der Bahnsteig ist, denn das würde eine Stolpergefahr erzeugen.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
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Re: Bahnsteigkanten und Einstiegshöhe
« Antwort #2 am: 22. Juli 2021, 01:15:26 »
Ich finde ja immer beeindruckend, dass die physikalischen Gesetze nicht überall in Europa gleich sind
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coolharry

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Re: Bahnsteigkanten und Einstiegshöhe
« Antwort #3 am: 22. Juli 2021, 07:17:54 »
Hallo,

Mir ist letztens aufgefallen, dass die typischen Bahnsteigkanten mit Wiener Linien-Logo sowohl für den ULF als auch für den Flexity eigentlich zu niedrig sind.
Waren die Bahnsteigkanten früher genau gleich hoch wie die ULF mit Niveauregulierung im Sommerniveau, oder hat das überhaupt nie zusammengepasst?

Und was spricht dagegen, dass man ab jetzt geringfügig höhere Bahnsteigkanten setzt und bei Sanierungen von bestehenden Haltestellen eben auf diese umrüstet? So, wie es jetzt ist, bleibt beim Einstieg halt immer eine Stufe von geschätzt 5 cm.

Das hat noch nie zusammen gepasst. Wahrscheinlich da man sich bei den Gehsteigkantenhöhe (~15cm) orientiert denn an den tatsächlichen Erfordernissen.

Die Bahnsteige sind absichtlich etwas niedriger, damit bei Zügen mit abgefahrenen Radreifen der Wagenboden nicht niedriger als der Bahnsteig ist, denn das würde eine Stolpergefahr erzeugen.
Und Bahnsteige so anzulegen das sie bei abgefahrenen Reifen ~0cm Höhendifferenz ergeben und bei neuen eben die 2-3cm (hinauf ins Fahrzeug) des neuen Radreifens, das haben wir wahrscheinlich noch nie.  8)

Aber ja wir sind in Wien. Da kann man froh sein das neue Steige so angelegt werden, dass nicht mehr ganze Füße der länge nach in den Spalt passen.
Weil ein menschlicher Hühnerstall nicht der Weisheit letzter Schluß sein kann.

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Re: Bahnsteigkanten und Einstiegshöhe
« Antwort #4 am: 22. Juli 2021, 09:15:27 »
Aber ja wir sind in Wien. Da kann man froh sein das neue Steige so angelegt werden, dass nicht mehr ganze Füße der länge nach in den Spalt passen.

Gibts das eigentlich auch irgendwo anders, dass bei einem neuen Niederflurfahrzeug der Fahrer aussteigen muss, um für Rollifahrer eine Rampe händisch auszuklappen?
Harald A. Jahn, www.tramway.at

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t12700

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Re: Bahnsteigkanten und Einstiegshöhe
« Antwort #5 am: 22. Juli 2021, 09:22:39 »
Aber ja wir sind in Wien. Da kann man froh sein das neue Steige so angelegt werden, dass nicht mehr ganze Füße der länge nach in den Spalt passen.

Gibts das eigentlich auch irgendwo anders, dass bei einem neuen Niederflurfahrzeug der Fahrer aussteigen muss, um für Rollifahrer eine Rampe händisch auszuklappen?
Diese händisch bedienbare Rampen gibts beim Flexity auch noch?
Auf dass uns die E1 noch lange erhalten bleiben!

Klingelfee

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Re: Bahnsteigkanten und Einstiegshöhe
« Antwort #6 am: 22. Juli 2021, 10:24:21 »
Aber ja wir sind in Wien. Da kann man froh sein das neue Steige so angelegt werden, dass nicht mehr ganze Füße der länge nach in den Spalt passen.

Gibts das eigentlich auch irgendwo anders, dass bei einem neuen Niederflurfahrzeug der Fahrer aussteigen muss, um für Rollifahrer eine Rampe händisch auszuklappen?
Diese händisch bedienbare Rampen gibts beim Flexity auch noch?

Sicherlich. Erstens sind nicht alle Haltestellen mit einer Bahnsteig kante ausgestattet (baulich gar nicht möglich) und zweitens auch so auch gewährleistet ist, dass mobilitätseingeschränkte Personen auch auf der Strecke aussteigen können.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

38ger

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Re: Bahnsteigkanten und Einstiegshöhe
« Antwort #7 am: 22. Juli 2021, 11:28:06 »
Aber ja wir sind in Wien. Da kann man froh sein das neue Steige so angelegt werden, dass nicht mehr ganze Füße der länge nach in den Spalt passen.

Gibts das eigentlich auch irgendwo anders, dass bei einem neuen Niederflurfahrzeug der Fahrer aussteigen muss, um für Rollifahrer eine Rampe händisch auszuklappen?

Ziemlich sicher in Graz, weil dort ja sofern sich die letzten Jahre nicht viel geändert hat, noch sehr viele Stationen vorhanden sind, wo man direkt von der Straße in die Fahrzeuge einsteigt.

Ergänzung: Gerade auf Google Street View geschaut...die Gehsteige in Graz sind auch um vieles niedriger, als in Wien...in Kombination mit den höheren Einstiegen in deren Niederflurfahrzeuge kann man da eigentlich nicht nur nicht von barrierefrei, sondern auch nicht von barrierearm sprechen.  :bh:

Edit 2: Genauer wissen werden es die Grazer selbst, hab dementsprechend einen Thread dazu angelegt: http://www.styria-mobile.at/home/forum/index.php/topic,14337.0.html

Schienenchaos

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Re: Bahnsteigkanten und Einstiegshöhe
« Antwort #8 am: 22. Juli 2021, 11:37:16 »
Soweit ich das beurteilen kann, sind die Trittstufen der E2/c5 mit Schuld an dieser Misere!

haidi

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Re: Bahnsteigkanten und Einstiegshöhe
« Antwort #9 am: 22. Juli 2021, 12:55:15 »
Soweit ich das beurteilen kann, sind die Trittstufen der E2/c5 mit Schuld an dieser Misere!
Eine einfache Rutschkupplung hätte das Problem vielleicht lösen können.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging

t12700

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Re: Bahnsteigkanten und Einstiegshöhe
« Antwort #10 am: 22. Juli 2021, 13:17:17 »
Aber ja wir sind in Wien. Da kann man froh sein das neue Steige so angelegt werden, dass nicht mehr ganze Füße der länge nach in den Spalt passen.

Gibts das eigentlich auch irgendwo anders, dass bei einem neuen Niederflurfahrzeug der Fahrer aussteigen muss, um für Rollifahrer eine Rampe händisch auszuklappen?
Diese händisch bedienbare Rampen gibts beim Flexity auch noch?

Sicherlich. Erstens sind nicht alle Haltestellen mit einer Bahnsteig kante ausgestattet (baulich gar nicht möglich) und zweitens auch so auch gewährleistet ist, dass mobilitätseingeschränkte Personen auch auf der Strecke aussteigen können.
Es ist ja nicht falsch dass diese auch per Hand bedienbar sind. Das eine schließt das andere ja nicht aus.
Auf dass uns die E1 noch lange erhalten bleiben!

Erich Mladi

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Re: Bahnsteigkanten und Einstiegshöhe
« Antwort #11 am: 22. Juli 2021, 18:00:53 »
Die Bahnsteige sind absichtlich etwas niedriger, damit bei Zügen mit abgefahrenen Radreifen der Wagenboden nicht niedriger als der Bahnsteig ist, denn das würde eine Stolpergefahr erzeugen.
Was für ein Schwachsinn! Ist doch egal ob du in den Wagen oder aus den Wagen stolperst. Gefahrenminderung bringt es nur wenn die Differenz möglichst gering ist!

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Re: Bahnsteigkanten und Einstiegshöhe
« Antwort #12 am: 22. Juli 2021, 18:07:52 »
Die Bahnsteige sind absichtlich etwas niedriger, damit bei Zügen mit abgefahrenen Radreifen der Wagenboden nicht niedriger als der Bahnsteig ist, denn das würde eine Stolpergefahr erzeugen.
Was für ein Schwachsinn!

Nein, das ist kein Schwachsinn (übrigens eine äußerst gepflegte Ausdrucksweise, derer du dich da befleißigst ::)). Bist du schon einmal in einen Aufzug eingestiegen, der leicht unterhalb des Niveaus angehalten hat? Man erwartet in solchen Situationen keinen negativen Niveauunterschied – das kann einen durchaus aus dem Gleichgewicht bringen.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

Gast1090

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Re: Bahnsteigkanten und Einstiegshöhe
« Antwort #13 am: 22. Juli 2021, 18:53:23 »
Die Bahnsteige sind absichtlich etwas niedriger, damit bei Zügen mit abgefahrenen Radreifen der Wagenboden nicht niedriger als der Bahnsteig ist, denn das würde eine Stolpergefahr erzeugen.
Was für ein Schwachsinn!

Nein, das ist kein Schwachsinn (übrigens eine äußerst gepflegte Ausdrucksweise, derer du dich da befleißigst ::)). Bist du schon einmal in einen Aufzug eingestiegen, der leicht unterhalb des Niveaus angehalten hat? Man erwartet in solchen Situationen keinen negativen Niveauunterschied – das kann einen durchaus aus dem Gleichgewicht bringen.
Schade, daß es keine Paternosters mehr gibt - da lernte man Ein- und Aussteigen, ohne das Gleichgewicht zu verlieren.

Davon abgesehen scheint es im Wischi-Wischi Zeitalter aus der Mode gekommen zu sein, hinzuschauen, wo man hinsteigt, wenn man wo ein- oder aussteigt, man hat nur mehr das Display im Blickfeld ....

Straßenbahn Graz

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Re: Bahnsteigkanten und Einstiegshöhe
« Antwort #14 am: 22. Juli 2021, 18:59:52 »

Schade, daß es keine Paternosters mehr gibt - da lernte man Ein- und Aussteigen, ohne das Gleichgewicht zu verlieren.

Davon abgesehen scheint es im Wischi-Wischi Zeitalter aus der Mode gekommen zu sein, hinzuschauen, wo man hinsteigt, wenn man wo ein- oder aussteigt, man hat nur mehr das Display im Blickfeld ....

Früher war alles besser. Der Himmel war blauer, die Stadt war grauer und die Leute sind nicht gestolpert weil es hoch keine Handys gab.  :bh: :bh: :fp: