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Fahrschalter

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hema:

--- Zitat von: Wile E. Coyote am 28. Januar 2021, 21:57:10 ---
--- Zitat von: 95B am 28. Januar 2021, 19:20:22 ---Ich vermute aber, dass es der Kiepe-Sollwertgeber tatsächlich ein vielstufiger Drehschalter war (dazu würde auch das damalige Verhalten des Zuges bei Notfahrt passen), während es bei der Cegelec-Variante sicher ein Potentiometer ist, das sich halt nur ruckweise verstellen lässt, weil es beim E2 immer schon so war.

--- Ende Zitat ---
Zum Kiepe-Sollwertgeber kann ich keine Auskunft geben, aber die aktuelle Version hat tatsächlich kein Potentiometer, sondern es sind, so wie du es für den alten Sollwertgeber vermutest, einzelne Kontakte für die Rasten.

--- Ende Zitat ---
Die Rasten (ausgenommen 0- und Notbremsrast) waren beim "alten" E2 eigentlich nur für die Notfahrt von Bedeutung. Jetzt sind sie nur mehr da, weil es immer schon so war.

benkda01:
Wie hat sich die Notfahrt-Funktion beim "alten" E2 eigentlich genau dargestellt? Hat man da mit den Rasten des Sollwertgebers definierte Fahrstufen direkt angewählt?

95B:

--- Zitat von: benkda01 am 28. Januar 2021, 22:31:08 ---Wie hat sich die Notfahrt-Funktion beim "alten" E2 eigentlich genau dargestellt? Hat man da mit den Rasten des Sollwertgebers definierte Fahrstufen direkt angewählt?

--- Ende Zitat ---

Fahren_mit_der_Umkehrhebelstellung_"Notfahrt"
Muß ein Zug aufgrund einer Störung mit der Umkehrhebelstellung
"Notfahrt" geführt werden, ist er
als SONDERZUG einzuziehen.
Vor dem Umschalten des Umkehrhebels ist der Kippschalter
"Federspeicher" in die Stellung “voll"
zu schalten, womit einem eventuellen, frühzeitigem
Lösen der Federspeicherbremse während des Umschaltvorganges
vorgebeugt wird. Nach dem Umschalten des
Umkehrhebels ist der Totmanngriff am Steuerhebel
zu drücken und der Steuerhebel auf eine Bremsraste
zwischen 4 und 8 zu schalten (Federspeicherbremse
"voll" - Totmanneinrichtung überbrückt); anschliessend
ist der Kippschalter "Federspeicher" wieder
in die Betriebsstellung zurückzuschalten.
Wird jetzt der Steuerhebel auf eine Fahrraste geschaltet,
löst die Federspeicherbremse und das
Schaltwerk wird in Sekundenabständen bis zur
Serienendstufe aufgeschaltet. Im weiteren Verlauf
der Fahrt hat der Fahrer zu beachten, daß
die Federspeicherbremse bereits in der Steuerhebelstellung
"O" gelöst wird, keine Zwischenfahrstufen
gehalten werden können und die Totmanneinrichtung
bis zur 3. Bremsraste wirksam ist.
Da in der Umkehrheblstellung "Notfahrt" die Wirkung
der Türkontrolle auf die Anfahrsperre ausgeschaltet
ist, soll das Anhalten nach Möglichkeit
vermieden werden. In Haltestellen, in denen angehalten
werden muß, ist daher der Durchsage "Bitte
nicht einsteigen. Sonderzug" an die im Haltestellenbereich
wartenden Fahrgäste, größte Aufmerksamkeit
zu widmen.
Ein Zug, der in der Umkehrhebelstellung "Notfahrt"
geführt wird, darf keinesfalls zum Schieben eines
anderen Zuges (gekuppelt oder ungekuppelt) verwendet
werden.

benkda01:
Danke, interessant! Der Beschreibung nach zu urteilen kann das Führen eines Zuges in diesem Modus nicht besonders angenehm gewesen sein :D

95B:

--- Zitat von: benkda01 am 29. Januar 2021, 01:27:45 ---Danke, interessant! Der Beschreibung nach zu urteilen kann das Führen eines Zuges in diesem Modus nicht besonders angenehm gewesen sein :D

--- Ende Zitat ---

Das Fahren wird wohl einigermaßen gegangen sein, aber die Bremse verhielt sich so, wie man es vom Rangierpult kennt. Ich weiß nicht, wie oft es früher vorkam, dass man die Notfahrt brauchte. Bei Schaltwerkstörungen, einer der häufigsten Störungsgründe beim ursprünglichen E2, hat diese Stellung vermutlich auch nicht mehr geholfen.

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