Autor Thema: [NZZ] Tempo 30 Zürich: kleiner Zeitverlust fürs Tram kostet Millionen  (Gelesen 4306 mal)

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darkweasel

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Re: [NZZ] Tempo 30 Zürich: kleiner Zeitverlust fürs Tram kostet Millionen
« Antwort #30 am: 31. August 2021, 16:05:31 »
Aporpos Vergraulung der Autofahrer:

• Südgürtel bei Matzleinsdorfer Platz beeinträchtigt

• Quellenstraße westlich Laxenburger Straße wegen Gleisbauarbeiten gesperrt

• Raxstraße wegen Betonfelderneuerung stark beeinträchtigt

da kann doch nur System dahinterstecken, oder?
Und im ÖV-Netz gibt es nie Bauarbeiten (z.B. wochenlange U-Bahn-Sperren), oder was jetzt? Beziehungsweise wo genau auf der Welt müssen Straßen niemals saniert werden? Warum fallen mir deine Beiträge eigentlich immer nur auf, wenn du derartigen Unsinn (zu verschiedenen Themen) von dir gibst?

maybreeze

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Re: [NZZ] Tempo 30 Zürich: kleiner Zeitverlust fürs Tram kostet Millionen
« Antwort #31 am: 31. August 2021, 16:14:37 »
Warum fallen mir deine Beiträge eigentlich immer nur auf, wenn du derartigen Unsinn (zu verschiedenen Themen) von dir gibst?

Brauchst ja meinen Unsinn nicht lesen, womit Du Dir auch die Kommentierung ersparen könntest!

Die drei genannten Straßenzüge  liegen parallel zueinander und sind wichtige Querungen im Bezirk, sodass eine gewisse Koordination der (notwendigen) Bauarbeiten anstelle der gleichzeitigen Behinderung zu erwarten wäre, wenn man Verkehrsplanung ernst nimmt. Und das war meine Aussage.

T1

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Re: [NZZ] Tempo 30 Zürich: kleiner Zeitverlust fürs Tram kostet Millionen
« Antwort #32 am: 31. August 2021, 16:35:51 »
Jaja, Autos müssen immer überall hinfahren können! Das muss oberste Priorität haben :bh:

darkweasel

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Re: [NZZ] Tempo 30 Zürich: kleiner Zeitverlust fürs Tram kostet Millionen
« Antwort #33 am: 31. August 2021, 16:38:07 »
sodass eine gewisse Koordination der (notwendigen) Bauarbeiten anstelle der gleichzeitigen Behinderung zu erwarten wäre
ÖV-Nutzer haben vor drei Jahren in den Sommerferien damit leben müssen, dass beide hochrangigen innerstädtischen Verbindungen (U4, S45) zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt (Wien Heiligenstadt) gleichzeitig gesperrt (und nicht etwa nur "beeinträchtigt") waren und sie auf Straßenbahn und Bus ausweichen mussten. Natürlich wäre es besser, Bauarbeiten zu koordinieren, aber dass spezifisch Autofahrer vergrault werden sollen, indem man das nicht tut, ist trotzdem einfach nicht richtig. Ich fahre erst seit wenigen Monaten Auto und bin immer wieder überrascht, wie schnell ich damit (auch innerstädtisch in Wien) weiterkomme!

T1

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Re: [NZZ] Tempo 30 Zürich: kleiner Zeitverlust fürs Tram kostet Millionen
« Antwort #34 am: 31. August 2021, 16:57:58 »
sodass eine gewisse Koordination der (notwendigen) Bauarbeiten anstelle der gleichzeitigen Behinderung zu erwarten wäre
ÖV-Nutzer haben vor drei Jahren in den Sommerferien damit leben müssen, dass beide hochrangigen innerstädtischen Verbindungen (U4, S45) zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt (Wien Heiligenstadt) gleichzeitig gesperrt (und nicht etwa nur "beeinträchtigt") waren und sie auf Straßenbahn und Bus ausweichen mussten. Natürlich wäre es besser, Bauarbeiten zu koordinieren, aber dass spezifisch Autofahrer vergrault werden sollen, indem man das nicht tut, ist trotzdem einfach nicht richtig. Ich fahre erst seit wenigen Monaten Auto und bin immer wieder überrascht, wie schnell ich damit (auch innerstädtisch in Wien) weiterkomme!
Richtig, bestes Beispiel ist hier die Kreuzung bei der Landesgerichtstraße, wo der Autoverkehr trotz Einschränkungen zügig durchkommt, die Straßenbahn aber verhungert, teilweise sogar vor Sinnlosampeln (da keine Querung/Querverkehr).

95B

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Re: [NZZ] Tempo 30 Zürich: kleiner Zeitverlust fürs Tram kostet Millionen
« Antwort #35 am: 31. August 2021, 17:00:16 »
Richtig, bestes Beispiel ist hier die Kreuzung bei der Landesgerichtstraße, wo der Autoverkehr trotz Einschränkungen zügig durchkommt, die Straßenbahn aber verhungert, teilweise sogar vor Sinnlosampeln (da keine Querung/Querverkehr).

Die Politik hat zudem schon bekräftigt, dass diese Ampelphasen während der gesamten Dauer der Baustelle nicht geändert werden. Quasi nach dem Motto: Saads froh, doss überhaupt a Tramway foahrt.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
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maybreeze

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Re: [NZZ] Tempo 30 Zürich: kleiner Zeitverlust fürs Tram kostet Millionen
« Antwort #36 am: 31. August 2021, 17:01:34 »
Jaja, Autos müssen immer überall hinfahren können! Das muss oberste Priorität haben :bh:

Beissreflex?

Neben dem Individualverkehr gibt es jede Menge Lieferverkehr, Handwerker, Paketzustelldienste, Taxis, Rettung, Krankentransporte, Polizei, Busse ...

Und nebenbei: Dass der Individualverkehr vergrault wird, habe ich wertfrei hier eingestellt. Und das gilt hinkünftig auch für die als Allheilmittel dargestellten Elektrofahrzeuge. Denn nur so können z.B. Flächen für Fußgänger bereitgestellt werden.


Linie 58

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Re: [NZZ] Tempo 30 Zürich: kleiner Zeitverlust fürs Tram kostet Millionen
« Antwort #37 am: 31. August 2021, 17:14:26 »
Und nebenbei: Dass der Individualverkehr vergrault wird, habe ich wertfrei hier eingestellt.

"Vergraulen" ist per se keine sehr wertfreie Wortwahl. Im Zusammenhang mit der Wiener (Auto-)Verkehrspolitik eher grenzwertig absurd.

Und das gilt hinkünftig auch für die als Allheilmittel dargestellten Elektrofahrzeuge.

Kein ernsthafter Verkehrsplaner wird ein Elektrofahrzeug als Allheilmittel darstellen, schon gar nicht in einer Millionenmetropole. Dass du das Thema Elektromobilität völlig zusammenhanglos hier aufbringst, hilft deiner Argumentation nicht im geringsten.

rolmaster

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Re: [NZZ] Tempo 30 Zürich: kleiner Zeitverlust fürs Tram kostet Millionen
« Antwort #38 am: 31. August 2021, 19:47:13 »
Zu diesem Thema laufen schon länger Diskussionen. Die VBZ haben hier klar Stellung bezogen und gegenüber der Sradtregierung Druck aufgebaut:
Entweder es kommt kein Tempo 30 oder die Stadt finanziert die zusätzlichen Fahrzeuge und Betriebskosten. Als Faustpfand wird die Bezirksbuslinie 38 gehandelt.
https://hoengger.ch/widerstand-gegen-einstellung-der-linie-38/

Wann sind die WiLi ähnlich forsch aufgetreten um sich gegen Fahrzeitverlängerungen zu wehren?  8)

skytree

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Re: [NZZ] Tempo 30 Zürich: kleiner Zeitverlust fürs Tram kostet Millionen
« Antwort #39 am: 31. August 2021, 19:59:39 »
sodass eine gewisse Koordination der (notwendigen) Bauarbeiten anstelle der gleichzeitigen Behinderung zu erwarten wäre
ÖV-Nutzer haben vor drei Jahren in den Sommerferien damit leben müssen, dass beide hochrangigen innerstädtischen Verbindungen (U4, S45) zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt (Wien Heiligenstadt) gleichzeitig gesperrt (und nicht etwa nur "beeinträchtigt") waren und sie auf Straßenbahn und Bus ausweichen mussten. Natürlich wäre es besser, Bauarbeiten zu koordinieren, aber dass spezifisch Autofahrer vergrault werden sollen, indem man das nicht tut, ist trotzdem einfach nicht richtig. Ich fahre erst seit wenigen Monaten Auto und bin immer wieder überrascht, wie schnell ich damit (auch innerstädtisch in Wien) weiterkomme!
Richtig, bestes Beispiel ist hier die Kreuzung bei der Landesgerichtstraße, wo der Autoverkehr trotz Einschränkungen zügig durchkommt, die Straßenbahn aber verhungert, teilweise sogar vor Sinnlosampeln (da keine Querung/Querverkehr).

Genauso hat man für die Umleitung um die Baustelle für die U5 Pilgramgasse die Fahrbahn verbreitert, die Ampelschaltungen umprogrammiert, 2-spurige Abbieger markiert und auf den wegfallenden Abbiegespuren in der Mollardgasse und Wienzeile auch Parkflächen eingerichtet, damit der Platz ja keinen anderen Nutzen findet.

68er

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Re: [NZZ] Tempo 30 Zürich: kleiner Zeitverlust fürs Tram kostet Millionen
« Antwort #40 am: 31. August 2021, 20:10:40 »
Die VBZ haben hier klar Stellung bezogen und gegenüber der Sradtregierung Druck aufgebaut:
[...]
Wann sind die WiLi ähnlich forsch aufgetreten um sich gegen Fahrzeitverlängerungen zu wehren?  8)

Die Gemeinsamkeit ist der verdeckte Autofahrerclub. Die WL sind auch äußerst energisch gegen Fahrzeitverlängerungen, aber halt nur dann, wenn sie auf Tempo 30 zurückzuführen wären. Nicht dass diese "Gefahr" in Wien ernstlich bestehen würde.

abc

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Re: [NZZ] Tempo 30 Zürich: kleiner Zeitverlust fürs Tram kostet Millionen
« Antwort #41 am: 01. September 2021, 08:44:48 »
Aporpos Vergraulung der Autofahrer:

• Südgürtel bei Matzleinsdorfer Platz beeinträchtigt

• Quellenstraße westlich Laxenburger Straße wegen Gleisbauarbeiten gesperrt

Die drei genannten Straßenzüge  liegen parallel zueinander und sind wichtige Querungen im Bezirk, sodass eine gewisse Koordination der (notwendigen) Bauarbeiten anstelle der gleichzeitigen Behinderung zu erwarten wäre, wenn man Verkehrsplanung ernst nimmt.

Wenigstens treffen die Folgen des jahrelangen Instandhaltungsrückstands bei der Bim nun mal auch den Autoverkehr. Sonst hätte man die Gleise in der Quellenstraße nämlich sanieren können, bevor die U2-Bauarbeiten beginnen. Abgesehen davon weiß ich nicht, wieso die Quellenstraße in irgendeiner Form eine übergeordnete Funktion haben sollte. Genau dafür gibt es doch Raxstraße und Gürtel - dass es sich in der Quellen- und in der Gudrunstraße trotzdem ständig staut, zeigt vor allem, wie falsch die ständige Propaganda der Entlastung von Wohngebieten durch Hauptstraßen ist.

ÖV-Nutzer haben vor drei Jahren in den Sommerferien damit leben müssen, dass beide hochrangigen innerstädtischen Verbindungen (U4, S45) zu einem wichtigen Verkehrsknotenpunkt (Wien Heiligenstadt) gleichzeitig gesperrt (und nicht etwa nur "beeinträchtigt") waren und sie auf Straßenbahn und Bus ausweichen mussten.

Schön ist auch, dass man es im Windschatten der monatelangen Sperren um den Johann-Nepomuk-Berger-Platz 2017 nicht geschafft hat, eh gesperrte Gleise (z.B. in der Rosensteingasse) gleich mit zu erneuern.

Die ganze Diskussion um Fahrzeitverlängerungen durch Tempo 30 erinnert mich an einen Tweet des Satire-Accounts SPÖ-Diesel:

Zitat von: SPÖ Diesel
Ulli Sima hat völlig Recht! Wir dürfen die #Öffis nicht durch #Tempo30 ausbremsen. Die Folgen wären fatal:
Bus 13A: Pro Richtung 35 Sekunden länger
Bus 59A: Pro Richtung 50 Sekunden (!) länger
Linie 2: Pro Richtung 15 Sekunden länger

Wer will da noch Öffi fahren?!

T1

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Re: [NZZ] Tempo 30 Zürich: kleiner Zeitverlust fürs Tram kostet Millionen
« Antwort #42 am: 01. September 2021, 08:54:52 »
Jaja, Autos müssen immer überall hinfahren können! Das muss oberste Priorität haben :bh:

Beissreflex?
Nur gegen verkehrsplanerische Ansichten der 70er, die bei manchen leider heute noch en vogue sind.

Bhf_Breitensee

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Re: [NZZ] Tempo 30 Zürich: kleiner Zeitverlust fürs Tram kostet Millionen
« Antwort #43 am: 01. September 2021, 09:06:35 »
Zwischen der Landesgerichtsstraße und dem Schottentor haben wir nicht einmal Tempo 30, geschweige denn und eine grüne Welle.

haidi

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Re: [NZZ] Tempo 30 Zürich: kleiner Zeitverlust fürs Tram kostet Millionen
« Antwort #44 am: 01. September 2021, 09:10:44 »
Jaja, Autos müssen immer überall hinfahren können! Das muss oberste Priorität haben :bh:

Beissreflex?
Nur gegen verkehrsplanerische Ansichten der 70er, die bei manchen leider heute noch en vogue sind.
Und sich den 13. Bezirk von Autos von außerhalb vollparken lassen. Die Mehrheit der Bezirksvertretung dieses Bezirkes ist verkehrsmäßig hinterwäldlerisch und schlägt die doch recht autozentrierte SPÖ dabei um Längen.
Alle sagten es geht nicht - dann kam einer, der das nicht wusste und probierte es - und es ging