Autor Thema: Gleisverbindungen für Linie 68 am Schwedenplatz seit 04.06.2012 in Betrieb  (Gelesen 31982 mal)

0 Mitglieder und 1 Gast betrachten dieses Thema.

nord22

  • Geschäftsführer
  • *
  • Beiträge: 12005
Nach langer Bauzeit sind lt. Dienstauftrag seit Montag 04.06.2012 Betriebsbeginn die Gleisverbindungen Franz Josefs Kai - Schwedenplatz und
Taborstraße - Gredlerstraße für den Betrieb freigegeben. Die Weiche am Franz Josefs Kai ist als VETAG Weiche ausgeführt, die Weiche in der
Taborstraße ist nur händisch (mit der Weichenkrücke) zu stellen. Damit steht der Betriebsaufnahme der U - Bahnersatzlinie 68 am 07.07.2012
nichts mehr im Wege.
Die Gleisverbindung Taborstraße - Gredlerstraße hat es schon einmal gegeben; sie ermöglichte bis 1972 Kurzführungen der Linie O bis zum
Schwedenplatz. Die Gleisverbindung von der Abfahrtstelle der VRT am Schwedenplatz über die Schwedenbrücke in die Taborstraße bis zur
Gredlerstraße wird seit Stillegung der Linie 21 nur mehr von einem Frühkurs der Linie 2 planmäßig befahren; weiters bei Kurzführungen
und Ablenkungen der Linie 2.

LG nord22

Revisor

  • Obermeister
  • *
  • Beiträge: 4965
Die Gleisverbindung Taborstraße - Gredlerstraße hat es schon einmal gegeben; sie ermöglichte bis 1972 Kurzführungen der Linie O bis zum
Schwedenplatz.
Wofür dieser Gleisbogen ab 1956 tatsächlich benötigt wurde, ist ziemlich unklar. Die Verstärkerlinien der Linie O fuhren zwischen Südbahnhof und Brigittenau (Linie O) und Matthäusschleife - Brigittenau (Linie 29). Als anläßlich des Sudetendeutschen Tages in Wien am 17. und 18. Mai 1959 eine Verstärkerlinie O zwischen Südbahnhof und Franz-Josefs-Kai benötigt wurde, fuhr diese bis zur Schleife Stadtbahn Schottenring. Am ehesten könnten noch irgend welche Einlagezüge von der Hauptallee diese Schleife benützt haben, offenbar aber, wenn überhaupt, sehr selten.

Ferry

  • Geschäftsführer
  • *
  • Beiträge: 10727
Die Gleisverbindung von der Abfahrtstelle der VRT am Schwedenplatz über die Schwedenbrücke in die Taborstraße bis zur
Gredlerstraße wird seit Stillegung der Linie 21 nur mehr von einem Frühkurs der Linie 2 planmäßig befahren;
Möglicherweise wird dieser Frühkurs während des Betriebs des 68ers entfallen, deswegen war in der Taborstraße eine Ausführung als Handweiche ausreichend. Falls der Frühkurs bleibt, wäre es interessant, ob es sich um eine Z-Weiche handelt.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")

Klingelfee

  • Geschäftsführer
  • *
  • Beiträge: 13132
Die Gleisverbindung von der Abfahrtstelle der VRT am Schwedenplatz über die Schwedenbrücke in die Taborstraße bis zur
Gredlerstraße wird seit Stillegung der Linie 21 nur mehr von einem Frühkurs der Linie 2 planmäßig befahren;
Möglicherweise wird dieser Frühkurs während des Betriebs des 68ers entfallen, deswegen war in der Taborstraße eine Ausführung als Handweiche ausreichend. Falls der Frühkurs bleibt, wäre es interessant, ob es sich um eine Z-Weiche handelt.

Also der Frühkurs bleibt und sofern nicht noch ein Dienstauftrag kommt, wird die Weiche Taborstraße vor Gredlerstraße KEINE Z-Weiche.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

ULF

  • Zugführer
  • *
  • Beiträge: 982
Als Unwissender: Darf man fragen, was eine Z-Weiche ist?  ???

HLS

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 9684
Als Unwissender: Darf man fragen, was eine Z-Weiche ist?  ???
Z=Zurückstellweiche. Das bedeutet wenn ein Zug diese benutzt und sich die Weiche stellen mußte muß er nach dem überfahren nochmals aussteigen und diese Weiche in seine ursprüngliche Richtung zurückstellen. Dafür gibts ein eigenes Signal wo eben ein "Z" abgebildet ist und zusätzlich ein kleiner Pfeil(Dreieck) der in die Richtung zeigt wie die normale Weichenrichtung auszusehn hat, also entweder Links oder Rechts.
"Grüß Gott"

Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen. Dieter Nuhr

Klingelfee

  • Geschäftsführer
  • *
  • Beiträge: 13132
Als Unwissender: Darf man fragen, was eine Z-Weiche ist?  ???

Darf man,
eine Z-Weiche ist eine Handweiche mit einer definierten Grundstellung. Und fährt ein Zug in der Ablenkungsrichtung drüber, so MUSS der Fahrer oder Begleiter nach befahren der Weiche die Weiche zurückstellen. So ein Signal hast du zum Beispiel am Währinger Gürtel - Einfahrt Bhf Michelbeuern.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

HLS

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 9684
Als Unwissender: Darf man fragen, was eine Z-Weiche ist?  ???

Darf man,
eine Z-Weiche ist eine Handweiche mit einer definierten Grundstellung. Und fährt ein Zug in der Ablenkungsrichtung drüber, so MUSS der Fahrer oder Begleiter nach befahren der Weiche die Weiche zurückstellen. So ein Signal hast du zum Beispiel am Währinger Gürtel - Einfahrt Bhf Michelbeuern.
Ätsch, ich war schneller.  ;D
"Grüß Gott"

Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen. Dieter Nuhr

95B

  • Verkehrsstadtrat
  • **
  • Beiträge: 35069
  • Anti-Klumpert-Beauftragter
Als Unwissender: Darf man fragen, was eine Z-Weiche ist?  ???

Darf man,
eine Z-Weiche ist eine Handweiche mit einer definierten Grundstellung. Und fährt ein Zug in der Ablenkungsrichtung drüber, so MUSS der Fahrer oder Begleiter nach befahren der Weiche die Weiche zurückstellen. So ein Signal hast du zum Beispiel am Währinger Gürtel - Einfahrt Bhf Michelbeuern.
Und genau dieses Zurückstellen ist der Knackpunkt, da es bei einem Einmannzug viel zu lang dauern würde (Befahren der Weiche, ordnungsgemäßes Sichern des Zuges nach der Weiche, nach hinten gehen, Weiche zurückstellen, wieder nach vorn gehen, weiterfahren). Daher sind Z-Weichen heute nur noch dort zu finden, wo sie in der Ablenkungsrichtung nur von Zügen befahren werden, die nicht einmännig betrieben werden, oder wo zusätzliches Personal zum Weichenstellen greifbar ist: wie erwähnt vor der Bahnhofseinfahrt Michelbeuern und auch in der Schlachthausgasse vor Markhofgasse: Grundstellung nach rechts in die Markhofschleife, geradeaus ginge es weiter über Schlachthausgasse - Erdbergstraße ins Museum, was aber ohnehin selten bis nie genutzt wird, da man auch über die Markhofschleife fahren kann und dann aus der Erdbergstraße geradeaus weiterfährt. Diese Weiche ist keine Z-Weiche, sondern eine normale Handweiche.
Es ist nichts so fein gesponnen, es kommt doch ans Licht der Sonnen!
... brrrr, Klumpert!

ULF

  • Zugführer
  • *
  • Beiträge: 982
Dankeschön für euere Erläuterungen. Jetzt ist alles klar. :)

tramway.at

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 7084
    • www.tramway.at
Die Weiche am Franz Josefs Kai ist als VETAG Weiche ausgeführt, die Weiche in der
Taborstraße ist nur händisch (mit der Weichenkrücke) zu stellen.

Um wieviel kostet eine E-Weiche mehr? Stellt man jetzt für den ganzen Umleitungsverkehr einen Weichensteller hin, udn auch jedesmal später, wenn man umleitet? Da wird ja kaum jeder Tourenzug von 68 und 2 stehenbleiben und selbst schalten, oder? Hat man da am richtigen Fleck gespart?
Harald A. Jahn, www.tramway.at

Klingelfee

  • Geschäftsführer
  • *
  • Beiträge: 13132
Die Weiche am Franz Josefs Kai ist als VETAG Weiche ausgeführt, die Weiche in der
Taborstraße ist nur händisch (mit der Weichenkrücke) zu stellen.

Um wieviel kostet eine E-Weiche mehr? Stellt man jetzt für den ganzen Umleitungsverkehr einen Weichensteller hin, udn auch jedesmal später, wenn man umleitet? Da wird ja kaum jeder Tourenzug von 68 und 2 stehenbleiben und selbst schalten, oder? Hat man da am richtigen Fleck gespart?

Also ich weiß nicht, ob es wirklich notwendig ist, für einen Zug der Linie 2 pro Tag einen Weichenposten hinzustellen?
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

HLS

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 9684
Die Weiche am Franz Josefs Kai ist als VETAG Weiche ausgeführt, die Weiche in der
Taborstraße ist nur händisch (mit der Weichenkrücke) zu stellen.

Um wieviel kostet eine E-Weiche mehr? Stellt man jetzt für den ganzen Umleitungsverkehr einen Weichensteller hin, udn auch jedesmal später, wenn man umleitet? Da wird ja kaum jeder Tourenzug von 68 und 2 stehenbleiben und selbst schalten, oder? Hat man da am richtigen Fleck gespart?

Also ich weiß nicht, ob es wirklich notwendig ist, für einen Zug der Linie 2 pro Tag einen Weichenposten hinzustellen?
Das denk ich allerdings auch wegen einem 2er und einem 68er die dann halt eine "Kletterweiche" haben, dass wird man verschmerzen können. Wenn nicht müßte man ja auch am Schottentor beim 43er einen Weichenposten abstellen.
"Grüß Gott"

Ich fühle mich nicht zu dem Glauben verpflichtet, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand ausgestattet hat, von uns verlangt, dieselben nicht zu benutzen. Dieter Nuhr

tramway.at

  • Referatsleiter
  • *
  • Beiträge: 7084
    • www.tramway.at
Also ich weiß nicht, ob es wirklich notwendig ist, für einen Zug der Linie 2 pro Tag einen Weichenposten hinzustellen?

Ach ja, mein Denkfehler, der 2er kommt ja aus der Gredlerstraße... ::)
Harald A. Jahn, www.tramway.at

Ferry

  • Geschäftsführer
  • *
  • Beiträge: 10727
und auch in der Schlachthausgasse vor Markhofgasse: Grundstellung nach rechts in die Markhofschleife, geradeaus ginge es weiter über Schlachthausgasse - Erdbergstraße ins Museum, was aber ohnehin selten bis nie genutzt wird, da man auch über die Markhofschleife fahren kann und dann aus der Erdbergstraße geradeaus weiterfährt.
Soviel ich weiß, wurde diese Weiche in der Ablenkung überhaupt nur ein einziges mal befahren: als in der "Langen Nacht der Museen" 2002 der 18er wegen Gleisbauarbeiten zwischen Südbahnhof und Stadionbrücke eingestellt war und die Weiche während des Shuttle-Verkehrs daher in der Ablenkung belassen werden konnte. Ansonsten wird immer über die Markhofschleife in der Erdbergstraße eingefahren.
Weißt du, wie man ein A....loch neugierig macht? Nein? - Na gut, ich sag's dir morgen. (aus "Kottan ermittelt - rien ne va plus")