Autor Thema: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat  (Gelesen 184657 mal)

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MK

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #660 am: 29. April 2024, 09:29:36 »
Es wäre schon viel erreicht, wenn Fahrer den Fahrerwechsel möglichst schnell über die Bühne bringen würden, statt ihn als Gelegenheit zum Tratschen zu sehen.
Wanderer, kommst du nach Liechtenstein,
tritt nicht daneben, tritt mitten rein!

abc

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #661 am: 29. April 2024, 09:31:53 »
Euch ist aber schon klar, dass ein Fahrer nicht die ganze Zeit am Zug sein kann. Und wechseln sollte man dort, wo es auch entsprechende Infrastruktur für das halten der Pause möglich macht.

Die notwendige Infrastruktur ist nicht vom Himmel gefallen und kann verändert werden. Wie hätte man das eigentlich bei der Umsetzung des 72ers gehandhabt? Spätestens dann wäre es doch sinnvoll, die notwendige Infrastruktur auch in Simmering S U zu schaffen.

Und ohne Änderung der Infrastruktur könnte man vor und nach der Pause Zeit einplanen, damit die Fahrer nach Simmering kommen.

Auch sagt es überhaupt nichts aus, dass ein größerer Fahrgastwechsel optimal für einen Fahrerwechsel ist. Denn oft genug wird auch der Fahrerwechsel durch einen starken Fahrgastwechsel  behindert, weil der Fahrer nicht aus seiner Kabine kommt.

Stadteinwärts steigen in Simmering viel mehr Menschen aus als ein.

EinfallsreicherName

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #662 am: 29. April 2024, 09:49:07 »
Wie soll ein Fahrer dann von Fickeysstraße nach Simmering kommen? Soll der Fahrer dann unnötig fünf Minuten in Simmering herumstehen? Und selbst dann braucht es nur eine Unregelmäßigkeit im Betrieb und der Zug, mit dem ein Fahrer nach Simmering hätte fahren sollen, kommt gar nicht und ein Zug hat dann keine Ablöse.

Und manche Fahrer schaffen es selbst an stark frequentierten Haltestellen so viel zu tratschen, dass es auch dort zu Verzögerungen kommt. Ein Fahrerwechsel kann in 15 Sekunden abgeschlossen sein.

W_E_St

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #663 am: 29. April 2024, 12:02:49 »
Wie soll ein Fahrer dann von Fickeysstraße nach Simmering kommen? Soll der Fahrer dann unnötig fünf Minuten in Simmering herumstehen? Und selbst dann braucht es nur eine Unregelmäßigkeit im Betrieb und der Zug, mit dem ein Fahrer nach Simmering hätte fahren sollen, kommt gar nicht und ein Zug hat dann keine Ablöse.

Und manche Fahrer schaffen es selbst an stark frequentierten Haltestellen so viel zu tratschen, dass es auch dort zu Verzögerungen kommt. Ein Fahrerwechsel kann in 15 Sekunden abgeschlossen sein.

Ich nehme an, der Vorschlag wäre, das Expedit komplett nach Simmering zu verlegen, oder jedenfalls einen Pausenraum dort zu errichten. Wäre ein gewisser Aufwand, aber wirkt absolut nicht unmöglich.
"Sollte dies jedoch der Parteilinie entsprechen, werden wir uns selbstverständlich bemühen, in Zukunft kleiner und viereckiger zu werden!"

(aus einer Beschwerde über viel zu weit und kurz geschnittene Pullover in "Good Bye Lenin")

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #664 am: 29. April 2024, 13:32:16 »
Wie soll ein Fahrer dann von Fickeysstraße nach Simmering kommen? Soll der Fahrer dann unnötig fünf Minuten in Simmering herumstehen? Und selbst dann braucht es nur eine Unregelmäßigkeit im Betrieb und der Zug, mit dem ein Fahrer nach Simmering hätte fahren sollen, kommt gar nicht und ein Zug hat dann keine Ablöse.

Und manche Fahrer schaffen es selbst an stark frequentierten Haltestellen so viel zu tratschen, dass es auch dort zu Verzögerungen kommt. Ein Fahrerwechsel kann in 15 Sekunden abgeschlossen sein.

Ich nehme an, der Vorschlag wäre, das Expedit komplett nach Simmering zu verlegen, oder jedenfalls einen Pausenraum dort zu errichten. Wäre ein gewisser Aufwand, aber wirkt absolut nicht unmöglich.

Das Problem wäre, dass man dort um teures Geld erst eine Räumlichkeit anmieten/ankaufen und umbauen müsste. Auch wäre es aufwändiger, wenn sich ein Pausenfahrer sich kurzfristig einen Tauschzug nehmen soll, bzw ein Fahrer, der einen Zug abstellt länger braucht, damit er ggf. mit einem anderen Zug weiter fahren kann.

Also zumindest ich sehe keinen Vorteil, wenn man den Pausenraum von der Fickeysstraße nach Simmering verlegt.
Bitte meine Kommentare nicht immer als Ausrede für die WL ansehen

T1

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #665 am: 29. April 2024, 14:33:29 »
So reizvoll für unsereins der Gedanke auch sein mag, eine Straßenbahn nach Schwechat zu bauen, muss man aber auch bedenken, dass die geplante Trasse den Großteil der Schwechater Bevölkerung links liegen gelassen hätte. Schwechat besteht eben nicht nur aus Rannersdorf und Rannersdorf ist wahrlich nicht so dicht besiedelt, dass sich eine Straßenbahn unbedingt aufdrängt. Schwechat ist mit einer Autobuslösung durchaus gut versorgt, weil man die unterschiedlichen Autobuslinien draußen auffächern kann und so der geringeren Bevölkerungsdichte gut Rechnung trägt. Noch dazu fahren die Autobusse mit sehr wenigen Halten bis zur U3 durch, während die Straßenbahn überall stehenbleibt und wesentlich länger braucht.
Das ist ein komisches Argument: Schwechat ist nicht so klein, dass eine Trassenführung den Großteil der Bevölkerung anbinden könnte. Die Straßenbahn hätte aber – und das ist eigentlich genau der Reiz des Projekts – den am dichtest besiedelten Teil (Neubesiedelung auf den ehemaligen Flächen der Brauerei) direkt an die U3 angebunden, während das eigentliche Ortszentrum (wenn es so bezeichnet werden kann) durch die S7 bereits recht gut bedient ist.

Rannersdorf war wohl nur deswegen als Endhalt vorgesehen, damit die Schule noch angebunden ist. Der Ort wird ja nicht wirklich erreicht, nur der nördliche Ortsrand, wenn überhaupt. Das Einzugsgebiet der Straßenbahn liegt definitiv auf Schwechater Gebiet:

abc

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #666 am: 29. April 2024, 14:42:37 »
Wie soll ein Fahrer dann von Fickeysstraße nach Simmering kommen? Soll der Fahrer dann unnötig fünf Minuten in Simmering herumstehen? Und selbst dann braucht es nur eine Unregelmäßigkeit im Betrieb und der Zug, mit dem ein Fahrer nach Simmering hätte fahren sollen, kommt gar nicht und ein Zug hat dann keine Ablöse.

Und manche Fahrer schaffen es selbst an stark frequentierten Haltestellen so viel zu tratschen, dass es auch dort zu Verzögerungen kommt. Ein Fahrerwechsel kann in 15 Sekunden abgeschlossen sein.

Ich nehme an, der Vorschlag wäre, das Expedit komplett nach Simmering zu verlegen, oder jedenfalls einen Pausenraum dort zu errichten. Wäre ein gewisser Aufwand, aber wirkt absolut nicht unmöglich.

Das Problem wäre, dass man dort um teures Geld erst eine Räumlichkeit anmieten/ankaufen und umbauen müsste.

Das ist witzig, weil man in Wien überhaupt kein Problem damit hat, um teures Geld viel mehr Umläufe einzusetzen als nötig, weil es im desolaten Gleisnetz vor Langsamfahrstellen wimmelt und funktionierende Vorrangschaltungen ein Fremdwort sind. Aber sicher, eine Einmalinvestition ist zu teuer.

These: diese Investitionen wären durch ein wienweites Beschleuigungsprogramm in ein, zwei Jahren wieder reingeholt.

Auch wäre es aufwändiger, wenn sich ein Pausenfahrer sich kurzfristig einen Tauschzug nehmen soll, bzw ein Fahrer, der einen Zug abstellt länger braucht, damit er ggf. mit einem anderen Zug weiter fahren kann.

Und in diesen Fällen kann man die Übergabe natürlich nicht verlegen.

Also zumindest ich sehe keinen Vorteil, wenn man den Pausenraum von der Fickeysstraße nach Simmering verlegt.

Du erklärst doch immer lang und breit, dass du vor allem Auto fahren "musst", weil das mit den Öffis alles viel zu lange dauert. Vielleicht solltest du euer "Angebot" mal nutzen.
Darf ich noch mal dran erinnern? Den ganzen Spaß gibt's, um möglichst viel Menschen von A nach B zu befördern - und zwar bestenfalls nicht nur diejenigen, die keine andere Wahl haben. Dafür bezahlen sie mit ihren Steuer- und Fahrgeldern. Folglich sollten die auch im Mittelpunkt stehen, und nicht Befindlichkeiten oder ein falsch verstandenes Traditionsbewusstsein.

71er

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #667 am: 29. April 2024, 19:13:07 »
Das ist ein komisches Argument: Schwechat ist nicht so klein, dass eine Trassenführung den Großteil der Bevölkerung anbinden könnte. Die Straßenbahn hätte aber – und das ist eigentlich genau der Reiz des Projekts – den am dichtest besiedelten Teil (Neubesiedelung auf den ehemaligen Flächen der Brauerei) direkt an die U3 angebunden, während das eigentliche Ortszentrum (wenn es so bezeichnet werden kann) durch die S7 bereits recht gut bedient ist.
Die Neubauten sind auch alle nur 7-14 Minuten Fußweg (laut Google Maps) von der Haltestelle Kaiserebersdorf entfernt und mit dem Regionalbus direkt an die U3 angebunden.

T1

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #668 am: 30. April 2024, 01:49:40 »
Das ist ein komisches Argument: Schwechat ist nicht so klein, dass eine Trassenführung den Großteil der Bevölkerung anbinden könnte. Die Straßenbahn hätte aber – und das ist eigentlich genau der Reiz des Projekts – den am dichtest besiedelten Teil (Neubesiedelung auf den ehemaligen Flächen der Brauerei) direkt an die U3 angebunden, während das eigentliche Ortszentrum (wenn es so bezeichnet werden kann) durch die S7 bereits recht gut bedient ist.
Die Neubauten sind auch alle nur 7-14 Minuten Fußweg (laut Google Maps) von der Haltestelle Kaiserebersdorf entfernt und mit dem Regionalbus direkt an die U3 angebunden.
Das macht sie daher weniger dicht besiedelt als den Rest Schwechats, wie die Aussage war? ???

Monorail

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #669 am: 30. April 2024, 19:00:44 »
Das ist ein komisches Argument: Schwechat ist nicht so klein, dass eine Trassenführung den Großteil der Bevölkerung anbinden könnte. Die Straßenbahn hätte aber – und das ist eigentlich genau der Reiz des Projekts – den am dichtest besiedelten Teil (Neubesiedelung auf den ehemaligen Flächen der Brauerei) direkt an die U3 angebunden, während das eigentliche Ortszentrum (wenn es so bezeichnet werden kann) durch die S7 bereits recht gut bedient ist.
Die Neubauten sind auch alle nur 7-14 Minuten Fußweg (laut Google Maps) von der Haltestelle Kaiserebersdorf entfernt und mit dem Regionalbus direkt an die U3 angebunden.
Der Regionalbus fährt aber eben nicht sehr oft und auch nicht immer durch die Neubaugebiete durch. Der 272 etwa fährt nicht im Takt und nur die Wiener Straße entlang.
Und 14 Minuten Gehzeit klingt bei sportlichen Personen und Schönwetter vielleicht nicht nach gar so viel, ist aber trotzdem ein guter Kilometer, den nicht wenige FG aus unterschiedlichen Gründen lieber per Bus oder Bim zurücklegen.
Die Straßenbahn hätte den Vorteil des dichteren Taktfahrplans, ausgedehnteren Betriebszeiten und der direkten Anbindung von S7 UND U3, aber z.B. auch des Simmeringer Bads, an dem der Bus vorbeirauscht.
Die Haltestellen heißen "Dr.-Karl-Renner-Ring", "Simmering, Grillgasse" und "Kärntner Ring, Oper", Punkt. Stationsnamen haben geographisch korrekt und nicht irreführend zu sein.

marq

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #670 am: 30. April 2024, 19:27:58 »
Man darf nicht vergessen, dass Schwechat weit draußen liegt. Selbst in Mauer  oder Rodaun/Kalksburg gibt es Gemeinde- und Genossenschaftssiedlungen mit vergleichbarem Einzugsgebiet, wo man auch gute 10 Minuten oder länger zu einem Bus gehen muss, der dann erst nur zu einer S-Bahnstation führt (Atzgersdorf-Mauer) wo nicht mal alle Züge halten.

Monorail

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #671 am: 30. April 2024, 19:56:07 »
Man darf nicht vergessen, dass Schwechat weit draußen liegt. Selbst in Mauer  oder Rodaun/Kalksburg gibt es Gemeinde- und Genossenschaftssiedlungen mit vergleichbarem Einzugsgebiet, wo man auch gute 10 Minuten oder länger zu einem Bus gehen muss, der dann erst nur zu einer S-Bahnstation führt (Atzgersdorf-Mauer) wo nicht mal alle Züge halten.
"Nur zu einer Schnellbahnstation"? Darf's sonst noch was sein?  :o
Was sollen erst diejenigen sagen, wo der Bus einen bei einer Bimhaltestelle in der Peripherie rausschmeißt? (Stammersdorf, Pötzleinsdorf, Rodaun...)
Die Haltestellen heißen "Dr.-Karl-Renner-Ring", "Simmering, Grillgasse" und "Kärntner Ring, Oper", Punkt. Stationsnamen haben geographisch korrekt und nicht irreführend zu sein.

marq

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #672 am: 30. April 2024, 21:45:18 »
Man darf nicht vergessen, dass Schwechat weit draußen liegt. Selbst in Mauer  oder Rodaun/Kalksburg gibt es Gemeinde- und Genossenschaftssiedlungen mit vergleichbarem Einzugsgebiet, wo man auch gute 10 Minuten oder länger zu einem Bus gehen muss, der dann erst nur zu einer S-Bahnstation führt (Atzgersdorf-Mauer) wo nicht mal alle Züge halten.
"Nur zu einer Schnellbahnstation"? Darf's sonst noch was sein?  :o
Was sollen erst diejenigen sagen, wo der Bus einen bei einer Bimhaltestelle in der Peripherie rausschmeißt? (Stammersdorf, Pötzleinsdorf, Rodaun...)
Das bezog sich auf dein Gejammer bezüglich Schwechat und betrifft nicht irgendeine S-Babnstation, sondern eine, wo viele Züge nichtmal halten. Nicht die S-Bahnstation war der Punkt, denn S-Bahnstationen können sehr unterschiedliche Intervalle und dort verkehrende Linien haben. Schwechat ist für die Randlage in der südöstlichen Peripherie nun wirklich nicht schlecht angebunden. Da gibt es weiter westlich mit Gießhübl,… weitaus armseligere Anbindungen an das Wiener Zentrum.

abc

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #673 am: 30. April 2024, 22:02:18 »
Da gibt es weiter westlich mit Gießhübl,… weitaus armseligere Anbindungen an das Wiener Zentrum.

In Gießhübl wohnen 2.000 Menschen, in Schwechat über 20.000, und da haben wir die Arbeitsplätze noch gar nicht gesprochen.

marq

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Re: Projekt 2020: Straßenbahn nach Schwechat
« Antwort #674 am: 30. April 2024, 22:10:18 »
Da gibt es weiter westlich mit Gießhübl,… weitaus armseligere Anbindungen an das Wiener Zentrum.

In Gießhübl wohnen 2.000 Menschen, in Schwechat über 20.000, und da haben wir die Arbeitsplätze noch gar nicht gesprochen.
Eben, deswegen ist Schwechat auch mit mehreren S-Bahnstationen und Buslinien versorgt, aber eben nicht jedes Grätzl gleich gut. Ist ja selbst in Wien so. Essling oder Kalksburg sind teilweise schlechter angebunden als manche Gebiete im Schwechat.
Mödling hingegen hat auch über 20000 Einwohner und nur einen Bahnhof und Buslinien.